Weekend Magazin Wien Blickpunkt Wien West 2026 KW19

WIENER GESUNDHEITS VERBUND-CHEFIN K Ö LLDORFER

ABSPECKEN: DIE KI ALS DI Ä TCOACH

LEITGEB IM INTERVIEW

NR. 5 • 7./8. MAI 2026

WIEN

KRASS ANDERS STARS FR Ü HER UND HEUTE

COSMÓ UNSER ESC STARTER IM INTERVIEW

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Polarlicht-Kathedrale. Die futuristische Nordlichtkathedrale in Alta (Norwe gen) erhebt sich spiralförmig in den arktischen Himmel und erinnert mit ihrer titanverkleideten Fassade an das faszinierende Spiel der Polarlichter. Das 2013 eröffnete Bauwerk bietet Platz für rund 350 Besucher.

FOTO: MAURITIUS IMAGES/STIAN RØNNINGEN/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS COVERFOTOS: ROBOTER-FRAU: KI-GENERIERTES BILD BY ADOBE FIREFLY/ADOBE, INC.; MASSBAND: GEARSTD/SHUTTERSTOCK, MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN; CONCEPT-CAR/FAHRZEUGSTUDIE: MERCE DES-BENZ GROUP AG; COSMO: ORF/TOECHTERUNDSOEHNE/MATTHIAS HESCHL; HINTERGRUND: BOGDAN PIGULYAK/SHUTTERSTOCK; ESC 2026-MASKOTTCHEN „AURI“: ORF; MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN

STORYS

AUSNAHMEZUSTAND. Der ESC macht aus Wien eine Woche lang Bühne, Partyzone und Hochsicherheitsareal. Österreich hat Heim vorteil, die Favoriten sind aber andere. Zwischen Fan-Ekstase, Sperrzonen und Wettfieber entscheidet sich, welcher Auftritt wirklich hängen bleibt. Von Stefanie Hermann Österreich

W ien steht vor dem ESC-Ausnahmezustand. Zum dritten Mal nach 1967 und 2015 richtet die Stadt den Eurovision Song Contest aus – grö ßer, bunter, lauter als je zuvor. Volle Straßen, volle U-Bahnen und eine Woche Dauerbetrieb im Ausnahme zustand. Um die Stadthalle, den Rat hausplatz und zentrale Verkehrsach sen gelten Sperren und Sicherheits zonen, Öffis fahren im Sonderbetrieb. Rund 100 Begleitveranstaltungen aus Fanzonen, Clubs und Public Viewings sind über die ganze Stadt verteilt. Für das Spektakel pilgern rund 88.000 zu

sätzliche Gäste in die Hauptstadt. Hotels sind dank ESC-Hype ausgelas tet, die City rechnet mit einer Wert schöpfung von etwa 52 Millionen Euro. Die Freude über den ESC wird in Tourismus und Gastro noch länger

währen: Weltweit ver folgen rund 160 bis 200 Millionen Men schen die Shows, der

Werbewert wird auf bis zu 730 Millionen Euro geschätzt. Während Wien und Wirtschaft verdienen, fei ert die Stadt mit ganz Europa: eine Woche Euphorie, Party und Best stimmung „United by Music“. V

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STORYS

Das Eurovision Village in Wien wird 2026 zum Hotspot für ESC-Fans: weekend.at/ songcontest-village

im ESC-Fieber

COSMÓ: Schlussact im Heimspiel Udo Jürgens hat 1966 erstmals gewonnen, Conchita Wurst folgte 2014, JJ schrieb 2025 Geschichte: Jetzt will COSMÓ mit „Tanz schein“ den vierten ESC-Sieg für Österreich holen. Das könnte aber durchaus schwierig werden: Der Dance-Track ist klar auf Te levoting statt Jurypunkte ausgerichtet. In die (Tanz-)Karten spie len könnte dabei der späte Auftritt. Der 19-jährige Burgenländer geht beim Finale am 16. Mai als finaler Act ins Rennen. Damit hat er gute Chancen, länger im Kopf zu bleiben. Die Buchmacher ge hen nichtsdestotrotz von einer allzu bekannten ESC-Konstellation aus: Gastgeberland mit Sichtbarkeit, aber ohne Favoritenrolle.

FOTOS: ORF/ZOOMVP.AT, ORF/HANS LEITNER

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Finnland

Favoriten, Quoten & Skandale Die größte Zahlenwucht kommt derzeit aus Italien: Sal Da Vincis offizielles „Per sempre sì“ steht bei über 21,6 Millionen YouTube-Views. Großbritannien liefert mit „Eins, Zwei, Drei“ auf dem offiziellen Eurovision-Kanal bereits etwa 1,3 Millionen Views, Finnlands UMK-Liveperformance von „Liekinhei tin“ liegt bei rund 1,2 Millionen. Aber: Onlinehype und Siegchancen laufen auseinander. Finnland, Frankreich und Dänemark führen die Quoten der Buchmacher. Heftige Kritik im Vorfeld kassierte Ru mäniens Beitrag „Choke Me“ von Alexandra Căpită nescu für die Verharmlosung sexueller Gewalt.

STORYS

Demo & Boykott Kaum ein ESC kommt ohne (politische) Ne bengeräusche aus: Nach der heftigen Debatte um Israels Teilnahme im Zusammenhang mit dem Gazakrieg kündig ten Irland, Spanien, die Niederlande und Slowe nien den ESC-Boykott an. In Wien setzt sich der Wirbel fort. Am Finaltag ist eine Großdemo in der City angekündigt. Klare Vorgaben für Flaggen gelten unterdessen in der Stadthalle.

Großbritannien

Rumänien

Frankreich

Hinter den Kulissen der Mega-Show

SHORT TALK

Hunderte Lkw, Tausende Tonnen Technik und zig Teams: Was ist wohl die größte Herausforderung? Die Zeit. Alles läuft paral lel: Aufbau, Technik, inter nationale Teams. Am Ende muss jedes Detail exakt in einandergreifen. Präzise Planung und perfektes Timing sind daher absolut entscheidend. Wie viel „Stadthalle“ steckt im Event? Und wie viel ORF-Produktion? Wir haben die Halle in ei nem Top-Zustand überge ben, die komplette Infra struktur vorbereitet und un terstützen dabei, damit sich die Produktion voll entfalten kann. Der ORF verantwortet

So entsteht die Energie im Raum fast von selbst.

Inhalt und Show. Es ist ein gutes Zusammenspiel.

Was bedeutet die Mega-­ Show für die internationale Positionierung der Stadt halle? Wir zeigen, was hier mög lich ist. Wir sind eine Sta te-of-the-art-Arena, zählen zu Europas Top-Locations und sind bereit für die größten internationalen Produktionen. Worauf freuen Sie sich persönlich besonders? Darauf, den Moment zu erleben, wenn alles auf geht und Tausende Men schen hier gemeinsam eine richtig gute Zeit haben.

Sicherheit wird groß ge schrieben: Wo liegen die sensibelsten Bereiche? Es ist ein Zusammenspiel vieler Ebenen, das enge Abstimmung erfordert. Im Hintergrund steht ein hoch präzises Sicherheitskon zept, damit sich das Publi kum unbeschwert aufs Er lebnis konzentrieren kann. Der ESC steht für große Emotionen: Wird die Stim mung auch wirklich rüber kommen? Die Stadthalle, Wien und der ESC stehen für Offen heit, Vielfalt und Miteinan der und leben diese Werte.

Thomas Waldner Geschäftsführer Wiener Stadthalle

FOTOS: THOMAS BRAUT / FRANCE TV, VANDA BIENVILLE; MICAHEL LEKKI / BBC, ROMAN ZACH-KIESLING / ORF, ORF, ISRAELFAHNE: SVET FOTO/SHUTTERSTOCK, PUBLIC VIEWING: SHYRIPA ALEXANDR/SHUTTERSTOCK.COM, THOMAS WALDNER: INGO PERTRAMER

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STORYS

ESC-Mega-Show Beim Thema Wiener Stadthalle: Der ORF macht den ESC zur Show der Superlative. Technisch fährt die Produktion voll auf: 27 Kameras, über 2.100 Licht- und Lasereinheiten, 8.500 LEDs, 80 Seilwinden und rund 3.500 Tonnen Material lassen selbst Blockbuster-Produktionen alt aussehen. Die Bühne setzt auf ein spektakuläres Leaf-Design mit LED-Flächen und Secessions-Optik. Rund 13.000 Fans feiern vor Ort bei Sicherheitsstandards auf Flughafenniveau. Durch den Abend führen die Publikumslieblinge Victoria Swarovski und Michael Ostrowski – weltweit werden mehr als 160 Millio nen Zuseher erwartet.

Public Viewing & Events Vom Burgenland bis nach Vorarlberg und Klagenfurt bis Mistelbach sind mehr als 20 Public Viewings geplant. Die größte Veran staltung außerhalb der Hauptstadt findet in der Messe Dornbirn statt. Das Eurovision Village am Rathausplatz läuft unterdessen als größtes ESC Public Viewing der Welt von 10. bis 17. Mai bei freiem Eintritt. Auf Besucher warten hier auch Konzerte (u. a. von JJ oder Con chita Wurst), Clubbings, Karaoke und Themenabende. Nachts zieht der ESC-Tross in den EuroClub im PraterDOME weiter, tagsüber wird das Wien Museum von 11. bis 16. Mai bei freiem Eintritt zum Eurofan House. Österreichweit sind rund 100 Begleitveranstaltungen angesetzt. JJ

Victoria Swarovski

Michael Ostrowski

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INTERVIEW

Was ihn auf die Palme bringt und wovor er wirklich Angst hat – Cosmó im Video.

ESC-ÖSTERREICH-STARTER COSMÓ „Unsere Freiheit beginnt im Club“

SONG CONTEST 2026. Zwischen Glitzer und Zurückhaltung: ESC-Starter Cosmó erfindet sich neu. Mit „Tanzschein“ singt er gegen Rollenbilder an – und für Freiheit auf der Tanzfläche. Privat bleibt er leise, auf der Bühne soll sein Stern jetzt so richtig aufgehen. Rudolf Grüner und Stefanie Hermann

W enn deine Persönlichkeit ein Song wäre: Was würde jetzt im Radio laufen? Cosmó: Moment. Ich muss lauter drehen (grinst): Sicher „Upside Down“ von Dia „Meine Botschaft: Sei du selbst und höre nicht auf irgendwelche Zwänge oder Beurteilungen.“ mal aus einer anderen Pers pektive zu betrachten. Das passt ganz gut zu mir. Du bist in Budapest gebo ren, im Burgenland aufge wachsen, wirst gerade ein waschechter Wiener. Dein Herz hängt … Cosmó: … auf jeden Fall am Bur genland. Das Aufwachsen am Land mit viel Natur und Freiraum war Durchstarter. Vom Klavier kind zum ESC-Stern. Cosmó will Europa musikalisch erobern. Was danach kommt? „Ich träume gerne groß“, sagt der Künstler. Cosmó über seinen Song „Tanzschein“ na Ross. Ein toller Partysong, aber mit Tiefe. Ich finde es gut, Dinge auch

einfach echt schön. Budapest steht für Familie und dafür, über Grenzen hinaus zudenken. Und Wien war dann der Ort, an dem ich mich neu erfunden habe. Apropos: Du glitzerst auf der Büh ne, zeigst dich extravagant. Hast du dich von Anfang an so gesehen? Cosmó: Nein, das war ein Prozess. Schon bei frühen Auftritten habe ich gerne Outfits getragen, die im Alltag eher ungewöhnlich sind. Mit Cosmó ist das aber nochmal stärker gewor den. Diese Künstlerfigur hilft mir, mich freier zu fühlen und auszutoben. Wie würdest du dich privat be schreiben? Wie ist Benjamin Gedeon? Cosmó: Eher schüchtern und introvertiert. Wenn ich mein Bühnen-Ich ablege, spielt der Künstler keine Rolle. In der Vorlesung (Anm. d. Red.: der Sänger studiert Zahn medizin) sitze ich meis tens leise da und höre zu. Wer mich kennt, weiß, meine Social Battery ist manchmal schnell leer. Reden wir über dein Marken zeichen: Warum der Eyecatcher? Und warum ist der Stern blau? Cosmó: Ich habe gedacht, es schaut cool aus (lacht). Dahinter steckt wirk-

FOTO: ALEXANDER FELTEN

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INTERVIEW

Mega-Mania. Sein erstes Konzert spielte er im Wiener Café Carina vor einer Handvoll Gäste. Am 16. Mai will Cosmó, alias Benjamin Gedeon (19), beim „ESC-Heimspiel“ vor bis zu 180 Millionen Zuschauern glänzen. Dass er als Letzter auf die Bühne geht, ist für ihn kein schlechtes Omen. „Ich werde mein Bestmög liches auf der Bühne leisten.“ über das wir als Gesellschaft dringend sprechen müssen. Du steckst in den Proben, singst bei ESC-Partys. Schon Lampenfieber? Cosmó: Ich habe davon eher zu wenig als zu viel. Vor einem Auftritt muss ich mich bewusst hochfahren, damit das Adrenalin rechtzeitig da ist. Die Wettküche brodelt. Über Sieger und Verlierer wird heftig spekuliert: Lässt dich das auch kalt? Cosmó: Die Quoten schaue ich mir tat sächlich nicht an. Ich will einfach die bestmögliche Show abliefern. Fertig! Ich genieße die Zeit mit meinen Gesangskol legen. Die Vorfreude ist riesig. Ich stecke

„Wir sind wie Casting- Kinder und alle sehr gespannt, was da auf uns zukommt.“

lich kein Masterplan. Ich male ihn auch selber auf, übrigens ganz freihän dig. Deshalb ist er auch immer ein biss chen anders. Leicht aus der Reihe tanzt auch dein Song: Welche Botschaft willst du beim ESC verbreiten? Cosmó: Starker Mann, schwache Frau: Wie ich leider feststellen musste, tau chen diese alten Rollenbilder auch noch in der Szene und am Dancefloor auf. Da gegen will ich ansingen. Es geht in mei nem Song „Tanzschein“ einfach darum, im Club man selbst sein zu können – frei von Zwängen und Bewertungen. Schön wäre natürlich, wenn das nicht nur dort möglich wäre. Aber ich fang mal auf der Tanzfläche an. Du hast für den Song Contest die Sprache gewechselt, singst jetzt auf Deutsch. Warum eigentlich? Cosmó: Ich wollte es einfach auspro bieren – und es hat sich sofort rich tig angefühlt. Für mich war das de finitiv kein Schritt zurück, sondern eher einer nach vorne.

Cosmó über den ESC-Teamspirit

gerade in meinem ESC-Advent, der Fi naltag wird mein „Heiliger Abend“. Was wünschst du dir für die Zeit nach dem ESC? Cosmó: Dass ein paar Fans bleiben und auch die Songs hören wollen, die danach kommen. Ich freue mich sehr: Im Mai erscheint meine EP „Lieber Tanz Ich Weiter“ und im Herbst gehe ich mit mei ner Band auf Tour. Das wird der nächste Wahnsinn. Und privat? Cosmó: Mein Bruder, mit dem ich zusammenwohne, schupft gerade den Haushalt. Mir geht’s also gut (lacht). Mein Datingleben ist derzeit allerdings auf Pause. Ge nauso wie mein Studium. Im Moment hat die Musik einfach ab solute Priorität. V

Im Netz gibt es nicht nur, aber auch dafür Gegenwind. Wie gehst du damit um? Cosmó: Ich lese nicht alles. Ich konzentriere mich auf die Leu te, die mich direkt erreichen. Kritik ist okay, Hass aber nicht. Das ist ein Problem,

In der Weekend Wien- Redaktion: Unser Song- Contest-Starter mit Redakteur Rudolf Grüner

FOTOS: ALEXANDER FELTEN, POLAROID-RAHMEN: PASHA/SHUTTERSTOCK, RIUDOLF GRÜNER

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STORYS

Glitzernde ESC-Welt

EUROPAS MUSIKSPEKTAKEL. Zwischen Glamour, großen Gefühlen und legendären Auftritten schreibt der Eurovision Song Contest jedes Jahr seine eigenen Geschichten. Von Sandra Eder & Simone Reitmeier

Doppelpack Zweimal gewonnen? Das ist bislang nur zwei Künstlern gelungen: Johnny Logan für Irland (1980, 1987) und Loreen für Schweden (2012, 2023). Fantasiesprache Seit 1999 gilt freie Sprachwahl , seither gab es auch Lieder in Fantasiesprache. Zum Beispiel war der ge samte Text von „Sanomi“ der belgischen Folkgrup pe Urban Trad 2003 eine erfundene Sprache. Vier gewinnt 1969 gab es vier Sieger: Frankreich , Spanien , die Niederlande und das Vereinigte Königreich hatten gleich viele Punkte und teilten sich den Sieg.

Siege 3

Das ist die höchste Punktezahl, die jemals erreicht wurde. Das schaffte Salvador Sobral (Portugal) 2017 für „Amar pelos dois“. 758 Punkte

ROT-WEISS-ROTE HÖHEN & TIEFEN

Zero Points In seiner ESC-Geschichte hat Österreich bisher 4 mal 0 Punkte kassiert. Damit hält unser Land gemein sam mit Norwegen den Negativrekord der häu figsten „Nuller“ im Finale.

Erst bei seinem

3. Anlauf gewann Udo Jürgens den Musikwettbewerb. Der Kärntner ist vor sei nem Sieg in Luxemburg (1966) auch in Kopen hagen (1964, 6. Platz) und in Neapel (1965, 4. Platz) angetreten.

Udo Jürgens (1966, „Merci, Chérie“) Conchita Wurst (2014, „Rise Like A Phoenix“) JJ (2025, „Wasted Love“)

FOTOS: HINTERGRUND: LEIGH PRATHER/SHUTTERSTOCK, MIKROFON: SHUTTERSTOCK AI GENERATOR / SHUTTERSTOCK, HERZ: O_KOSTA/SHUTTERSTOCK

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Wir fordern für alle Arbeitnehmer:innen in Österreich:

MEHR ARBEIT = MEHR NETTO

Ü Nur 10 % Steuer auf Überstunden Ü für bis zu 20 Überstunden pro Monat Ü Zuschläge für bis zu 20 Überstunden / Monat sollen steuerfrei sein

WARUM DAS SINNVOLL IST?

Ü Wer Vollzeit

Ü Wer darüber

Ü Wir fordern daher Fairness vom Staat - Leistung soll direkt spürbar belohnt werden

arbeitet, hat seinen Steuer-Beitrag zum österreichischen Budget geleistet

hinaus freiwillig mehr arbeitet, hat ein Recht auf mehr Netto

Unterstützen Sie die Petition JETZT!

Jetzt einfach QR-Code scannen, Formular ausfüllen und unterstützen!

Fordern Sie gemeinsam mit Österreichs Familienunternehmen:

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FÜR EIN ÖSTERREICH, IN DEM SICH ARBEIT WIEDER LOHNT.

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KOMMENTAR

Andrea Schröder Chefredakteurin

Reichtum: ein Rechenbeispiel Vier Millionen Euro, was für eine Summe! Elon Musk spendet diesen Betrag für das kulturelle Erbe Roms und die Aufmerksamkeit ist ihm da mit sicher. Nur: In Relation betrachtet verlieren diese Millionen schnell an Wert. Musks Vermögen wird aktuell auf rund 800 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Spende entspricht da mit etwa 0,00048 Prozent seines Ver mögens. Erst im Vergleich wird diese Zahl verständlich: Für einen durch schnittlichen Österreicher entspräche ein ähnlicher Anteil am gesamten Vermögen (nicht Jahreseinkommen!) etwa 30 bis 40 Cent. Es geht hier also weniger um die Frage, dass Musk spendet, sondern vielmehr darum, was diese Summe für ihn tatsächlich bedeutet. Nämlich nichts. Natürlich sind vier Millionen Euro ein Betrag, mit dem sich konkret etwas bewegen lässt. Der Vergleich zeigt etwas ande res auf: Er macht sichtbar, wie groß die Kluft geworden ist zwischen je nen, für die Millionenbeträge über haupt nicht ins Gewicht fallen, und fast allen anderen. Das reichste Pro zent der Weltbevölkerung besitzt rund 43 bis 44 Prozent des gesamten Ver mögens. Vier Millionen Euro auf der einen Seite, 36 Cent auf der anderen – das ist nicht nur ein Rechenbei spiel, sondern ein ziemlich präzises Bild für den Unterschied zwischen unermesslichem Reichtum und ei nem ganz normalen Leben. 16 | WEEKEND MAGAZIN

ESC-Fest. Am 13. Mai wird der Naschmarkt zur internationalen Bühne: Beim „Eurovision Markt Contest“ (14 bis 19 Uhr) servieren die City-Standler Spezialitäten aus den Teilnehmerländern, dazu gibt’s Livemusik und Festi valstimmung. „Der Naschmarkt zeigt einmal mehr, wofür er das ganze Jahr über steht: für internationale Vielfalt, Begegnung und ein offenes Mitein ander mitten in Wien“, sagt Märkte-Stadträtin Bettina Emmerling.

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Sound-Schmiede Nach dem ESC: Das WIFI Wien hilft beim Start ins Musikbusiness. Der Di plom-Lehrgang vermittelt Know-how zu Marketing, Recht & Livebusiness.

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Impressum: Medieninhaber: Weekend Magazin Wien GmbH, Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100. E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100. E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, redaktion.vorarlberg@weekend.at. Redakti on Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel.: +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsführung: Richard Mauerlechner, Christian Lengauer (MBA). Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Chefredak tion Wien: Andrea Schröder. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Slovenská Grafia AG, SK-83403 Bratislava. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit AN ZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird auf geschlechterspezifische Bezeichnungen verzichtet. Derzeit gilt Preisliste 2026. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n

Weekend Magazin erscheint im

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Fahrgäste nutzten im Jahr 2025 Bus, Bim und U-Bahn. Bei den Stammkunden melden die Wiener Linien einen Höchstwert: Rund 1,34 Millionen Menschen besitzen mittlerweile ein Dauerticket. Am beliebtesten sind Jah reskarten, gefolgt von Klima- und Jugendtickets. ZAHL DER WOCHE 903 Mio.

Urbaner Sommer: Beach-Feeling DJ-Hotspot, Partystrand und sportliche Aktivarena unter Palmen: Der Vienna City Beach Club feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Die Location direkt an der Neu en Donau lockt auch heuer alle, die auf der Suche nach Spaß sind. www.vcbc.at

Auf die Plätze, fertig, Ente! Quietschgelb, rasant und für den guten Zweck: Am 13. Juni (13 Uhr) lädt der Rotary Club Wien-­ Mozart zum Entenrennen in die Vienna Water sports Arena, Steinspornbrücke, 1220 Wien. Bis zu 4.000 Rennenten kämpfen um den Sieg, jede ist ein Los. Es winken tolle Preise. Mit dem Erlös werden soziale Projekte unterstützt. Infos und Anmeldung: www.rotary-duckrace.org

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DIETER MESSNER

„Ehrliche Strategie“ SÜSSWAREN. Höhere Geschwindigkeit, neue Produkte und eine klare Positionierung sollen die Traditionsmarke Manner fit für die Zukunft machen. Vorstand Dieter Messner über Innovation, Preisdruck – und natürlich Zucker. Von Andrea Schröder S ie sind in einer Phase des Um bruchs ins Unternehmen gekom men. Was ist Ihr Ansatz?

„Wir sind im internationa len Vergleich kein Riese – deshalb müssen wir schneller und cleverer sein als andere.“ Dieter Messner über Agilität am Markt Eines der wichtigsten Trendthemen ist für uns Zuckerreduktion. Dabei setzen wir auf eine ehrliche Strategie: weniger Zucker, aber keine übermäßige Verwen dung von Ersatzstoffen. Genuss und Messner: Der Kakaopreis hatte sich zeit weise vervierfacht. Das belastet die ge samte Branche. Ein Teil muss weiter gegeben werden, ein Teil trifft uns direkt. Der Preis ist zwar wieder rückläufig, aber solche Effekte kommen stets zeitverzö gert bei Manner und somit beim Konsu menten an. Manner mag man eben, weil … Messner: … wir Qualität und zu 100 Pro zent in Österreich produzieren. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr, gerade in einem globalisierten Markt. V Qualität stehen im Vordergrund. Wie geht Manner mit den stark gestiegenen Rohstoffpreisen um?

Messner: Jedenfalls nicht „business as usual“. Es geht darum, die richtigen Ent scheidungen für die nächsten Jahre zu treffen. Wir müssen als Familienunter nehmen stabil bleiben, aber beweglicher werden. Die Welt verändert sich schnell und darauf müssen wir reagieren. Was bedeutet das konkret für eine Traditionsmarke wie Manner? Messner: Wir vereinfachen vieles intern und schauen uns auch unser Sortiment genau an. Gleichzeitig investieren wir in neue Produkte und nachhaltigere Verpa ckungen. Ohne Innovation funktioniert unsere Branche einfach nicht. Welches ist der jüngste Neuzugang in der Manner-Sortimentsfamilie? Messner: Das Essverhalten hat sich stark verändert. Es wird öfter zwischendurch und unterwegs gegessen, weniger klas sisch zu festen Mahlzeiten. Auch kleinere Portionen werden wichtiger. Darauf müs sen wir reagieren – mit passenden Pro dukten wie unseren neuen „Crunchies“. Sie verbinden die klassische Manner-­ Waffel mit einem modernen Snack und sprechen auch jüngere Menschen an. Ob sie sich langfristig durchsetzen, entschei det am Ende der Konsument. Wie wichtig ist die junge Zielgruppe für Ihr Unternehmen? Messner: Sehr wichtig, aber nicht exklu siv. Unser Kern bleibt bestehen, wir er weitern ihn nur. Ein radikaler Zielgrup penwechsel funktioniert selten. Es geht darum, zusätzliche Käufer zu gewinnen.

Mit Tradition. Dieter Messner ist seit Herbst 2025 CEO von Manner. Der Handelsprofi war zuvor u. a. im Management der Fitnesskette Fitinn, bei Esprit und Obi tätig. Manner beschäftigt laut aktueller Zahlen rund 850 Mitarbeiter und erzielt ca. 300 Mio. Euro Umsatz. Die Geschichte des Wiener Familien unternehmens reicht bis ins Jahr 1890 zurück.

FOTO: ALEX FELTEN

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DER ORF FEIERT DEN EUROVISION SONG CONTEST AUS WIEN in all seinen Medien und mit mehr als 100 Events in ganz Österreich. Alle Infos: songcontest.ORF.at

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EXKLUSIV: EVELYN KÖLLDORFER-LEITGEB „Vernetzung statt Insellösungen“ MEDIZIN IM UMBRUCH. Wiens Versorgungslandschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes spricht über Strukturreformen, neue Versor gungsmodelle, Personalstrategien sowie die Rolle von KI und Robotik. Von Rudolf Grüner F rau Generaldirektorin, hält das Wiener Gesundheitssystem mit dem Wachstum der Stadt

Kölldorfer-Leitgeb: Durch die Bündelung der Leistungen wird die Versorgung noch einmal verbessert. Beispielsweise werden komplexe Eingriffe häufiger durchgeführt, das steigert die Routine und damit die Sicherheit. Gleichzeitig stabilisieren wir das System, indem wir drei Säulen stärken: nämlich die Basis-, Spezial- und Akutversorgung. Entscheidend ist, dass alle Bereiche optimal ineinandergreifen.

Schritt? Wo stehen wir gerade? Kölldorfer-Leitgeb: Wir haben einen rie sigen Change hinter uns und stehen gleichzeitig vor einem weiteren Wandel. „Wir haben Leistungen konzentriert, um die Qualität zu steigern und die Versorgung nachhaltig zu sichern.“ Kölldorfer-Leitgeb über Strukturreformen

Wie darf man sich diese Vernetzung vorstellen?

Kölldorfer-Leitgeb: Gesundheits versorgung endet nicht im Krankenhaus. Wir denken in Versorgungsketten – von der Notfallbehandlung bis zur Nachsorge. Wir bauen gezielt Brücken zwischen Spitälern, dem niedergelassenen Bereich und spezialisierten Einrichtun gen, damit Patientinnen und Patienten durchgehend be treut werden und nicht „ins Leere fallen“. Wo zeigt diese Koopera tion bereits Wirkung? Kölldorfer-Leitgeb: Besonders deutlich in der Versorgung älterer Menschen. Der de mografische Wandel ist im Gesundheitsbereich längst spürbar: Unsere Gesell schaft wird älter und dar auf richten wir uns gezielt aus. So haben wir in Pflege-

In den letzten Jahren haben wir unsere Spitalsstruktur grundlegend reformiert: Aus 15 Standorten wurden sechs Kliniken plus AKH. Dabei wurden Leistungen nicht gestrichen, sondern kon zentriert, mit dem Ziel, die Qualität zu steigern und Spezialisierung zu ermögli chen. Wir entwickeln und modernisieren weiter, auch über unsere eigene Bau- und Projektgesellschaft. Was bedeutet diese Strukturreform für Pati entinnen und Patienten ganz konkret?

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WIEN INSIDE

Gastpatienten – quo vadis? Wien übernimmt viele Behandlungen über den regionalen Strukturplan hinaus, beson ders bei Spezialleistungen, sagt Evelyn Kölldorfer-Leitgeb. „Klar ist: Versorgung endet nicht an Landesgrenzen.“ Entschei dend sei daher eine faire Finanzierung zwischen den Bundesländern. „Dass das Thema auf politischer Ebene diskutiert wird, zeigt, dass man auf einem guten Weg ist.“

nationale Programme, um Fachkräfte langfristig zu sichern. Etwa mit dem Projekt „Nurses4Vienna.“ Was braucht es, um Personal lang fristig zu halten? Kölldorfer-Leitgeb: Planbarkeit und gute Arbeitsbedingungen. Wir setzen auf kla re Dienstpläne und Weiterbildungsmög lichkeiten. Ebenso wichtig ist die Opti mierung von Abläufen. Oft liegt die Belas tung nicht nur an der Personalsituation, sondern auch an ineffizienten Prozessen. Abschließend: Welche wichtigste Erkenntnis haben Sie in den letzten Jahren gewonnen? Kölldorfer-Leitgeb: Große Veränderungen funktionieren nur gemeinsam mit den Menschen. Transparenz ist dabei ent scheidend: Man muss sagen, was man weiß – und auch, was man noch nicht weiß. Nur so schafft man Vertrauen und kann solche Transformationsprozesse erfolgreich umsetzen. V

„Wir investieren massiv in Ausbildung und schaffen Planbarkeit, um unser Personal langfristig zu halten.“ Kölldorfer-Leitgeb zu Personalfragen

erlaubt minimalinvasive Eingriffe, die helfen, die Aufenthaltsdauer im Spital zu verkürzen. Gleichzeitig entwickeln wir Telemonitoring-Lösungen, bei denen Patientinnen und Patienten zu Hause betreut werden können. Ein Dauerbrenner ist das Thema Per sonal. Wie ist Wien hier aufgestellt? Kölldorfer-Leitgeb: Nach der Pandemie war die Personaldecke sehr dünn. Aktuell ha ben wir wieder einen hohen Besetzungs grad: etwa 95 Prozent in der Pflege und 96 Prozent bei Ärztinnen und Ärzten. Das liegt auch daran, dass wir massiv in Aus bildung investieren. In ganz Wien gibt es rund 4.000 Ausbildungsplätze in der Pflege. Gleichzeitig setzen wir auf inter

wohnhäusern eigene Nachsorgebereiche geschaffen, etwa für die Remobilisation nach Operationen. Mit großem Erfolg: Rund 75 Prozent der Patientinnen und Patienten können anschließend wieder in ihr Zuhause zurückkehren und benötigen keinen dauerhaften Pflege- oder Heim platz. Das ist nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern bedeutet für die Betrof fenen vor allem ein deutliches Plus an Lebensqualität. Robotik und KI sind auch in der Medizin angekommen … Kölldorfer-Leitgeb: …um zu bleiben. Wir arbeiten mit Operationsrobotern, die von unseren Medizinern geradezu geliebt werden (lacht). Die Hightechausrüstung

FOTOS: ALEXANDER FELTEN

V.l.n.r.: Evelyn Kölldorfer-Leitgeb (Ge neraldirektorin des Wiener Gesund heitsverbunds), Rudolf Grüner (Weekend-Redakteur) und Richard Mauerlechner (Weekend Wien-Chef)

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Coenz y m Q10

unter der Lupe Wirksam bei Müdigkeit, Cholesterinsenkern und für die Herzgesundheit?

NÄHRSTOFFVERSORGUNG. Immer häufiger liest man von Coenzym Q10 und seiner wichtigen Rolle für die Gesundheit. Doch was steckt dahinter? Wir haben uns angesehen, wofür der Trend-Nährstoff gut ist und wer von einer zusätzlichen Zufuhr profitiert.

C oenzym Q10 ist einer der wichtigsten Ener gielieferanten unse res Körpers. Besonders Herz und Muskeln sind auf ausrei chende Mengen angewiesen. Ist zu wenig vorhanden, kann dies zu gesundheitlichen Pro blemen führen – die beiden häufigsten haben wir für Sie näher beleuchtet: Thema „Altersherz“ Ab 40 nimmt die natürliche Q10-Produktion kontinuier lich ab. Damit verändert sich auch die Energieversorgung des Herzmuskels, der rund um die Uhr arbeitet. Es kommt zu den klassischen Symptomen des umgangs sprachlichen „Altersherzens“: Geringere Belastbarkeit, schnellere Ermüdung oder

Empfehlung aus der Apotheke

weniger Kondition (z. B. beim Stiegensteigen). Eine gezielte Ergänzung mit Coenzym Q10 kann helfen, dem Herzmuskel wieder genügend Energie be reitzustellen und den ange sprochenen Problemen entge genzuwirken. Cholesterinsenker: Müdigkeit und Muskel probleme Cholesterinsenkende Medi kamente gehören zu den meistverordneten Medika menten in Österreich. Sie sind ab gewissen Blutfettwerten

unumgänglich, um das Risiko für Herzinfarkt und Schlag anfall zu reduzieren. Leider haben sie aber auch uner wünschte Begleiterscheinun gen – Müdigkeit, Energie mangel oder muskulären Be schwerden. Warum? Weil sie neben dem Cholesterinspie gel auch unerwünscht die körpereigene Q10-Bildung senken. Ärzte empfehlen da her, während einer Statin therapie zusätzlich Coenzym Q10 zuzuführen, um die Ver träglichkeit der Therapie zu verbessern.

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Schöne Füße ohne Hornhaut – so geht’s FUSSPFLEGE. Endlich wieder geschmeidig zarte Füße ohne Hornhaut? Mit der richtigen Pflege ist das möglich. Dabei sollte man vor allem auf einen bestimmten Inhaltsstoff achten. D a die Haut auf unse ren Füßen nur über wenige Talgdrüsen

gen. Am besten gelingt das mit speziellen Fußcremen. Hier hat sich der Inhaltsstoff Urea (Harnstoff) als ent scheidend herausgestellt. Dieser hilft der Haut, Feuch tigkeit zu binden und zu speichern, und löst abge storbene Hautzellen und Verhornungen. Unser Produkttipp Um bei den Füßen also einen spür- und sichtbaren Effekt zu erzielen, muss bei der Wahl der Fußcreme auf einen

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verfügt, trocknet sie dort häufig aus. Die rauen und ris sigen Füße, die dadurch ent stehen können, kennen viele nur zu gut. Bei zusätzlichem Druck und Reibung durch enge Schuhe entsteht Horn haut – gerade im Sommer ist diese besonders lästig. Richtige Pflege Jetzt gilt es, die Füße wieder mit Feuchtigkeit zu versor

hohen Urea-Gehalt geachtet werden. Besonders häufig empfohlen wird in der Apo theke die Lasepton ® Fuß creme. In Zusammenarbeit mit Experten aus dem Pflege bereich entwickelt, zeigt die spezielle Pflegeformel mit

12 Prozent Urea, Despanthe nol und Ölen aus Avocado und Olive rasch eine spürba re Pflegewirkung bei Horn haut und trockenen Füßen. Ferner beugt sie bei regel mäßigem Eincremen auch neuen Verhornungen vor. V

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LEBENSART

GEWICHT MANAGEN. Künstliche Intelligenz verspricht maßgeschneiderte Diätpläne im Handumdrehen – sogar mittels Foto vom Teller. Was wirklich dahintersteckt und wie alltagstauglich das ist. Von Andrea Schröder Endlich SCHLANK mit KI?

Die größten Abnehm Mythen im Faktencheck: weekend.at/diaet-gewicht

E ine Diät ist eigentlich keine Hexe rei: Kalorien zählen, Essenspläne schreiben, durchhalten. Genau hier setzt auch künstliche Intelligenz (KI) an. Tools wie ChatGPT oder speziali sierte Apps können heute innerhalb von Sekunden individuelle Ernährungspläne erstellen, Einkaufslisten generieren oder Trainingseinheiten vorschlagen. Der große Vorteil: Sie passen sich flexibel an Vorlieben, Alltag und Ziele an. Woran kein Weg vorbeiführt Die Grundlage bleibt dabei ganz klas sisch. Ernährungsforscher wie Jürgen König (Universität Wien) betonen seit Jahren die zentrale Rolle von Kalorien defizit und nachhaltigen Gewohnheiten beim Abnehmen. KI verändert also

nicht die Biologie, sondern die Um setzung im Alltag. Diät-Stolperfallen vermeiden So funktioniert’s: Nutzer geben typischer weise Basisdaten wie Alter, Gewicht, Ak tivitätslevel und Ziel ein. Gute Systeme fragen zusätzlich nach Essgewohnheiten, Allergien oder Tagesabläufen. Daraus ent stehen konkrete Wochenpläne mit einfa chen Gerichten, Portionsgrößen und Snack-Alternativen. Besonders hilfreich: KI kann Strategien für schwierige Situa tionen liefern, etwa Restaurantbesuche oder Heißhunger am Abend. Ein neuer Trend geht noch einen Schritt weiter: Ab nehmen per Foto. Statt Kalorien mühsam einzutragen, fotografieren Nutzer einfach ihre Mahlzeiten. Die KI erkennt Le

70 % der Österreicher greifen zumindest gelegentlich auf Dienste mit künstlicher Intelligenz zurück. (Quelle: Handelsverband).

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LEBENSART

Das Prinzip ist bei allen KI-Lösungen, wie z. B. ChatGPT, das Gleiche: Informatio nen zum Istzustand eingeben, Zielgewicht und Zeitraum festlegen, Plan erhalten.

FOTO: KI-GENERIERT/ADOBE FIREFLY/ALEXANDRA MAYREGG

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LEBENSART

KI kritisiert nicht nur („Du isst zu viel und das Falsche!“), sondern kann konstruktive Vorschläge machen.

bensmittel, schätzt Portions größen und berechnet Nähr werte automatisch. Ganz ex akt ist das nicht, vor allem versteckte Kalorien oder kom plexe Gerichte sind schwer zu erfassen. Der Vorteil liegt trotzdem auf der Hand: Die Hemmschwelle, das eigene Essverhalten überhaupt zu do kumentieren, sinkt deutlich. Zeig deinen Teller Das Coaching hört hier nicht auf: Die KI kommentiert den eigenen Teller sogar. Eine Pas ta-Portion wird etwa so analy siert: „Die Menge wirkt relativ groß, du könntest sie etwas reduzieren und mehr Gemü se ergänzen.“ Statt allgemei

ner Tipps gibt es also kon krete Vorschläge, die direkt im Alltag umsetzbar sind. Bei einem üppigen Salat heißt es: „Gute Basis, aber durch Käse, Nüsse und Dressing kalorien reich. Hier könntest du eine Komponente reduzieren.“ Noch praktischer ist der digi tale Abnehmcoach, wenn er nicht nur den einen Teller analysiert, sondern die ge samte Bilanz des Tages be rücksichtigt: „Achtung, du hast dein Kalorienziel heute fast erreicht – diese Mahlzeit liegt deutlich darüber.“ Die Kosten Die meisten KI-Diät-Apps funktionieren nach dem so

genannten Freemium-Prin zip: Basisfunktionen wie das Tracken von Mahlzeiten sind oft kostenlos. Für Premium-­ Funktionen wie Fotoanalyse, personalisierte Ernährungs pläne oder detaillierte Aus wertungen wird oft ein Abo fällig. Je nach Anbieter liegen die Kosten zwischen etwa 5 und 50 Euro pro Monat. Üb rigens: Weit verbreitete Apps wie Yazio oder Noom sind auf Deutsch verfügbar. Das Fazit Digitale Programme und Ab nehm-Apps führen laut aktu ellen Studien zu messbarem, aber meist moderatem Ge wichtsverlust. Eine 2025 im

Fachjournal „Journal of Me dical Internet Research“ ver öffentlichte Meta-Analyse zeigt: ChatGPT, Noom und Co. wirken kurzfristig gut, langfristig begrenzt, weil Motivation oder Nutzung nachlassen. KI kann falsche oder unpassende Empfehlun gen geben, vor allem wenn wichtige Gesundheitsinfor mationen fehlen. Außerdem warnen Fachleute vor einem möglichen Risiko für pro blematisches Essverhalten, wenn man sich zu stark auf Zahlen und Kontrolle fokus siert. Wer KI sinnvoll nutzt, bekommt vor allem eines: mehr Überblick über das ei gene Essverhalten. V

TIPPS

1 Konkrete Ziele: Wie bei jeder Diät gilt: der KI keine unrealistischen Vorgaben nennen und auch beim Ist zustand faktentreu bleiben. 2 Der Markt: Neben ChatGPT kom men infrage: Tracking-Apps wie Yazio oder MyFitnessPal, Anwendun gen mit automatischer Fotoanalyse von Mahlzeiten (z. B. SnapCalorie) sowie Coaching-Apps wie Noom, die stärker auf Verhaltensänderung setzen.

3 Nicht blind vertrauen: KI lie fert Orientierung. Wer sämtliche Verantwortung delegiert, verliert das Gefühl dafür, was einem guttut. 4 Im Alltag: Ernährungsplan erstel len, Portionen checken, Ausrut scher vermeiden (z. B. im Restaurant). 5 Dranbleiben: Die KI nach der Diät weiterhin gelegentlich nutzen, z. B. beim Einkauf.

FOTOS: KI-GENERIERT/DALL.E/ANDREA SCHRÖDER

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NATUR ERLEBEN

Warum in die Ferne schweifen, am Schönsten ist es doch da heim. Rund um die Großstadt Wien bieten sich mit dem Wie nerwald und den Wiener Alpen großartige Naturerlebnisse, die sich lohnen, entdeckt zu werden.

FOTO: ANDI DIRNBERGER

EXTRA: Blickpunkt Wien-West

WIEN-WEST INSIDE

NEWS

WSC-Stadion eröffnet Am 17. April wurde das neue Sport-Club-Stadion in Hernals wieder eröffnet. Das Stadion bietet regional rund 5.600 und für internationale Spiele etwa 4.600 Plätze.

V

Fantastische Fabelwesen. Das Praskac Pflanzenland in Tulln lädt am Samstag, 9. Mai, ab 14:30 Uhr zu einem Nachmittag voller Staunen und Gartenzauber – mit Erlebnisstationen, Riesenfa belwesen, Kinderschminken und vielen Überraschungen. Die Münze Österreich präsentiert die Münzreihe „Fantastische Fabelwesen“, Erfolgsautor Thomas Brezina liefert dazu die Geschichte.

Meiselstraße Im Rahmen des Ausbaus der Ost-West Achse durch den 14./15. Bezirk wurde die Meiselstraße zur Fahrradstraße um gebaut. 2026 wird das letzte Teilstück zum Friedhof Baumgarten umgesetzt.

Fahrgäste fahren täglich mit den Wiener Linien, dem sechstgrößten Straßenbahnnetz der Welt, so die Vorsit zende der GF der Wiener Linien, Mag. Alexandra Reinagl. ZAHL DER WOCHE 2,47 Mio.

V

Engelstor Ab Herbst 2026 entsteht mit der Öffnung des Engelstors ein zusätzliches Ein- und Ausgangs tor zum Schlosspark Schönbrunn und zum Tiergarten im Bereich der Kennedybrücke. Bezirks vorsteherin Johanna Zinkl: „Ein wichtiger und von uns lange ersehnter Schritt für Hietzing!“

Liesingbach Beim Atzgersdorfer Platz wurde ein Zweirichtungsradweg entlang von Brunner Straße und Meisgeyergasse fer tiggestellt. Damit ist die bisherige Lücke im Liesingbach-Radweg geschlossen.

Mit dem Engelstor wird der Zu gang zum Schlosspark erleichtert.

FOTOS: JANA HOFMANN/MÜNZE ÖSTERREICH, STADT WIEN/MARTIN VOTAVA, STADT WIEN/CHRISTIAN FÜRTNER, STADT WIEN/DAVID BOHMANN, BV 13

EXTRA: Blickpunkt Wien-West

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EXTRA: Blickpunkt Wien-West

Heavy Metal forever SPURENSUCHE. Geisterfotograf Hieronymus Holstein und der bucklige Franz ermitteln wieder. Erschaffen wurden diese Figuren vom Wiener Autor Bastian Zach, dem Schöpfer der historischen Kriminalromane „Donaumelodien“. Von Andi Dirnberger

„Heavy Metal ist meine große Leidenschaft. Meine Eltern haben geglaubt, das ist so eine Phase. Mittler weile dauert die 35 Jahre.“ Bastian Zach Krimiautor

FAKTEN

BUCHREIHE. Mittlerweile sind in der Donaumelo dien-Reihe fünf historische Kriminalromane plus eine Kurzgeschichtensammlung von Bastian Zach erschie nen. Das jüngste Werk „Wiener Verschwörung“ ist seit März 2026 auf dem Markt.

Bastian Zach hat sich dem Genre der historischen Kriminalromane verschrieben.

I n Leoben geboren, stellt sich natürlich die Frage, warum Bastian Zach nicht die Montan-Uni be sucht hat. „Das hat sich mein Vater auch immer gefragt, aber ich war immer kreativ und an bildnerischer Gestal tung interessiert.“ Vielleicht wäre es auch die Montan-Uni geworden, wenn nicht die 10-Prozent-Regel schlagend geworden wäre. „Ich habe mir

gesagt, die Grafik-Design-­ Ausbildung in Wien wäre eine tolle Sache, die war damals neu und mit einer fetten Auf nahmeprüfung verbunden, bei der gerade 10 Prozent ge nommen wurden.“ Angekommen in Wien So verschlug es ihn nach Wien, wo er sich sofort wohl gefühlt hat und seither am Stadtrand lebt. Mit Lieblings

platz Garten und der Harley für den Sommer. Heavy-Metal-Fan Noch länger als in Wien zu Hause ist er Heavy-Metal-­ Fan: „Das ging ganz schnell – Cindy-Lauper-Poster runter, Accept rauf, meine Eltern ha ben geglaubt, das ist so eine Phase.“ Die geht mittlerweile so weit, dass sogar Heavy-­ Metal-Kreuzfahrten unter

nommen werden. Karibik mit 30 Konzerten am Stück. Gerne auf Reisen Reisen ist generell ein Hobby und das Interesse für Histori sches die Basis für seine Bü cher. „Ich habe zuerst gelernt, wie man stofftechnisch re cherchiert und so Dinge fin det, die man nicht wusste. In Wien ist über die Jahrhun derte noch viel erhalten.“ V

FOTOS: CHRISTINE ZACH

EXTRA: Blickpunkt Wien-West

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