Weekend Magazin Wien Blickpunkt Wien West 2026 KW19

EXTRA: Blickpunkt Wien-West

Die Musik wurde Maria Sotriffer in die Wiege gelegt. Diese war nie Option, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Saitenzauber VIOLINE. Maria Sotriffer zählt zu den herausragendsten jungen Geigerinnen Österreichs. In einer Musikerfamilie geboren, erhielt sie schon mit zwei Jahren den ersten Geigenunterricht und wurde mit vier als jüngste Studentin an der Universität aufgenommen. Von Andi Dirnberger

D ie Mutter und die Großeltern waren Geiger, der Bruder spielte Cello. Eigentlich woll ten die Eltern nicht, dass die Kinder Musiker werden. Dennoch hat es die kleine Maria magisch zur Geige der Mutter gezogen, um diese mehr oder weniger zu mal trätieren. Schließlich kaufte der Vater dem Kind die erste Geige, und die Mutter be gann, ihre Tochter mit zwei Jahren (!) zu unterrichten. Geige kann alles Die Mühe hat sich gelohnt, denn Maria Sotriffer ist mitt lerweile vielfache Preisträge rin und 2026/27 „Featured Artist“ der Jeunesse. Sie spielt alles, denn „Geige kann alles“, von Frühbarock bis jetzt, von Kammermusik im familiären Sotriffer Trio bis

TALENT TRIFFT STAR. Am 15. Oktober 2026 tritt Maria Sotriffer im ersten Jeunesse-All-Stars-Kon zert „Talent trifft Star“ mit dem Sotriffer Trio (Patrizia Batik, Viola; Michael Sotrif fer, Violoncello) auf. ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal, 19:30 Uhr. Thema Essen vielfältig.“ Wo bei Maria selbst gerne kocht. Letztes Jahr war sie in Barce lona, Rom gefällt ihr, über haupt Italien und vor allem die Toskana, aber auch To kio, Korea und Ostasien. Bei den Konzertreisen sieht sie wenig davon. Das muss pri vat nachgeholt werden. V FAKTEN

hin zur Solistin vor großem Orchester. 222-jährige Geige Ihr Instrument ist eine Violine von Franz Geissenhof, dem so genannten „Wiener Stradivari“ aus dem Jahr 1804. „Ich habe sicher 200 bis 300 Geigen pro biert, immer mit den ersten paar Zeilen aus dem Violin konzert von Tschaikowsky. Bei dieser Geige war mir sofort klar: Die ist es!“ Gerne auf Reisen Nebenher besitzt die 26-Jäh rige aus dem Kahlenberger dorf aber durchaus auch ein Privatleben: Freunde treffen, Playlists austauschen, Formel 1 schauen, Städte bereisen. Vor allem London hat es ihr angetan. „Es gibt alles aus al len Kulturen, die Stadt ist wahnsinnig lebendig und das

Aus Hunderten Geigen fiel die Wahl auf eine vom „Wiener Stradivari“ Geis senhof aus dem Jahr 1804.

FOTOS: PETER GRIESSER

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