Weekend Magazin Steiermark 2026 KW09
Weekend Magazine Steiermark 2026 KW09
ANGELINA JOLIE
LEONARDO DICAPRIO
MERYL STREEP
18 JAHRE SHOPPING NORD: HEIKE HEINISSER IM INTERVIEW
RED CARPET: STARS HAUTNAH ERLEBEN
NR. 2 • 26./27. FEBRUAR 2026
STEIERMARK
Pfeif auf das Single-Leben!
Freiheit statt Beziehungs Knast!
AUTOFRÜHLING NEUHEITEN GEBEN GAS
NETZWERKE DER MACHT BÜNDE UND KAMMERN
MÄNNER VS. FRAUEN Status: SINGLE
ÖSTERREICHISCHE POST AG, RM 06A036623K, 8020 GRAZ
DER LÖWE KOMMT DER NEUE 308 HYBRID
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FOTO DER WOCHE
NATURWUNDER. Die roten Tsingy liegen im Norden Madagaskars. Tsingy sind scharfkantige Felsformationen aus Kalkstein. Sie sind durch Erosion über Jahrtausende entstanden und prägen die Landschaft mit nadelartigen, stark zerklüfteten Strukturen im Ankarana-Nationalpark.
FOTO: ANDREYGUDKOV/ISTOCK/GETTY IMAGES COVER: HEIKE HEINISSER: CHRIS ZENZ; ANGELINA JOLIE: MAURITIUS IMAGES/IPA/INDEPENDENT PHOTO AGENCY SRL/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS; LEO DICAPRIO: STUART HARDY/ABACAPRESS.COM/VIENNAREPORT; MERYL STREEP: CRASH/IMAGESPACE/SIPA USA/VIENNAREPORT; JUNGES PAAR-SYMBOLFOTO: LIGHTFIELDSTUDIOS/ISTOCK/GETTY IMAGES; GEDANKENWOLKEN: KADO MISUMI/ISTOCK/GETTY IMAGES
STORYS
Netzwerke der STRIPPENZIEHER. Wie mächtig sind Netzwerke, Bünde, politische Vorfeldorganisationen oder Kammern in Österreich? Vergabe von Posten, die Verabschiedung von Gesetzen – ohne derartige Verbin dungen geht in unserem Land nichts. Von Andreas Hamedinger MACHT
D er Nationalrat be schließt eine Re form der Pensions anpassung. Theoretisch – so ist es auch in der Verfassung vorgesehen – entscheiden die 183 Nationalratsabgeord neten unabhängig und rein ihrer Überzeugung nach. Doch in der Realität sind die Entscheidungen vor der Ab stimmung längst getroffen. Beeinflusst von verschie densten Netzwerken, die das Leben der Republik wie Ma rionettenspieler steuern. Mächtige Netzwerke Bleiben wir beim Thema Pen sionsanpassung. Hier treffen
lichen Pensionsantrittsalters die Gewerkschaft. Und da es sich bei genannten Institutio nen um parteinahe Verbin dungen handelt oder deren Mitglieder als Abgeordnete im Parlament sitzen, kann man sich vorstellen, wie die Entscheidungen der jeweili gen Parteien ausfallen werden.
unterschiedliche Interessen aufeinander, die von unter schiedlichen Kräften vertre ten werden. Für eine Erhö hung des Pensionsantritts alters ist in der Regel der Wirtschaftsbund, für eine Inflationsabgeltung der Pen sionen der Seniorenbund und für eine Senkung des gesetz
Auch bei einem anderen The ma zeigt sich, welch wichtige Rolle die sogenannten „Vor feldorganisationen“ in der Realverfassung der Republik spielen. Verfassung sieht Postenbesetzungen vor Wer wird Leiter eines Fi nanzamtes? Wer wird neuer Direktor eines Gymnasiums? Das sind Fragen, die die Öf fentlichkeit beschäftigen. Doch das Thema „Posten schacher“ beginnt nicht erst, wenn solche Fragen in den Medien thematisiert werden. In Burschenschaften, die ihre Mitglieder
Wir wissen nicht genau, wie es bei der Postenbesetzung bei Polizei, Justiz oder Schulen aussieht.
Laurenz Ennser-Jedenastik, Univeritätsprofessor
FOTO: RUDALL30/ISTOCK/GETTY IMAGES
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SENIORENBUND
BURSCHENSCHAFTEN
GEWERKSCHAFT
WIRTSCHAFTSBUND
ARBEITERKAMMER
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STORYS
In der Verfassung gibt es Posten, für die eine politisch gesteuerte Beset zung explizit vor gesehen ist. Peter Filzmaier Politikwissenschaftler
Enormer Aufwand Gleichzeitig betont Ennser- Jedenastik, dass nicht alle Details erforscht sind. In vie len anderen Bereichen – etwa Schulen, Justiz oder Po lizei – gibt es bislang keine vergleichbaren Untersuchun gen. Ein Grund dafür sei der enorme Rechercheaufwand: Tausende Lebensläufe müss ten geprüft, frühere Funk tionen rekonstruiert und parteipolitische Verbindun gen nachvollzogen werden. Auch informelle Netzwerke, persönliche Empfehlungen oder interne Entscheidungs
„lebenslang“ binden, als Mit glied bei den Naturfreunden oder dem Alpenverein wer den Netzwerke gesponnen, die sich im Laufe des Lebens auszahlen werden. Für Poli tikwissenschaftler Peter Filz maier muss man beim The ma Postenbesetzung diffe renzieren: „In der Verfassung gibt es Posten, für die eine politisch gesteuerte Beset zung explizit vorgesehen ist – etwa bei dem Präsidenten des Verfassungsgerichtsho fes. Bei anderen Postenver gaben ist eine politische Ein flussnahme problematisch, wenn auch nicht per se un demokratisch. Schließlich re präsentieren Interessenver tretungen auch einen Teil der Bevölkerung.“ Starker Einfluss Nach einer Untersuchung von Universitätsprofessor Laurenz Ennser-Jedenastik lassen sich parteipolitische Muster besonders in staats nahen Unternehmen beob achten. Ennser-Jedenastik hat untersucht, wie die Be setzung von Aufsichtsräten
prozesse spielten dabei oft eine Rolle und seien nur schwer transparent zu ma chen. Für einzelne Projekte sei das möglich, flächende ckend aber kaum zu realisie ren, zumal dafür Zeit und Personal in erheblichem Aus maß notwendig wären. Subtile Werbung Das in Österreich vorhande ne Netzwerk der Macht zahlt sich am Ende meist aus: Denn wer es einmal nach oben geschafft hat, der zeigt sich häufig „dankbar“. Sei es bei einem Auftritt im TV, bei einem Zeitungsin terview oder bei einer inter nationalen Konferenz – mit Argumenten, mögen sie stimmen oder nicht, wird Werbung für die eigene Sa che, die eigenen Interessen gemacht. Oft geschieht das subtil, zwischen den Zeilen, durch gezielte Platzierungen und wohlwollende Formu lierungen. Persönliche Kon takte und strategische Alli anzen verstärken diesen Ef fekt zusätzlich und sichern Einfluss. V
und Geschäftsführungen in bundeseigenen Kapitalgesell schaften funktioniert. Das zentrale Ergebnis: „Die Re gierungsbeteiligung im Bund hat einen deutlichen Einfluss darauf, wie stark parteinahe Personen in diesen Gremien vertreten sind“, erklärt Enn ser-Jedenastik. Besonders sichtbar wird dieses Muster bei Regierungswechseln: Verlässt eine Partei die Re gierung, sinkt der Anteil ihr nahestehender Personen in entsprechenden Funktionen. Kommt eine neue Partei hin zu, steigt dieser Anteil.
25.000 LOBBYISTEN EINFLUSSNAHME. Zwar ist das Lobbying großer Konzerne in Österreich nicht mit jenem System vergleichbar, das in den USA betrieben wird. Dort geben Unternehmen jährlich mehrere Milliarden Dol lar für politische Einflussnahme aus. Einflussnahme auf politische Entscheidungen durch die Wirtschaft ist auch innerhalb der EU längst zur Normalität ge worden. Allein in Brüssel sind laut Schätzungen rund 25.000 Lobbyisten tätig. Damit zählt die EU-Haupt stadt zu den weltweit wichtigsten Zentren politi scher Interessenvertretung.
FOTO: LEFTERIS_/ISTOCK/GETTY IMAGES; FFILZMAIER:„A&W“
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Gemeinsam Großes erreichen Das Leben ist bunt und facettenreich. Das Arbeiten bei Lebens Groß ist es auch. In Voll- oder Teilzeit, als Praktikant:in, Zivil diener oder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres – wir arbeiten gemeinsam an einer offenen Gesellschaft, in der jede:r Potenziale entfalten und Stärken einbringen kann. Wir beglei ten rund 11.000 Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und haben Angebote und Dienstleistungen in Graz, Graz-Um gebung, Voitsberg, Deutschlandsberg und Leibnitz. Mehr erfah ren unter www.lebensgross.at/jobs
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UNZÄHLIGE MÖGLICHKEITEN. Von 12. bis 13. März findet das GROW-Jobfestival im Murpark statt. Eine einzigartige Möglichkeit, um sich über Karrieremöglichkeiten zu informieren.
Ready to Rock?
V on 12. bis 13. März: Das GROW-Jobfesti val im Grazer Mur park bietet allen Schülern, El tern als auch Jobsuchenden eine einzigartige Möglichkeit, mit regionalen Unternehmen in Kontakt zu treten und sich über aktuelle Karrieremög lichkeiten zu informieren. Anstatt einer klassischen Messehalle findet die Veran staltung direkt im beliebten Shoppingcenter statt, wo durch eine lockere Atmo sphäre entsteht, in der Besu cher spontan und ungezwun gen mit den ausstellenden Fir men ins Gespräch kommen können – eine Chance, die man nutzen sollte.
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Tolle Gewinnchancen Im Mittelpunkt des Festivals steht die Präsentation von Karrieremöglichkeiten in der Region – sei es eine Lehrstel le, eine Weiterbildung, der erste Job nach der Matura oder neue Chancen für Fach kräfte und Professionals. Ne ben dem direkten Austausch mit Unternehmensvertretern sorgen interaktive Elemente wie Vorträge und Contests für eine abwechslungsreiche Ge staltung. Unter allen regis trierten Besuchern werden außerdem tolle Preise verlost: darunter eine Nintendo Switch 2 und 2x2 Festival tickets für das „Electric Love“ in Salzburg.
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Beim GROW-Jobfestival von 12. bis 13. März im Grazer MURPARK dreht sich alles rund um die TOP-Karrierechancen: n Donnerstag: 09:00–19:30 Uhr n Freitag: 09:00–19:30 Uhr Nähere Informationen unter www.jobfestival.at INFORMATION
FOTO: ISTOCK.COM/TIJANA87
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Wer China-Pakete kauft, kauft teuer BILLIGWAREN. Manchmal macht es sich Österreichs Politik zu leicht – etwa wenn es darum geht, die heimische Wirtschaft vor der Paketflut aus Drittstaaten zu schützen. Das könne nur die EU, heißt es. „Stimmt nicht“, kontert ein Gutachten der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 und zeigt Möglichkeiten auf. EXKLUSIVSTUDIE DER INITIATIVE ÖSTERREICH 2040
R und 80 Millionen Pakete kommen jährlich von chine sischen Billighändlern wie Shein, Temu und Co. nach Österreich. Der Großteil davon ist zoll- frei, weil die bisherige Grenze bei 150 Euro Warenwert liegt. Das ändert die EU zwar ab 1.Juli 2026 mit einer „Mini- Steuer“ von drei Euro pro Paket, doch das geht der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 nicht weit genug. Die neue Interes senvertretung österreichischer Familien betriebe will mehr: „Wenn schon die EU nicht erkennt, dass man der Paketflut mit dieser Kleinstabgabe nicht Herr wird und die lokale Wirtschaft weiterhin zerstört wird, dann ist die österreichische Regie
Schnuller aus Sondermüll Das stimmt aber nur bedingt, wie ein von der Initiative in Auftrag gegebenes rechtswissenschaftliches Gutachten be legt. Das Gutachten von Univ.-Prof. Dr. Thomas Bieber bestätigt zwar, dass nati onale Strafabgaben auf Kleinsendungen unzulässig sind, nicht aber Gebühren für zusätzlichen Prüf- und Kontrollaufwand bei auffälligen Sendungen. Auffällig sind sie jedenfalls – und wie! Am bekanntes ten wurde der Skandal um kinderähnli che Sexpuppen, die von Shein vertrieben wurden. Doch das ist erst die Spitze des Eisbergs. Die europäische Verbraucher schutzzentrale „euroconsumers“ nahm das genau unter die Lupe. Zwei Drittel al
rung gefordert, eine heimische Lösung zu finden“, so Thomas Perdolt, Geschäfts führer der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040. Doch die Bundesregierung putzt sich an der EU ab. Diese sei für Zolltarife zuständig, die Staaten hätten darauf kei nen Einfluss.
5,8 Milliarden Pakete unter 150 Euro Warenwert kommen jährlich in der EU an.*
FOTOS: VALERII EVLAKHOV/ISTOCK/GETTY IMAGES
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* QUELLE: EU-PARLAMENT
TAGEBUCH DER INITIATIVE
Gut Ding braucht offensichtlich Weile – sehen Sie anhand unseres Tagebuch-Barometers, wie lange die jeweilige Forderung der österreichischen Familienbetriebe bei den zuständigen Ministern bereits in Bearbeitung ist.
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197 TAGEN
FORDERUNG „Selbstbehalt bei Lifestyle-Teilzeit“ an Minister Hattmanndorfer. 100 % Sozialleistun gen bei Teilzeit kann nur für Menschen mit Betreuungspflichten, Studenten oder aus
ler getesteten Produkte des Onlinegigan ten Temu fielen durch. Sie gelten als „non-compliant“. Das heißt, sie entspra chen nicht den geltenden EU-Regelungen und Sicherheitsstandards in mindestens einem relevanten Prüf- bzw. Sicherheits parameter. Bei Shein waren 73 % der ge testeten Produkte nicht regelkonform. „Billigpakete aus China, die Sicherheits
spielzeug, illegale Weichmacher und Schwermetalle in Bekleidung aufdecken würden oder Elektronikteile aus den Verkehr ziehen, die rasch überhitzen und zu Bränden führen. Hand aufs Herz: Würden Sie Ihrem Kind wissentlich gif tiges Spielzeug schenken? Würden Sie T-Shirts anziehen, wenn Sie wüssten, dass diese zu Atemwegserkrankungen
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134 TAGEN
gesundheitlichen Gründen gelten. Status: OFFEN
führen oder Unfruchtbarkeit verursachen könnten? Sie würden es nicht, denn Sie vertrauen darauf, dass die Hersteller sich an Regeln hal ten, wie Sie es von europäi schen Produkten gewohnt sind. Produkte aus der EU sind sicher, getestet und müssen eine Reihe von Qua litätskriterien erfüllen. Ein großer Teil der 5,8 Milliarden
FORDERUNG „Gebühr auf China-Pakete“ an Minister Marterbauer
„Billigpakete aus China, die Sicherheitsstandards unterlaufen und heimische Unternehmen benachteiligen, sind kein Kavaliersdelikt.“
Zum Schutz des österreichischen Han dels braucht es eine Abgabe auf chinesi sche Billigpakete. Status: OFFEN
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109 TAGEN
Thomas Perdolt, Geschäftsführer INITIATIVE ÖSTERREICH 2040
standards unterlaufen und heimische Unternehmen benachteiligen, sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein strukturelles Versagen der Politik“, ist Perdolt wütend. „Es kann nicht sein, dass Familienbetrie be und Unternehmen in Österreich sämt liche Regeln einhalten, während Billig plattformen aus Drittstaaten von syste matischen Schlupflöchern profitieren.“ T-Shirts machen unfruchtbar? Das belegt auch das Gutachten und empfiehlt eine Gebühr von 80 Euro pro Sendung als Kostenersatz für tatsächlich erbrachte Zusatzleistungen. Damit könnten Röntgenkontrollen und Pro duktanalysen bzw. -tests durchgeführt werden. Analysen, die Dioxin in Kinder Pakete unter 150 Euro Warenwert, die laut EU-Parlament 2025 die EU über schwemmten, erfüllen diese Standards nicht. 91 % dieser Pakete kommen aus China. „Diese Paketflut ist kein logisti sches Randproblem, sondern eine Frage von Fairness, Sicherheit und wirtschaft licher Zukunft. Die dem Staat entste henden Kosten bzw. entgehenden Steu ereinnahmen können nicht mehr akzep tiert werden“, schließt Perdolt. Geld, das im Budget fehlt und unser Allgemein wohl gefährdet. Oder wie es der Volks mund so schön zusammenfasst: „Wer billig kauft, kauft teuer.“ Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at 2040 ÖSTERREICH INITIATIVE FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER FOTOS: MINISTER(IN): BKA/ANDY WENZEL (3), ANTONIOSOLANO/ISTOCK/GETTY IMAGES, MAURITIUS IMAGES/SKORZEWIAK/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS FORDERUNG „10 % Flat Tax auf Überstunden” an Ministerin Schumann Bereitschaft zur Mehr-Leistung muss sich auszahlen und braucht eine steuer liche Entlastung. Status: Statt Flax Tax für Pensionisten kommt ein 15.000-Euro-Frei- betrag – ERLEDIGT Flat Tax auf Überstunden: OFFEN
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STEIERMARK INSIDE
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KOMMENTAR
Robert Eichenauer r.eichenauer@weekend.at
Die leise Erschöpfung
Es ist kein Aufschrei, der derzeit durchs Land geht. Kein Protest, kein großer Knall. Es ist etwas Unauffälligeres, aber umso gefährlicheres: Müdigkeit. Eine leise Erschöpfung, die sich durch Ge spräche zieht, durch Büros, Wirtshäu ser und Wohnzimmer. Viele Menschen funktionieren. Aber sie fühlen sich nicht mehr getragen. Der Alltag ist dicht, die Nachrichtenlage noch dich ter. Arbeiten, organisieren, reagieren, durchhalten. Alles läuft. Und genau das ist das Problem. Denn wer ständig läuft, merkt oft erst zu spät, dass ihm die Luft ausgeht. Es ist nicht die eine große Krise, die zermürbt, sondern die Summe aus kleinen Zumutungen. Stei gende Preise, permanente Debatten, moralischer Dauerstress und das Ge fühl, zu allem eine Haltung haben zu müssen. Was fehlt, ist nicht Informati on, sondern Entlastung. Nicht Ge schwindigkeit, sondern Richtung. Und vor allem das offene Eingeständnis, dass Erschöpfung kein persönliches Versagen ist, sondern ein gesellschaft liches Symptom. Wir reden viel über Resilienz, über Leistungsfähigkeit und Durchhaltewillen. Vielleicht wäre es ehrlicher, über Grenzen zu sprechen. Über Pausen. Über das Recht, nicht ständig verfügbar, meinungsstark und belastbar zu sein. Denn eine Gesell schaft, die Müdigkeit ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn sich Menschen zurückziehen. Nicht aus Gleichgültig keit, sondern aus Selbstschutz. 10 | WEEKEND MAGAZIN
Die strahlenden Sieger des Thermencheck Awards 2025: Das Rogner Bad Blumau, die Sole-Felsen-Welt Gmünd, das Asia Spa Leoben sowie die Therme NOVA Köflach als Aufsteiger des Jahres.
Ausgezeichnete Thermen. Drei steirische Thermen domi nierten den Thermencheck Award 2025, mit dem das größte deutschsprachige Wellnessportal, www.theremencheck.com, die be liebtesten Thermen Österreichs bestimmt: Die Plätze eins und drei wurden dabei von dem Rogner Bad Blumau sowie dem Asia Spa Leoben belegt. Zum „Aufsteiger des Jahres“ wurde die Therme NOVA Köflach erklärt.
Premiere im MURPARK Mit 17. Februar öffnete das erste Tante Frida Schoko-Café Österreichs im Grazer MURPARK seine Pforten. Der ausgezeichnete Schokolade- spezialist verzaubert seine Gäste mit einer Vielfalt an Torten, Desserts und hausgemachten Kuchen aus 100 % natürlichen Zutaten sowie nachhalti ger Gourmet-Schokolade.
Grazer Tuntenball Unter dem Motto „Grand Bordell Tuntenball“ feierten über 2.000 Gäste eine rauschende Ballnacht im Congress Graz, die von einer ausgelassenen Stimmung und kreativen Kostümen geprägt war. Den Veranstaltern war es zudem wichtig, ein Zeichen für Freiheit und Selbst bestimmung zu setzen. Schillernde Kostüme und pure Le bensfreude zeichnen den Grazer Tuntenball seit jeher aus.
MURPARK Center-Managerin Carina Weyringer hieß das Tante Frida Café herzlich willkommen.
FOTOS: CHRIS ZENZ, MURPARK NEW MEDIACHECK GMBH, CAJETAN PERWEIN
STEIERMARK INSIDE
Gestärkte Strukturen Mit einer umfassenden organisa torischen Strukturreform stellte die Volksbank Steiermark die Weichen für eine dynamische Wachstumsphase und forcierte die nachhaltige Stärkung der steirischen Regionen. Qualitäten wie re gionale Kundennähe, Effizienz und klare Verantwortlichkeiten rücken somit noch intensiver in den Fokus der Unterneh mensaktivitäten.
Das neu formierte Führungs team der Volksbank Steier mark.
Das Podium der Finanzmarktrends 2026 war mit hochklassigen Referenten besetzt.
Euro werden vom Land Steiermark 2026 in die Hand genommen, um die Arbeit von 23 Jugendverbände zu unterstützen – von der Alpenvereinsjugend über die Trachtenjugend bis hin zu den Pfadfindern. ZAHL DER WOCHE 800.000
Finanzmarkttrends 2026 Die Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Steiermark beging ihren Jahresauftakt mit einem hoch karätigen Vortrag des renommierten Finanzexperten Peter Brezinsc. Als weitere Topreferenten traten Landes rat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) sowie die beiden Fußballikonen Andi Herzog und Toni Polster auf.
FOTOS: ROBERT FRANKL VOLKSBANK STEIERMARK
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STEIERMARK INSIDE
HIGH LIGHTS
Besonderes Kunsthandwerk am Retzhofer Ostermarkt
5. bis 8. März Elevate Festival
Gewinnspiel. Der neue Jahrgang ist da! Am 8. April präsentieren mehr als 100 steirische Winzer die neuen Weine des aktuellen Jahr gangs: Von trocken und würzig über saftig bis hin zu duftig – man darf sich auf eine riesige Auswahl exzellenter Tropfen freuen. Wir verlosen 2x2 Tickets für die Präsentation in der Grazer Stadthalle. Jetzt mit spielen unter www.weekend.at/gewinnspiele
Das interdisziplinäre Festival bietet auch heuer wieder ein spartenübergreifendes Programm an: Es warten Vorträge, Work shops, Konzerte sowie Filmscreenings. www.elevate.at V
6. bis 8. März Schokoladenfest
Stimmungsvolle Konzerte, interessante Workshops und spannende Livewett bewerbe machen das Schokoladenfest in der Grazer Messe zu einem tollen Erlebnis. www.schokoladenfest.at
V
22. März Ostermarkt
FOTOS: JOHANNA LAMPRECHT, ISTOCK.COM/VOKOKO, STG/PHOTO-AUSTRIA.AT, OPER GRAZ * KEINE BARABLÖSE MÖGLICH. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN.
Saisonstart Am 28. März startet die Rie gersburg feierlich in die neue Saison: Besucher dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Frühlingstag voller Geschichte, Kulinarik und Kultur freuen. www.dieriegersburg.at
Espressokonzerte Wer Lust hat auf eine kleine kultu relle Auszeit am Nachmittag, sollte sich die Espressokonzerte in der Oper Graz nicht entgehen lassen. Jeden Mittwoch um 14:30 Uhr im Spiegelfoyer, der Eintritt ist frei! www.oper-graz.at
Rund 100 Aussteller aus Österreich und Slowenien präsentieren beim Ostermarkt im Schloss Retzhof ihr besonderes Kunsthandwerk. Von 10 bis 17 Uhr, freier Eintritt. www.retzhof.at
Impressum: Medieninhaber: Weekend Magazin Steiermark GmbH, Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel. +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel. +43 50 6964-2100, E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel. +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, E-Mail: redaktion.vorarlberg@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel. +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsführung: Mag. Nadja Tanzer, Christian Lengau er (MBA). Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Chefredaktion Steiermark: Dr. Stefan Kohlmaier. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Slovenská Grafia AG, SK-83403 Bratislava. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für un verlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2026. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird auf geschlechterspezifische Bezeichnungen verzichtet. Es sind jeweils alle Geschlechter von geschlechtsneutralen Formulierungen erfasst. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n
Weekend Magazin erscheint im
VERLAG
12 | WEEKEND MAGAZIN
Mit Sicherheit in die Zukunft! Green Job Rauchfangkehrer
Schon seit dem Mittelal ter gelten Rauchfangkeh rer als Glücksbringer – doch ihr Beruf ist weit mehr als Tradition! Sie sorgen für Sicherheit, Energieeffizienz und Kli maschutz in Haushalten und Betrieben. Als unab hängige Berater:innen helfen sie, Emissionen zu senken, Heizsysteme zu optimieren und Lüftungs systeme sauber und hygi enisch zu halten. Dieser vielseitige Beruf bietet
Mst. Christian Plesar, MSc Bundesinnungsmeister der Rauchfangkehrer
Gewinnspiel: Greith Haus Am 15. März um 18 Uhr feiern 5/8erl in Ehr’n ihr 20-jähriges Jubiläum im Greith Haus. Nominiert für den Amadeus Austrian Music Award 2026, brin gen sie ihren unverwechselbaren „Wiener Soul“ auf die Bühne – groovige Mundart-Songs zwischen Wienerlied, Austropop und Popkultur. Wir verlosen 2x2 Tickets für das Konzert. Jetzt mitspielen unter www.weekend.at/gewinnspiele
beste Zukunftsperspektiven für Jugendliche, Schulwechs ler:innen, Quereinsteiger:innen und Wiedereinsteiger:innen. Die Arbeit ist abwechslungsreich, flexibel, findet meist in Wohnortnähe statt, bietet viel Freiraum am Nachmittag bei solidem Lohn und regelmäßigen Weiterbildungsmöglichkei ten. Für alle, die verantwortungsbewusst und zukunftsorien tiert handeln und arbeiten wollen: Werdet Teil des unver zichtbaren steirischen Teams und tragt aktiv zur Energie wende bei! Jetzt bewerben und Rauchfangkehrer:in werden! Mehr Infos unter www.rauchfangkehrer-stmk.at
FOTO: ASTRID KNIE * KEINE BARABLÖSE MÖGLICH. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN.
ANZEIGE FOTO: SISSI FURGLER FOTOGRAFIE
STEIERMARK INSIDE
INTERVIEW: HEIKE HEINISSER Das „Wohnzimmer“ im Grazer Norden VOLLJÄHRIG. Heike Heinisser ist Center-Managerin im Shopping Nord und spricht über stabile Frequenz, die „Parkplatz-Falle“ Innenstadt und warum der Kasperl manchmal wichtiger ist als ein Popstar. Von Robert Eichenauer D as Shopping Nord feiert 18. Geburts tag. Wie steht das
trums im Jahr 2015. Das war nach der Center-Eröffnung der größte Meilenstein, weil wir den Standort dadurch massiv umstrukturiert und aufgewertet haben. Wir ha ben heute diese Kombination aus klassischer Mall und Retail Park. Viele Kunden schätzen es, direkt vor das Geschäft fahren zu können, ohne durch ein riesiges Ge bäude laufen zu müssen. Was 2008 noch eher negativ be haftet war, nämlich „Nahver sorgungscenter“, ist heute unser Riesenvorteil. Die Grazer Innenstadt hat mit Leerständen zu kämp fen. Das Shopping Nord auch? Heinisser: Ich fahre selbst sehr gerne in die Innenstadt, aber das Parkplatzthema macht es den Besuchern schwer. Ein Center bietet Wetterschutz und unkompliziertes Parken, das ist ein großes Plus. Im Shopping Nord liegt die Leer-
„Geburtstagskind“ wirt schaftlich da? Heinisser: Wir sind sehr zu frieden. Im Vergleich von 2024 auf 2025 konnten wir die Frequenz stabil halten. Das ist unter der Betrachtung, dass wir im letzten Jahr sehr viele Umbauten hatten, ein großer Erfolg. Wir haben im Sommer rund 10 bis 15 Prozent der ge samten Verkaufsfläche mo dernisiert. Trotz dieser Ein schränkungen haben wir um satzmäßig ein Plus von etwa 3,5 Prozent erzielt. Besonders die Gutscheine verkaufen sich nach wie vor hervorragend, vor allem im B2B-Bereich als Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter. 18 Jahre sind eine lange Zeit. Was war in dieser Ära der wichtigste Meilenstein? Heinisser: Definitiv die Er öffnung des Fachmarktzen
„Unsere Stammkunden kommen ein- bis dreimal die Woche. Sie kennen die Damen an der Information und schätzen die persönliche Ansprache.“
Heike Heinisser über Stammkundschaft
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STEIERMARK INSIDE
Shopping-Queen. Nach ihrem Studium der Rechts- wissenschaften in Graz startete Heike Heinisser im Jahr 2000 ihre Karriere bei der Kovac Group. Im Jänner 2018 übernahm sie die Centerleitung des Shopping Nord. In ihrer Funktion begleitete sie entscheidende Phasen des Standorts, insbesondere die strategische Weiterentwicklung zum multifunktionalen Nahversorgungszentrum.
Welche Visionen haben Sie für die nächsten zehn Jahre? Heinisser: Wir wollen den Standort weiterentwickeln. Es gibt Pläne für ein Ärzte zentrum, Bürogebäude oder sogar ein Hotel. Im Norden von Graz fehlt so etwas bisher völlig. Ein großer Wunsch wäre zudem die Ver längerung der Straßenbahn bis vor unsere Haustür und ein funktionierendes Park and-Ride-System. Wie lautet Ihr persönliches Fazit zum 18. Geburtstag? Heinisser: Das Shopping Nord ist ein lebendiger Standort mit Herz. Kein Tag ist wie der andere. Und genau das macht diesen Job und dieses Center aus. Zum Schluss: Wie feiern Sie den 18. Geburtstag konkret mit den Kunden? Heinisser: Wir führen wieder unsere „Wünsch dir was“- Aktion durch, bei der wir 18 Kundenwünsche aus unse ren Shops erfüllen. Für unsere Stammkunden gibt es ein Event mit Musik, Prosecco und einer großen Torte. Au ßerdem verlosen wir in unse rer App heuer einen Thermo mix, weil das Gerät einfach extrem beliebt ist. V
standsquote aktuell bei nur rund einem Prozent. Der Onlinehandel gilt als der große Gegenspieler des stationären Geschäfts. Wie locken Sie die Menschen noch von der Couch? Heinisser: Mit Service, Per sönlichkeit und Wohlfühl faktor. Onlinepreise allein gewinnen keine Loyalität. Der Onlinehandel ist natür lich präsent und bequem, gerade wenn man ein ganz spezifisches Produkt sucht, das man auf Instagram ge sehen hat. Aber wir punkten mit dem persönlichen Faktor. Unsere Stammkunden kom men ein- bis dreimal die Wo che. Sie kennen die Damen an der Information, halten einen Tratsch und schätzen die per sönliche Ansprache in den Shops. Wenn ein Geschäft online Rabatte anbietet, die es im Laden nicht gibt, müssen sich die Shops natürlich selbst an die Nase fassen. Aber das Erlebnis vor Ort bleibt wichtig. Andere Center setzen auf riesige Entertainment- Events. Sie setzen lieber auf den Kasperl. Warum? Heinisser: Wir haben früher größere Musikevents ge macht, aber das steht oft in
keinem Kosten-Nutzen-Ver hältnis. Die Leute kommen für das Event, aber sie werden dadurch nicht unbedingt zu Stammkunden. Wir konzen trieren uns auf Familien events. Wenn der Kasperl kommt, ist das Haus voll. Das bindet die Menschen aus der direkten Umgebung viel nachhaltiger. Aktuell wird am Standort fleißig gearbeitet. Was pas siert beim McDonald’s? Heinisser: Nach fast fünfzehn
Jahren Diskussionen mit der Stadt wird der alte McDonald’s endlich abgeris sen und komplett neu gebaut. Er stammt aus den 90er- Jahren und eine Modernisie rung war dringend notwen dig. Bis zur Neueröffnung Anfang September gibt es ein Pop-up-Restaurant bei der südlichen Einfahrt, damit die Kunden am Standort ver- sorgt bleiben. Generell dauert in Graz leider alles etwas länger, aber wir bleiben hartnäckig.
„Wir wollen den Standort weiterentwickeln. Es gibt Pläne für ein Ärztezentrum, Büro- gebäude oder sogar ein Hotel.“
Heike Heinisser über die Zukunft
FOTOS: CHRIS ZENZ
WEEKEND MAGAZIN | 15
STEIERMARK INSIDE
NADJA BÜCHLER
Michael Radspieler
Glück und Gesund heit durch Bewegung BEWEGUNGSREVOLUTION. Die Geschäftsführerin der Bewegungs land Steiermark gGmbH erläutert uns den Wert der Alltagsbewe gung und weist auf eine Veranstaltung für Sportbegeisterte hin.
Marketingleiter AK Steiermark
Neue Leitung Mit 1. Juni 2026 übernimmt der
derzeitige Geschäftsführer der Agentur idlab media und erfahrene Marketing profi Michael Radspieler die Leitung der Stabstelle Marketing & Kommunikation der AK Steiermark.
Philip Borckenstein-Quirini
Für Bewegung begeistern. Nadja Büchler ist Geschäftsführerin der Bewegungsland Steiermark gGmbH und bringt mit ihrem Team durch gezielte Projekte und Aktionen mehr Bewegung in den Alltag der Steirer:innen.
Geschäftsführer Thermenresort Loipersdorf
Preisgekrönt Zum zweiten Mal in Serie wurde das Thermenresort Loipersdorf beim Travel circus Top Thermen Award 2025 zur besten Therme Österreichs gekürt. Die Auszeichnung basiert auf einer Analyse der populärsten DACH-Thermen.
Kristina Edlinger-Ploder Rektorin & wissen schaftliche GF FH CAMPUS 02
W as ist die Bewegungs revolution und welche Ziele verfolgt sie? Büchler: Die Bewegungsrevolution ist eine Initiative des Gesundheitsfonds Steiermark in Kooperation mit den Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION und wurde im Juni 2023 ins Leben gerufen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und die Steirer:innen zu moti vieren, dass sie sich mehr bewegen und so gesünder leben. Welche Inhalte werden auf dem Bewe gungsSummit 2026 vermittelt und an wen richtet sich die Veranstaltung? Büchler: Beim BewegungsSummit wer den Fachworkshops zu aktuellen The men aus Training, Pädagogik und Bewe gungspraxis angeboten, sie vermitteln praxisnahes Wissen und sollen neue Per spektiven eröffnen. Impulse von Ex pert:innen aus Sportwissenschaft und Praxis sorgen für fundierte Einblicke in aktuelle Entwicklungen und innovative Ansätze der Bewegungs- und Trainings
lehre. Der BewegungsSummit richtet sich als Fortbildungs- und Vernetzungs event an alle Menschen, die Bewegung, Sport und Gesundheit aktiv gestalten wollen. Warum ist die Alltagsbewegung von entscheidender Wichtigkeit für unsere Gesundheit und wie lässt sich diese in unser tägliches Verhalten integrieren? Büchler: Verschiedene Studien und Ana lysen zeigen: Bereits 150 Minuten wö chentliche Alltagsaktivitäten reduzieren das Sterberisiko gegenüber der inaktiven Vergleichsgruppe um 10 Prozent. Oder: 30 Minuten Gehen/Spazieren am Tag an fünf Tagen pro Woche senkt das Risiko kardialer Erkrankungen um 19 Prozent. Durch regelmäßige Bewegung steigen somit die subjektiv eingeschätzte Le benszufriedenheit und das subjektive Wohlbefinden. Wenn man will, findet man immer Möglichkeiten: die Stiege statt den Lift zu nehmen, Kniebeugen beim Zähneputzen zu machen oder hin und wieder mit dem Rad in die Arbeit – man muss nur wollen. V
Digitalisierung Die FH CAMPUS 02 eröffnete am 9. Februar 2026 ihr erstes Josef Ressel Zentrum für Plattformen und Digitale Ökosysteme. Das Institut generiert anwendungsorientiertes Wissen für Unternehmen und Wirtschaft.
Werner Ressi Vorstand Energie Steiermark
Preissenkung Mit 1. Juni 2026 dürfen sich Kunden der Energie Steiermark auf eine Strom preissenkung von 17 Prozent freuen. Der vergünstigte Tarif gilt sowohl für alle 300.000 Bestands- als auch für alle Neukunden.
FOTOS: IDLAB MEDIA GMBH/KATHARINA WERNER, OLIVER WOLF, ENERGIE STEIERMARK, OPERNFOTO, THERMENRESORT LOIPERSDORF
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Zwischen Pulverschnee und Portfolio DANIEL GERHOLD. Der stellvertretende Filialdirektor Steiermark der Hypo Vorarlberg in Graz über Skifahren als persönlichen Ausgleich, wirtschaftliche Perspektiven im alpinen Tourismus und nachhaltige Investitionen. H err Gerhold, Ski fahren begleitet Sie seit Ihrer Kindheit. Welche Bedeutung hat der Sport heute für Sie? Sie waren heuer erstmals in Südtirol auf den Skiern un terwegs. Welche Eindrücke haben Sie von dort mitge nommen?
und nachhaltige Infrastruktur investieren. Resilienz und Anpassungsfähigkeit sind zen trale Erfolgsfaktoren. Welche Faktoren sind aus Ihrer Sicht für nachhaltigen Erfolg im alpinen Tourismus entscheidend? Gerhold: Langfristige stra tegische Planung, gezielte In vestitionen und eine klare Positionierung. Dazu zählen moderne Infrastruktur, nach haltige Mobilitätskonzepte, Qualitätssteigerung im Beher bergungsbereich sowie die Entwicklung ganzjähriger Wertschöpfungsmodelle. Re gionen, die Abhängigkeiten reduzieren und Angebotsviel falt schaffen, sichern sich sta bile Perspektiven – wirtschaft lich wie gesellschaftlich. Wie bewerten Sie Großereig nisse wie die Olympischen Spiele aus ökonomischer Sicht? Gerhold: Großereignisse kön nen starke wirtschaftliche Im pulse setzen, sofern sie verant wortungsvoll geplant werden. Entscheidend ist, dass Inves titionen langfristig tragfähig sind und die Infrastruktur auch nach dem Event nachhal tig genutzt wird. Wirtschaft licher Erfolg entsteht nicht durch das Ereignis selbst, son dern durch die strategische
Einbettung in eine langfristige Regionalentwicklung. Fließen Ihre persönlichen Erfahrungen in Ihre Tätig- keit als Firmenkunden- banker ein? Gerhold: Ja, sehr stark. Gerade im Tourismus- und Immobi lienbereich ist es wesentlich, Geschäftsmodelle nicht nur theoretisch zu bewerten, son dern auch deren operative Re alität zu verstehen. Eigene Ein drücke aus unterschiedlichen Destinationen schärfen den Blick für Marktmechanismen, Investitionsbedarf und Zu kunftsfähigkeit. In der Bera tung geht es darum, Projekte nicht nur finanzierbar, sondern nachhaltig tragfähig zu ge stalten. Praxisnähe und wirt schaftliche Analyse ergänzen sich dabei ideal. V
Gerhold: Skifahren ist seit jeher ein fixer Bestandteil meines Lebens. Aufgewachsen in der Steiermark mit engen Verbin dungen nach Salzburg und Kärnten, habe ich früh eine tiefe Verbundenheit zu den Bergen entwickelt. Heute ist der Sport für mich vor allem ein wertvoller Ausgleich zu ei nem anspruchsvollen berufli chen Umfeld. Er schafft Klar heit, fördert Fokus und Aus dauer – Qualitäten, die auch im Bankgeschäft entschei dend sind. Hat sich Ihr Blick auf den Skisport im Laufe der Jahre verändert? Gerhold: Definitiv. Mit meiner Tätigkeit bei der Hypo Vorarl- berg hat sich meine Perspek tive erweitert. Wenn ich heute Regionen wie Lech, Zürs oder St. Anton besuche, sehe ich nicht nur attraktive Destinatio nen, sondern wirtschaftliche Ökosysteme. Dort wird Tou rismus strategisch, langfristig und ganzjährig gedacht. Man erkennt klar strukturierte In vestitionskonzepte, professio nelle Infrastrukturentwicklung und eine hohe Qualitätsorien tierung.
Gerhold: Südtirol hat mich in mehrfacher Hinsicht beein druckt. Neben der landschaft lichen Qualität und der exzel lenten touristischen Infra struktur überzeugt vor allem das Zusammenspiel von Tra dition und moderner Archi tektur. Es wird sichtbar in nachhaltigen Baukonzepten und einer klaren Markenposi tionierung. Mit Blick auf die Austragung der Olympischen Winterspiele 2026 gewinnt die Region zusätzlich an interna tionaler Strahlkraft – ein Im puls, der bei entsprechender strategischer Nutzung langfris tige wirtschaftliche Effekte ent falten kann. Beeinflusst der berufliche Hintergrund als Banker die Wahrnehmung des Skisports? Gerhold: Unweigerlich. Neben der persönlichen Begeisterung verfolge ich Entwicklungen auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der Klima wandel stellt den alpinen Tou rismus vor strukturelle Her ausforderungen. Schneesicher heit ist kein Selbstverständnis mehr. Entscheidend wird sein, welche Regionen in Diversifi kation, Ganzjahresangebote
Hypo Vorarlberg in Graz Daniel Gerhold Stv. Filialdirektor Steiermark daniel.gerhold@ hypovbg.at www.hypovbg.at/graz
FOTOS: CHRISTA STROBL, PRIVAT
WEEKEND MAGAZIN | 17
Cholesterinsenker Der unsichtbare Grund für Ihre Müdigkeit
STATINE. Die Medikamente haben oft Begleiterscheinungen – aber kaum jemand weiß warum.
W er Cholesterin senker (Statine) einnimmt, fühlt sich häufig müde, erschöpft oder klagt über Muskel schwäche. Diese Beschwer den sind keine Einbildung, sondern zählen zu den häu figsten Begleiterscheinungen der Medikamente. Denn so wichtig diese auch für die Herzgesundheit sind, sie be einflussen auch noch andere Prozesse im Körper. Zu wenig Coenzym Q10! Statine reduzieren nicht nur die Bildung von Cholesterin, sondern unerwünscht auch die körpereigene Produktion von Coenzym Q10. Dieser lebenswichtige Stoff ist im Gegensatz zu dem über schüssigen Cholesterin je
packung mit 4 Euro Preisvor teil gegenüber zwei Einmo natspackungen. V Unser PRODUKT-TIPP
doch essenziell für zahlrei che Körperfunktionen. Ist zu wenig davon vorhanden, kann es zu den oben ge nannten Begleiterscheinun gen kommen. Zusätzlicher Abbau Das Fatale: Auch mit zuneh mendem Alter nimmt der körpereigene Coenzym-Q10- Spiegel ab – bereits mit 40 Jahren hat er bei den meisten
Personen um rund ein Drittel abgebaut. Patienten, die Cho lesterinsenker verschrieben bekommen, trifft es also dop pelt. Immer mehr Kardiolo gen empfehlen daher, neben den Cholesterinsenkern zu sätzlich Coenzym Q10 einzu nehmen. In den USA ist diese Kombination längst gängige Praxis. In Österreich empfeh len Apotheker in diesem Zusammenhang am
häufigsten: Dr. Böhm® Coenzym Q10. Nur eine Kapsel täglich versorgt Sie mit der empfohlenen Tages dosis von 100 mg Coenzym Q10. Unser Tipp
l Hochdosiert – nur 1 x täglich l Verringert Müdigkeit (Vitamin B12) l Optimale Bioverfügbarkeit – in Öl gelöst
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Diagnose Fettleber HEILPFLANZEN-WISSEN. So bekommen Sie erhöhte Leberwerte in den Griff. I n Österreich leidet je der dritte Erwachsene an einer Fettleber. Das
Kauf auf ein „pflanzliches Arzneimittel“. Ein solches enthält den optimal dosier ten Extrakt der Heilpflanze und man kann getrost von ei ner umfassenden Wirkung ausgehen. Außerdem durch laufen pflanzliche Arzneimit tel zahlreiche Qualitätsprü
nur, wenn wir sie dabei un terstützen. Mariendistel: So hilft die Heilpflanze der Leber Die Natur hält dazu ein be währtes Mittel bereit: die Mariendistel. Die Pflanze, die seit Jahrhunderten in der tra ditionellen Medizin verwen det wird, enthält den Wirk stoff Silymarin. Dieser unter stützt dabei, geschädigte Le berzellen wieder zu regene rieren und hält gleichzeitig neue Schadstoffe davon ab, in die Leber zu gelangen. Wichtig: Achten Sie beim
fungen, die deren Sicherheit garantieren. Empfehlung: Das meistgekaufte Arzneimit tel aus der Apotheke sind seit Jahren die Mariendistel-Kap seln von Dr. Böhm®. Fragen Sie in Ihrer Apotheke danach! V
Heimtückische: Da sie nur unspezifische Symptome wie Müdigkeit und Abgeschla genheit verursacht, kommen die Probleme meistens erst anhand erhöhter Leberwerte bei der Routineuntersu chung beim Arzt ans Licht. Unbehandelt kann sich je doch in weiterer Folge eine ernsthafte Erkrankung wie eine Leberzirrhose daraus entwickeln. Die gute Nach richt: Die Leber kann sich sehr gut regenerieren – aber
✓ Verbessert die Leberwerte ✓ Regeneriert geschädigte Leberzellen ✓ Hilft auch bei Fettleber
Pflanzliches Arzneimittel: Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkung informieren Gebrauchsinformationen, Arzt oder Apotheker. Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung der die Leber schädigenden Ursachen (z.B. Alkohol).
APOTHEKEN- TIPP für ein starkes Herz
Unser Herz arbeitet 24 Stunden am Tag ohne Pause und hält so den Kreislauf aufrecht – ohne, dass wir es bemerken. Wenn das Herz-Kreislauf-System je doch einmal schwächelt, kann es zu unangenehmen Anzeichen wie Herzra sen, Kreislaufschwäche oder Müdigkeit kommen. Um gegenzusteuern, haben sich pflanzliche Wirkstoffe in Tropfenform bewährt: Besonders häufig werden in der Apotheke die Apozema® Nr. 18 Herz- und Kreislauftropfen empfohlen. Sie enthalten bewährte Heilpflanzen wie Weißdorn, Kampfer und Nieswurz, die das Herz entlasten und den Kreislauf unterstützen.
Nieswurz
Weißdorn
Kampfer
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WEEKEND MAGAZIN | 19
LEBENSART
Vor allem Frauen entscheiden sich heute bewusst für partnerfreie Phasen.
Status: Single BEZIEHUNGSKISTE. Frauen genießen ihr Leben oft selbstbestimmt, Männer sehnen sich häufiger nach Bindung. Doch egal ob mit 20 oder 40 plus: Zwischen Dating-Apps, hohen An sprüchen und Freiheitsdrang wird die Liebe zur emotionalen Herausforderung. Von Rudolf Grüner
A llein aufwachen, aufstehen, in den Tag starten – und das ohne den drängenden Wunsch nach direktem Austausch, nach zärtlicher Zweisamkeit. Dabei aber ziemlich zufrie den … Kennen Sie? Dann sind Sie wahr scheinlich weiblich. Während sich zwei Drittel der ungebundenen Männer eine langfristige Partnerschaft wünschen, sind
allein lebende Frauen mit 44 Prozent deutlich weniger auf verbindliche Bezie hungen aus, wie eine Studie einer be kannten Partnerbörse ermittelt hat. So ziologin Eva-Maria Schmidt von der Uni Wien bestätigt den Befund und führt ihn u. a. auf den Wandel des Geschlechter verhältnisses zurück. „Frauen legen im Vergleich zu früher mehr Wert auf Unab
hängigkeit, etwa ökonomisch, und sind in dieser Rolle auch akzeptierter.“ Wandel der Rollenbilder „Sozial gut eingebunden, erleben viele Frauen ihr Singlesein heute stärker als selbstbestimmte Lebensform“, sagt auch Andrea Wohlfahrter, die als psychosozi ale Beziehungs- und Sexualberaterin
FOTO: DEAGREEZ/ISTOCK/GETTY IMAGES
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LEBENSART
Singlesein wird dann zur bewusst gewählten Lebensform, wenn es nicht als Übergang empfunden wird, sondern als stimmige, selbstbestimmte Entscheidung.
Andrea Wohlfarter, psychosoziale Beraterin/Coachin
Woran erkenne ich die Richtige oder den Richtigen? Die Antwort gibt’s auf weekend.at/liebes-check
44%
28%
21%
23%
36%
24%
k.A.
k.A.
39%
(andrea-wohlfarter.at) arbeitet. Damit steige ihre Bereitschaft, allein zu leben, „solange eine Beziehung keinen echten Vorteil in Bezug auf Lebensqualität und emotionale Sicherheit bietet“. Männer hingegen setzen vergleichsweise häufiger auf den „rettenden Beziehungsanker“, der ihnen Alltagsstruktur und Nähe liefert und – gesellschaftlich wie auch persön lich gesehen – mit Status und sozialer Stabilität verknüpft ist. Ganz unabhängig vom Geschlecht wird die Suche nach dem Herzensmenschen vor allem in jungen Jahren aber immer komplexer und wider
sprüchlicher – und er klärt zumindest teilweise, warum ein Drittel der 18- bis 39-Jährigen noch nie in einer festen Beziehung war. Zwischen Sehnsucht und Zögern Digitale Möglichkeiten erweitern zwar den Kreis potenzieller Partnerinnen und Partner, erhöhen jedoch gleichzeitig den Entscheidungsdruck. Ständige Vergleich barkeit und digitale Überforderung wir ken als „Beziehungsbremsen“. Dazu kommt: „Ausbildung, prekäre Lebens
Stadt-Land-Gefälle? Nicht unbedingt. Die höchste Singledichte weist nach Wien das Bundesland Kärnten auf.
verhältnisse und gesellschaftliche Krisen verlängern das Gefühl, ‚noch nicht ange kommen‘ zu sein“, sagt Wohlfahrter. Der Wunsch nach Nähe sei groß, aber der Mut zur Festlegung oft noch nicht vor handen. In der Generation „40 plus“ dreht sich das Beziehungskarussell wie der nach ganz eigenen Regeln, legt
ÖSTERREICH-KARTE: RBIEDERMANN/ISTOCK/GETTY IMAGES, MIRIAM MEHLMAN, KARTE/QUELLE: QUELLE: MARKETAGENT.COM, N=1.069 ÖSTERREICHER:INNNEN, 18–75 JAHRE, DARUNTER 330 SINGLES, 18.12.2025–01.01.2026
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LEBENSART
Partnerschaft im Prüfmodus Einig sind sich die Expertinnen, dass An sprüche und Erwartungen an Partner schaften in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind und sich weiter ausdiffe renziert haben. Der Drang nach Selbst verwirklichung und Selbstoptimierung
dabei aber immer öfter auch die eine oder andere erwünschte Pause ein. „Heute gibt es oft mehrere Phasen, die man alleine verbringt“, erzählt Schmidt. „Erlebtes macht vorsichtiger: Nähe wird nicht generell gemieden, aber sorgfälti ger gewählt“, ergänzt Wohlfahrter.
erhöht den liebestechnischen Stresslevel : Beziehungen werden zunehmend bewer tet, geprüft und reflektiert. Und immer wieder hinterfragt. An der Überzeugung, dass es „die eine“ oder „den einen“ für immer tatsächlich gibt, wird aber unbe irrt festgehalten, wie die Soziologin fest stellt. Das ist emotional anstrengend und – ja – oft enttäuschend. Freiheit mit Nebenwirkungen Eine Entwicklung, die Psycho- und Paartherapeut Wolfgang Wilhelm kri tisch beobachtet: Unsere Gesellschaft frönt dem Unabhängigkeitsfetisch mit vielen negativen Folgen wie sinkender Geburtenrate, Kommerzialisierung und zunehmender Einsamkeit, wie er be tont: „Bindung und Nähe sind nicht et was, was man einfach nach Belieben ein- und ausschalten kann und konsu miert, wie es einem gerade passt. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, es ist Bereicherung und Verantwortung gleichermaßen.“ V
SINGLESEIN IST AUCH EINE ALTERSFRAGE
44%
37%
32%
31%
30%
27%
24%
20%
Gesamt
Männer
Frauen
50–59 J.
60 - 69 J.
30–39 J.
40–49 J.
18–29 J.
QUELLE: MARKETAGENT.COM, N=1.069 ÖSTERREICHER:INNNEN, 18–75 JAHRE, DARUNTER 330 SINGLES, 18.12.2025–01.01.2026
Ihr Wohlbefinden liegt uns am Herzen Nr. 1 Marke in Österreich*
* Doppelherz ist die Top 1 Marke in der Kategorie Allgemeine Gesundheitsmärkte im Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriefachhandel im Januar 2025 bis Dezember 2025 Quelle: NielsenIQ Market Track, Tonics ATSTAEQ, Umsatz, Österreich (Copyright © 2026, NielsenIQ (Austria) GmbH) doppelherz.at
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