Weekend Magazin Steiermark 2026 KW09
STEIERMARK INSIDE
Shopping-Queen. Nach ihrem Studium der Rechts- wissenschaften in Graz startete Heike Heinisser im Jahr 2000 ihre Karriere bei der Kovac Group. Im Jänner 2018 übernahm sie die Centerleitung des Shopping Nord. In ihrer Funktion begleitete sie entscheidende Phasen des Standorts, insbesondere die strategische Weiterentwicklung zum multifunktionalen Nahversorgungszentrum.
Welche Visionen haben Sie für die nächsten zehn Jahre? Heinisser: Wir wollen den Standort weiterentwickeln. Es gibt Pläne für ein Ärzte zentrum, Bürogebäude oder sogar ein Hotel. Im Norden von Graz fehlt so etwas bisher völlig. Ein großer Wunsch wäre zudem die Ver längerung der Straßenbahn bis vor unsere Haustür und ein funktionierendes Park and-Ride-System. Wie lautet Ihr persönliches Fazit zum 18. Geburtstag? Heinisser: Das Shopping Nord ist ein lebendiger Standort mit Herz. Kein Tag ist wie der andere. Und genau das macht diesen Job und dieses Center aus. Zum Schluss: Wie feiern Sie den 18. Geburtstag konkret mit den Kunden? Heinisser: Wir führen wieder unsere „Wünsch dir was“- Aktion durch, bei der wir 18 Kundenwünsche aus unse ren Shops erfüllen. Für unsere Stammkunden gibt es ein Event mit Musik, Prosecco und einer großen Torte. Au ßerdem verlosen wir in unse rer App heuer einen Thermo mix, weil das Gerät einfach extrem beliebt ist. V
standsquote aktuell bei nur rund einem Prozent. Der Onlinehandel gilt als der große Gegenspieler des stationären Geschäfts. Wie locken Sie die Menschen noch von der Couch? Heinisser: Mit Service, Per sönlichkeit und Wohlfühl faktor. Onlinepreise allein gewinnen keine Loyalität. Der Onlinehandel ist natür lich präsent und bequem, gerade wenn man ein ganz spezifisches Produkt sucht, das man auf Instagram ge sehen hat. Aber wir punkten mit dem persönlichen Faktor. Unsere Stammkunden kom men ein- bis dreimal die Wo che. Sie kennen die Damen an der Information, halten einen Tratsch und schätzen die per sönliche Ansprache in den Shops. Wenn ein Geschäft online Rabatte anbietet, die es im Laden nicht gibt, müssen sich die Shops natürlich selbst an die Nase fassen. Aber das Erlebnis vor Ort bleibt wichtig. Andere Center setzen auf riesige Entertainment- Events. Sie setzen lieber auf den Kasperl. Warum? Heinisser: Wir haben früher größere Musikevents ge macht, aber das steht oft in
keinem Kosten-Nutzen-Ver hältnis. Die Leute kommen für das Event, aber sie werden dadurch nicht unbedingt zu Stammkunden. Wir konzen trieren uns auf Familien events. Wenn der Kasperl kommt, ist das Haus voll. Das bindet die Menschen aus der direkten Umgebung viel nachhaltiger. Aktuell wird am Standort fleißig gearbeitet. Was pas siert beim McDonald’s? Heinisser: Nach fast fünfzehn
Jahren Diskussionen mit der Stadt wird der alte McDonald’s endlich abgeris sen und komplett neu gebaut. Er stammt aus den 90er- Jahren und eine Modernisie rung war dringend notwen dig. Bis zur Neueröffnung Anfang September gibt es ein Pop-up-Restaurant bei der südlichen Einfahrt, damit die Kunden am Standort ver- sorgt bleiben. Generell dauert in Graz leider alles etwas länger, aber wir bleiben hartnäckig.
„Wir wollen den Standort weiterentwickeln. Es gibt Pläne für ein Ärztezentrum, Büro- gebäude oder sogar ein Hotel.“
Heike Heinisser über die Zukunft
FOTOS: CHRIS ZENZ
WEEKEND MAGAZIN | 15
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