Weekend Magazin Salzburg 2026 KW17
DIE KARDASHIANS
KOSTENCHECK: ELEKTRO ODER VERBRENNER
PROMI-CLANS ALS GELDMASCHINE
NR. 4 • 23./24. APRIL 2026
SALZBURG
FANTASTISCH SO SCHRÄG IST DIE TIERWELT
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HELENE KONZERT IN Ö STERREICH
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FOTO DER WOCHE
WÄCHTER DES WASSERS. Die „Kelpies“, zwei Pferdekopf-Skulpturen aus glänzendem Stahl, ragen etwa 30 Meter in die Höhe und stellen mythi sche Wassergeister dar – sie wachen symbolisch über den Forth-and- Clyde-Kanal in Schottland und die umliegenden Wasserwege.
FOTO: MAURITIUS IMAGES/ROBERTHARDING/KAREN DEAKIN COVERFOTOS: KARDASHIANS: IMAGO/NURPHOTO/IMAGE PRESS AGENCY; TREIBSTOFF-ZAPFPISTOLE: SIWAKORN TH/SHUTTERSTOCK.COM, E-LADESTECKER: ADRAGAN/SHUTTERSTOCK.COM, GEWITTERBLITZE: MARTIN ERDNISS/SHUTTERSTOCK.COM, MONTAGEN/UMFÄRBUNGEN: WEEKEND MAGAZIN; HELENE FISCHER: BEN WOLF/BENWOLF.DE/UNIVERSAL MUSIC, STRAHLEN-HINTERGRUND: BEAUTIFULLYHIT/SHUTTERSTOCK.COM, MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN
STORYS
Angst vor dem Telefonieren
VERLERNT ZU SPRECHEN. Es klingt seltsam, doch fast die Hälfte der jungen Menschen in Österreich fürchtet sich vor dem Telefonieren – obwohl sie stundenlang auf ihr Smartphone schauen. Bei manchen führt die Telefonangst sogar zu gesund heitlichen Problemen – Herzrasen und Schweißausbrüche inklusive. Aber warum ist das so? Von A. Hamedinger
E in dringender Termin beim Zahn arzt, die Rückfrage bei der Bank oder ein Anruf beim Vermieter – solche Telefonate werden heute oft aufge schoben oder sogar ganz vermieden. Rund ein Drittel der Menschen (36 Prozent) hat laut einer Studie des Bitkom e. V., dem Branchenverband der deutschen Digital wirtschaft, aus Angst vor dem Telefonie ren notwendige Anrufe hinausgezögert. Besonders ausgeprägt ist dies bei Jünge ren: Unter den 16- bis 29-Jährigen haben dies bereits 44 Prozent getan. Insgesamt geben 33 Prozent der Befragten an, sich unwohl zu fühlen, wenn sie mit fremden Menschen telefonieren. Ebenfalls rund ein
Drittel (32 Prozent) vereinbart Termine bei Dienstleistern wie Friseuren oder Arzt praxen lieber per Mail oder über Bu chungsplattformen, statt anzurufen. „Die Angst vor dem Telefonieren entsteht heute oft, weil wir uns an Nachrichten gewöhnt haben, bei denen wir Zeit zum Formulie ren haben – während ein Anruf eine schnelle Reaktion erfordert, ohne die Möglichkeit, nonverbale Signale oder Emojis zur Unterstützung zu nutzen“, sagt Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom. „Besonders jün gere Menschen, die mit Kurznachrichten aufgewachsen sind, empfinden spontane Telefonate daher häufig als auf
FOTOSS: TELEFONHÖRER: OLEG KRUGLIAK/SHUTTERSTOCK, MÄDCHEN: KI-GENERIERTES BILD: ADOBE FIREFLY/ADOBE INC
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LEBESNTOSARRYTS
Davor haben Menschen wirklich Angst? Die skurrilsten Phobien der Welt: weekend.at/ angst-phobie
4 4% der unter 16- bis 29-Jährigen schieben Telefonate auf, da sie sich beim Telefonieren unwohl fühlen.
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Ein Anruf genügt: Für viele junge Men schen löst schon das Klingeln Stress aus – ein Drittel fühlt sich beim Telefonieren mit Fremden unwohl.
unter anderem darin: „Ju gendliche sind mit dem Handy aufgewachsen, und viele haben dadurch verlernt, direkt mit ihren Mitmen schen in Kontakt zu treten.“ Im Laufe der Zeit haben WhatsApp und Emojis so zu nehmend die unmittelbare Kommunikation ersetzt. „Wenn man einen Anruf ent gegennimmt, bleibt kaum Zeit, auf eine Frage, einen Vorwurf oder eine Feststel lung zu reagieren. Daher be vorzugt die jüngere Genera tion eine zeitversetzte Ver ständigung, die durch mo derne Technologien immer stärker gefördert wird“, erklärt Vogl, der sich bei pro mente unter anderem mit dem kom Die nonverbale Kommunikation
Leben. Für Vogl leidet unter der mangelnden Sprachbe reitschaft der Jugendlichen vor allem eine wichtige Grundlage, die für das menschliche Zusammenleben essenziell ist: „Wer nicht mit anderen spricht, verliert die Fähigkeit, Empathie zu zei gen.“ Die Folgen können weit reichend sein: Gespräche wer den oberflächlicher, Missver ständnisse nehmen zu und das gegenseitige Verständnis schwindet. Dadurch fällt es schwerer, sich in andere Men schen hineinzuversetzen, Konflikte konstruktiv zu lösen oder stabile zwischenmensch liche Beziehungen aufzubau en. Langfristig kann das nicht nur das persönliche Umfeld belasten, sondern auch den gesellschaftlichen Zusam menhalt schwächen. V „Die Angst vor dem Telefonieren entsteht heute oft, weil wir uns an Nach richten gewöhnt haben, bei denen wir Zeit zum Formulieren haben.“ Sebastian Klöß Leiter Märkte & Technologien Bitkom e. V.
dringlich oder unangenehm.“ Insgesamt kündigen 35 Pro zent der Studienteilnehmer ihren Anruf bei Freunden und Familie in der Regel vorab per Nachricht an. Selbst würden gerne 32 Prozent eine Nach richt bekommen, bevor sie angerufen werden. Bei man chen Menschen hat die Tele fonangst sogar Auswirkungen auf die Gesundheit. Läutet das Telefon führt das bei Betroffe nen zu schnellem Herzschlag, flacher Atmung, Zittern, Schweißausbrüchen, trocke nem Mund oder panischen Fluchtgedanken. Doch wa rum kann es überhaupt so weit kommen? WhatsApp und Emojis haben viel verändert Für den Soziologen David Vogl liegt der Grund dafür
plexen Thema digitaler Me dien und deren vielfältigen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche beschäftigt. Sucht nach dem Handy und Angst zu sprechen Die erwähnten Fakten führen zu einem paradoxen Um stand: Einerseits können Ju gendliche kaum eine freie Minute ohne ihr Smartphone verbringen und zeigen bei einem Handyverzicht sogar suchtähnliche Symptome. Andererseits verzichten sie aus Angst, unmittelbar reagie ren zu müssen, auf die Funk tion des Telefonierens. Das mag auf den ersten Blick nicht weiter tragisch erscheinen, doch eine mangelnde Fähig keit, direkt mit seinem Gegen über zu sprechen, hat Aus wirkungen auf das tägliche
„Wer ständig schreibt statt spricht, verlernt mit der Zeit, spontan zu reagieren und echte zwi schenmenschliche Nähe nachhaltig aufzubauen.“ David Vogl Soziologe pro mente OÖ
FOTOSS: BILD OBEN: GROUND PICTURE/SHUTTERSTOCK, VOGL: INSTITUT SUCHTPRÄVENTION, KLÖSS: BITKOM E. V.
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INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 FORDERT:
10 % Flat Tax auf Überstunden ZUKUNFTSSIGNAL. Arbeit muss sich wieder mehr lohnen – diese Forderung vertritt die Initiative Österreich 2040 – die Interessenvertretung österreichischer Familienbetriebe.
V iele Beschäftigte haben das Gefühl, dass sich zusätzli cher Einsatz kaum auszahlt. Der Grund liegt auf der Hand: Die österreichische Abgabenquo te zählt zu den höchsten in Europa und vom Bruttolohn bleibt am Ende oft deutlich weniger übrig als erwartet. Ge rade in Zeiten steigender Lebenshal tungskosten wird dieses Missverhältnis für viele Menschen zunehmend spürbar. Österreich arbeitet nicht „zu wenig“ – vielmehr lohnt sich Mehrarbeit für viele schlicht nicht mehr. Massiver Rückgang Die Zahl der geleisteten Überstunden in Österreich ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Laut Statistik Aus- tria wurden im Jahr 2024 insgesamt rund 168,9 Millionen Über- und Mehr
stunden geleistet – das ist der niedrigs te Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2004. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 lag der Wert noch bei 368 Millionen Stunden – also mehr als doppelt so hoch. Gleich zeitig ist auch der Anteil der Beschäftig ten, die überhaupt Überstunden leisten, stark zurückgegangen: von über 24 Pro zent auf nur noch rund 13 Prozent. 169 Millionen Überstunden wurden 2024 geleistet – weniger als halb so viele wie noch im Jahr 2007.*
Die Initiative Österreich 2040 greift die ses Problem auf und fordert Reformen, um den Faktor Arbeit nachhaltig zu ent lasten. Im Zentrum steht dabei die klare Botschaft: Leistung muss sich wieder auszahlen, und das Steuersystem soll Anreize schaffen, statt zu bremsen. Ne ben strukturellen Änderungen bei Lohn nebenkosten und Einkommensteuer wird insbesondere eine gezielte Entlas tung von Mehrarbeit gefordert. Arbeiten wir zu viel – für zu wenig? Wer heute mehr arbeitet, etwa durch Überstunden, erwartet zu Recht auch ei nen entsprechend höheren finanziellen Nutzen. Doch genau hier liegt das Pro blem: Überstunden werden häufig ähn lich hoch besteuert wie das reguläre Ein kommen. Dadurch schrumpft der zu
FOTO: ADI PURNATAMA / SHUTTERSTOCK
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* QUELLE: STATISTIK AUSTRIA
TAGEBUCH DER INITIATIVE
Gut Ding braucht offensichtlich Weile – sehen Sie anhand unseres Tagebuch-Barometers, wie lange die jeweilige Forderung der österreichischen Familienbetriebe bei den zuständigen Ministern bereits in Bearbeitung ist.
der Wirtschaft zugutekommt. Zweitens würde ein solches Modell Leistungsbe reitschaft und Eigeninitiative stärken – zentrale Voraussetzungen für Wachs tum und Innovation. Drittens könnte die Maßnahme kurzfristig Entlastung schaf fen, ohne komplexe Systemreformen ab warten zu müssen.
sätzliche Verdienst erheblich. Für viele Arbeitnehmer stellt sich daher die be rechtigte Frage, ob sich der Mehrauf wand überhaupt lohnt. Die Initiative Österreich 2040 bringt hierzu einen konkreten Vorschlag ein: die Einführung einer steuerlichen Flat Tax auf Überstunden im Einkommen
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FORDERUNG „Selbstbehalt bei Lifestyle- Teilzeit“ an Minister Hattmannsdorfer 100 % Sozialleistun gen bei Teilzeit kann nur für Menschen mit Betreuungspflichten, Studenten oder aus
„Österreich arbeitet nicht „zu wenig“ – vielmehr lohnt sich Mehrarbeit für viele schlicht nicht mehr. Sinkende Überstundenzahlen sind damit auch ein Signal für ein Steuersystem, das Leistungs- anreize zu wenig belohnt.“ Thomas Perdolt, Geschäftsführer INITIATIVE ÖSTERREICH 2040
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gesundheitlichen Gründen gelten.
Steuersystem muss motivieren Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Finanzminister Marterbauer argumen tiert, dass steuerliche Begünstigungen zu Einnahmeausfällen beim Staat führen (könnten). Zudem bestehe die Gefahr, dass reguläre Arbeitszeit verstärkt in Überstunden verlagert wird. Diese Ein wände sind ernst zu nehmen, doch sie lassen sich durch die klar definierten Grenzen – etwa die Deckelung auf 20 Stunden pro Monat und die Beschrän kung auf Vollzeitbeschäftigte – gezielt entschärfen. Letztlich geht es um eine Grundsatzfra ge: Wie viel ist uns Leistung wert? Wenn zusätzliche Arbeit kaum belohnt wird, sendet das ein falsches Signal. Ein Steu ersystem sollte nicht bremsen, sondern motivieren. Die vorgeschlagene Flat Tax auf Überstunden ist ein konkreter Schritt in diese Richtung. Wenn Arbeit sich wieder spürbar lohnt, profitieren alle: die Beschäftigten, die Unternehmen und damit auch der Wirt schaftsstandort Österreich. Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at
steuergesetz. Demnach sollen zu schlagspflichtige Überstunden mit ei nem ermäßigten Steuersatz von ledig lich 10 Prozent besteuert werden. Diese Begünstigung soll für bis zu 20 Über stunden pro Monat gelten und aus schließlich für Arbeitsverhältnisse mit vereinbarter Normalarbeitszeit im Voll zeitausmaß zur Anwendung kommen. Die Auszahlung und Versteuerung soll unbürokratisch und automatisch über die Lohnverrechnung erfolgen. Ein solches Modell würde klare Anreize schaffen: Mehr Einsatz würde sich un mittelbar im Geldbörsel bemerkbar ma chen. Arbeitnehmer hätten einen stär keren Anreiz, flexibel zu arbeiten, wäh rend Unternehmen gleichzeitig von de ren höherer Bereitschaft profitieren würden, zusätzliche Arbeit zu leisten. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel könnte dies helfen, vorhandene Poten- ziale besser zu nutzen. Ein reduzierter Steuersatz auf Überstun den hätte mehrere positive Effekte. Ers tens würde die Kaufkraft steigen. Men schen hätten mehr Netto vom Brutto und könnten dieses Geld wieder in den Konsum investieren, was letztlich auch
FORDERUNG „Gebühr auf China-Pakete“ an Minister Marterbauer
Zum Schutz des österreichischen Handels braucht es eine Gebühr auf chinesische Billigpakete.
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FORDERUNG „10 % Flat Tax auf Über- stunden“ an
Ministerin Schumann
Bereitschaft zur Mehrleistung muss sich auszahlen und braucht eine steuer liche Entlastung.
WIR FAMILIENUNTERNEHMEN
FOTOS: MINISTER(IN): BKA/ANDY WENZEL (3)
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SALZBURG INSIDE
SALZBURG INSIDE
NEWS 4 Millionen Besucher Das Shoppingcenter Forum 1 am Salz burger Bahnhof ist mit dem Ergebnis aus dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. Die Frequenz liegt bei 4 Mio. Besuchern, der Umsatz ist um 3,3 Prozent auf 67 Mio. Euro gestiegen.
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Salzburg wird älter Bis 2035 werden in Salzburg um 3,3 Prozent mehr Menschen leben, der An teil älterer Personen steigt. Das Land hat den Bedarf an stationärer Langzeitpflege errechnet: 581 zusätzliche Plätze in Seniorenwohnhäusern werden benötigt.
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Generationenwechsel Martin Seiter wird ab 2027 den Vor standsvorsitz der Oberbank von Franz Gasselsberger übernehmen. 2025 hat die Bank einen Gewinn vor Steuern von 477,1 Mio. Euro – und das dritte Re kordergebnis in Serie – erwirtschaftet.
Lok-Taufe. Der Modelleisenbahnhersteller Roco feierte seinen 66. Geburtstag und präsentierte eine eigens designte Jubiläumslo komotive. Offiziell getauft wurde das Gefährt von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, die es damit symbolisch auf die Reise schickte. Im Herbst 2027 übersiedelt die Zentrale des Bergheimer Unterneh mens an den neuen Standort in der Science City in Salzburg.
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So viele Schüler werden heuer in Salzburg zur Matura antreten. Die Zentralmatura beginnt österreichweit am 5. Mai 2026. ZAHL DER WOCHE 2.989
Neue Rektorin Constanze Wimmer ist die
Premiere am Gericht Mit Christina Bayerhammer wird das Bezirksgericht Salzburg mit 110 Mitar beitern erstmals von einer Frau geleitet. Die Kernaufgaben umfassen Zivilpro zesse, Familienangelegenheiten und minderschwere Strafverfahren. Jährlich werden etwa 60.000 Fälle bearbeitet.
neue Rektorin des Mozarteums Salzburg, ihre Funktionsperio de dauert bis 31. März 2030. Wimmer ist Professorin für Musik- und Kunstvermittlung und war seit 2020 als Vizerektorin an der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst tätig.
Constanze Wimmer mit LH- Stellvertreter Stefan Schnöll.
FOTOS: MARKUSHUBER.NET, LAND SALZBURG/FRANZ NEUMAYR, LAND SALZBURG/BÜRO SCHNÖLL
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SARDINIEN DIE KARIBIK EUROPAS
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SALZBURG INSIDE
HIGH LIGHTS
28. April, 20 Uhr Witz und Wirklichkeit Alfred Dorfer bringt sein Solostück „GLEICH“ auf die Bühne. Mit Witz, Tem po und Figurenvielfalt verschwimmen Realität und Fiktion in einem klugen Kabarettabend. www.szene-salzburg.net V
Vom Newcomer zur festen Größe. Bon Jour haben sich in der heimischen Musikszene längst etabliert. Am 6. Mai um 20 Uhr im Rockhouse präsentieren sie ihre neuen Songs live: Mit ihrem zweiten Album wird der Sound luftiger, farbenreicher und tanzbarer – eine mitreißende Weiterentwicklung zwischen Indie, Pop und Psy chedelic-Funk. www.citywave.at Impressum: Medieninhaber: Medienvertrieb GmbH, Rottweg 66, 5020 Salzburg. Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Redaktion Ober österreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel. +43 676 896 848 07, E-Mail: redaktion.vorarlberg@weekend.at. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100. E-Mail: redaktionwien@weekend. at. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel.: +43 50 6964-9777, E-Mail: redak tionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Geschäftsfü hrung und Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsleitung Salzburg: Michaela Perdolt. Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Chefredaktion Salzburg: Sandra Eder. Vertrieb Salzburg: Österr. Post AG. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroatien. Im redakti onellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Fü r unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druck fehler ü bernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt
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30. April, 19.30 Uhr Volksmusik
Die Postwirtmusi lädt zur Live-Album aufnahme und zeigt, wie lebendig Volksmusik klingen kann. Zwischen Polka, Walzer und Jodlern entsteht ein mitreißender Abend. www.oval.at
Preisliste 2026. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n
Weekend Magazin erscheint im
VERLAG
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12 | WEEKEND MAGAZIN
Folge uns auf
26 APR 26 APR
Maibaum / auf stön Die Hinterreiter Krampusse stellen auch heuer wieder den Maibaum auf. Traditionelles Brauchtum und Weißwurst beim Latschenwirt in Großgmain. Der Eintritt ist wie jedes Jahr frei.
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MAJA Event beim Latschenwirt in Großgmain. Tradition trifft auf elektronische Beats, Drinks und beste Stimmung. Tickets sind noch verfügbar – don’t miss out!
In Kooperation mit
SALZBURG INSIDE
Nächster Halt: Anstand ÖFFI-BENEHMEN. Drängeln, Telefonieren, Essen: Unangemessenes Verhalten in Bus und Bahn kann tierisch nerven. Um ein Bewusstsein zu fördern, setzt eine neue Kampagne des Salzburger Verkehrsverbunds nun auf Humor statt erhobenem Zeigefinger. Von S. Reitmeier L autstarke Handys, unangenehme Es sensgerüche oder
Was sind drei einfache Re geln, die jede Öffi-Fahrt für alle angenehmer machen? Rücksichtnahme gegen über anderen Fahrgästen steht definitiv an erster Stelle. Ebenso wichtig ist es, beim Einstieg in Regio nalbusse das Ticket unauf gefordert vorzuweisen. Und schließlich sollte jeder seinen Sitzplatz so hinter lassen, wie er ihn selbst gerne vorfinden würde – also keinen Müll zurück lassen, keine schmutzigen Schuhe auf die Sitzbank legen und nasse Schirme nicht auf den Sitzen able gen. nette Öffi-Fahrt“ und erin nert an die Kult-Serie „Eine schrecklich nette Familie“ aus den 90ern. Beschwerde-Tracking Aus der Luft gegriffen ist das Thema übrigens nicht, denn seit vergangenen Juli gibt es in der Beschwerdeauswer tung die Kategorie „Verhalten von Fahrgästen“. Auf diesen Rückmeldungen und den do kumentierten Fällen, beru hen die Videos. Zu sehen sind sie direkt in den Fahr zeugen sowie auf diversen di gitalen Kanälen des Salzbur ger Verkehrsverbunds. V
Drängeln im Bus – wer viel mit Öffis unterwegs ist, wird wissen, wovon die Rede ist. Gutes Benehmen in öffentli chen Verkehrsmitteln scheint nach wie vor nicht Usus zu sein. Um für ein angenehmes Miteinander und „Fahrklima“ zu sorgen, hat sich der Salz burger Verkehrsverbund eine amüsante Kampagne einfal len lassen. Humorvoller Zugang Mit lustigen Videos im Sit com-Stil werden typische Si
tuationen, die für Ärger sor gen, bewusst überspitzt auf gegriffen. Das Ziel: Auf hu morvolle Weise ein Bewusst
sein für mehr Rücksicht und Respekt zu schaffen. Die Kampagne läuft unter dem Namen „Eine schrecklich
SHORT TALK
„Eine schrecklich nette Öffi-Fahrt“
Wie viele Beschwerden sind in der Kategorie „Verhalten von Fahrgästen“ bislang ein gegangen? Seit Juli 2025 sind insge samt 51 Beschwerden von Fahrgästen eingelangt. An regungen und Unmut wer den häufig direkt gegen über den Öffi-Lenkern ge äußert, da diese unmittel bar betroffen sind. Die we nigsten wenden sich da nach auch schriftlich an uns, da wir einzelne Fahr gäste bei entsprechendem Verhalten ohnehin nicht kontaktieren können. Da her werden wir nicht als zuständige Stelle gesehen.
Herr Gfrerer, was sorgt in öffentlichen Verkehrsmit teln am häufigsten für Ärger und Konflikte unter Fahr gästen? Die meisten Beschwerden betreffen das Reservieren von Sitzplätzen mit Ruck säcken oder Taschen, lau tes Telefonieren während der Fahrt sowie mangeln de Rücksichtnahme ge genüber Personen, die be sonders auf einen Sitzplatz angewiesen sind, etwa Schwangere oder ältere Fahrgäste. Konflikte ent stehen außerdem durch Drängeln beim Einsteigen in Bus und Bahn.
Johannes Gfrerer Geschäftsführer Salzburger Verkehrsverbund
FOTO: DUSAN PETKOVIC/SHUTTERSTOCK, SCHEINAST
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Wenn das Netz zum Tatort wird
HILFE BEI DIGITALER GEWALT. Der tragische Fall von Schauspielerin Collien Fernandes ist längst kein Einzelfall: Auch in Österreich gibt es zunehmend Betroffene, deren Identitäten im Netz missbraucht, verfälscht oder für sexualisierte Inhalte manipuliert werden. Wir haben uns bei Salzburgs Beratungsstellen umgehört. Von Sandra Eder S eit Wochen beschäf tigt der Fall Collien Fernandes die Öffent
vermelden einen Anstieg der Fälle: „Wir beobachten seit geraumer Zeit, dass Men schen, die in Beziehungen gewalttätig sind, zunehmend auch technische Hilfsmittel und digitale Medien nutzen, um Betroffene zu kontrollie ren oder unter Druck zu set zen“, so Expertin Hale Dön mez. Die digitalen Möglich keiten haben Gewaltformen deutlich ausgeweitet und be
fahren verweist der tragische Fall auf ein strukturelles Pro blem: die zunehmende Ver letzbarkeit persönlicher Iden tität im digitalen Raum. Colli en Fernandes macht öffent lich, was tagtäglich zahlrei che Frauen in Österreich erle ben und ertragen müssen. Fälle häufen sich Auch die Salzburger Frauen- und Gewalt-Beratungsstellen
schleunigt. Sexistische Äuße rungen und sexuelle Belästi gung finden häufig anonym in Chats und Kommentar spalten statt. Über soziale Medien und Fake-Profile werden Menschen beleidigt, erpresst und gedemütigt. Rechtslage in Österreich Noch eines zeigt der Fall Fer nandes klar auf: die lücken hafte Rechtslage, die mit der
lichkeit. Ausgerechnet ihr Ehemann soll über Jahre Fa keprofile von ihr angelegt und über diese pornografische Fo tos und Videos verbreitet ha ben. Noch ist unklar, ob es zu einem Prozess kommt, für Christian Ulmen gilt die Un schuldsvermutung. Doch un abhängig vom konkreten Ver
FOTO: KRAKENIMAGES.COM/SHUTTERSTOCK
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ALLTAGSHELDEN
technologischen Entwicklung längst nicht mehr Schritt hal ten kann. Rechtliche Schritte sind demnach zwar möglich, erfordern aber Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen. In halte können trotz Anzeige oder Löschanträgen weiterhin im Umlauf bleiben, auf neuen Plattformen wieder auftau chen oder in privaten Grup pen weiterverbreitet werden. Die Ermittlungen sind kom plex, weil Täter meist anonym agieren. Auf europäischer Ebene wird derzeit an einem umfassenden Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz ge arbeitet. Die vollständige An wendung tritt jedoch frühes tens 2027 in Kraft. In Öster reich wurden 2021 neue Straf tatbestände für digitale Ge walt eingeführt. Betroffene haben die Möglichkeit, sich strafrechtlich und zivilrecht
lich zu wehren. Dazu zählen etwa Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche so wie die Möglichkeit, Inhalte entfernen zu lassen oder Kon taktverbote zu erwirken. „Cy bergewalt kann erhebliche psychische und soziale Folgen haben. Betroffene berichten von Ohnmacht und Unsicher heit. Öffentliche Bloßstellun gen und Zuweisung von Schuld an die Betroffenen können Schamgefühle ver stärken. Umso belastender ist das, wenn der Gefährder be kannt ist“, so Hale Dönmez. Betroffene würden in diesem Fall häufig mit sozialem Rück zug (auch aus dem digitalen
auch emotionaler Hinsicht professionell zu betreuen und zu unterstützen. Der Frauen notruf Salzburg bietet vertrau liche, kostenlose Beratung,
zentrum Salzburg steht Be troffenen zur Seite, unter an derem mit psychosozialer Be treuung, rechtlicher Erstinfor mation und Hilfe im Umgang
Unterstützung bei Beweissiche rung sowie Be gleitung im ge samten weite ren Verfah ren. Auch das Gewaltschutz
mit Behörden und Plattfor men. Die Ange bote sind auf Wunsch ano nym und auch online zugänglich. V
TIPPS FÜR BETROFFENE
Was im Ernstfall zu tun ist: n Beweise sichern (Screenshots, Links, Chats, Dateien, inklusive Datum und Uhrzeit) n Inhalte sofort bei Plattformen melden n Anzeige bei der Polizei erstatten n keine Forderungen oder Erpressungen erfüllen n Unterstützung holen, rechtlich und emotional
Raum) reagieren. Anlaufstellen in Salzburg
Umso wichtiger ist es, Betrof fene sowohl in rechtlicher als
DIE WICHTIGSTEN BEGRIFFE
n Revenge Porn (Rachepornos) Intime Bilder oder Videos werden ohne Zustimmung online veröffentlicht. n Sextortion (Sexerpressung) Betroffene werden zu sexuellen Handlungen im Videochat gedrängt und anschließend mit Veröffentlichung erpresst. n Upskirting Unbefugtes Fotografieren oder Filmen intimer Körperstellen und anschließende Verbreitung. n Slut Shaming Öffentliche Demütigung und Beschimpfung von Frauen im Internet. n Digitales Stalking Dauerhafte, unerwünschte Kontaktaufnahme über Messenger, E-Mail oder Social Media – teils auch mit Spyware. n Deepfakes Manipulierte Bilder, Videos oder Texte, die realen Personen täuschend echt zugeordnet werden und zur Demütigung oder Täuschung dienen.
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WEEKEND MAGAZIN | 19
Gesund & mobil bis ins hohe Alter
FEELGOOD. Bewegung ist für uns alle die Basis, um bis ins hohe Alter gesund und mobil zu bleiben. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, damit anzufangen! Jetzt auch in Hallwang! F eelgood ist nun auch in Hallwang vertreten und bringt sein be kleidung – einfach, zeitspa rend und alltagstauglich. Neueröffnung
ningsumgebung mit ausrei chend Parkmöglichkeiten di rekt vor Ort. Das Konzept richtet sich an Menschen, die aktiv etwas für ihre Gesund heit tun möchten – ohne Leistungsdruck und ohne die Hürden klassischer Fitness studios. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt – nicht die Leistung. Im Fokus stehen insbesondere Men schen, die aktiv in ihre Ge sundheit investieren möch
ten – Berufstätige, die ein ef fizientes Training optimal in ihren Alltag integrieren wol len, ebenso wie Personen mit körperlichen Beschwerden oder Bewegungseinschrän kungen sowie gesundheitsbe wusste Menschen, die prä ventiv vorsorgen und ihre Leistungsfähigkeit langfristig erhalten möchten. Ziel ist es, nachhaltige Energie, Stabili tät und Lebensqualität zu fördern. Für jeden geeignet Ein speziell entwickelter Trai ningszirkel mit motorisierten Geräten ermöglicht ein siche res und einfaches Training. In rund 40 Minuten wird der ge samte Körper aktiviert: Mus keln werden gestärkt, Gelen ke mobilisiert und die Beweg lichkeit verbessert. Trainiert wird dabei ganz unkompli ziert in bequemer Freizeit
währtes Bewegungskonzept in die Region. Das neue Cen ter befindet sich in idealer Lage im FMZ Hallwang, di rekt an der Bundesstraße und somit bestens erreichbar. In der „VitalEtage“ im Oberge schoss des modernen Fach marktzentrums erwartet Be sucherinnen und Besucher eine angenehme, ruhige Trai
Wir eröffnen das Hallwanger Feelgood Center am 8. Mai 2026 mit einem Tag der offe nen Tür von 10 bis 18 Uhr. Ein kostenloses Probetrai ning kann ab sofort telefo nisch unter 0664 211 28 68 oder per Mail an info@feel goodhallwang.at vereinbart werden. V
feelgood Wiener Bundesstraße 61b Vital-Etage im 1. OG 5300 Hallwang Tel: 0664 211 28 68, info@feelgoodhallwang.at www.feelgoodhallwang.at
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Tiermedizin mit Herz!
KOMPETENZ. Im VetZentrum Anif treffen medizinisches Können und Menschlichkeit täglich aufeinander. Zwischen Routinebehandlungen, Notfällen und bewegenden Momenten zeigt sich, warum Tierärzte für viele Tierbesitzer echte Alltagshelden sind.
D er Alltag in einer Tierarztpraxis ist weit mehr als Medi zin nach Plan. Natürlich gehö ren Impfungen, Vorsorgeun tersuchungen, Geriatriecheck, Zahnbehandlungen, Augen untersuchungen und Wund kontrollen zum festen Pro gramm. Gerade hier zeigt sich Erfahrung: Im sicheren Hand griff, im geschulten Blick und in der Fähigkeit, auch kleine Veränderungen ernst zu neh men. Doch oft kippt ein Tag innerhalb weniger Minuten. Eine angefahrene Katze wird gebracht, ein Hund nach ei
nem Unfall, ein anderer hat Schokolade gefressen, den Kompost- oder Mistkübel leergeräumt oder gefährliche Stoffe wie Rattengift oder Un krautvernichter aufgenom men. Dann zählt jede Minute. Neben Diagnostik und Thera pie braucht es Ruhe, klare Ent scheidungen und verständli che Worte für besorgte Besit zer. Zu den eindrucksvollsten Momenten gehören Kaiser schnitte: Wenn unter Zeit druck neues Leben beginnt, liegen Anspannung und Er leichterung eng beieinander. Und neben allen ernsten Situ
ationen gibt es auch die heite ren Seiten dieses Berufs – etwa Patienten, die kurz nach der Behandlung schon wieder schwanzwedelnd oder schnur rend für gute Stimmung sor gen. Tierärzte sind deshalb nicht nur Ärzte. Sie sind oft auch Zuhörer, Krisenbegleiter und selbst Tierbesitzer. Sie wissen, dass hinter jedem Pati enten ein Mensch steht, für den Hund oder Katze ein Fa milienmitglied ist. Im VetZen trum Anif wird dieser Spagat zwischen medizinischem Fachwissen und echter Empa thie jeden Tag gelebt. V
VETZENTRUMANIF ORDINATIONSZEITEN: Mo–Fr 08.00–19.00 Uhr Sa 09.00–12.00 Uhr NOTFALL AMBULANZ: Sa 17.00–18.00 Uhr So & Feiertag 10.00–11.00 & 17.00–18.00 Uhr RUFBEREITSCHAFT: Mo–Fr 19.00–22.00 Uhr Wochenende & Feiertag 24 h +43/664/2331414 Dr.-Franz-Burda-Str. 6, 5081 Anif +43/6246/74200 Notruf: +43/664/2331414 www.vetzentrum-anif.at Ordinationszeiten Mo – Fr 08.00 – 19.00 Sa 09.00 – 12.00 Notfall Ambulanz: Sa 17.00 – 18.00 So & Feiertag 10.00 – 11.00 & 17.00 – 18.00 Rufbereitschaft: Mo – Fr 19.00 – 22.00 Wochenende & Feiertag +43/664/2331414 (24h) Sankt Leonharder Str. 2 5081 Anif +43/6246/74200 Notruf: +43/664/2331414 www.vetzentrum-anif.at
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CHRISTIAN STRUBER Wer hilft den Helfenden ?
WENN PFLEGE ZUR BELASTUNG WIRD. Sie pflegen, trösten, organisieren – oft rund um die Uhr und meist im Verborgenen: pflegende Angehörige. Christian Struber, Präsident des Hilfswerks Salzburg, spricht über die Herausforderungen, über notwendige Entlastung und darüber, warum es jetzt konkrete Unterstützung und mehr gesellschaftliche Anerkennung braucht.
H err Struber, wie sieht der Alltag pflegender Angehöri ger aus und wie viele Men schen betrifft das in Salzburg? Christian Struber: Im Bundesland bezie hen derzeit rund 27.000 Menschen Pfle gegeld. Über 22.000 werden zuhause be treut, meist von Angehörigen. Der All tag ist sehr unterschiedlich, aber eines ist immer gleich: Auch wenn professio nelle Hilfe durch Hauskrankenpflege oder Haushaltshilfe vorhanden ist, bleibt für die Angehörigen oft viel zu tun. Es geht um ständige Begleitung, emotiona le Unterstützung, Organisation – und das jeden Tag. Umso wichtiger sind An gebote zur Entlastung.
Was möchten Sie Menschen sagen, die selbst jemanden pflegen – und sich vielleicht überfordert fühlen? Struber: Viele haben Angst, irgendwann körperlich oder emotional nicht mehr weiterzukönnen. Suchen Sie sich früh zeitig Unterstützung! Viele zögern lange und holen Hilfe erst dann, wenn sie schon völlig erschöpft sind. Es ist keine Schwäche, um Hilfe zu bitten. Ganz im Gegenteil: Nur mit Begleitung und Ent lastung kann es gelingen, Pflege lang fristig zu Hause zu ermöglichen. Diese Unterstützung kostet Geld. Wie wird sie finanziert – und wo reichen öffentliche Mittel nicht aus?
Struber: Es gibt eine Vielzahl von Ange boten, die durch öffentliche Mittel des Landes oder der Gemeinden unterstützt werden – was sehr wichtig ist. Aber es gibt auch Bereiche, in denen wir auf Spenden angewiesen sind, etwa bei „Es sen auf Rädern“. Um die Kosten niedrig zu halten, braucht es zusätzliches En gagement aus der Bevölkerung. Wie wichtig sind Spenden für das Hilfswerk Salzburg – und was pas siert mit diesen Geldern konkret? Struber: Spenden sind für uns unver zichtbar. Wir benötigen jährlich rund 200.000 Euro, um Angebote wie „Essen auf Rädern“ aufrechtzuerhalten. Auch Projekte zur Unterstützung von Allein erzieher:innen in der Kinderbetreuung werden so finanziert. Jeder Euro hilft di rekt Menschen in unserer Region. Oft dort, wo sonst niemand helfen kann. An alle, die helfen möchten – was kann man konkret tun? Christian Struber: Wir erleben eine Gene ration, die in Pension geht und vol ler Energie steckt. Gelingt es,
„Es ist wichtig, konkrete Hilfe anzubieten und anzunehmen, bevor es zu spät ist.“ Christian Struber, Präsident Hilfswerk Salzburg
Das ist eine große Verantwortung – körperlich und emotional. Was sind die größten Belastungen? Struber: Aus meiner Erfahrung ist es be sonders bei demenziellen Erkrankun gen sehr herausfordernd. Denn dabei verändert sich der Mensch in seinem Verhalten, in seinen Antworten und Reaktionen – manchmal so sehr, dass man das Gefühl hat, jemanden ganz Neues vor sich zu haben. Das zu ak zeptieren, ist für viele Angehörige besonders schwer.
diese Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen, ist das ein großer Gewinn. Ob als Fahrerin für „Essen auf Rädern“ oder im Besuchs dienst in Pflegeheimen – die Möglichkeiten sind viel fältig. Und man bekommt unglaublich viel zurück: Freude, Dankbarkeit und Menschlichkeit. V
FOTOS: HILFSWERK SALZBURG/NEUMAYR
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AUSZEIT FÜR ANGEHÖRIGE: ENTLASTUNGSDIENST DES HILFSWERK SALZBURG Pflegende Angehörige leisten jeden Tag unglaublich viel. Der Entlastungsdienst des Hilfswerk Salzburg schenkt wertvolle Pausen: Eine erfahrene Betreuungskraft kommt nach Hause und übernimmt stundenweise die Betreuung – damit wieder Zeit für sich selbst entsteht. Das bietet Entlastung im Alltag: Unterstützung bei der Alltags- und Freizeitgestaltung
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In Salzburg gibt es verschiedene Beschäfti gungsprojekte, die den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt fördern.
Wenn Beschäftigung neue Wege öffnet ZURÜCK IN DIE ARBEITSWELT. Nicht jeder findet leicht zurück in den Job. Soziale Betriebe schaffen Arbeitsplätze, die Halt geben und echte Chancen auf einen Neustart bieten. Von Yunus Emre Kurt
D er Einstieg in den Arbeitsmarkt ist für viele Menschen mit Herausforderungen verbun den. Lange Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Einschrän kungen oder fehlende Quali fikationen erschweren den Zugang zu regulären Jobs. Oft fehlt nicht nur die pas sende Stelle, sondern auch die Routine eines geregelten Arbeitsalltags. Genau hier
setzen soziale Einrichtungen an – mit einem klaren Fokus: Beschäftigung ermöglichen. Arbeit statt Warteschleife Im Zentrum dieser Angebo te stehen konkrete Arbeits plätze. Statt reiner Qualifi zierungsmaßnahmen schaf fen soziale Betriebe reale Tätigkeiten – in Werkstätten, Dienstleistungsbereichen
oder Produktionsbetrieben. Menschen arbeiten dort un ter angepassten Bedingun gen, aber in echten Arbeits prozessen. Der Unterschied ist entscheidend: Es geht nicht um Simulation, son dern um gelebte Praxis. Struktur und Selbstvertrauen Ein geregelter Arbeitstag bringt mehr als nur Einkom
men. Er gibt Struktur, för dert Verlässlichkeit und stärkt das Selbstwertgefühl. Wer arbeitet, erlebt sich wieder als Teil eines Ganzen. Gerade für Menschen, die lange aus dem Erwerbsleben ausgeschieden waren, ist das ein wichtiger Schritt zurück in die Eigenständigkeit. Klei ne Erfolge im Alltag werden zur Grundlage für neue Per spektiven.
FOTOS: GRUSTOCK/SHUTTERSTOCK
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EXPERTEN TIPP
Aromapflege bedeutet der gezielte Einsatz von 100 % naturreinen, ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen und daraus hergestellten Pflegepro dukten. Sie unterstützt die Gesundheit, regt die Selbstheilungskräfte an und steigert das allge meine Wohlbefinden. Jede Anwendung wird individuell auf die Be dürfnisse der Patient:in nen abgestimmt und wirkt über den Geruchs sinn sowie die intakte Haut oder Schleimhaut. Diese komplementäre (ergänzende) Pflegeme thode verbindet überlie fertes Wissen aus der Pflanzenheilkunde, praktische Pflegeerfah rungen und Erkenntnis se aus der aktuellen Forschung. Aromapflege für Wohlbefinden Anna Sattlecker, MSc, DGKP Komplementäre Pflege – Aromapflege Stv. Pflegedienstleitung
Konkrete Angebote in Salzburg & Pinzgau Wie das in der Praxis aus sieht, zeigen Projekte der Soziale Arbeit GmbH: „Le bensarbeit“ bietet in Salzburg Beschäftigung in Werk- stätten für Holz, Textil und Papier. Der Gastronomiebe trieb „Schmankerl“ schafft befristete Arbeitsplätze im Servicebereich. Mit „TAO“ betreibt die Organisation Second-Hand-Shops und Dienstleistungen. „JOP21“ im Pinzgau bietet neben den Second-Hand-Shops auch
Dienstleistungen wie Bügel service, Bauhilfsarbeiten oder Grünraumpflege an. Allen gemeinsam ist ein Ziel: reale Jobs als Sprungbrett zu rück in den Arbeitsmarkt. Individuelle Möglichkeiten Soziale Einrichtungen setzen bewusst auf unterschiedliche Arbeitsfelder. Ob handwerkli che Tätigkeiten, kreative Pro duktion oder einfache Dienst leistungen – die Angebote sind vielfältig und orientieren sich an den Fähigkeiten der
Beschäftigten. Ziel ist es, Überforderung zu ver meiden und gleichzeitig Ent wicklung zu ermöglichen. Schritt für Schritt können Be lastbarkeit und Kompetenzen wachsen. Mehr als ein Job Arbeit bedeutet mehr als finanzielle Sicherheit: Sie schafft Kontakte, Zugehörig keit und Sinn. Soziale Betrie be bieten Menschen mit er schwertem Zugang Chancen und zeigen, dass jeder Poten zial hat. V
FOTOS: BILD OBEN: UNAI HUIZI PHOTOGRAPHY/SHUTTERSTOCK, BILD UNTEN: DRAZEN ZIGIC/SHUTTERSTOCK
BESCHÄFTIGUNGSPROJEKTE IN SALZBURG & PINZGAU
Neue Perspektiven: n LEBENSARBEIT (Salzburg)
Niederschwelliges Beschäftigungsprojekt in den Bereichen Holz, Textil und Papier. Ziel ist der schritt- weise Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. n SCHMANKERL (Salzburg) Sozialökonomischer Gastronomiebetrieb mit be- fristeten Arbeitsplätzen (Transitarbeitsplätze) zur Reintegration. n JOP21 (Pinzgau) Beschäftigungsprojekt mit praktischen Tätigkeiten wie Verkauf, Bauhilfsarbeiten und Grünraumpflege. Weitere Infos unter: www.soziale-arbeit.at
www.bbsalz.at
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WEEKEND MAGAZIN | 25
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