Weekend Family Business Burgenland/Niederösterreich 2026 KW16

DAS MAGAZIN FÜR FAMILIEN-UNTERNEHMEN

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BORN TO MAKE WINE WEINGUT PFNEISL LISA KÖLLY-PFNEISL: INNOVATIV, NACHHALTIG, BURGENLÄNDISCH

FREQUENTIS & CO. FAMILIENBETRIEBE AN DER BÖRSE

KAMMERSPITZE DAS GEHEIME STRATEGIE- PAKET DER

MARTHA SCHULTZ

THRONFOLGER DIE ÄLTESTEN FIRMEN DER WELT

FUHRPARK AUTOS MIETEN STATT BESITZEN

PHARMAZIE DARUM LOHNT SICH EIN INVESTMENT

HOCHSCHULE WISSEN FÜR DIE PRAXIS

MICHAEL RIENHOFF

ROMANA GUGGENBERGER

GEORG PEHM

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Let’s Explore

EDITORIAL

Wenn der politische Wahnsinn Methode wird!

K

Das alles ist keine Strategie. Man ver sucht, ein Leck im Ozeandampfer mit einem Taschenmesser zu flicken – und wundert sich, warum das Schiff nicht schneller wird. Wir haben beschlossen, dabei nicht nur zuzusehen. Erstens: Mit „Family Business“ geben wir jenen Unternehmen eine Bühne, die die ses Land tatsächlich tragen: familien- und inhabergeführte Betriebe. Viermal im Jahr, klar im Fokus. Zweitens: Wir unterstützen die Initiati ve Österreich 2040 – eine Plattform für genau diese Betriebe, mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder auf Kurs zu bringen. (Mehr zur Initiative finden Sie unter www.initiative oesterreich2040.at) Österreich muss vom EU-Schlusslicht in puncto Wirtschaftswachstum wieder nach vorne kommen. Dafür braucht es Mut und den Willen zur Veränderung. Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Ihre Perspektive einbringen möchten, freue ich mich auf den Austausch mit Ihnen.

ennen Sie diesen Moment, in dem man sich als Unterneh mer denkt: Das kann doch jetzt nicht wirklich wahr

griffe haben selten dort Hochkonjunktur, wo wirtschaftliche Dynamik entsteht. Erbschaftssteuer: Die „Firma Österreich“ nimmt rund 250 Milliarden Euro ein – und es wird über neue Steuern diskutiert?! Das Problem liegt nicht auf der Einnahmensei te. Es liegt daran, dass man sich weigert, auf der Ausgabenseite konsequent einzusparen.

sein? Diesen Gedanken hatte ich in letz ter Zeit leider öfter, als mir lieb war. Und es beschleicht mich das Gefühl: Das ist kein Ausrutscher mehr – das hat Metho de. Auf jedes Problem folgt reflexartig von der Regierung eine neue Regelung. Auf jeden Missstand eine neue Behör de. Und auf jede Krise noch mehr staatli che Einmischung. Weniger Markt, mehr Steuerung. Weniger Eigenverantwortung, mehr Regulierung. Österreich bewegt sich damit Schritt für Schritt in eine Richtung, die man früher wohl kaum als Vorbild gesehen hätte. Ein paar Beispiele für die komplett falsche Entwicklung: Teilzeitrepublik Österreich: Über 300.000 Menschen sind arbeitsfähig, arbei ten aber ohne Betreuungspflichten nur Teilzeit. Gleichzeitig bleiben die Sozial leistungen aber nahezu unberührt. Weni ger einzahlen, gleich viel herausbekommen – das mag kurzfristig angenehm sein, lang fristig ist es zum Scheitern verurteilt. Mietpreisdeckel für Wohnimmobili en. Der Staat weiß es besser – zumindest glaubt er das. Preise werden festgelegt und sogar frei finanziertes Eigentum wird ein geschränkt. Entscheidet künftig die Regie rung, wo unternehmerische und private Entscheidungsfreiheit endet? Solche Ein

Steuersenkung auf Grundnahrungs mittel: 100 Euro Entlastung im Jahr – dafür ein Einsatz von rund 400 Mil lionen?! Viel Aufwand, wenig Wirkung – und noch weniger Stringenz.

CHRISTIAN LENGAUER Geschäftsführender Gesellschafter & Herausgeber geschaeftsleitung@weekend.at

IMPRESSUM Medieninhaber: Weekend Magazin Burgenland GmbH, Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, E-Mail: s.dueringer@weekend.at. Redaktion Wien/Niederösterreich: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100, E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel. +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsführung Burgenland: Markus Koller, MSc, Mag. Manfred Vasik. Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroatien. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manu skripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vor behalten. Derzeit gilt Preisliste 2026. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n

FOTO: SABINE STARMAYR COVERFOTOS: MICHAEL RIENHOFF: HERTZ ÖSTERREICH, ROMANA GUGENBERGER: MARTINSTEIGER.AT, GEORG PEHM: ©HOCHSCHULE BURGENLAND

FAMILY BUSINESS IST EIN PRODUKT IM

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Martha Schultz räumt auf Das 10-Punkte-Programm der neuen WKO-Präsidentin. THEMA

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INHALT

WIRTSCHAFT

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Der Methusalem-Faktor Warum die ältesten Betriebe der Welt Kriege, Naturkatas trophen und Familiendramen jahrhundertelang überlebt haben.

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FINANZEN

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Abheben an der Börse Nicht wenige Familienunter nehmen zünden an der Börse die nächste Wachstumsstufe.

MANAGEMENT

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Das Gründer-Gen Was persönlicher Hintergrund und Sozialisation mit Unterneh mertum zu tun haben.

FOTOS: OBEN: APA-IMAGES/VGN MEDIEN HOLDING/TREND WOLFGANG WOLAK. MITTE: ISTOCK.COM/ JUI-CHI CHAN; UNTEN: ISTOCK.COM/ GECE33

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THEMA

MARTHA Martha Schultz (63), erfolgreiche Unterneh merin, WKO-Präsidentin –

und demnächst auch Reformerin der heftig kritisierten Kammer?

THEMA

Strategie-Paket. Zwischen Skandal und Aufbruch, zwischen Druck und Hoffnung: Was die neue WKO-Präsidentin Martha Schultz für uns Unternehmer plant. Hier erstmals ihr 10-Punkte-Programm. MIA!? andere: Schultz hat sich parallel dazu eine mustergültige Kammer Laufbahn aufgebaut. Seit 2010 ist die Zillertalerin Vizepräsidentin der WKO, seit 2015 Bundesvor sitzende von „Frau in der Wirt schaft“ und nunmehr steht sie selbst an der Spitze des schwer fälligen Giganten. Das heißt aber auch: Nun muss die resolute Pro vinzlerin in der Zentrale aufräu men, wurde als Hoffnungsträgerin und Lichtgestalt zur Imagepolitur installiert – doch sie selbst ist keine Quereinsteigerin, sondern Produkt und Intimkennerin genau dieses Systems: Und das macht sie gleichzeitig stark und angreifbar. Was können Sie sich also von Ihrer „Neuen“ erwarten? Woran will sie sich messen lassen? Für FAMILY BUSINESS komprimiert sie ihre Pläne zu zehn zentralen Punkten. Bitte lesen – und Schultz ab sofort beim Wort nehmen. Plötzlich ging alles ganz schnell: Am 13. November des Vorjahres kündigte WKO-Präsident Harald Mahrer, salopp per Video, sei nen Rücktritt als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) an. Grund dafür waren geplante Lohnzuwächse von 4,2 Prozent für Kammer-Ange stellte sowie opulente Mehrfach bezüge und interne Kommunika tionsprobleme. Am 14. November hatte man Martha Schultz, die Vizepräsidentin und Tiroler Seil bahn-Unternehmerin, bereits als interimistische Nachfolgerin nach Wien komplimentiert. Am 13. Jänner 2026 schließlich wurde aus dem Provisorium eine Dauer lösung – und Schultz zur Präsi dentin bis zum Ende der Funkti onsperiode im Jahr 2030 bestellt. Zwischen der leidgeprüften hei mischen Unternehmerschaft und ihrer saturierten Interessenvertre tung hatten sich in der Finalphase der Ära Mahrer immer größere Gräben aufgetan – die Schultz nun planieren muss. Aber wie? Privates Imperium Die Mit-Geschäftsführerin der Schultz Gruppe – ein Tourismus Konzern mit Skigebieten, Hotels und etwa 1.500 Gästebetten – ver fügt mit ihren 63 Jahren über jede Menge unternehmerische Erfah rung und Routine. Das ist die eine Seite – jene, die der heimischen Wirtschaft Hoffnung macht. Die P Was sich in meiner Präsidentschaft verändern muss, damit sie erfolg reich ist: Die Lohn nebenkosten müssen spürbar gesenkt, die Büro kratie muss abge baut und Verfahren müssen beschleu nigt werden. MARTHA SCHULTZ und ihr Versprechen an unsere Unternehmer Ô | TEXT: DAVID PESENDORFER |

FOTO: APA-IMAGES/VGN MEDIEN HOLDING/TREND WOLFGANG WOLAK

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THEMA

Der Dienstantritt der Martha Schultz: Die Herren applau dieren brav, die Chefin registriert‘s mit Wohlgefallen.

EU-Kommission, Round Table zum Thema ‚Büro kratie‘. Sagt ein österreichischer Unternehmer: ,Unsere Com pliance-Abteilung sitzt vor Ihnen, das bin ich!“ – Das hat einigen dort die Augen geöffnet.

MARTHA SCHULTZ über bürokratische Bürden im Alltag

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BÜROKRATIE-ABBAU Der typische Familien- betrieb hat keine Rechts- abteilung und kein Com

als Wirtschaftskammer wägen ständig ab, was unseren Mitgliedern Nutzen bringt und wo wir Wege vereinfachen können. KOSTEN SENKEN

umzusetzen sind, für das einzelne Unter nehmen aber eine riesige Erleichterung wären. Generell gilt: Bürokratieabbau ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir sehen uns da in der Rolle des Tempo machers – auch wenn das heißt, lästig sein zu müssen. KMU-FILTER FÜR NEUE GESETZE neue EU-Vorschrift zusätzliche Beratungskosten. Wie kann die Wirtschaftskammer verhindern, dass internationale Regulierung kleine Betriebe erdrückt? Der bereits erwähnte Grundsatz „Think Small First“ gilt ganz besonders für Brüs sel. Aber wir haben auch ein nationales Aufgabenheft: Es darf absolut kein „Gold Plating“ mehr bei der Umsetzung von EU-Vorgaben in Österreich geben. Denn das schadet der Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe. Die Bundesregierung arbeitet gerade am zweiten Bürokratie Abbaupaket. Wir bringen uns hier inten 3 Für einen Familienbe- trieb bedeutet fast jede

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pliance-Team. Welche Spielarten der Bürokratie müssen eingebremst werden, damit Unternehmer wie der mehr Zeit für ihr eigentliches Business haben? Und: Wo sind Sie als erfolgreiche Seilbahn-Unterneh merin bereits selbst an die Grenzen der Kammer-Bürokratie gestoßen? Martha Schultz: Die EU-Kommission hat im Vorjahr mehrere Round Tables zum Thema „Bürokratie“ organisiert. Dabei saß – neben Lufthansa und anderen großen Unternehmen – auch der Eigen tümer eines KMU aus Niederösterreich am Tisch. Seine Aussage „Unsere Com pliance-Abteilung sitzt vor Ihnen: Das bin ich!“ hat einigen die Augen geöffnet. Des halb ist das Prinzip „Think Small First“ so wichtig: Regelungen dürfen nicht mit Großkonzernen im Kopf entworfen wer den – sie müssen für KMU funktionieren. Denn sie machen mehr als 99 Prozent der europäischen Unternehmen aus. Auch wir

Viele KMU sagen: Die größten Belastungen sind nicht Steuern,

sondern Lohnnebenkosten und Personalbürokratie. Wo sehen Sie konkret Entlastungspotenzial – und wie machen Sie der Regierung Druck, Absichtserklärungen tat sächlich zu realisieren? Das stimmt. Etwa zwei Drittel der Büro kratiekosten kommen aus den Bereichen Buchführung/Bilanzierung, Steuern/ Abgaben und Personalwesen. Hier gibt es viel Potenzial für Entlastungen. Die Anhebung der Buchführungsgrenzen, die im ersten Bürokratie-Paket vorgese hen ist, war ein erster Schritt. Wir for dern auch höhere Schwellenwerte für die Umsatzsteuervoranmeldung – die se wurden seit 2011 nicht angepasst. Es gibt noch viele weitere Beispiele für mögliche Vereinfachungen, die einfach

FOTO: APA-IMAGES / APA / HANS KLAUS TECHT

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THEMA

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KAMMER SCHLANKER MACHEN Grundtenor der Beitrags-

siv ein und sind auch Anlaufstelle, bei der sich Unternehmen melden können, wenn der Schuh drückt. Ich kann ver sprechen: Wir bleiben am Ball.

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zahler: Die Kammer sei zu sehr von Funktionärsstrukturen geprägt und zu weit vom Alltag kleiner Unter nehmer entfernt. Braucht es weni ger Gremien und mehr Praxisnähe? Wie soll das konkret aussehen? Der Reformprozess für die WKÖ und die gesamte Organisation läuft – und zwar unter Einbindung aller Fraktionen und Landesorganisationen. Schon bei meinem Antritt habe ich gesagt: Es wird alles hin terfragt und analysiert, mit dem klaren Ziel vor Augen, die Wirtschaftskammer noch moderner, effizienter und mitglie derorientierter zu gestalten. Erste Maß nahmen werden wir im Juni präsentieren. Ich bitte um Verständnis, dass ich dem Reformprozess nicht vorgreifen kann. MEHR NUTZEN FÜR DEN KAMMERBEITRAG Viele kleine Unterneh mer fragen sich, wofür sie über haupt ihren Pflichtbeitrag zahlen. Welche konkreten Leistungen wol len Sie für KMU ausbauen, damit der unmittelbare Nutzen klar sicht bar wird? Wir haben in der WKO ausgewiesene Expertinnen und Experten für unter schiedlichste unternehmensrelevante Rechtsbereiche – etwa Wirtschafts-, Arbeits-, Steuer- oder Betriebsanlagen recht. Auch zu Förderungen, Außen wirtschaft sowie Aus- und Weiterbil dung beraten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichweit persön lich. Zusätzlich bieten wir Netzwerk möglichkeiten und branchenspezifische Veranstaltungen. Gleichzeitig sind Die Netzwerkerin: Schultz zeichnet erfolgreiche Unternehmerinnen aus. Als Chefin eines familiengeführten Tiroler Tourismuskonzerns, den sie gemeinsam mit ihrem Bruder leitet, ist sie selbst eine. Nun will sie die Kammer wieder näher an ihre Klientel heranführen. Ô 7

FÖRDERUNGEN VEREINFACHEN

Gerade KMU klagen da rüber, dass sie Förde

Sooo hoch! Harald Mahrer, der Vorgän ger von Schultz, stolperte über astrono mische Pläne zur Gehälter-Erhöhung.

rungen kaum nutzen können, weil die Anträge zu kompliziert sind. Wie wollen Sie das Fördersystem radikal vereinfachen? Die Bundesregierung hat im Bürokratie Abbaupaket von Dezember 2025 einen bundesweiten digitalen „One-Stop-Shop für Förderungen“ über alle Förder-Ressorts angekündigt. Das bedeutet, dass alle not wendigen Behördenwege an einer zen tralen Stelle erledigt werden können, statt mehrere Behörden einzeln aufsuchen zu müssen. Das geht klarerweise nicht von heute auf morgen – aber wir nehmen die Regierung beim Wort und stehen bei der Umsetzung gerne zur Seite. KMU-STIMME STÄRKEN de Unternehmen – viele davon Ein Personen-Unternehmen oder Fami lienbetriebe. Wie stellen Sie sicher, dass ihre Interessen stärker gehört werden als jene großer Konzerne? 5 Die Wirtschaftskammer vertritt Hunderttausen

Mit über 360.000 Unternehmen stellen EPU einen wichtigen Teil unserer Mit glieder dar. Ob klein oder groß – das macht in der Wirtschaftskammer keinen Unterschied. Die gesetzliche Mitglied schaft stellt sicher, dass alle Unterneh men – unabhängig von Größe, Branche oder wirtschaftlicher Stärke – und damit gerade auch EPU und Familienbetriebe eine starke Interessenvertretung haben und nicht nur jene, die es sich leisten kön nen. Unser Maßstab ist nicht die Finanz kraft, sondern die Gleichwertigkeit aller Betriebe. Das schafft Solidarität, Aus gewogenheit und einen verpflichtenden Interessenausgleich zwischen Branchen und Unternehmensgrößen. Darüber hin aus unterstützt die Wirtschaftskammer ihre Mitglieder im Geschäftsalltag mit einem breiten und zugleich für die ein zelnen Bedürfnisse maßgeschneiderten Serviceangebot.

FOTOS: OBEN: APA-IMAGES / KURIER / JUERG CHRISTANDL, UNTEN: APA-IMAGES / OTS / NADINE STUDENY

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THEMA

Wir fordern höhe re Schwellenwerte für die Voranmel dung der Umsatz steuer – die wur den seit 2011 nicht angepasst. Bürokratieabbau ist ein Marathon – und wir haben die Rolle des Tempo machers.

Sozialpartnerinnen-Verhandlungen auf höchster Ebene: Martha Schultz geht auf AK-Präsidentin Renate Anderl zu, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Gattin Doris Schmidauer lächeln milde. Animierte Augen zeuginnen: IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka (l.) und Korinna Schumann (ÖGB-Frauen-Vorsitzende).

MARTHA SCHULTZ über ihre Pläne zur Kostensenkung

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MESSBARE VERBESSERUNGEN Was muss sich für einen Familienbetrieb in fünf

Aber auch hier gilt: Es wird alles hinter fragt und analysiert. Wenn es Verbes serungspotenzial gibt, werden wir uns bemühen, es auszuschöpfen. HÄRTERE en sich, dass die Kammer stärker als politische Interessenvertretung auftritt – etwa bei Bürokratie, Energiepreisen oder beim Arbeits recht. Wo und wie wollen Sie künf tig offensiver kämpfen? Gerade beim Thema „Entbürokratisie rung“ kämpfen wir seit Jahren für Ver besserungen – mit Erfolg. Ein erstes Entbürokratisierungspaket hat die Regie rung im Dezember geschnürt und dabei viele unserer Vorschläge berücksich tigt. Weitere Schritte sind nötig. Thema „Energie“, weil das ein sehr drängendes Beispiel ist: Wir haben den Finanz minister mit Nachdruck zu einer steuer lichen Entlastung bei den Energiepreisen aufgefordert. Das sind nur zwei Bei spiele, die zeigen: Als verantwortungs volle Interessenvertretung kämpfen wir bei allen Themen offensiv, wenn es um die Anliegen unserer Mitglieder geht. 9 INTERESSEN VERTRETUNG Viele Betriebe wünsch-

wir als Interessenvertretung ein starkes Sprachrohr gegenüber der Politik. Selbst verständlich auch für die Interessen der KMU. Unser Serviceangebot bauen wir in Bereichen aus, die sich etwa durch neue Technologien oder Marktbedingungen dynamisch verändern. Zudem entwickeln wir unser hybrides Leistungsmodell wei ter: Mitglieder können zwischen per sönlicher Beratung und kostenlosen Online-Services wählen, etwa SV- und Steuer-Rechner, Rechtsform-Ratgeber oder Preisrechner. TRANSPARENZ OFFENSIVE sibel auf Privilegien von Funktio nären. In welcher Form wollen Sie Transparenz über Aufwands entschädigungen, Funktionen und Strukturen schaffen? Ich denke, wir sind schon jetzt sehr transparent. Informationen zu den genannten Punkten sind auf WKO.at frei zugänglich und für jede und jeden einsehbar – siehe hier: www.wko.at/oe/wko/wissenswertes-wkoe www.wko.at/oe/wko/wirtschaftskammer organisation-im-ueberblick 8 Gerade Familienbetrie be reagieren sehr sen

Jahren verbessert haben, dass er sagt: Die WKO hat sich unter Martha Schultz verändert? Jeder Betrieb soll spüren: Der Stand ort Österreich arbeitet für Unterneh merinnen und Unternehmer und nicht gegen sie. Damit das gelingt, haben wir klare interessenpolitische Schwerpunkte gesetzt, die nun Schritt für Schritt umge setzt werden. Es geht um weniger Kosten und mehr Planbarkeit – durch spürbar gesenkte Lohnnebenkosten, schnellere Verfahren und konsequenten Bürokra tieabbau, damit den Betrieben wieder mehr Zeit fürs Kerngeschäft bleibt. Auch die Rahmenbedingungen am Arbeits markt müssen stimmen – von Quali fizierung bis zu schnelleren digitalen Verfahren beim Fachkräftezuzug. Paral lel ist es mir wichtig, dass unsere WKÖ Services noch stärker auf die Bedürfnis se unserer Mitglieder ausgerichtet sind. Ich kann versprechen: Wir arbeiten in der Wirtschaftskammer jeden Tag mit vollem Einsatz, damit Familienunter nehmen in fünf Jahren trotz der vielen Krisen positiv zurückblicken können. n

FOTO: APA-IMAGES / APA / ROBERT JAEGER

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FAMILY BUSINESS

Das Weingut Pfneisl in Deutschkreutz – ein perfekter Mix aus Tradition, Innovation, der Verbundenheit zur Natur und vor allem der Begeisterung für den Wein.

Geboren, um Wein zu machen Berufung. Das Weingut Pfneisl hat jahrhundertelange Tradition und wird seit 2024 von Lisa Kölly-Pfneisl geführt. Ebenfalls 2024 wurde die begeisterte Winzerin einstimmig zur Präsidentin des Verbands Blaufränkisch Mittelburgenland gewählt. | TEXT: MANFRED VASIK |

FOTOS: JANSENBERGER WERBEFOTOGRAFIE

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FAMILY BUSINESS

Nachhaltigkeit war mir immer ein besonderes Anlie gen und ich bin stolz darauf, dass wir 2015 einer der ersten Betriebe in Österreich waren, der die Nachhal tigkeitszertifizie rung erhalten hat.

LISA KÖLLY-PFNEISL Eigentümerin Weingut Lisa Pfneisl

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FAMILY BUSINESS

Lisa Kölly-Pfneisl verbindet Wein stets mit Nachhaltigkeit und Natur – das wissen auch ihre Vierbeiner zu schätzen.

ZUR PERSON Lisa Kölly-Pfneisl ist bereits 2014 in den elterlichen Betrieb in Deutschkreutz eingestiegen und hat das Weingut 2024 zur Gän ze übernommen. Zudem wurde die Vollblutwinzerin und studierte Weinmarketingexpertin im selben Jahr einstimmig zur Präsidentin des Verbands Blaufränkisch Mit telburgenland gewählt. Damit ist sie die einzige Frau in Österreich an der Spitze eines regionalen Weinkomitees.

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nicht zuletzt auf ihren unkompli zierten Einstieg ins Weingut ihrer Eltern, Angelika und Gerhard Pfneisl, während ihres berufsbe gleitenden Wirtschaftsstudiums zurück. Von Beginn weg hatte sie die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Neues aus zuprobieren. So wurde Lisa Kölly- Pfneisl rasch zu einem unverzicht baren Teil des Betriebs und bereits 2015 gründete sie mit „Offspring by Pfneisl“ ihre erste eigene vielbe achtete Weinlinie. Drei Jahre spä ter folgte bei der Goldenen Traube die Auszeichnung „Newcomerin des Jahres“. Zur Übernahme des Weinguts kam es schließlich 2024, als Gerhard Pfneisl seinen wohl verdienten Ruhestand antrat. Bis heute hilft er seiner Tochter, wenn Not am Mann ist und Angelika Pfneisl arbeitet ohnehin noch tat kräftig im Betrieb mit. Wertvolle

Unterstützung bekommt Lisa Köl ly-Pfneisl auch von ihrem Gatten Bernhard, der ihr stets den Rücken stärkt, neue Ideen einbringt und ihr größter Fan ist. Diesen Rück halt sieht die begeisterte Reiterin als wichtigste und unabdingbare Säule des traditionsreichen Fami lienunternehmens. Nachhaltigkeit Im Einklang mit der Natur zu arbeiten, gehört fest zu Lisa Kölly- Pfneisls Philosophie. „Nachhaltig keit war mir immer ein besonde res Anliegen und ich bin stolz dar auf, dass wir 2015 einer der ersten Betriebe in Österreich waren, der die Nachhaltigkeitszertifizierung erhalten hat.“ Auch bei der 2017 begonnenen Modernisierung des Betriebs stand die Nachhaltigkeit immer im Fokus. Dass auch die Revitalisierung alter Lagen oder

Schon in den ersten Sekunden des Gesprächs wird klar, mit wel cher Leidenschaft Lisa Kölly- Pfneisl für ihren Beruf – oder besser gesagt ihre Berufung – brennt. Ob sie über die Qualität der Deutschkreutzer Lehmbö den und die Geschichte des eige nen Weinguts oder die aktuellen Entwicklungen am internatio nalen Weinmarkt spricht – alles kommt aus vollem Herzen, beglei tet von außerordentlichem Fach wissen. Dies führt die Winzerin

Platz Rot-Goldene Traube 2025 für den Zwei gelt 2024 in der Kategorie „Reinsor tig klassisch“. 1.

FOTOS: JANSENBERGER WERBEFOTOGRAFIE

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FAMILY BUSINESS

Strategien Es sollen aber nicht nur neue Wege beschritten werden. Ein bewähr tes Erfolgsrezept sieht Lisa Kölly- Pfneisl in der Verbindung von Wein und Erlebnis. „Dafür bieten regionale Weinfeste noch immer das ideale Umfeld. Hinzu kom men frische Events, wie das Gour met-Radeln, das wir im Vorjahr erstmalig durchgeführt haben. Als Weingut setzen wir auf innovative Eventformate mit Fokus auf Culi nary, wie etwa ein Wine & Dine mit Hauben-Gastköchen oder Pop-up-Events und diverse Tages veranstaltungen. Auch der klassi sche Heurige darf nicht vergessen werden, da er die Gemütlichkeit, die dem Wein innewohnt, verkör pert.“ Die Winzerinnen und Win zer in diesem Tun zu bestärken, ist für die Präsidentin essenziell. „Angebot schafft Nachfrage und nicht umgekehrt – das müssen wir alle verinnerlichen.“ n

sie vor allem im Bereich Marke ting neue Wege beschreiten. Hier ortet sie weltweit Raum für Ver besserungen, da aufgrund der rie sigen Nachfrage nach Wein der Aufbau neuer Zielgruppen ver nachlässigt wurde. Neue Kon zepte sollen das Produkt Wein nicht nur für Jugendliche wieder interessanter machen. Lisa Kölly- Pfneisl möchte erreichen, dass Wein nicht auf Alkohol reduziert wird und das Produkt einfacher und verständlicher präsentieren. „Hochwertige, regionale Pro dukte müssen wieder den Vor zug gegenüber hochindustriellen Produkten – wie etwa Alkopops großer Konzerne – bekommen. Daran heißt es, mit aller Kraft zu arbeiten!“ Im eigenen Wein gut geht sie diesen Weg zum Bei spiel mit dem „Tutti Frutti“, dem „coolsten Rotwein, der jeden Tag ein bisschen bunter macht. Erfri schend anders!“

Objekte im Weingut Pfneisl einen wichtigen Stellenwert einnimmt, überrascht daher kaum. Produ ziert werden je nach Jahrgang rund 80.000 Liter (rund 100.000 Flaschen) pro Jahr. Hauptabneh mer sind die Topgastronomie und die Hotellerie. Zwei hochgesteck te Ziele nennt die Winzerin leicht schmunzelnd ebenfalls: Sie arbei tet daran, jeden Wein der Welt zu probieren und sie möchte den besten Wein der Welt produzie ren. Dass sie auf einem guten Weg ist, zeigen die regelmäßigen Aus zeichnungen für die „Pfneisl-Kre ationen“. Frau Präsidentin Das Jahr 2024 machte Lisa Kölly- Pfneisl nicht nur zur Eigentüme rin eines Weinguts, sondern – einstimmig gewählt – auch zur Präsidentin des Verbands Blau- fränkisch Mittelburgenland. Als erste Frau an der Spitze möchte DAS UNTERNEHMEN Kontinuität Landwirtschaft, Tie re und Wein eher als Tauschgut, so hat alles begonnen. Langsam gewann der Wein immer mehr an Bedeutung, wobei das Weingut Lisa Pfneisl auch heute noch zu den wenigen Mischbetrieben im Bezirk zählt. Bewirtschaftet wer den über 20 Hektar Weingärten wobei die einzelnen Lagen unter schiedliche Bodenprofile aufwei sen und so eine große Sorten vielfalt ermöglichen. Neben der Paradesorte Blaufränkisch gilt die große Leidenschaft der Fami lie alten Rebsorten wie Caber net Franc oder Gelber Muskatel ler. Beim Shiraz hat das Weingut sogar schon in den 90er-Jahren eine Vorreiterrolle in Österreich eingenommen.

Jeder, der Wein auf Alkohol redu ziert, ist einer seits nicht unser Zielmarkt und hat andererseits das Produkt nicht ver standen. Wein ist viel mehr und das müssen wir den Jungen verständ lich erklären. LISA KÖLLY-PFNEISL Eigentümerin Weingut Lisa Pfneisl

FOTOS: JANSENBERGER WERBEFOTOGRAFIE

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20 | FAMILY BUSINESS | 1/2026 WIRTSCHAFT

FAMILIEN CHRONIK

Zeitreise. Was uns die ältesten Familien unternehmen der Welt über Wirtschaft lehren können, und warum sie Welt

kriege, Naturkatastrophen und Familiendramen jahrhunderte lang überlebt haben.

| TEXT: JÜRGEN PHILIPP |

FOTO: ISTOCK.COM/ JUI-CHI CHAN

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WIRTSCHAFT

Avedis Zildjian III. (Aufnahme von 1934) übersiedelte das in Konstantinopel (heute Istanbul) gegründete Familienunter nehmen in die USA.

Seit 578 errichtet Kongō Gumi Bauwerke, u.a. den 593 errichteten Shitennō-ji-Tempel in Osaka. Kongō Gumi ist das älteste Unternehmen der Welt. 2006 – nach über 40 Generationen – musste die Besitzerfamilie verkaufen.

E

Welt. Seine erste Aufgabe war der Bau des buddhistischen Tempels Shitennō-ji in Osaka. Über mehr als 1.400 Jahre errichtete die Firma Tempel, Schreine und historische Gebäude und wurde über rund 40 Generationen innerhalb der Gründerfamilie weitergegeben. Erst 2006 ging das Unternehmen in einem größeren Baukonzern auf – sein Name und seine Tra dition bestehen jedoch fort. Nicht weniger beeindruckend ist ein anderes japanisches Familien unternehmen, das seit Jahrhun derten Gäste empfängt: das Nishi yama Onsen Keiunkan. Das Ryokan-Hotel wurde 705 gegrün det und liegt versteckt in den Bergen der Präfektur Yamanashi. Mehr als 1.300 Jahre lang wurde es von derselben Familie geführt – über 52 Generationen hinweg. Selbst Samurai, Shogune und Kai ser sollen hier in den heißen Quel Shinise – Japans spezielle Qualität

len gebadet haben. Heute gilt das Haus laut Guinnessbuch der Welt rekorde als ältestes Hotel der Welt. Japan ist ohnehin der Hotspot langlebiger Familienunternehmen. Auch das Gasthaus Hōshi Ryo kan (gegründet 718) oder das tra ditionsreiche Hotel Koman (717) bestehen seit über einem Jahrtau send. Diese Betriebe stehen exem plarisch für das japanische Konzept der „shinise“ – Firmen mit langer Tradition, die Innovation vorsichtig mit kultureller Kontinuität verbin den. Wer zu den „shinise“-Betrie ben zählen will, braucht vor allem eines: kompromisslose Qualität – der Faktor für Langlebigkeit am Markt schlechthin. Von der Romanik zur Romantik Auch in Europa sind Beherber gungsbetriebe, Gastronomie und Lebensmittelproduktion ganz weit vorne, wenn es um die Methusa lems geht. Das Château de Gou laine in der Nähe von Nantes etwa

Es gibt Firmen, die messen ihre Geschichte in Quartalen. Andere in Jahrzehnten. Und dann gibt es Unternehmen, deren Wurzeln tiefer reichen als bei den meisten Staaten der Welt. Familienbetrie be, die Kriege, Pandemien, Dynas tien und Wirtschaftssysteme überstanden haben – und noch immer Kunden bedienen. Ihre Geschichte ist nicht nur roman tisch, sondern auch wirtschaft lich bemerkenswert. Der aller älteste von ihnen findet sich in Japan: das Bauunternehmen Kongō Gumi. Gegründet im Jahr 578 n. Chr., gilt es als das älteste dokumentierte Unternehmen der

wurde das älteste Fami lienunternehmen Österreichs, das Romantik Spa Hotel Elixhauser Wirt, gegründet. 1334

FOTO: ISTOCK.COM/ ELENA ZOLOTOVA, JOHN B. SANROMÁ

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WIRTSCHAFT

23 Generationen Gastlichkeit Doch zurück nach Elixhausen: Gastge berin und Wirtin Michaela Gmachl stellt die 23. Generation der Familie. Warum sie das so genau weiß? „Unser großes Glück war, dass wir beim Stift Nonnberg angestückelt waren. Bauern aus Ober österreich haben bei uns übernachtet.“ Bauern, die ihren Zehent abzuliefern hatten. Das Gasthaus galt als Sammel stelle. „Daher gibt es ganz genaue Auf zeichnungen, auch über unsere Vorfah ren.“ Zum Betrieb gehören seit damals auch eine Landwirtschaft, Pferdeställe und eine Metzgerei, die mittlerweile verpachtet ist. Dennoch blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Allein in den letzten drei Generationen änderte sich das Geschäftsmodell massiv. „Meine Großeltern hatten noch ein einfaches Wirtshaus. Bei meinen Eltern ging es schon in Richtung Haubenküche und Hotellerie, dennoch blieb es noch restau rantlastig. Heute lebe ich in erster Ô

Reich und hat den klingenden Namen, der Musikfans in aller Welt entzückt: Zildjian. Der älteste in Familienbesitz befindliche Instrumentenbauer (Becken, Hi-Hats und Co.) der Welt wurde in Konstantinopel (heute Istanbul) gegründet und übersiedel te 1929 in die USA. Die lange Geschichte übertrug man auf die neue Heimat. Eine Geschichte, die es wert ist, kurz genau er beleuchtet zu werden, denn allein der Name „Zildjian“ sagt einiges aus. Der Armenier Avedis, Gründervater von Zild jian, galt als Alchemist. Er entwickelte um 1620 herum eine geheime Legierung, wel che Becken nicht mehr springen ließ. Eine Art unzerstörbares Metall. Sultan Osman II. war so begeistert, dass er Avedis den Beinamen „Zildjian“ gab, was so viel wie „Sohn des Beckenschmieds“ heißt. Fun fact: Der schärfste Konkurrent am Markt ist das 1981 gegründete Unternehmen „Sabian“. Sein Gründer Robert Zildjian zog nach einem Familienstreit sein eige nes Ding durch.

ist seit über 1.000 Jahren in Familienbe sitz und damit das älteste am alten Konti nent. Zwar wurden im St. Peter Stiftskuli narium in Salzburg schon über 200 Jahre vorher Speisen serviert – und es ist damit eines der ältesten Restaurants der Welt –, aber es ist kein Familienunternehmen, sondern entsprang dem Schoß der Kir che. Auch der älteste Industriebetrieb des Landes, die Münze Österreich, die 1194 gegründet wurde, hat keinen familiären Background. Der älteste Familienbetrieb ist daher das Romantik Spa Hotel Elix hauser Wirt, das seit 1334 im Besitz von Familie Gmachl ist … doch dazu später. Eine Familie – zwei erbitterte Konkurrenten Das Hotel wurde 158 Jahre vor der Entde ckung Amerikas erbaut. Apropos Amerika: Das älteste Familienunternehmen der Ver einigten Staaten wurde 1623 gegründet. Wie das? Ganz einfach. Es stammt näm lich ursprünglich aus dem Osmanischen

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WIRTSCHAFT

der Gäste: „Bei uns im Haus sind viele besonders sensible Leute, die sagen, dass bei uns eine sehr gute Energie herrscht. Das freut mich besonders, denn das beweist, dass in den letzten fast 700 Jahren vie les richtig gemacht wurde.“ Familiengeheimnisse Doch was ist das Geheimnis die ser erstaunlichen Langlebigkeit all der hier genannten Beispiele? Was ist ihr gemeinsamer Nen ner? Wirtschaftshistoriker nen nen mehrere Faktoren. Erstens: Geduld statt kurzfristiger Rendi te. Familienunternehmen denken oft in Generationen, nicht in Quartalen. Zweitens: radikale Anpassungsfähigkeit. Selbst tau sendjährige Firmen haben ihre Geschäftsmodelle immer wieder modernisiert – sei es durch neue Bauweisen, Tourismusan gebote oder schießlich Digita lisierung. Drittens: klare Werte und Identität. Gerade japanische Traditionsbetriebe sehen sich weniger als Profitmaschine, son dern als Hüter eines Handwerks oder kulturellen Erbes. Bemer kenswert ist dabei, dass viele dieser Unternehmen Krisen überstanden

MICHAELA GMACHL Inhaberin Romantik Spa Hotel Elixhauser Wirt

„Man muss neugierig bleiben“

FAMILY BUSINESS: Ist es eigentlich ein Vor teil, der älteste Familienbetrieb Österreichs zu sein, oder ist die damit verbundene Ver antwortung auch manchmal erdrückend? Michaela Gmachl: Es ist beides. Es ist toll, wenn man das Unternehmen ausbauen und Ideen umset zen kann, aber mit einem Startup ist man logischer weise risikobereiter als mit einem fast 700 Jahre alten Betrieb. Da ist man dann doch ein wenig vorsichti ger. Dennoch muss man neugierig bleiben. Stillstand kann man sich nicht erlauben. Ein großer Knackpunkt bei Familienbetrieben ist die Übergabe. Wie wurde bzw. wie wird das vielleicht einmal bei Ihnen gehandhabt? Gastronomie und Unternehmertum wurden uns wohl in die Wiege gelegt. Meine große Tochter ist 22, hat die Hotelfachschule besucht und studiert nun Tourismusmanagement mit Aufenthalten in Barcelo na und Tokio, und ein halbes Jahr hat sie in New York gearbeitet. Auch meine zweite Tochter (18) ist in der

Linie vom Zimmerverkauf, denn ein volles Hotel bedeutet ein vol les Restaurant.“ Und das Haus ist oft voll, denn Michaela Gmachl investierte, nachdem sie 2005 das Haus übernahm, vier Jahre spä ter in stattliche Wellness-Anla gen. Die Kombination aus famili är geführtem 74-Zimmer-Betrieb, guter Küche und Entspannung kommt an. Die Gmachls haben sich damit ein treues Stammpub likum auch im Business-Segment erarbeitet. Von Elixhausen bis nach Princeton Überhaupt arbeitet die Fami lie gerne und viel, so wie Felix Gmachl, Geschäftsführer von Österreichs ältester Weißbier brauerei „Die Weisse“ in Salz burg, oder Claire Gmachl, Phy sikerin und Professorin an der Princeton Universität. „Meine mittlere Schwester ist Tierärztin und betreibt den Pferdestall, einer meiner Cousins hat eine Zimme rei.“ Eine so große Familie „ist nicht immer einfach, weil man eine große Aufgabe hat. Auch für Partner, die dazukommen, kann das belastend sein“. Den noch sei es „etwas sehr Wertvol les“. Wertvoll wie das Feedback Seit fast 700 Jahren sind die Gmachls samt Vorfahren lei denschaftliche Gastgeber. Das Geschäftsmodell musste stets angepasst werden, vor allem in den vergangenen Jahren.

haben, die ganze Wirt schaftssysteme hinweg gefegt haben: Feudalis mus, Industrialisierung, Weltkriege, Finanz krisen, künstliche Intel ligenz. Ihre Existenz beweist, dass Nachhal tigkeit im Wirtschafts

Tourismusschu le und mein Sohn Paul (13) hilft aus, auch wenn er nicht müsste. Das ist absolut nicht selbstverständ lich. Sie machen es, weil sie es ger

Mit einem Startup ist man logischerweise risikobereiter als mit einem fast 700 Jahre alten Betrieb. Da ist man dann doch ein wenig vorsichtiger.

sinn mehr bedeutet als Umwelt berichte – nämlich institutionelle Resilienz über Generationen hin weg. Familienbetriebe sind daher oft die Konterkarierung von Star tups oder Konzernen, und doch liegt wohl gerade darin die wich tigste Lektion: Während Silicon-­ Valley-Unternehmen vom schnel len „Exit“ träumen, denken die ältesten Familienbetriebe der Welt an die nächste(n) Generation(en) – Stichwort: Enkelfitness. n

ne machen. Das muss man natürlich vorleben. Gleich zeitig zwinge ich niemanden. Wenn meine drei Kinder nicht mögen, wird es eine andere Lösung geben. Bei Generationenübergaben wird oft viel falsch gemacht. Es ist nicht mein Ansatz, bis 80 herumzurennen, weil ich glaube, nicht ersetzbar zu sein. Das war auch nicht der Ansatz meiner Eltern. Jede Generation hat eigene Ideen, und die Welt dreht sich gerade so schnell, dass ich mit 51 schon dranbleiben muss bei dem, was mei ne Kinder mir erzählen. Gleichzeitig braucht es Dis ziplin, sich auch zurücknehmen zu können. So gerne ich im Hotel bin, ist gerade dieses „Zurücknehmen“ das Geheimnis von dauerhaftem Erfolg.

FOTOS: RICHAD SCHABETSBERGER

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Das komplett erneuerte Laufkraftwerk Töging ist eines der 22 von VERBUND betriebenen Wasserkraftwerke in Bayern, die Grünstrom für die deutschen LANXESS Standorte erzeugen – unter anderem.

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Grünstrom für LANXESS

Klimaziele im Fokus. Vollständig nachhaltige Stromversorgung mit rein bayeri scher Wasserkraft: Die Produktionsstandorte des deutschen Spezialchemiekon zerns LANXESS senken ihren CO 2 -Fußabdruck mit Grünstrom von VERBUND .

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XESS-Anlagen Bergkamen, Bitterfeld, Brunsbüttel, Mannheim und Wietmar schen vollständig nachhaltig mit Ener gie versorgt, was im Vergleich zum deutschen Strommix eine Einsparung von rund 60.000 Tonnen CO₂ ermög licht. Das reduziert nicht nur den CO₂- Fußabdruck der Standorte, sondern auch jenen der dort produzierten Pro dukte – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion bis 2040. „Unsere Produktionsanlagen laufen rund um die Uhr, deshalb brau chen wir auch Strom zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Wasserkraftwerke von VERBUND in Bayern können das gewährleisten. Gleichzeitig unterstützen sie uns auf dem Weg zur Klimaneutrali tät“, begründet Alexander Sonnenberg, Leiter Energieeinkauf bei LANXESS, die Zusammenarbeit. Entschlossen zur Energiewende VERBUND betreibt in Bayern bzw. an der Bayerisch/Österreichischen Grenze insge-

samt 22 Laufwasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von 1.040 MW und einer Erzeugung in Höhe von 5,9 TWh/a, davon 4,0 TWh/a für Bayern. Dabei setzt der Energieerzeuger, der schon heute zu den nachhaltigsten in ganz Europa zählt, auf höchste ökologische Standards – etwa mit umfassenden Maßnahmen zum Schutz der Gewässerökologie. n

emeinsam treiben LAN XESS und VERBUND die Dekarbonisierung indus- trieller Prozesse voran: Für

die Jahre 2026 bis 2028 liefert VER BUND rund 200.000 MWh Grünstrom aus bestehenden Wasserkraftwerken am bayerischen Inn an die deutschen Produktionsstandorte des Spezialener giekonzerns. Damit werden die LAN

ENERGIE NACH MASS VERBUND bietet maßgeschneiderte Energielösungen für Unternehmen aus einer Hand und unterstützt sie beim Erreichen ihrer Klimaziele – von Wasserkraft über Gas und Photo- voltaikanlagen bis zur E-Mobilität.

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Umweltschutz im Fokus: Eine Fischwan derhilfe sorgt dafür, dass Wasserlebe wesen das Innkraftwerk Braunau-Sim bach einfach „umschwimmen“ können.

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pochen auf dringende Reformen FAMILIEN BETRIEBE WIRTSCHAFTSSTANDORT UNTER DRUCK

Initiative. Die Regierung verwaltet den Niedergang der Republik und setzt auf öffentlichkeitswirksame Placebos, statt nachhaltige Maßnahmen mutig anzugehen. Die „INITIATIVE ÖSTERREICH 2040“ gibt jetzt Familienbetrieben eine Stimme und zeigt Lösungen für bessere wirtschftliche Rahmenbedingungen auf.

| TEXT: KLAUS SCHOBESBERGER |

WIRTSCHAFT

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mit 45,3 Prozent eine der höchsten Steu er- und Abgabenquoten des Kontinents auf und kämpft dennoch mit dramatisch steigenden Staatsschulden und einem aus dem Ruder gelaufenen Budgetdefizit. Ein Fass ohne Boden: Die Staatsausgaben sind für einen hoch entwickelten Sozialstaat von halbwegs akzeptablen 48,6 Prozent im Jahr 2019 auf aktuell mehr als 56 Pro zent des BIP gestiegen. „Ab 50 Prozent Staatsquote beginnt der Sozialismus“, soll der frühere deutsche Bundeskanzler Hel mut Kohl einmal gesagt haben. Wohlstand unter Druck Trotz überbordender Sozialausgaben steht die langfristige Finanzierung des Gesundheits- und Pensionssystems auf der Kippe. Hinzu kommen wachsende Bürokratie, unfaire Wettbewerbsverzer rungen gegenüber China und eine Poli tik, die Leistungswillige eher demotiviert als fördert. Die enorme Abgabenlast auf

Arbeit macht es engagierten Fachkräften fast unmöglich, aus eigener Kraft Ver mögen aufzubauen. Während die Zahl der Erwerbstätigen zwar steigt, sinkt das geleistete Arbeitsvolumen pro Kopf – bei der Teilzeitquote liegt Österreich bereits im EU-Spitzenfeld. Gleichzei tig rauben hohe Lohn- und Energieko sten den Betrieben den nötigen Spiel raum für Investitionen. Das Ergebnis: Die wirtschaftliche Freiheit schrumpft, das Wachstum lahmt und unser künfti ger Wohlstand gerät unter Druck. Ziel: 1.000 Familienbetriebe schließen sich zusammen „Die harten Fakten zeigen: Ein ‚Weiter so‘ oder ‚Wird schon wieder‘ reicht nicht mehr aus. Während die Regierung den Niedergang lediglich verwaltet, steuert die Republik auf einen gefährlichen öko nomischen Kipppunkt zu“, warnt Per dolt. Genau deshalb wurde die „INITI ATIVE ÖSTERREICH 2040“ ins Leben gerufen, um den heimischen Familienbe trieben eine lautstarke Stimme zu geben. 300 Unternehmen aller Branchen sind bereits an Bord. „Bis Jahresende wollen wir 1.000 Betriebe vereinigen, um unse ren Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen“, zeigt sich Perdolt über zeugt. Jedes Unternehmen kann online Ideen einbringen, über die demokratisch abgestimmt wird. Danach gehen die „gewählten“ Forderungen an die Politik. Aktuell stehen Änderungen bei Teilzeit, Mehrarbeit und Billigimporte als For derungen an die Politik im Fokus. „Täg lich erreichen rund 80.000 Pakete chine sischer Dumping-Plattformen wie Shein oder Temu Österreich. Wir dürfen nicht länger zusehen, wie unsere Handelsbe triebe dadurch systematisch geschwächt werden. Deshalb fordern wir eine Paket gebühr auf Pakete aus China“, so Perdolt. Zusätzlich braucht es finanzielle Anrei ze wie Flat Tax-Modelle, um Mehrleis tung für Arbeitnehmer und Pensionisten wieder attraktiv zu machen. Wer mehr arbeitet, darf nicht durch die Progressi on bestraft werden. Gleichzeitig gilt es, Teilzeitmodelle ohne sachlichen Grund – etwa für jene ohne Betreuungs Ô

Familienbetriebe bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Sie prägen nicht nur die Unternehmenslandschaft, sondern sichern Beschäftigung, Innovati on und regionale Stabilität – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum global agie renden Unternehmen. Im Unterschied zu quartalsgetriebenen Kapitalgesellschaften denken sie meist in Generationen. Zah len aus dem Jahr 2023 zeigen die über proportionale Bedeutung des Sektors: Rund 520.000 Betriebe (90 % inklusive Ein-Personen-Unternehmen) beschäfti gen 2,5 Millionen Menschen (67 %) und erwirtschaften einen Umsatz von etwa 600 Milliarden Euro (rund 59 %). Fami lienunternehmen sind aber mehr als ein Wirtschaftsfaktor – sie sind gesellschaft licher Stabilisator, regionaler Anker und Innovationsmotor in Österreich. Ihre langfristige Ausrichtung und tiefe regio nale Verankerung machen sie unverzicht bar für Wohlstand und Beschäftigung. Um ihre Zukunft zu sichern, sind daher attraktive Rahmenbedingungen essenzi ell. Und genau hier liegt das Problem. Fass ohne Boden Denn längst stehen nicht mehr nur heik le Unternehmensnachfolgen oder rasch aufeinanderfolgende internationale Kri sen im Fokus. „Immer mehr Betriebe verzweifeln an den wirtschaftlichen Rah menbedingungen im Land und haben das Vertrauen in die Lösungskompetenz der Politik verloren“, sagt Thomas Per dolt, Mit-Initiator und Geschäftsführer der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 – der neuen Interessensvertretung für Familienbetriebe. Das zeigt sich laut Per dolt an den ökonomischen Fakten: Öster reich zählt zu den Schlusslichtern beim Wirtschaftswachstum in Europa, weist FOTOS: LINKS: ISTOCK.COM/ DNY59, FREISTELLER: THOMAS PERDOLT

Immer mehr Betriebe verzweifeln an den wirt schaftlichen Rahmenbe dingungen im Land und haben das Vertrauen in die Lösungskompetenz der Politik verloren.

THOMAS PERDOLT Mit-Initiator und Geschäftsführer Initiative Österreich 2040

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