Weekend Family Business Burgenland/Niederösterreich 2026 KW16

Mehr als 7.000 Stu dierende und über 17.200 Absolven tinnen und Absol venten: Viele von ihnen tragen heu te Verantwortung in Betrieben – auch in Familienunter nehmen – und stär ken damit die Wirt schaft im Land.

Wissenschaft trifft Praxis

Georg Pehm führt die Hochschule Burgenland seit 14 Jahren. Im Interview spricht er darüber, was Familienunternehmen von Hochschulbildung erwarten dürfen – und warum Praxisnähe heute ein echter Wettbewerbsfaktor ist.

| INTERVIEW: MANFRED VASIK |

H

err Pehm, ganz direkt: Sind Sie ein Familien mensch? Georg Pehm: Unbedingt.

und die Bereitschaft, sich laufend wei terzuentwickeln. Ist die Hochschule Burgenland dafür gut aufgestellt? Wir sind in genau jenen Feldern stark, die für Unternehmen Zukunft bedeu ten: Wirtschaft, Künstliche Intelligenz und Informationstechnologie, Energie und Klima, Gesundheit und Soziales. Wir bilden nicht an der Zukunft vorbei aus, sondern für sie. Wer studiert bei Ihnen? Viele unserer Studierenden stehen mit ten im Berufsleben. Nicht wenige kom men aus Familienunternehmen. Sie brin gen konkrete Erfahrung mit und tragen neues Wissen direkt zurück in ihre Betriebe. Bei uns trifft Wissenschaft die Praxis – und umgekehrt. Davon pro fitieren alle: Studierende, Betriebe, die Hochschule. Was macht die Hochschule für die se Zielgruppe so passend? Die Verbindung aus solidem Grundla genwissen und aktuellem Spezial-Know how. Genau diese Mischung ist in Fami

lienunternehmen besonders wertvoll, weil dort oft mehrere Rollen gleich zeitig gefragt sind. Zudem sind wir in Österreich ganz vorne dabei, wenn es um berufliche Weiterbildung auf hohem Niveau geht – etwa in unseren MBA Programmen. Und wo können Betriebe in der Forschung andocken? Sehr konkret. Wir entwickeln mit Unter nehmen Lösungen für reale Herausfor derungen – vom Prozess über Produkte bis zu Organisations- und Digitalisie rungsfragen. Gerade hier im ländlichen Raum sind wir dafür oft ein wichtiger Partner. Welche Kompetenzen entscheiden künftig über Erfolg? Breites Wissen, Anpassungsfähigkeit und technologisches Verständnis. Digi talisierung und Künstliche Intelligenz gehören jedenfalls dazu. Aber ebenso unverzichtbar bleiben Teamfähigkeit, Empathie, Verantwortungsbewusstsein und unternehmerisches Denken. Herzlichen Dank für das Interview.

Familie ist mein Ruhepol und meine stärkste Energiequelle. Zeit mit meinen Kindern und Enkelkindern zu verbrin gen, ist für mich ganz wichtig. Ostern war daher eine wunderbare Zeit. Haben Sie auch einen persönlichen Draht zu Familienunternehmen? Ja, einen sehr direkten. In meiner Fami lie gibt es den sprichwörtlichen „Unter nehmergeist“: Mein Sohn ist seit Jah ren selbstständig und erfolgreich, ebenso mein Schwiegersohn. Meine Tochter hat ein Startup hochgezogen. Somit gibt’s viel Nähe zur betrieblichen Praxis. Das schärft unseren Blick dafür, was Famili enunternehmen heute von einer Hoch schule wirklich brauchen. Was brauchen sie denn besonders? Vor allem Menschen, die ihr Fach in jeder Hinsicht beherrschen und zugleich anpacken können. Wissenschaftliche Tiefe ist wichtig, Praxisnähe ist wich tig. Dazu kommen Neugier, Flexibilität

FOTOS: ©HOCHSCHULE BURGENLAND

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