Business Wien 2025 KW26
WIEN | AUSGABE 2/2025
DAS MAGAZIN ÜBER FAMILIENBETRIEBE BUSINESS
PETER FRIESE Der Wiener Grandseigneur und Szene-Gastronom im Porträt
DER KULT UMS KAMEEL
LAND DER „AUSTRONAUTEN“ Weltraumforschung Made in Austria
IMMOBILIEN ALS ANLAGE Warum es sich wieder lohnt, zu investieren
MOTIVATIONSTRAINER Olympiasieger als Turbo für Ihr Unternehmen
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BUSINESS
„FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER“
Richard Mauerlechner Geschäftsführender Gesellschafter Weekend Magazin Wien 1.000 FAMILIENBETRIEBE FORDERN LÖSUNGEN E ndlich tut sich was. Öster reich steht vor massiven wirtschaftlichen und ge sellschaftlichen Heraus tung übernehmen wollen. Die For derungen der Initiative sind einfach:
das Mindestmaß hinaus zu arbeiten. Dies betrifft sowohl die Bereitschaft zur Leistung von Überstunden als auch die Möglichkeit für Pensio nisten/Pensionistinnen weiterhin am Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben und dabei steuerlich nur minimal Abgaben leisten zu müssen. 3. Zölle für Billigimporte Der massive jährliche Zustrom der 80 Mio. Pakete von chine sischen Shopping-Plattformen nach Österreich untergräbt die lokale Wirtschaft. Es bedarf da her einer beschleunigten Umset zung einer Steuer, um die hei mische Wirtschaft zu schützen und Arbeitsplätze zu sichern. Österreich hat keine Zeit mehr. Der artige Initiativen machen der Politik hoffentlich bewusst, dass es schon „5 nach 12“ ist!
forderungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unterneh men sind als grenzwertig einzustufen. Obwohl die Situation von vielen Un ternehmern als „out of control“ emp funden wird, fehlt es der Politik noch immer am „Zug am Ski“. Initiative Österreich 2040 Ein Zusammenschluss von 1.000 österreichischen Familienbetrieben – unter dem Namen Initiative Öster reich 2040 – bündelt nun die Kräfte, um Lösungen aktiv voranzutreiben, Missstände aufzuzeigen und Verän derungen von der Politik umgehend einzufordern. Das Ziel der unabhän gigen Initiative ist ein starkes und zukunftssicheres Österreich – vor allem für die Zukunft der Kinder in unserem Land. Getragen von Unter nehmer*innen, die heute Verantwor
FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER
1. Weg von der „Teilzeitrepublik“
Es ist wirtschaftlich nicht mehr tragbar, dass Menschen, die weder Kinder noch Pflegefälle betreuen bzw. Studierende sind, in Teilzeit arbeiten, um die Work-Life-Balan ce zu verbessern und gleichzeitig aber 100 % Sozialleistung erhalten. 2. Recht auf Mehrarbeit Leistungsbereiten ArbeitnehmerIn nen muss ermöglicht werden, über
www.initiativeoesterreich2040.at
FOTOS: ISTOCK.COM/ -STRIZH-, WEEKEND
INHALT
Von der Alpenrepublik ins All. Österreich mischt im Orbit mit. 06
Innovativ. Firmenkantinen von Global Playern welt weit neu gedacht. 42
Immobilien mit Profil. Nach- haltigkeit, Lage und Qualität prägen die Investmenttrends. 50
13
Tradition trifft Zukunft. Österreichs Familienunterneh men im Porträt. Sieger coachen. Ex-Profisportler bringen mentale Stärke ins Business. Erlebnis & Emotion. Neuartige Shop- konzepte für mehr Kundenbindung.
36
Lkw ab Juli 2025. 60
64
Spürbare Entlastung. Die NoVA entfällt für Klein
IMPRESSUM Medieninhaber & Herausgeber: Weekend Magazin Wien GmbH, Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2222, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Geschäftsfüh rung: Christian Lengauer (MBA), Richard Mauerlechner. Chefredakteur: Werner Christl. Redaktion: Andrea Schröder, Rudolf Grüner, Volker Angerer, Philipp Eitzinger, Sandra Eder, Mag. Dr. Stefan Kohlmaier, Nina Dam, Cornelia Scheucher, Klaus Schobesberger, Michael Schwarz, Conny Engl, Manuela Fritz-Pinggera, Mag. Andreas Hamedinger, Mel Burger. Vertrieb: Österr. Post AG. Lektorat: BEd. Daniela Christl. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroatien. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Über nahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback
COVERFOTOS: IMMOBILIEN: ISTOCK.COM/ PHOTOSCHMIDT, „AUSTRONAUTEN“: THALES ALENIA SPACE, MOTIVATIONSTRAINER: ISTOCK.COM/INNNI, PETER FRIESE: CHRISTIAN MIKES FOTOS: PORSCHE HOLDING GMBH, HERSTELLER, ISTOCK.COM/ PHOTOSCHMIDT, THALES ALENIA SPACE
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BUSINESS
AUSTRO-
Raumfahrt Vom Weltall aus gesehen ist Öster- reich nur ein winziger Fleck mit hohen Bergen. Dass die Alpenrepublik im Bereich Weltraum- technik jedoch ein Senkrechtstarter ist, beweisen zahlreiche Raumfahrt-Unternehmen.
TEXT: MICHAEL SCHWARZ
FOTO: THALES ALENIA SPACE
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NAUTEN
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Zwei Analog-Astronautinnen beim Außeneinsatz im Rahmen einer Mars-Analog-Mission. Bei diesen wird das Umfeld auf dem Mars in verschiedenen Extremlandschaften simuliert.
E ine halbe Minute lang kämpfte die Träger rakete des bayrischen Start-up Isar Aerospace Ende März gegen die Schwerkraft an, bevor sie ins Nord meer stürzte und explodierte. Trotz der kurzen Dauer geht dieser Flug in die Geschichte ein. Denn es han delte sich um den ersten Weltraum raketenstart auf europäischem Boden. Der kometenhafte Aufstieg des 2018 gegründeten Technologie-Start-ups zeugt von dem schnellen Wachstum der Raumfahrt-Branche. Und auch Österreich spielt eine Rolle. Isar-Ae
europäische Weltraum-Initiativen sind der Politik willkommen. Denn die Vereinigten Staaten, die jahr zehntelang Ansprüche auf das All erhoben, werden unzuverlässig. Die von dem US-amerikanischen Unter nehmen SpaceX erlangte Informati onshoheit wird als potenzielles Si cherheitsrisiko betrachtet. „SpaceX führt im zivilen und mittlerweile auch im militärischen Bereich den Markt an“, erklärt Christian Fidi, Leiter der Luft- und Raumsparte des Wiener Technologieunterneh mens TTTech Aerospace. In einem Anflug von Größenwahn verkün dete Musk auf X (vormals Twitter), dass die gesamte ukrainische Front zusammenbrechen würde, wenn er sein System abdrehen würde. Und gänzlich unrecht hat er damit wohl leider nicht. „Europa muss eine deut lich aktivere Rolle in der Raumfahrt einnehmen, um ein Mindestmaß an Souveränität zu behalten“, so Gernot Grömer, Gründer und Direktor des
gen Absturzes zufrieden. Man muss nur die Worte des römischen Philo sophen Seneca verinnerlichen: „Per aspera ad astra.“ – Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen. Space Race reloaded War es früher ein Kopf-an-Kopf-Ren nen zwischen den USA und der ehe maligen Sowjetunion, gibt es heute
neue Player wie China und Indien, die das Weltall für sich entdeckt haben. Ein zweites Space Race wur de ausgerufen und auch
rospace-Co-Founder ist der Vo rarlberger Daniel Metzler. In
der Rakete waren Teile der oberös terreichischen Peak Technology verbaut. Mit dem Testflug war Metzler trotz des frühzeiti
Kurt Kober, Ge schäftsführer Beyond Gravity Austria, mit einem Modell des österreichi schen Satelliten „Pretty“.
FOTOS: FLORIAN VOGGENEDER / ÖWF , WWW.ANNARAUCHENBERGER.COM / ANNA RAUCHENBERGER
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Als Ein-Mann-Start-up gründete Dieter Grebner 2006 Peak Technology. Heute hat das Technologieunter nehmen, das unter anderem Flüssig-Sauerstofftanks wie diesen produziert, 150 Mitarbeiter.
Den verstärkten Satelliten-Netzaus bau merkt das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien. Früher, erinnert sich sein Co-Geschäftsführer Kurt Kober, bestand das Hauptgeschäft darin, maßgeschneiderte Produkte für Satelliten-Unikate in der Größe eines Lastwagens zu bauen. „Nun liefern wir verstärkt Produkte für Hunderte baugleiche Satelliten in Waschmaschi
Österreichischen Weltraum Forums – kurz ÖWF. Angesichts der unsi cheren geopolitischen Lage drängt die Zeit nach einer europäischen Alternative für das amerikanische Satellitennetz. In einigen Bereichen ist Europa jedoch auch internationa ler Vorreiter. Das Satelliten-Naviga tionssystem „Galileo“, das von der EU betrieben wird, weist eine höhere Genauigkeit als das US-amerikani sche GPS-System auf. Und im Bereich der Umwelt- und Klimasatelliten ist Europa weltweit führend. Austria ad astra Werden Satelliten gebaut, kommt man an österreichischer Technik kaum vor bei. Beyond Gravity Austria, Öster reichs größtes Raumfahrt-Unterneh men, stellt zahlreiche Komponenten her. „Fast alle europäischen ESA-Sa telliten und viele internationale Mis sionen, etwa Umweltsatelliten der NASA, nutzen unsere Technologie“, so Geschäftsführer Wolfgang Pawlinetz.
nengröße.“ Und Beyond Gravity sind nicht die Einzigen, die Satelliten mit ihrer Technologie ausstatten. In Brunn am Gebirge werden Aktuatoren herge stellt, die zum präzisen Einstellen von Antennen notwendig sind. Enpulsion aus Wiener Neustadt baut hingegen seit 2016 Ionen-Antriebe und rüstete bereits mehr als 200 Klein-Satelliten damit aus. Insgesamt sind laut In- frastrukturministerium rund 150 ös terreichische Unternehmen mit 1.300 Beschäftigten im Raumfahrt-Sektor tätig. Nach Angaben der Branchenver tretung Austrospace generierten sie vergangenes Jahr einen Umsatz von rund 250 Mio. Euro. Der Space-Tech Boom ist real und viele Unternehmen sind auf das Shuttle aufgesprungen. Europas Raketen Doch damit ein Satellit das Firma ment berühren kann, braucht er ein Vehikel, das ihn in die richtige Höhe katapultiert. Vorerst liegt es an der European Space Agency (ESA),
Im Weltraum zählen bekanntlich jedes Gramm und jeder Zentimeter.
Christian Fidi Leiter Luft- und Raumfahrt TTTech Aerospace
FOTOS: PEAK TECHNOLOGY, DERFRITZ GRAFIK UND FOTOGRAFIE E.U.
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250 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten österreichische Space-Tech-Firmen letztes Jahr.
Trägerraketen zu starten. Die ESA, deren Generaldirektor seit 2021 der Tiroler Josef Aschbacher ist und die dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, finanziert sich hauptsächlich durch die Beiträge ihrer Mitglieds staaten. Die Höhe der Investitionen, welche die ESA wiederum in Unter nehmensprojekte eines Mitgliedslan des leistet, richtet sich maßgeblich nach diesem nationalen Beitrag die ses Landes. Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) kündigte an, den österreichischen Anteil für die nächsten drei Jahre von 260 Mio. Euro auf bis zu 320 Mio. Euro zu erhöhen. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten hinkt Österreich damit trotzdem hinterher. Nichtsdestotrotz: Die ös terreichischen Technologien sind es senziell für die ESA-Trägerraketen. So liefert TTTech aus Wien unter an derem Elektronikkomponenten, die einen ausfallsicheren Datentransfer sicherstellen. Die große Stärke des Produkts von TTTech liegt darin, dass verschiedene Arten von Daten mit hoher Geschwindigkeit ausfall sicher über ein gemeinsames Netz werk übertragen werden können.
Österreichische Marsianer Nach Science-Fiction klingt derzeit noch die Besiedelung des Weltalls. Elon Musk könnte sich jedoch eine selbstversorgende Stadt auf dem Mars schon in 20 Jahren vorstellen. Gernot Grömer bremst die Euphorie: „Von ei ner Landung mit Menschen, die noch dazu fast selbstversorgt auf dem Ro ten Planeten leben können, sind wir noch weit entfernt.“ Und Grömer soll te es wissen, denn er ist schon jetzt Experte bezüglich einer potenziellen Zukunft am Mars. In den vergange nen Jahren hat der Astrophysiker zahlreiche sogenannte Analogmis sionen durchgeführt. Bei diesen wird das Umfeld auf dem Mars in verschie denen Extremlandschaften simuliert. 2012 machte man eine Höhlenexpe dition in den Dachstein-Höhlen und drei Jahre später beim Kaunertaler Gletscher. Vergangenes Jahr quäl ten sich sechs Analog-Astronauten in Marsanzug-Prototypen des ÖWF durch das Gebirge Armeniens. Wenn eines Tages die ersten Menschen zum Mars aufbrechen, werden sie wohl Know-how aus Österreich im Gepäck haben. n
Dadurch werden weniger Kabel be nötigt und die Komplexität des Sys tems wird reduziert. „Im Weltraum zählen bekanntlich jedes Gramm und jeder Zentimeter“, so Fidi. Eben falls Teil des Ariane-Projekts ist das Waldviertler Unternehmen Test Fuchs. Seit den 1980er Jahren liefert es Komponenten für die Raketen der ESA. Für Ariane 6 ist der Betrieb aus Groß-Siegharts der drittgrößte Zu lieferer, der Ventile und Spulen für Elektromagnetventile herstellt. „Ös terreich per se hat vielleicht nicht den Ruf der Raumfahrt-Nation“, weiß Christoph Schimmel, Zuständiger für Raumfahrt-Themen bei Test Fuchs, „die österreichischen Raum fahrt-Unternehmen gelten aber als ‚Hidden Champions‘ in ihren Fach gebieten.“
Europa muss eine deutlich aktivere Rolle in der Raum- fahrt einnehmen, um ein Mindestmaß an Souveränität zu behalten.
Gernot Grömer Direktor Österreichisches Weltraum Forum
FOTOS: HUMML, ISTOCK.COM/ ALONES CREATIVE
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WIEN TOP FAMILIEN BETRIEB
HERR FRIESE BITTET ZU TISCH
Peter Friese
Schauplatz Erster Bezirk: Als Patron des Platzhirschen „Das Schwarze Kameel“ kennt Peter Friese viele seiner Gäste – und mag (fast) alle gleich gern. Wie es ihm gelingt, auf Details zu achten, ohne dabei das große Ganze aus den Augen zu verlieren, verrät der Gastronom im Gespräch.
TEXT: ANDREA SCHRÖDER
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Früher habe ich jeden Tag in der Früh aufgesperrt und am Abend zu. Es hat gar kein anderer den Schlüssel gehabt.
Peter Friese Eigentümer, Das Schwarze Kameel
FOTO: CHRISTIAN MIKES
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B egeisterung ist bei ihm keine Pose, sondern ein Charakterzug. Das so eben besuchte Hotel in Venedig – so schön! Der opulente Blumenschmuck, die Ge mälde, das Mobiliar: „Eine Wohltat für die Seele.“ Einer wie Peter Friese will nicht irgendein Lokal führen, es muss ein besonders schönes Lokal sein. Nicht nur die Substanz wie die Stehbar aus massivem Holz und die glänzenden Luster entsprechen die sem Ideal: Im Regal liegen die Scho koladetafeln in farblicher Harmonie. Pinke Pfingstrosen zieren die Tische, jede perfekt aufgeblüht. Und die Blu mentöpfe aus italienischer Keramik im Schanigarten: alle hübsch in Reih und Glied. Perfekt oder gar nicht Peter Friese hat ein genaues Auge, und eine Angewohnheit: „Am
Abend, wenn es schon ruhig ist, setze ich mich hin und notiere auf kleinen Zetteln, was mir auffällt. Dabei suche ich mir immer einen anderen Platz“, so der Gastronom. „Erst dann bemerkst du die ver ZUR PERSON Peter Friese Der Wiener (geb. 1957) half schon als Teenager, damals noch Lehrling im „Bris tol“, im elterlichen Betrieb und übernahm ihn schließlich. Das Restaurant Beletage sowie die Bar Campari (ebenfalls im Ersten) sind seine Erfindung. Mit Frau Christina hat er zwei Söhne.
ZAHLEN Mehr als 200 Sitzplätze. Davon allein 120 im großen Schanigarten zum „Sehen und Gesehen werden“. Rund 200 Mitarbeitende. Einige überprüfen aus schließlich Brötchen-Bestel lungen auf Richtigkeit. 20+ Millionen Euro. Soviel Umsatz erwirtschaften die drei Standorte in etwa. 363 Tage geöffnet. Nur am 25. 12. und am 1. Jänner bleibt das Lokal geschlossen.
FOTOS: CHRISTIAN MIKES
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BUSINESS
Meine Erfahrung: Irgendetwas ist immer, vor allem in dieser Branche. Ohne Fleiß erreichst du gar nichts.
FACTS A lange Gschicht. 1618 A.D.: Der Dreißigjährige Krieg beginnt, Ferdinand II. wird gekrönt – und Jo hann B. Cameel gründet am Standort Bognergas se eine Gewürzhandlung. Zwei Jahrhunderte später tritt Familie Stiebitz auf den Plan, sie wird im Wein handel erfolgreich und schließlich Hoflieferant. 1901 errichtet man das Gebäude neu. 1956 geht das Wein haus mit Stehbar in den Besitz der heutigen Eigen tümer, der Gastronomenfa milie Friese über. Sich die Brötchen verdienen Wie viele Vertreter seiner Zunft hat Friese eine Doppelrolle inne: Gastro nom und Unternehmer: In welcher fühlt er sich wohler? Er lacht. „Wenn ich nicht gleichzeitig der Eigentümer wäre: Als Geschäftsführer würde ich mich entlassen.“ Werden sich die zwei Söhne ebenfalls für die Hospitality-Branche entscheiden (Friese: „ein Milliarden markt“), einmal das „Kameel“ lenken? Der Kult-Gastronom dazu: „Ich kann ihnen Möglichkeiten eröffnen, etwa durch Kontakte in der Branche. Aber letztendlich müssen sie selbst perfor men. Ich kann ihnen den Weg ebnen, aber nicht alles abnehmen.“ n und meint wohl: Und wir wollen auch nicht.
Die Brötchen, vor allem die mit Schinken: Auch dafür kommen die Gäste. Sehen und gesehen werden gehört natürlich ebenfalls dazu.
blühte Blume, das Bild, dass man anders platzieren muss. Ich mache alles immer so lang, bis es perfekt ist. Für mich perfekt.“ Merke: Erst ein Wechsel der Perspektive lenkt den Blick auf das Detail. Wer ihm nicht behagt Peter Friese spricht mit leiser Stim me. Die lauten Töne liegen ihm nicht so. Das gilt auch für die Gäste. Jene, die sich ganz besonders wichtig nehmen, sind ihm unangenehm. „Es muss immer noch mehr, noch besser sein. Natürlich hat man den Kaffee oder das Glas Wein schon irgendwo getrunken, wo es noch toller war, in Paris oder in Monaco.“ Pause. „Wir können mit diesen Gästen auch gar nicht so gut umgehen,“ sagt er dann,
Mein Vater hat stets darauf ge schaut, dass ich arbeite. Ich habe auch etwas dafür bekommen. Mir ist es dadurch immer gut gegangen.
Peter Friese Eigentümer, Das Schwarze Kameel
FOTOS: CHRISTIAN MIKES
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Die Definition von Fortschritt ändert sich mit den Herausforderungen. Denn jeder Tag ist eine Gelegenheit, sich zu verbessern. Das Ziel ist dabei nicht der Erfolg. Wichtiger ist es, voranzukommen.
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OBERÖSTERREICH TOP FAMILIEN BETRIEB
Martin Öller und Thomas Moser – die Gründer von Loxone.
SMARTES MÜHLVIERTEL
Loxone
Zwei Freunde haben im Bereich Gebäudeautomation in nur 16 Jahren ein Unternehmen aufgebaut, das heute in über 100 Länder exportiert. 2023 wurde der elf Fußballfelder große Loxone Campus eröffnet.
TEXT: WERNER CHRISTL
FOTO: PETER CHRISTIAN MAYR
BUSINESS
ZAHLEN 200 Mitarbeiter sind allei ne in Kollerschlag am Lo xone Campus beschäftigt.
45 Standorte hat Loxone weltweit.
300.000 Projekte wurden bisher realisiert.
70 Millionen Euro kostete der Bau des Loxone Cam pus im Mühlviertel.
Die beiden Oberösterreicher kann man als mutig und innovationsfreu dig bezeichnen. Pläne werden nicht nur geträumt, sondern umgesetzt.
M icrosoft wurde von Bill Gates und seinem Freund Paul Allen in einer Garage gegründet. Die Mühlviertler Version dieser Erfolgsge schichte sind sozusagen Thomas Moser und Martin Öller. Die beiden Freunde haben vor der offiziellen Gründung von Loxone quasi im eigenen Keller in Kol lerschlag an smarten Produkten getüftelt. Heute ist Loxone in Sachen Gebäudeau tomation Technologieführer und hat weltweit 45 Standorte. Die beiden Mühl viertler wirken nicht so, als würden sie sich auf den Lorbeeren ausruhen. Das zeigt auch der neue Loxone Campus. Eine Firmenzentrale mit Seminar-Hotel sowie Schulungszentrum. „Früher ist ein Elektriker ins Haus gekommen und hat klassische Geräte angeschlossen. Das war‘s. Heute muss ein Elektriker viel mehr Know-how haben. Deshalb schu len wir Elektriker, um diese zum Gebäu deautomatisierer zu qualifizieren“, er klärt Thomas Moser. Der Loxone Cam pus ist übrigens für jeden offen. Ein Hotel für Touristen und wer möchte kann im supermodernen Restaurant Glorious Bastards einen Stop einlegen. Ein bisschen Google-Feeling mit einem Schuss Apple-Visionen durchströmt den architektonisch interessanten Komplex.
70 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Baubeginn war im Grunde mitten in der Coronakrise. Das Erfolgsgeheimnis? Die smarte Welt ist zwar keine Erfin dung aus dem Mühlviertel, allerdings hat Loxone einen Vorteil. „Wir bieten bei der intelligenten Gebäudeautoma tisierung alles aus einer Hand. Von Audio, Beleuchtung, Klima, Sicherheit, Beschattung, Energiemanagement bis hin zum Zutritt“, so Martin Öller. Das Gebäude weiß selbst, was zu tun ist. Be dient werden kann gewohnt via Taster
oder App. Im Mittelpunkt steht der Lo xone Miniserver. Eine Art Hirn für alle intelligenten Funktionen. Der Standort in Kollerschlag ist ein spezieller, das weiß auch Thomas Moser: „Wir sind wohl dort, wo Österreich aufhört. Wenn man kleinstrukturiert denkt, könnte man glauben, bei uns ist der große Canyon kurz vor der deutschen Grenze.“ Wie sieht es also mit Fachkräften aus? „Wir haben in Kollerschlag hauptsächlich Mit arbeiter aus dem Mühlviertel. Aber auch aus Deutschland. Zudem haben wir Ent wicklungsstandorte in Wien, Alberndorf und Deutschland“, so Moser. n
Der Loxone Campus: Auf acht Hektar wurde in Kollerschlag eine sehr beeindruckende Firmenzentrale errichtet.
FOTOS: PETER CHRISTIAN MAYR, LOXONE
WEEKEND BUSINESS | 23
BURGENLAND TOP FAMILIEN BETRIEB
LEIER INTERNATIONAL Vor 60 Jahren hat KommRat Michael Leier in Horitschon seine Firma gegründet und den Familienbetrieb vornehmlich in Osteuropa zu einem riesigen Konzern in der Baubranche ausgebaut. Seit 60 Jahren bewohnt er auch das gleiche Haus, hat die gleichen Freunde, die gleiche Familie und das gleiche Hobby – die Arbeit bei Leier International. Zusammen mit seinen Enkelsöhnen Thomas und Matthias steht der „geborene Unternehmer“ weiter an der Spitze des Familienunternehmens. PIONIER IM OSTEN
TEXT: WILHELM BÖHM
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BUSINESS
FAKTEN
Gründung 1965
1970 Einstieg in die Beton steinproduktion Standorte in 7 Ländern Österreich, Ungarn, Polen, Slowakei, Rumänien, Kroati en, Ukraine knapp 3.000 MitarbeiterIn nen in 37 Werken rund 600 Millionen Euro Umsatz
Ein respektvoller Umgang wird bei der Firma Leier großgeschrieben – mit Kunden und ebenso mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Geschäften und großem Erfolg, da ich erkannte, dass im Osten am Bausektor großer Nachholbedarf bestand. Und immer auf Augenhöhe, denn die Men schen im Osten sind nicht dümmer als jene im Westen. Sie haben nur eine schlechtere Ausgangslage.“ Letztlich sei es gelungen, überall Vertrauen auf zubauen und auch am Denkmalsek tor große Projekte an Land zu ziehen, wie das Beispiel der Leier-Zentrale in Györ, einer revitalisierten Kaserne, zeigt. Bei einem Jahresumsatz von über 600 Millionen Euro mit rund 3000 Mitarbeitern, investierte Leier Inter national in den letzten zwei Jahren auch 70 Millionen in Österreich und dehnte seine Tätigkeiten auf Bereiche wie Immobilien, Autos, Freizeit und vieles mehr aus. Gewinne werden stets wieder in die Firma investiert und mit Begriffen wie Pension oder Hobby kann Michael Leier wenig anfangen: „Ich brauche privat keinen Luxus. Mir reicht gute Lebensqualität mit Familie und Freunden und mein Hobby ist Lei er International.“ Dass dies noch lange so bleiben möge, wünschen sich seine Nachfolger Thomas und Matthias. n
B eim Gespräch in der Leier- Zentrale in Horitschon sitzt zusammen mit Michael Lei er eine der zwei Vertrauenspersonen am Tisch, von denen er überzeugt ist, dass sie das Unternehmen Leier International in eine gute Zukunft steuern: „Meine Enkelsöhne Thomas und der heute nicht anwesende Mat thias Ebner sind schon ab ihrem 10. Lebensjahr spielerisch in das Unter nehmen hineingewachsen.“ Mittler weile sind die beiden ebenfalls Ge sellschafter und Geschäftsführer von Leier International: „Wir lernten von ihm, wie ein Unternehmen zu führen und wie wichtig der respekt volle Umgang mit Mitarbeitern und Partnern ist.“ Kontinuierliche Expansion Mit viel Fleiß und dem Ehrgeiz, selbst etwas zu schaffen und weiterzuentwi ckeln, eröffnete Michael Leier schon 1965, also vor 60 Jahren, mit Ehefrau Erna einen kleinen Sparmarkt in Ho ritschon und bald darauf einen in Oberpullendorf, ehe mit den ersten Baustoffwerken in Horitschon und
Frauenkirchen der Einstieg in die Bau branche erfolgte. Risikobereit tätigte er auch erste Investitionen im noch kom munistischen, abgeschotteten Ungarn und später auch in Polen, der Slowakei und Rumänien: „Überall mit fairen
Die österreichische Politik muss dafür sorgen, dass das Weiterarbeiten für dringend benötigte und qualifizierte Pensionisten attrakti ver wird und die überzogene Bürokratie beseitigt wird, um die schlechte Wirtschafts lage zu verbessern.
Michael Leier und Thomas Ebner Geschäftsführende Gesellschafter
FOTOS: JANSENBERGER FOTOGRAFIE
WEEKEND BUSINESS | 25
SALZBURG TOP FAMILIEN BETRIEB
Michele Haindl profitiert als zukünftige Geschäftsführerin von der langjährigen Erfahrung ihrer Mutter Nicola.
QimiQ Vor 30 Jahren revolutionierten Rudolf Haindl und Haubenkoch Hans Mandl mit der Idee einer „gelingsicheren“ Sahne-Basis die Lebensmittelindustrie. Nun startet die nächste Generation durch: Michele Haindl führt das Familienunternehmen in die Zukunft und war maßgeblich an der Markteinführung von „QimiQ Vegan“ beteiligt. GELINGSICHERE ERFOLGSBASIS
TEXT: SANDRA EDER
26 | WEEKEND BUSINESS
BUSINESS
FACTS Sahne-Basis made in Salzburg.
eine großzügige Showküche im Erd geschoss eingebaut, die für Produkt vorführungen und auch für den Dreh von Social-Media-Videos genutzt wird. Die Marketingstrategie trägt ganz klar die frische, junge Handschrift der Ju niorchefin. „Ich betrachte Trends im Food-Business aus einem anderen Blickwinkel – das ist sicher ein Vor teil.“ Gleichzeitig profitiert sie von der langjährigen Erfahrung ihrer Eltern in Sachen Mitarbeiterführung. Sie sind zudem gute Ratgeber, wenn es dar um geht, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Ruhe zu bewahren. „Ein einhalb Jahre nach der Produktein führung hatten wir damals mit dem BSE-Skandal zu kämpfen. Eine extrem harte Prüfung“, erinnert sich Nicola Haindl. Immerhin besteht das Produkt neben 99 Prozent frischer Sahne zu ei nem Prozent aus Rindergelatine. QimiQ goes vegan Doch auch in dieser Hinsicht hat sich QimiQ weiterentwickelt – und seit Juni 2025 ist die erste vegane Li nie auf Kokosfettbasis im Sortiment. Drei Jahre lang wurde an einem pal mölfreien Produkt getüftelt, das den hohen firmeninternen Ansprüchen entspricht. „Wir wollten in jeder Hinsicht so nah wie möglich am Ur sprungsprodukt bleiben“, so Michele Haindl. Die Idee von einst ist eben bis heute einmalig gut. n „QimiQ“ ist eine Wortschöp fung aus „quick“ und „milk“. Das Unternehmen vertreibt eine patentierte Sahne-Basis im Groß- und Einzelhandel, entwickelt Frische- und Con venience-Produkte sowie ganzheitliche Food-Kon zepte. Sämtliche Produkte stammen aus eigener Ent wicklung und sind gluten-, palmöl- und gentechnikfrei.
Drei Jahre lang wurde am ersten veganen QimiQ getüftelt, seit Juni ist es im Handel erhältlich.
viel aufgeschnappt, wovon ich heute profitiere.“ Seit 2014 ist die 32-Jährige selbst im Betrieb tätig – vom Vater nach dem Studium geschickt zurück nach Salzburg gelockt. „Er hat mich immer wieder nach meiner Meinung gefragt – und so mein Interesse geweckt“, er innert sich Michele. Von Hof in die Welt Dass QimiQ heute in der beschau lichen Gemeinde Hof bei Salzburg angesiedelt ist, war übrigens purer Zufall. „Eine Mitarbeiterin hat uns von freien Räumlichkeiten erzählt – die grüne Umgebung passt zum Produkt, die Lage im Zentrum Europas zu un seren Plänen“, erzählt Nicola Haindl. Aus einem kleinen Büro entstand über die Jahre eine große, moderne Firmen zentrale. 2024 wurde unter anderem Mit Herz führen. Das ist es, was ich von meinen Eltern als wichtigstes Erfolgsrezept vermit telt bekommen habe.
M ichele Haindl war gerade einmal acht Jahre alt, als ihr Vater Rudolf Haindl im Jahr 2001 mit seinem Partner das erste QimiQ-Produkt auf den Markt brach te – und mit einem weltweit patentier ten Herstellungsverfahren die erste natürliche Sahne-Basis entwickelte. „Wer braucht denn sowas?“, hieß es anfangs in der Lebensmittelbranche. Profis wie Hobbyköche, vor allem aber die Industrie, erkannten rasch die Vor teile der gelingsicheren Sahne, die auch im Zusammenspiel mit Säure, Alkohol oder Hitze nicht gerinnt. So wird QimiQ unter anderem von gro ßen Torten- und Soßenproduzenten verwendet und exportiert mittlerwei le in 37 Länder weltweit. Geblieben ist die familiäre Atmosphäre. „Wir sind ein kleines, feines Team und schätzen die Flexibilität, Dinge schnell umset zen und verändern zu können“, sagt Juniorchefin Michele Haindl. Sie selbst wuchs quasi im Unternehmen auf. Neben Vater Rudolf ist auch Mutter Nicola von Anfang an dabei und für den Exportbereich zuständig. „Ich bezeichne QimiQ oft spaßhalber als mein Geschwisterchen“, so Michele. Nicht selten erledigte sie in ihrer Kind heit die Hausaufgaben im Büro der Eltern – und wurde in der Betriebs küche von Mitgründer Hans Mandl mit Köstlichkeiten verwöhnt. „Ich habe es immer geliebt – und nebenbei
Michele Haindl Zukünftige QimiQ- Geschäftsführerin
FOTOS: WILDBILD/GÜNTER FREUND, QIMIQ HANDELS GMBH
WEEKEND BUSINESS | 27
TIROL TOP FAMILIEN BETRIEB
Bei HELLA stehen Innovation und Tradition nicht im Widerspruch. Was HELLA bewegt, sind die Menschen dahinter – und unser Team rockt das jeden Tag aufs Neue. Ich bin stolz, mit so starken Leuten zu arbeiten!
Franz Kraler
Andreas Kraler
HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH In dritter Generation bringt das Osttiroler Familienunternehmen frischen Wind in die Welt des Sonnenschutzes. Tradition trifft Innovation – und das mit ziemlich viel Sonne im Herzen. SCHATTEN, DER ZUKUNFT SCHAFFT
TEXT: MEL BURGER
FOTO: HELLA SONNENSCHUTZ GRUPPE
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BUSINESS
FACTS Aus einer Hand.
Das Bekenntnis zur Qua litätsführerschaft wird bei der Entwicklung der Produkte als auch bei der vertikalen Wertschöpfung konsequent verfolgt. HELLA liefert nicht nur die Produkte und die Software, sondern sorgt auch für Montage und After- Sale-Service (Reparatur und Ersatzteile).
Andreas „André“ Kraler, viel unterwegs für die Firma, sagt: „Ich bin zu Hause, wo ich gerade bin. Es könnte mehr Zeit im Werk sein.“
Effizienz im Fertigungsprozess ent wickeln“, erklärte Andreas Kraler bei einer Firmenführung, die sowohl für Kunden, Architekten, Planer aber auch für die eigenen Mitarbeiter ge macht werden.
W as 1959 als Zwei-Mann-Be trieb in Abfaltersbach nach dem Kauf der Firma Hella von Alois Kraler begann, ist heute ein Global Player mit Herz und Hand schlagqualität: HELLA, das Famili enunternehmen in dritter Generation, bringt Sonnen-, Licht- und Wetter schutzlösungen aus Osttirol in die ganze Welt – und das mit Stil. Bei HELLA nicht nur geschraubt, sondern gedacht – mit Liebe zum Detail und einem klaren Blick nach vorn. Heute führt Andreas Kraler das Unterneh men – und zwar nicht aus dem Elfen beinturm, sondern mit offenen Ohren, viel Bodenhaftung und dem festen Glauben daran, dass gute Ideen am besten im Team entstehen. Effizienz trifft Erfahrung Was HELLA seit jeher auszeichnet? Ein gutes Gespür für das Wesent liche. Als Familienunternehmen mit weiteren Niederlassungen in neun europäischen Ländern, setzt der Betrieb auf eine Produktion, die durchdacht, effizient und zu kunftsorientiert ist – ohne dabei den Menschen aus dem Blick zu verlieren. „Durch Ideen von unse ren Mitarbeitern in der Produkti on angeregt, konnten wir über die Jahre Maschinen für noch höhere
Der Grundstein „Mein Großvater, Alois Kraler, Bür germeister sowie Landwirt, kaufte vor 66 Jahren einen kleinen Betrieb aus einer Konkursmasse auf und gründete mit einem übernomme nen Mitarbeiter die Frima HELLA, um etwas für die Region und seine Familie zu schaffen. 1974 folgte Sohn Franz Kraler in den Betrieb und sorg te für internationale Expansion. Von 2004 bis 2016 übernahm die HELLA Gruppe 15 Unternehmen. Durch wirtschaftliche Kontinuität konnte der Umsatz von 25 Millionen inner halb 20 Jahren auf über das 8-fache (217 Mio. Euro im Jahr 2022) gestei gert werden. Verantwortung mit System Produkte von HELLA helfen, Energie zu sparen, noch bevor man an die Klimaanlage denkt. In der Produktion setzen alle auf smarte Prozesse und möglichst wenig Abfall. Wichtigste Devi se ist: Was lange hält, muss nicht ständig neu gemacht werden. Nachhaltigkeit ist kein Schlag wort, sondern fester Bestandteil – in Produktentwicklung, Unterneh menskultur und Verantwortung gegenüber zukünftiger Gene rationen. n
Innovation ist in unserer Unter nehmens-DNA verankert und Bekenntnis, gerade in herausfordernden Zeiten.
Andreas Kraler Geschäftsführender Gesellschafter der HELLA Gruppe
FOTOS:MEL BURGER
WEEKEND BUSINESS | 29
BUSINESS KÄRNTEN TOP FAMILIEN BETRIEB
Erhard und Caroline Lengfeldner
Die Klagenfurter USP-Innovation GmbH produziert seit 20 Jahren Naturkosmetik- Produkte der Linie CA&LE, die auf einem ganzheitlichen Konzept der Hautgesund heit beruhen und in der Herstellung vollkommen eigenständige Wege gehen. CA&LE Cosmetics DIE KRAFT DER NATUR
TEXT: STEFAN KOHLMAIER
BUSINESS
Im Labor von CA&LE Cosmetics wird Astaxanthin, das „Überle bensserum der Rotalgen“, zu hochwertigen Pflegeprodukten verarbeitet.
Gemmotherapie (Sprossentherapie) bereichern“, gibt Erhard Lengfeld ner einen Ausblick in die Zukunft der CA&LE-Linie. Loyale Kundschaft Der Vertrieb der CA&LE-Artikel geht auf mehreren Ebenen vonstatten: Die Produkte werden sowohl über einen Webshop sowie den Verkauf vor Ort als auch in erstklassigen Spas (z.B. Mountain Resort Feuerberg oder Schlosshotel Velden), Kosme tikstudios und Apotheken an eine stetig wachsende treue Kundenschar gebracht. Für Caroline Lengfeldner ist der hohe Stammkundenanteil der beste Beweis für die hervorragende Qualität ihrer Produkte sowie eine tragende Säule eines erfolgreichen Empfehlungsmarketings. n FACTS Anti-Aging-Geheimtipp. Der aus Rotalgen extrahier te Wirkstoff Astaxanthin entfaltet eine ca. 7.000-mal stärkere Wirkung als Vitamin C und schützt die Haut zellen langanhaltend und ausgesprochen effizient vor Alterungsprozessen, die von oxidativem Stress in Gang gesetzt werden. Daher zäh len Astaxanthin-Produkte auch zu den Flaggschiffen der CA&LE-Linie.
herstellen. So wie auch alle unse re Formulierungen, die perfekt auf jeweils unterschiedliche Hautty pen abgestimmt werden“, skizziert Lengfeldner das CA&LE-Prinzip. Ferner seien sämtliche Duftnoten und Farben der Kosmetika natürli chen Ursprungs und auf die jeweili gen in ihnen enthaltenen Wirkstoffe zurückzuführen. Und selbst in der Fertigung von Zwei-Phasen-Produk ten gehe man eigenständige Wege, wie Erhard Lengfeldner ausführt: „Anstelle konventioneller Emulga toren wie Fettalkohol setzen wir auf Phosphatidylcholin, wodurch das Auftreten eines Wash Out-Effekts, der die Haut austrocknen lässt, un terbunden wird.“ Moderne Forschung Neben der Forschungstätigkeit zur beständigen Optimierung der eige nen Produkte greift die USP-Innova tion GmbH mit ihrer Expertise auch anderen Unternehmen auf dem Kos metiksektor, die ihre Erzeugnisse verbessern möchten, beratend unter die Arme. Darüber hinaus wickelt sie die Herstellung der Produkte in ternationaler Kunden wie Tätowie rer oder Schönheitschirurgen ab. „In Zukunft möchten wir unsere Kos metik außerdem im Sinne des Lon gevity-Konzepts weiterentwickeln und etwa mit Wirkstoffen aus der
I m Herzen Klagenfurts, um geben von einer idyllisch anmutenden Landschaft, produziert die USP-Innovation GmbH die Naturkosmetik-Produkte der Linie CA&LE. Laut Caroline Lengfeldner, die das Unternehmen vor mittlerweile 20 Jahren mit ihrem Mann Erhard aus der Taufe gehoben hat, spiegelt dieses natürliche Um feld, abseits von industriellen Pro duktionsstrukturen, auch die Pro duktphilosophie ihres Hauses wider. „Wir richten unser Augenmerk auf die Herstellung perfekter Cremen für die Hautgesundheit, die den Ge brauch von klassischer Schminke idealerweise obsolet machen“, fasst Lengfeldner den Anspruch an ihre Erzeugnisse treffend zusammen. Natürliche Alternative Als Konsequenz daraus verzichtet CA&LE vollständig auf den Einsatz potenziell hautschädigender Kon servierungsmittel und Stabilisatoren wie Weißmacher, Soft-Touch-Ver besserer oder pH-Wert-Regulierer. Diese sind laut Erhard Lengfeldner vor allem als Zugeständnis an den Handel zu verstehen, um Kosmetik produkten eine längere Haltbarkeit von bis zu zehn Jahren zu verleihen. „Stattdessen arbeiten wir ausschließ lich mit pflanzlichen Stoffen, die wir selbständig in unserem Labor
Die Zukunft der Produkte wird vom Longevity-Konzept geprägt sein.
Erhard Lengfeldner USP-Innovation GmbH
FOTOS: STUDIOHORST
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BUSINESS
ZÄUNE FÜR GENERATIONEN
Design mit Substanz GUARDI steht für designstarke Aluzäune – wartungsfrei, maßgefertigt und nachhaltig. Das ist Lebensqualität made in Austria.
ANZEIGE FOTOS: GUARDI GMB
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wird maßgefertigt, jedes Design indi viduell abgestimmt. Vom verspielten Familiengarten bis zur minimalisti schen Architektenvilla. Nachhaltig gedacht Dabei geht es nicht nur um Technik. Sondern um Identität. GUARDI ver arbeitet recyceltes Aluminium, denkt Nachhaltigkeit zu Ende – und ge staltet Produkte, die Jahrzehnte
schichte zu werden. Dass er mit wächst, mitfühlt, mitträgt. Und dass er ein sichtbares Zeichen dafür ist: Hier wird gelebt – mit Anspruch, mit Gefühl, mit Weitblick. Erfolgsgeschichten nach Maß Seit über 25 Jahren formt GUARDI diese Geschichten. Mit Aluzäunen, die witterungsfest und wartungsfrei sind – aber nie seelenlos. Jeder Zaun
W as, wenn ein Zaun nicht einfach nur trennt – son dern verbindet? Wenn er nicht nur schützt, sondern Persön lichkeit zeigt? Wenn er mehr ist als Metall – sondern Haltung, Stil und ein Versprechen an die Zukunft? GUARDI steht für diese Idee Die Idee, dass selbst ein Zaun das Potenzial hat, Teil einer Lebensge
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Ein GUARDI-Zaun ist nicht nur ein Produkt – er ist
ein Teil Ihres Lebensraums.
Element gefertigt wird. Und in der Vision, dass Menschen in Österreich nicht einfach nur wohnen wollen – sondern ankommen. Statement mit Stil Ein Zaun von GUARDI ist kein Kompromiss. Er ist ein Statement. Für Schönheit. Für Beständigkeit.
Für ein Zuhause, das mehr ist als vier Wände – es ist ein Gefühl, das bleibt. n
überdauern. Nicht als Mode. Sondern als Konstante. Gut ankommen Der Geist von GUARDI lebt in je dem Detail. In der Planung, in der Beratung, im Montageservice, der hält, was er verspricht. In der Lei denschaft, mit der jedes einzelne
www.guardi.at
FACTS n Über 25 Jahre öster reichische Handwerks- und Designkompetenz n Maßgefertigte Aluzäu ne, Tore & Balkonge länder n Kein Streichen, kein Rosten – wartungsfrei n Produktion mit recycel tem Aluminium n 20 Jahre Garantie auf Beschichtung n Service mit persönli cher Handschrift n Ausdruck von Stil und Beständigkeit
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I hre Nachbarn werden vor Neid rosten!
Jetzt GRATIS Beratungstermin vereinbaren!
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SPORTLER ALS LEHRMEISTER
Business Coaches Zahlreiche ehemalige Profisportler sind mittlerweile als Business Coaches aktiv. Wir präsentieren die erfolgreichsten heimischen Vertreter und analysieren, welche sportlichen Erfolgsformeln auch für die Wirtschaft attraktiv sind.
TEXT: SANDRA EDER & STEFAN KOHLMAIER
THOMAS GEIERSPICHLER
Kraft aus der Krise Ein schwerer Unfall veränderte Thomas Geierspichlers Leben – und führte ihn an die Weltspitze des Para-Sports. Heute ist er Paralympics-Goldmedaillengewin ner, Weltrekordhalter und gefragter Vortragender. In seinen Keynotes spricht er über innere Stärke, Selbstüberwindung und die Frage, was möglich
ist, wenn man an sich glaubt. Geierspichler gibt keine einfa chen Antworten, sondern teilt persönliche Erfahrungen, die zeigen, wie man sich auch unter schwierigen Bedingun gen neu ausrichten und weiterentwickeln kann. Vortragsthemen ■ Wer Visionen hat, kann Grenzen überwinden ■ Alles ist möglich dem, der da glaubt ■ Entzünde das Feuer in dir ■ Nix hob i scho moi fix ■ Durchgehen statt durchdrehen ■ Wozu du fähig bist ■ Visionen machen scheinbar Unmögliches möglich Kontakt www.geierspichler.com
FOTOS: THOMAS GEIERSPICHLER: LUKAS CHARWAT, WWW.CHALUK.COM; DIETER KALT: CÄCILIA FENZL-REICHEL; HINTERGRUND TAFEL: ISTOCK PHOTO, ILKERCELIK; HINTERGRUND BLAUE LICHTER: ISTOCKPHOTO.COM, AMORE AL ARTE; MONTAGE WEEKEND MAGAZIN
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BUSINESS
DIETER KALT
Inspirierender Teamplayer Der neunfache nationale und internationale Eishockeymeis ter sowie 17-fache WM-Teilnehmer Dieter Kalt hilft Führungs kräften und Teams dabei, unter Druck Klarheit zu gewinnen, handlungsfähig zu bleiben und eine Kultur zu errichten, die Leistung, Menschlichkeit und Freude vereint. Dafür vermittelt er ihnen die Kompetenzen und Fähigkeiten, die ihn das Eis hockey gelehrt hat: ein blitzschnelles Antizipieren und Ent scheiden unter Druck, Teamwork auf höchstem Niveau sowie die „Next Play“-Mentalität, die verhindern soll, dass man sich von Misserfolgen entmutigen lässt oder sich auf Triumphen ausruht. Vortragsthemen ■ Keynotes & Impulse: inspirierend, praxisnah, mit Storytelling & Action-Steps ■ Leadership-Workshops & modulare Leadership Journeys: Aufbau einer „Champions-Leadership“-Kultur
■ Executive Coaching (1:1): Sparring auf Augenhöhe für Leader & High Potentials ■ Leadership Retreats: intensive Arbeit an Leadership, Team & Kultur ■ Kulturentwicklung „Champion Culture“:
langfristige Begleitung für nachhaltigen Erfolg
Kontakt www.dieterkalt.com
E hemalige Profisportler, die nach dem Ende ih rer erfolgreichen aktiven Karriere eine Laufbahn als Business Coach ein schlagen, stellen längst kein Kurio sum im Wirtschaftsleben mehr dar. Vor allem Führungskräfte nehmen ihre Dienste in Anspruch, um ihren Führungsstil zu verbessern, ihre Stress-Resilienz zu stählen, ihre Entscheidungsfindungskompetenz zu schärfen oder ihren Motivati onsfähigkeiten einen Feinschliff zu verleihen. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich dabei nämlich um
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BUSINESS
ALEXANDRA MEISSNITZER
Stärke durch Wandel Alexandra Meissnitzer kennt Er folg, Druck und Umbruch aus eigener Erfahrung – als Welt cup-Gesamtsiegerin, Doppel weltmeisterin und langjährige Spitzensportlerin. Nach ihrer Karriere wechselte sie in die Wirtschaft, absolvierte ein MBA-Studium und ist heute als Keynote Speakerin tätig. In ih ren Vorträgen spricht die erfolg reiche ORF-Kommentatorin über mentale Stärke, Teamdynamik und den produktiven Umgang mit Veränderungen.
Vortragsthemen ■ Umgang mit Rückschlägen: Comeback-Mentalität ■ Selbstführung & Motivation ■ Parallelen zwischen Sport & Wirtschaft ■ Achtsamkeit, Resilienz, Ziel- setzung im Führungsalltag ■ Veränderung als Wachstumstreiber Kontakt www.meissnitzer.com
selbst die talentiertesten Individu alisten bleiben deutlich hinter ih ren Möglichkeiten zurück, wenn sie nicht als ein ideal aufeinander abgestimmtes Kollektiv agieren. Erfolgstrainer wie Jürgen Klopp gelten daher als Musterbeispiele im Erkennen sowie dem gezielten Einsatz der subjektiven Stärken aller Teammitglieder.
Qualitäten, die sowohl im Spitzen sport als auch im Geschäftsleben zu den relevantesten Erfolgsfaktoren zählen. Effiziente Teamarbeit So verdeutlichen Mannschaftssport arten beispielsweise ungemein an schaulich den unschätzbaren Wert einer gelungenen Teamarbeit. Denn
Zielsetzung & Optimierung Eine präzise Zielsetzung und ein intrinsischer Antrieb zur kontinu ierlichen Optimierung der eigenen Stärken zählen ebenfalls zu den Tugenden, die sowohl Sportler als auch Führungskräfte verinnerlicht haben sollten. Der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo gilt etwa trotz seiner bereits 40 Jahre
RALF RANGNICK
Führung mit Vision Ralf Rangnick steht für strategisches Denken, klare Prinzipien und nach haltigen Teamerfolg. Als Trainer, Sportdirektor und Teamchef hat er bewiesen, wie man aus individuel len Stärken funktionieren
Unternehmen ergeben sich daraus konkrete Impulse für Leadership und Teamstruktur. Vortragsthemen ■ 10 Grundsätze wirksamer Führung ■ Scouting & Teambuilding: Die richtigen Leute finden ■ Motivation in Krisenzeiten ■ Verantwortung als Schlüsselfaktor im Team Kontakt www.ralfrangnick.com
de Einheiten formt. In seinen Vorträgen gibt er Einblick in seine Führungsphilosophie – vom Talentmanage ment über Entschei
dungsprozesse bis hin zur Verantwor tungskultur. Für
FOTOS: HINTERGRUND BLAUE LICHTER: ISTOCKPHOTO.COM; ALEXANDR MEISSNITZER: THOMAS RAMSTORFER; RALF RANGNICK: GEPA PICTURES/CHRISTIAN MOSER
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KMU GOES INTERMODAL: DAS INTERMODAL-COACHING
Die WK Wien bietet für interessierte Mitglieder der Sparte Industrie sowie Sparte Transport und Verkehr die Durchführung eines geförderten Intermodal-Coachings an!
© Joachim Berninger | stock.adobe.com
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FELIX GOTTWALD
Einfach dein Bestes geben Felix Gottwald befasst sich mit der Frage, wie Menschen aus eigener Kraft wachsen – im Beruf wie im Leben. Als dreifacher Olympiasieger und einer der erfolgreichsten Wintersportler Ös terreichs kennt er die Bedeutung von Selbstdisziplin, Fokus und mentaler Klarheit. Heute unterstützt er Unter nehmen in Veränderungsprozessen und vermittelt Impulse zu Motivation, Gesundheit und Selbstführung. Sein Zugang ist persönlich, praxisorientiert und getragen von der Überzeugung, dass Entwicklung immer möglich ist.
Vortragsthemen ■ Motivation: Annehmen. Ausrichten. Aufblühen. Veränderung einfach meistern ■ Gesundheit: Bewegt. Bewusst. Belebt. Vitale Rituale integrieren ■ Veränderung: Mutig.
Mächtig. Motiviert. Inneres Momentum beibehalten Kontakt www.felixgottwald.at
nach wie vor als Topstürmer, da er seine ehrgeizig definierten Erfolgs ziele nie aus den Augen verliert und sein Trainingseifer ungebrochen ist.
strategisch kluge Entscheidungen zu fällen und eine klare Kommu nikations- und Vertrauenskultur zu pflegen. Per Mertesacker, der Fuß ballweltmeister von 2014 und jetzige Leiter der Arsenal Academy, erhob diese Fähigkeiten zum Beispiel zu Schlüsselkompetenzen des langfris tigen Erfolgs für Unternehmen und Sportvereine.
Nachhaltige Erfolgskultur Abschließend kann festgehalten werden, dass viele Erkenntnisse des Profisports auch für Führungs kräfte von unschätzbarem Wert sind und ihre Integration in die jeweilige Unternehmenskultur trägt zu einer Leistungssteigerung bei und forciert den Aufbau einer nachhaltigen Er folgskultur. n
Schlüsselfaktoren anhaltenden Erfolgs
Darüber hinaus macht es sich im wirtschaftlichen wie auch im sportlichen Wettbewerb bezahlt,
LISA BUCHNER
Mut zum Aufbruch Lisa Buchner bringt Erfahrungen aus dem Extremsport in die Welt von Wirtschaft und Veränderung. Als erste Wingsuit-Trainerin Österreichs weiß sie, wie man in Ausnahmesitua tionen handlungsfähig bleibt, Risiken bewusst eingeht und neue Perspek tiven gewinnt. In ihren Vorträgen spricht sie über Entscheidungsstärke, Resilienz und den Mut, neue Wege zu gehen – mit Blick auf die Realität von Wandel und Führung in Unter nehmen.
Vortragsthemen ■ S pring! Wenn wir
fallen und trotzdem fliegen ■ Mut und Resilienz in Extremsituationen ■ Rückschläge als Wachstumsmotor ■ Vertrauen und Teamwork im Grenzbereich ■ Female Empowerment in Leadership-Rollen ■ Zielverwirklichung trotz Widerstand Kontakt www.lisabuchner.at
FOTOS: HINTERGRUND BLAUE LICHTER: ISTOCKPHOTO.COM;; FELIX GOTTWALD: FOTOATELIER ROBERT FRANKL; LISA BUCHNER: NIKO ZUPARIC / RED BULL CONTENT POOL
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