Weekend Magazin Tirol 2025 KW40

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SHORT TALK

Bildungswege und Arbeitsmarkt

Wo sehen Sie im Moment die größten Herausforderungen für Jugendliche am Ende der Unterstufe? Ich empfehle al len Jugendlichen, die vielfäl tigen Unterstützungsangebo te frühzeitig zu nutzen. Wer sich rechtzeitig mit den eige nen Stärken auseinander setzt, hat es deutlich leichter, den passenden Berufsweg zu finden. Der Berufsorien tierungsunterricht und digita le Tools wie der ‚Interessen check‘ oder die Plattform www.berufsreise.at bieten dabei eine wertvolle Orientie rungshilfe über alle Berufso rientierungsangebote in Tirol.

Welche Unterstützungen gibt es, wenn der weitere Bil dungsweg von den Eltern nicht finanziert werden kann? In Tirol soll niemand aus finan ziellen Gründen auf eine Ausbildung verzichten müs sen. Es gibt zahlreiche Bei hilfen und Förderprogramme für Schule, Lehre und Wei terbildung. Neben der Schul beihilfe stellt das Land Tirol auch ein eigenes Stipendium für Schüler weiterführender Schulen zur Verfügung. Was machen Schüler nach der Ausbildung, wenn Sie keine Jobs finden? Ich kenne derzeit einige Matura-

abgänger, die keine Chance bekommen. Auch nach der Ausbildung sind Schüler nicht auf sich gestellt: Die Bildungsdirektion, das Ar beitsmarktservice, die Arbei terkammer und die Wirt schaftskammer unterstützen bei der Berufsorientierung, der Bewerbung und dem Einstieg ins Berufsleben. Die größte Herausforderung ist es, trotz vieler Zuständigkei ten gemeinsame Lösungen zu finden. Dafür müssen Bund, Gemeinden und Leh rer gut zusammenarbeiten. Gute Bildung gelingt nur, wenn alle zusammenhelfen.

Cornelia Hagele Landesrätin für

Bildung und Gesundheit

FOTO: LAND TIROL/SEDLAK

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