Weekend Magazin Steiermark 2025 KW42
CHRISTIAN BALE
MEGAN FOX
JENNIFER ANISTON
GRÜNE ZUKUNFT: ENERGIE STEIERMARK VORSTÄNDE IM GESPRÄCH
VERRÜCKTE MACKEN DER PROMIS
NR. 13 • 16./17. OKTOBER 2025
STEIERMARK
GUTE NACHT SCHLAF DICH GESUND
TALK SCHAUSPIELER SIMON SCHWARZ IM INTERVIEW
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FOTO DER WOCHE
COVERFOTOS: ENERGIE STEIERMARK: CHRIS ZENZ; MEGAN FOX: DANIEL CARDENAS/ANADOLU AGENCY/VIENNAREPORT; CHR. BALE: MAURITIUS IMAGES/ZUMA PRESS, INC./ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS; JEN. ANISTON: IMAGO/UPI PHOTO/ALEX GALLARDO; BLAUER HG: HAIKEIYA/ISTOCK/GETTY IMAGES; BEMALTE FRAU MIT BLUMENKRANZ+HG: KI-GENERIERTES BILD BY ADOBE FIREFLY/ADOBE INC.
ERLEUCHTUNG. Vor den To ren der thailändischen Haupt stadt Bangkok befindet sich der „Pavillion der Erleuchte ten.“ Er soll Besuchern zeigen, dass jeder Erleuchtung erlan gen kann, egal welche Religi on oder Weltanschauung er hat. Jedem ist es also möglich, das Nirwana zu erreichen und frei von Sorgen zu leben.
FOTO: AAPHAKON YUSOMSRI/ISTOCK/GETTY IMAGES
STORYS
REUMÜTIGE ERFINDER. Obwohl ihre Entwicklungen neue Zeitalter der Menschheitsgeschichte einläuteten, wandten sich diese Erfinder mit Entsetzen von ihren Schöpfungen ab, die ihnen ein Leben lang schwer auf der Seele lasteten. Von Stefan Kohlmaier B eim Anblick des gigantischen Atompilzes, der den Him mel über dem Testzentrum in New Mexico gespenstisch erleuchtete, ging dem Vater der Atombombe, Robert Op penheimer, ein Zitat aus der religiösen Hinduschrift Bhagavad Gita durch den Kopf: „Ich wurde der Tod, Zerstörer der Welten.“ Dem philosophieaffinen Physiker wurde in diesem Augenblick seine innere Zerrissenheit zwischen wissenschaftlichem Triumph und moralischem Grauen bewusst, die ihn bis an sein Lebens- ende begleiten sollte. Denn nach dem Atombombenabwurf auf Nagasaki, der in etwa 64.000 Menschen das Leben kostete, fühl ten sich seine Hände, nach eigenen Angaben, blutverschmiert an. Oppenheimers daraufhin erfolgte Zusammenarbeit mit der US- Atomenergiebehörde, die auf eine starke Kontrolle des Einsatzes von Kernwaffen abzielte, kann somit als Versuch der moralischen Die Dämonen großer Geister
Ganz schön skurril: Diese Erfindung soll Salz ersetzen. Mehr unter: weekend.at/salz-ersatz
Wiedergutmachung angesehen werden. Unfreiwilliger Rüstungspionier
Mit ähnlichen quälenden Gewissensbissen hatte ein weiterer Pi onier der Rüstungsindustrie wider Willen zu kämpfen. Der schwedische Chemiker Alfred Nobel erfand das Dynamit,
FOTOS:HINTERGRUNDBILD: LUCKYBUSINESS/ISTOCK/GETTY IMAGES, KAFFEEKAPSELN: COLOURBOX.DE/ERICH FEND, ATOMBOMBE: CURRAHEESHUTTER/ISTOCK/GETTY IMAGES, OPPENHEIMER: MAURITIUS IMAGES/TOPFOTO
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STORYS
Umweltschädlich Die zündende Idee für die Herstellung von Kaffee kapseln brachte John Sylvan Millionen ein. Trotzdem kann er es sich nicht verzeihen, damit für ein globales Müllproblem verantwortlich zu sein.
Massenvernichtung Robert Oppenheimer fühlte sich bis an sein Lebensende für die Abertausen den Todesopfer des Atombombenab wurfs über Nagasaki verantwortlich und machte sich ab diesem Zeitpunkt für eine starke Reglementierung des Einsatzes von Kernwaffen stark.
Robert Oppenheimer
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STORYS
das sich als sicherer und trotzdem wirkmächtiger Sprengstoff zum Verkaufs schlager des Bergbauunter nehmens seiner Familie ent wickelte. Der Umstand, dass es alsbald dafür missbraucht wurde, Soldaten auf den Schlachtfeldern in Stücke zu reißen, brachte ihm den we nig schmeichelhaften Spitz namen „Händler des Todes“ ein. Um Abbitte zu leisten, rief er die Nobelpreisstiftung ins Leben, der er sein gesam tes Vermögen vermachte. Sie vergibt unter anderem jähr lich den Friedensnobelpreis an außergewöhnliche Frie densstifter. Destruktive Begleiterscheinungen Doch auch die Erfinder ge waltfreier Technologien, die das Leben der Menschheit insgesamt verbessern soll ten, haderten oftmals mit den unbeabsichtigten Be gleiterscheinungen ihrer Kreationen. So verdammte etwa der Schöpfer des Fern sehens, Philo Farnsworth, das Medium, in Anlehnung an Karl Marx, als das Opium
Bedrohlich Nobelpreisträger Geoffrey Hinton bereut mittlerweile seine Erfindung der künstlichen Intelligenz bitterlich, da er ihr ein apokalyptisches Potenzial attestiert.
Geoffrey Hinton
des Volkes. In seiner Vision sollte das Fernsehen ein Werkzeug des Lernens sein und den kulturellen Aus tausch zwischen den Men schen fördern. Seine schluss endliche, oftmals ausschließ lich berieselnde Nutzung empfand er jedoch als Zeit verschwendung. Noch dras tischer ging Geoffrey Hin ton, der Pate der künstlichen
Intelligenz (KI), mit seiner Erfindung ins Gericht. Der Nobelpreisträger von 2024 sieht aufgrund seiner Schöp fung apokalyptische Zeiten für die Menschheit anbre chen. Neben der massenhaf ten Verbreitung von mani pulativen Fehlinformationen prophezeit er in diesem Kontext eine gigantische Vernichtung von Arbeits plätzen. Unlängst prognosti zierte er, dass aufgrund der sich rasant weiterentwi ckelnden KI in Verbindung mit der humanoiden Robo tertechnologie bereits 2030 gut 99 Prozent der Arbeits plätze obsolet sein könnten. Globale Müllberge Von den Auswüchsen der Konsumkultur zeigte sich wiederum der Erfinder der Kaffeekapseln entsetzt. John Sylvan bescherte seine Inno vation einen nicht unerheb lichen Reichtum. Allerdings auch massive Schuldgefühle. Da die meisten Kapsel-Pro dukte nicht biologisch abbau
bar oder wiederverwertbar sind, habe er einen Beitrag zum globalen Anstieg eines schädlichen Müllaufkom mens geleistet. Sylvan plä diert daher für die Verwen dung von Kaffeefiltern. Kritik des Größenwahns Die reumütigen Gedanken der Erfinder bewahrheiten in gewisser Hinsicht die Er kenntnisse der Philosophen, die sich der Kritik des moder nen Größenwahns verschrie ben haben. Der kolumbia nische Fortschrittskritiker Nicolás Gómez Dávila formu lierte diesbezüglich etwa die Erkenntnis: „Die Hölle ist der Ort, an dem der Mensch alle seine Vorhaben verwirklicht vorfindet.“ Er wollte damit auf die Konsequenzen hinweisen, wenn sich der Mensch als das Maß aller Dinge begreift und sich ausschließlich auf den technischen Fortschritt ver lässt. Dieser Weg mündete für Dávila oftmals in eine morali sche, geistige und kulturelle Katastrophe. V
Philo Farnsworth
Sedierend Da sich das Fernsehen nicht zu einem Medium der Völkerverständigung und des Lernens entwickelte, verdammte es dessen Schöpfer, Philo Farnsworth, als Opium fürs Volk.
FOTOS: ROBOTER: DANIELVILLENEUVE/ISTOCK/GETTY IMAGES, HINTON: VIENNAREPORT/ ATILA ALTUNTAS / ANADOLU/ABACAPRESS.COM, SEDIEREND: LOLLOJ/ISTOCK/GETTY IMAGES, FARNSWORTH: MAURITIUS IMAGES/GPPHOTOSTUDIO/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS
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STORYS
Jeder Tropfen zählt
BLUT. Eine Krankheitswelle lässt die Blutreserven in Spitälern schwinden. Täglich werden rund 1.000 Konserven gebraucht, dennoch spendet nur ein kleiner Teil der österreichischen Bevölkerung. Zahlen und Fakten zum „Lebenselixier“. Von Simone Reitmeier
Bis zu 3 Menschenleben können mit einer Blutkonserve gerettet werden.
Blutkonserven So lange ist eine Blutkonserve haltbar, wenn sie bei vier Grad Celsius gelagert wird. Blut kann nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden.
42 Tage
331.312 wurden im Jahr 2024 in Österreich von 211.559 Menschen abgenommen. Blutkonserven
Blut ist gefragt
3.000 fehlen derzeit im Osten Österreichs (Wien, Niederösterreich und Burgenland). Alle 90 Sekunden wird in Österreichs Spitälern eine Blutkonserve benötigt. Das sind täglich rund 1.000 Stück. Blutkonserven
Bei einer Blutabnahme benötigt man nur wenige Milliliter. Bei einer Blutspende werden hingegen 465 ml Blut abgenommen.
FOTOS: JULOS/ISTOCK/GETTY IMAGES, ALEXANDRMOROZ/ISTOCK/GETTY IMAGES, IGOR PETROVIC/ISTOCK/GETTY IMAGES, PAVEL MURAVEV/ISTOCK/GETTY IMAGES
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STORYS
Für Spitäler ist Blut nicht kostenlos . Blutspendeorganisationen wie das Rote Kreuz stellen Verarbeitung, Logistik u. Ä. kostendeckend in Rechnung.
Blutgruppen
A positiv ist die häufigste Blutgruppe in Österreich, die seltenste AB negativ.
A
1901 In diesem Jahr entdeckte der Österrei cher Karl Landsteiner die Blutgruppen. Dafür erhielt er 1930 den Nobelpreis für Medizin.
0 negativ ist Universalspender. Das heißt, dieses Blut kann jedem gespendet werden. Allerdings können diese Menschen ausschließlich Blut ihrer eigenen Blutgruppe empfangen.
0
AB positiv ist Universalempfänger und kann somit Blut aller Blutgruppen empfangen.
AB
5-7 Liter
2.000 So oft fließt das Blut durch den Körper. mal pro Tag 96.000 Kilometer
So viel Blut hat ein erwachsener Mensch im Körper. Das entspricht in etwa 7 bis 8 Prozent des Körpergewichts.
So lang ist das Gefäßsystem eines Menschen, durch das das Herz Blut pumpt. Das entspricht mehr als dem zweifachen Erdumfang.
QUELLEN: ROTES KREUZ ÖSTERREICH, EUROPLASMA
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STEIERMARK INSIDE
STEIERMARK INSIDE
KOMMENTAR
Patrick Deutsch p.deutsch@weekend.at
Vergeben und vergessen
In Österreich kennt jeder jemanden, der jemanden kennt. Und meist auch jeman den, der „eine Rutsche legen“ kann. Ob bei Behördenwegen, im Berufsleben oder bei kleinen Gefälligkeiten – kaum jemand kann ehrlich behaupten, noch nie vom Vitamin B profitiert zu haben. Freunderl wirtschaft ist hierzulande kein Makel, son dern fast schon Volkssport. Was sonst im Stillen abläuft, hat für die ÖVP nun sicht bare Folgen. Klubobmann August Wögin ger musste sich wegen Postenschachers vor Gericht verantworten. Die Beweise waren eindeutig: Wöginger hatte beim da maligen Generalsekretär im Finanzminis terium, Thomas Schmid, interveniert, um einen Parteifreund als Vorstand des Finanzamts Braunau-Ried-Schärding zu platzieren. Eine besser qualifizierte Be werberin wurde dabei übergangen. Das Ergebnis: eine Diversion. Wöginger über nahm die Verantwortung, zahlte 44.000 Euro und bleibt ohne Eintrag im Strafre gister. Juristisch ist die Causa damit erle digt. Politisch allerdings bleibt sie ein Offenbarungseid. Konsequenzen? Keine. Bundeskanzler Christian Stocker sieht keinen Handlungsbedarf, Klubchef Wö ginger gilt weiterhin als unbescholten. Auch der parteiinterne Ethikrat, besetzt mit bekannten ÖVP-Granden wie Werner Fasslabend und Waltraud Klasnic, winkte den Fall durch. „Gebeichtet, vergeben, vergessen“, so die Devise. Für viele außerhalb der Volkspartei wirkt das weniger wie Einsicht, sondern wie Ablass handel mit Parteistempel.
Bundesminister Norbert Totschnig (l.), LH-Stellvertreterin Manuela Khom (3.v.l.) und Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (r.) gratulierten der Familie von Hans Seitinger zur Überreichung der hohen Auszeichnung.
Verdiente Auszeichnung. Für seine Verdienste um die Steier mark und insbesondere die heimische Land- und Forstwirtschaft wur de der verstorbene langjährige Agrarlandesrat Hans Seitinger posthum mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Im Rahmen einer feierlichen Verleihung überreichte Bundesminister Norbert Totschnig in Vertretung des Bundespräsiden ten die hohe staatliche Auszeichnung an seine Frau Anni Seitinger.
„Pfand macht satt“ Das Uniklinikum Graz hat gemeinsam mit Saubermacher eine Sammelak tion für den guten Zweck gestartet. Patienten, Mitarbeiter und Besucher können ihre PET-Flaschen und Getränkedosen direkt am Campus einwerfen und ihren Pfandbetrag spenden. Der Erlös kommt dem Ma rienstüberl der Caritas in Graz zugute.
Preis für junge Ärzte Bei den „Grazer Fortbildungstagen“ der Ärztekammer liegt ein Fokus auf der Förderung des ärztlichen Nachwuchses: Traditionell wird gemeinsam mit der RLB Steiermark der Turnusärztepreis verliehen. Aus gezeichnet wurden Lena Sternad, Luisa Schlagbauer und Simon Stroh meier, die die Jury überzeugten. RLB-Prokurist Zehetleitner (2.v.l.) und ÄK-Präsident Sacherer (4.v.l.) mit den ausgezeichneten Ärzten
Kazianschütz (KAGes), Tödtling- Musenbichler (Caritas), Roth (Sau bermacher) & Falzberger (LKH, v.l.)
FOTOS: CHRIS ZENZ, BRAND IMAGES, SCHIFFER/ÄRZTEKAMMER STEIERMARK, SAUBERMACHER
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STEIERMARK INSIDE
Neuzugang Am 6. Oktober eröffnete die Beauty Bar by Mari im Murpark und erweitert den Branchenmix des Centers. „Wir freuen uns, dass wir das wunderbare Dienstleistungs angebot im Bereich Beauty und Health wieder erweitert haben“, freut sich Center- Managerin Carina Weyringer.
KOMMENTAR
Murpark-Center-Managerin Carina Weyringer (4.v.l.) gratuliert zur erfolg reichen Eröffnung der Beauty Bar.
Robert Eichenauer r.eichenauer@weekend.at
In Dobl-Zwaring bei Graz wurde der größte Photovoltaikpark der Energie Steiermark eröffnet. Dieser liefert grünen Strom für mehr als 6.000 Haushalte. Auf einem rund 20 Hektar großen Areal werden jährlich über 22 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom produziert. ZAHL DER WOCHE 22.000.000
Frontlinie Energiewende
Die Energiewende ist das entscheiden de Zukunftsprojekt des 21. Jahrhun derts. Und sie ist vor allem ein europä isches Projekt. Ein Kontinent ohne eige ne Rohstoffe kann sich langfristig keine Abhängigkeit von Autokraten leisten. Selbst wer den menschengemachten Klimawandel leugnet, sollte begreifen: Erneuerbare Energien bedeuten Unab hängigkeit und Freiheit. Spätestens mit dem Überfall Putins auf die Ukraine müsste jedem vernunftbegabten Men schen klar sein, dass wir mit Öl und Gas erpressbar sind. Und doch wird der Strategiewechsel massiv bekämpft. Dass die fossile Lobby mit Desinforma tion und Angst arbeitet, überrascht nicht. Aber dass sich die extreme Rech te Europas bereitwillig in deren Dienst stellt, ist brandgefährlich. Gerade die vermeintlichen Patrioten sollten doch an einem starken und unabhängigen Europa Interesse haben. Aber darum geht es diesen Leuten nicht. Es geht ihnen vielmehr um die Zerstörung des Systems, um die Zerschlagung der Eu ropäischen Union und die Rückkehr der Nationalstaaten. Die Energiewende ist also weit mehr als Klimapolitik. Sie ist ein Testfall für Vernunft, Verantwortung und Demokratie. Scheitert die Energie wende, scheitert das Projekt EU, schei tert die Demokratie. Wer sie sabotiert, spielt jenen in die Hände, die Europa schwächen wollen. Das sollte auch so manchem wackeligen Konservativen klar sein.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, Landeshauptmann Mario Kunasek und Landesrat Stefan Hermann (v.l.)
GEWALTPRÄVENTION IM FOKUS
FOTOS: CHRIS ZENZ, MURPARK, LAND STEIERMARK/JESSE STREIBL Landesregierung die Imple mentierung eines Beirats für Gewaltprävention in der Stei ermark beschlossen. Erste Er kenntnisse und Maßnahmen präsentierten LH Mario Kuna sek, LH-Stv. Manuela Khom und LR Stefan Hermann im Rahmen einer Pressekonferenz. Konkret I m Schatten des tragischen Amoklaufs am BORG Drei erschützengasse hat die
handelt es sich bei den vorge stellten Maßnahmen unter an derem um die Überarbeitung der Notfallkonzepte an den Bil dungseinrichtungen, die Schaf fung einer Koordinierungs- bzw. Clearingstelle auf Landesebene und eine steiermarkweite „An gebots-Landkarte“ sowie eine Prüfung der Qualität und Wir kung der unterschiedlichen (Präventions-)Maßnahmen.
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STEIERMARK INSIDE
Geballte Kompetenz beim Symposium „Stadtentwicklung – Zukunft Graz“ der ARGE Stadentwicklung
Storemanager Gernot Ulrich, Graz99ers-Crack Lukas Haudum und Centermanager Wolfgang Forstner (v.l.)
Planung mit Weitblick Beim dritten Symposium „Stadtentwicklung – Zukunft Graz – Reden wir gemeinsam!“ in der Seifenfabrik Graz diskutierten über 150 Experten über Digitalisierung, Verwaltungsver einfachung und leistbares Wohnen. Im Fokus standen digitale Verfahren wie die Plattform EPA und die Notwendigkeit besserer Abstim mungen in Bauverfahren. Das nächste Sympo sium ist für den 30. September 2026 geplant.
Outfit der Saison Die Partnerschaft zwischen HERVIS im CITYPARK und den Graz99ers wird in dieser Saison weiter vertieft. „Der Fanshop rundet unser umfas sendes Sponsoringpackage perfekt ab und bringt die spür- bare Grazer Eishockeyeuphorie ins Center“, freut sich Center manager Wolfgang Forstner.
Der 99ers-Fanshop im HERVIS im CITYPARK ist bereits wieder geöffnet.
FOTOS: KOVAC MANAGEMENT GMBH, CITYPARK, GRAZ99ERS
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STEIERMARK INSIDE
Jahrhundert chance WIRTSCHAFT IM TAKT. Die Koralmbahn soll mehr als ein Zugprojekt sein: Wirtschaft, Politik und Unternehmen sehen in ihr den Motor einer neuen Wirtschaftsdynamik zwischen Graz und Klagenfurt. M it der neuen Ko ralmbahn wächst eine Wirtschafts
An einem Strang „Für den Süden ergibt sich eine Jahrhundertchance“, sagte WKO-Steiermark-Präsi dent Josef Herk. Entlang der Achse Graz–Klagenfurt ent stehe der zweitgrößte Bal lungsraum Österreichs. Nun
men, was zusammengehört.“ Der Süden sei künftig kein Randgebiet mehr, sondern Teil eines neuen wirtschaftli chen Zentrums. Die Bahn sei mehr als ein Verkehrsprojekt – sie sei ein Standortimpuls mit enormem Potenzial. Unternehmen an Bord Auch aufseiten der Betriebe ist man sich der neuen Möglich keiten bewusst. Laut einer ge meinsamen Umfrage der Wirt schaftskammern Steiermark und Kärnten unter 1.085 Mit gliedsbetrieben bewerten 90 Prozent die verstärkte Koope ration zwischen den beiden Bundesländern positiv. V
gelte es, eine gemeinsame Agenda umzusetzen – von der Arbeitsmarktpolitik über In frastruktur bis zur Forschung. Kärntens WKO-Präsident Jür gen Mandl betonte den histo rischen Moment: „Mit der Koralmbahn wächst zusam
region von europäischem For mat. Unter der Dachmarke „AREA SÜD“ wollen Steier mark und Kärnten künftig ge meinsam auftreten und ihren Standort international posi tionieren. 1,8 Millionen Men schen und 150.000 Betriebe sollen davon profitieren. Bei einer Veranstaltung in Wien, zu der die Wirtschaftskam mern beider Bundesländer ge laden hatten, diskutierten Ver treter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Sozialpart nerschaft über die Chancen dieses Projekts.
Die Landesräte Sebastian Schuschnig (Kärnten) und Willi bald Ehrenhöfer, ÖBB-Vorständin Manuela Waldner mit den WKO-Präsidenten Jürgen Mandl (Kärnten) und Josef Herk (v.l.)
FOTO: FLORIAN WIESER
DEINE GESUNDHEIT. MEIN AUFTRAG.
DEINE LEBENSREALITÄT. MEIN AUFTRAG.
ERZÄHL MIR VON DEINER LEBENSREALITÄT
MAX LERCHER
STEIERMARK INSIDE
INTERVIEW: WERNER RESSI UND MARTIN GRAF Nachhaltiger Schub
DYNAMISCHES DUO. Martin Graf und Werner Ressi sprechen im Weekend Magazin-Interview über Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Leistbarkeit – und wie KI, Windkraft und Wasserstoff die grüne Zukunft sichern sollen. Von Robert Eichenauer S eit sechs Monaten leiten Sie als neues Vorstands-Team die Herr Ressi, Sie errichten drei große Windparks mit 260 Megawatt Leistung.
Energie Steiermark. Wel che sind die wichtigsten Säulen Ihrer neuen strate gischen Ausrichtung? Ressi: Wir agieren in der E-Wirtschaft mit drei über geordneten Zielkomplexen: Die Versorgungssicherheit, die Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit sowie die Leistbarkeit und Wettbe werbsfähigkeit der Preise. Graf: Wir investieren massiv in alle drei Bereiche, um mehr Unabhängigkeit, be sonders auf der Erzeu gungsseite, zu schaffen. Das Investitionsvolumen beträgt in den nächsten Jahren über 5,5 Milliarden Euro. Wir wollen die Netze moderni sieren und gleichzeitig die erneuerbare Erzeugung massiv ausbauen. Das tun wir aus wirtschaftlicher Notwendigkeit, um den Standort Steiermark zu si chern.
Wie fügt sich das in die Elektrifizierung des Lan des, speziell die E-Mobi lität, ein? Ressi: Die von diesen Wind parks erzeugte Energie – 500 bis 600 Giga wattstunden – könn te rechnerisch jedes dritte E-Auto in der Steiermark mit Strom versorgen. Das entlarvt den Mythos des feh lenden Stroms. Ein E-Auto benö tigt auf 100 Kilo metern nur ein Viertel der Energie ei nes Benziners. Im Vergleich zu unse ren jährlich zwölf Terawattstunden ist der Mehrbedarf also beherrschbar. Herr Graf, die Netz- infrastruktur ist essen-
„Wir wollen die Netze moderni- sieren und gleichzeitig die erneuer- bare Erzeugung massiv ausbauen.“
Martin Graf über Strategie
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STEIERMARK INSIDE
Energetisch. Martin Graf, seit 2016 Vorstand der Energie Steiermark, verant wortet Finanzen, Controlling, Treasury, Recht, Personal und Netze. Mit 30 Jahren Branchenerfahrung prägte er den Konzern zu einem internationalen Vorzeigemodell. Werner Ressi, seit 2013 Geschäftsführer der Energie Graz, folgte Christian Purrer und übernahm Erzeugung, Vertrieb, Technik, Fernwärme und IT – u. a. entwi ckelte er das Geothermie-Projekt für Graz.
vor. Welche Rolle spielt Ihr Unternehmen dabei? Ressi: Der Aufbau einer wasserstofffähigen Netzinfra struktur ist eine europäische Aufgabe. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und eine eigene Wasserstoffgesell schaft gegründet. Graf: Das ist essenziell, denn die steirische Industrie wird mittelfristig massiv auf grü nen Wasserstoff angewiesen sein, um ihre Dekarbonisie rungsziele zu erreichen. Wir schaffen damit einen direkten Ansprechpartner für unsere Industriekunden. V
ziell. Wie bereiten Sie die historisch auf Großkraft werke ausgerichteten Netze auf die dezentrale Ein speisung von Tausenden PV-Anlagen vor? Graf: Die Netze waren früher unidirektional – vom Kraft werk zum Kunden. Jetzt müssen wir sie für eine bidi rektionale, dezentrale Ein speisung umrüsten. Wir in vestieren über die nächsten zehn Jahre in die Netze, um die steigende Zahl an Erzeu gern aufzunehmen. Ein Fo kus liegt auf der Digitalisie rung, um die Netzführung intelligent zu machen und die Stabilität zu gewährleisten. Zur effektiven Nutzung: Mittags gibt es oft eine PV-Überproduktion. Wie wollen Sie dieses Ungleich gewicht zwischen Erzeu gung und Verbrauch lösen? Graf: Hier benötigen wir dringend Load Shifting – die Verschiebung des Ver brauchs dorthin, wo der Strom gerade erzeugt wird. Das ist ein gemeinsames Ziel aller, vom Endkunden bis zur Industrie. Ressi: Die künstliche Intelli genz ist der entscheidende Hebel. Wenn ich Erzeugung und Verbrauch exakt prog
nostiziere, kann ich vermei den, kurzfristig teuren Strom als Ausgleichsenergie zukau fen zu müssen. Eine falsche Prognose kann zu enormen Kosten führen. Mit KI kön nen wir die Vorhersagequali tät der Wetterdaten und de ren Auswirkung auf Wind und PV massiv verbessern. Ein drittes wichtiges Ziel, Herr Ressi, war die Leist barkeit. Die angekündigte Strompreissenkung von 25 Prozent erforderte die aktive Zustimmung der Kunden. Warum dieser komplizierte Weg? Ressi: Das war ein rechtlich notwendiger Schritt, um uns vor Klagen zu schützen. Ös terreichweit gibt es über 100 Prozesse gegen Versorger. Nach zwei Wellen haben wir eine Zustimmungsquote von 55 Prozent erreicht. Wer nicht zugestimmt hat, erhält eine 10-prozentige Senkung. Für die Zukunft wünschen wir uns eine klare gesetzli che Regelung im neuen Elek trizitätswirtschaftsgesetz. Herr Graf, Genehmigungs verfahren bremsen den Aus bau erneuerbarer Energien oft aus. Wie gehen Sie damit um?
Graf: Wir gehen bei Projek ten wie den kürzlich geneh migten 60 Megawatt Photo voltaik teilweise ein gewisses unternehmerisches Risiko ein. Aber ohne eine klare Beschleunigung der Fristen – wie sie das Erneuerbare- Ausbaubeschleunigungsge setz vorsieht – wird der po litisch geforderte Ausbau nicht zeitgerecht zu schaffen sein. Abschließend zum Master plan Grüne Energie 2040. Er sieht einen massiven Ausbau von Wasserstoff
FOTOS: CHRIS ZENZ
„Ein E-Auto benötigt auf 100 Kilometern nur ein Viertel der Energie eines Benziners.“
Werner Ressi über E-Mobilität
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STEIERMARK INSIDE
HIGH LIGHTS
Konzert „Styria meets Brazil“ im Greith Haus
18. Oktober Herbstfest Auf schmackhafte Spezialitäten,
Klanglicht. Bereits zum 10. Mal verwandelt sich Graz in einen Rausch aus Farben, Formen, Musik und Texten: An 16 Stationen laden besondere Klanglicht-Installationen in der gesamten Innenstadt dazu ein, die gewohnten Umgebungen in einem neuen Licht zu entdecken. Von 24. bis 27. Oktober, täglich von 18:00 bis 23:00 Uhr. Details und weitere Informationen unter www.klanglicht.buehnen-graz.com
Noch bis 19. Oktober folk.art Festival Das folk.art Festival in Graz lädt die Besucher mit seinem vielseitigen Programm auf eine Reise durch die Weltmusik ein. Mehr Infos unter www.folkart.at Livemusik und regionale Handwerks kunst darf man sich beim Herbst-Street Food-Fest im Vitalhotel der Parktherme Radkersburg freuen. www.vital-hotel.at V
V
23. Oktober Styria meets Brazil
Trüffelfestival Von 22. bis 31. Oktober dreht sich in der steirischen Landeshauptstadt alles um den Trüffel. Beim Trüffel markt im Grazer Paradeishof prä sentieren internationale Aussteller exquisite Spezialitäten. Weitere Infos unter www.graztourismus.at
Weinverkostung Am 29. und 30. Oktober hat man in der Vinothek im Schloss Gamlitz die Möglichkeit, die Weine des Hauses kostenlos zu probieren – ganz ent spannt und umgeben von südstei rischer Idylle, jeweils von 15:00 bis 18:30 Uhr. www.schlossgamlitz.com
Bei diesem außergewöhnlichen Konzert treffen brasilianische Rhythmen auf die steirische Musikkultur und verwandeln das Greith Haus in einen Klangraum der Vielfalt. www.greith-haus.at
Impressum: Medieninhaber: Weekend Magazin Steiermark GmbH, Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel. +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel. +43 50 6964-2100, E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel. +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Re daktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, E-Mail: s.dueringer@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel. +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsführung: Mag. Nadja Tanzer, Christian Lengauer (MBA). Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Chefredaktion Steiermark: Patrick Deutsch. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Slovenská Grafia AG, SK-83403 Bratislava. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt einge sandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird auf geschlechterspezifische Bezeichnungen verzichtet. Es sind jeweils alle Geschlechter von geschlechtsneutralen Formulierungen erfasst. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n
Weekend Magazin erscheint im
VERLAG
FOTOS: ELISABETH ADAM, KANIZAJ MARIJA, WERNER KRUG/WEIN STEIERMARK, STG/MARTINA HASELWANDER
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Komödie Graz Von wegen trostloser Herbst! In der Komö die Graz erwartet das Publikum ein buntes Programm: Am 27.10. darf man sich auf das Kabarett „Dr. Bohl – Solo“ freuen und am 29.10. ist Sigi Feigl mit seiner Big Band zu Gast.
ZITAT DER WOCHE
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Geschäftsführer Komödie Graz: Stefan Moser und Urs Harnik
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FOTOS: PETER MANNINGER, THOMAS ULRICH * KEINE BARABLÖSE MÖGLICH. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN. Mountainfilm 2025 Das Filmfestival „Mountainfilm“ bringt großes Berg-Kino nach Graz: Man darf sich auf spannende Beiträge über Expeditionen und sportliche Höchstleistun gen freuen. Tickets unter www.mountainfilm.com
Preis im Wert von EUR 192,–
Großes Berg-Kino: Von 11. bis 15. November in Graz
Mitspielen unter www.weekend.at
FOTO: THE MUSICAL SOUND
Hilfe für kurzsichtige Kinder im Schulalter Hartlauer Optik präsentiert innovative Glas-Technologie aus der Schweiz:
Die Kurzsichtigkeit hat in den letzten Jahr zehnten rasant zugenommen. Laut Welt gesundheitsorganisation wird bis 2050 über die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein.* Besonders besorgniserregend ist die Zunahme der „progressiven Myopie“ (ansteigende Kurzsichtigkeit) im Kindesalter. Beschleunigt wird diese Entwicklung durch den digitalen Alltag mit Mobiltelefonen, Blaulicht und der Tatsache, dass Kinder immer weniger im Freien auf größere Entfernungen sehen. Eine regelmäßige Augenarzt-Kontrolle bringt Sicherheit Je früher Myopie bei Kindern erkannt wird, desto besser lässt sich das Fortschreiten verlangsamen und das Risiko für Folge erkrankungen – wie Netzhautablösungen oder Makuladegenerationen – senken.
Besonders im Schulalter sollte mindestens einmal jährlich eine Untersuchung beim Augenarzt erfolgen. Neue Glas-Technologie aus der Schweiz Mit dem neuen Me:yo:smile von SwissOptic präsentiert Hartlauer ein Kinder-Brillenglas der neuesten Generation, das gezielt das Ansteigen der Kurzsichtigkeit einbremsen kann. Eine Studie der Complutens Universität belegt eine Verlangsamung des Augen wachstums von 39 %.** Dieses Brillenglas für Kinder wird im höchsten Qualitätsstandard gefertigt. Vergleichen zahlt sich aus Der Komplettpreis für Me:yo:smile Brillen wurde fair und familienfreundlich gestaltet. Hartlauer bietet mit Me:yo:smile die neueste Technologie komplett um nur 349 Euro an und liegt damit deutlich unter vergleichbaren
Produkten. Durch die Kooperation mit UNIQA kann die Kinderbrille im Brillen-Sorglospaket sogar um 0 Euro bezogen werden.*** Nähere Informationen in Ihrer Hartlauer Optik Abteilung.
* Holden BA, Fricke TR, Wilson DA, et al. Gålobal Prevalence of Myopia and High Myopia and Temporal Trends from 2000 through 2050. Ophthalmology. 2016;123(5):1036-1042. **Sánchez-Tena MÁ, Cleva JM, Villa-Collar C, Álvarez M, Ruiz-Pomeda A, Martinez-Perez C, Andreu-Vazquez C, Chamorro E, Alvarez-Peregrina C. Effectiveness of a Spectacle Lens with a Specific Asymmetric Myopic Peripheral Defocus: 12-Month Results in a Spanish Population. Children. 2024; 11(2):177. ***Nähere Infos auf hartlauer.at/brillensorglospaket oder in jedem Hartlauer Geschäft. Monatliche Versicherungsprämie 17,90 €, Mindestlaufzeit: 24 Monate. Hartlauer Handelsgesellschaft m.b.H., Stadtplatz 13, 4400 Steyr
STEIERMARK INSIDE
MARTIN WITTIGAYER
Jörg Rosegger Vorstand Binder+Co
Wo Einkaufen zum Erlebnis wird MEHR ALS SHOPPING. Centerleiter Martin Wittigayer erklärt, warum das Center West Freizeithotspot für Familien, Freunde und Shoppingfans ist.
Weichenstellung Binder+Co zieht Bilanz für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2025: Während Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahresniveau liegen, gibt die Er gebnisentwicklung unter dem internatio nalen Wettbewerbsdruck etwas nach.
Erfahrung & Leidenschaft. Martin Wittigayer ist seit neun Jahren Centermanager des Center West Graz. Mit 23 Jahren Immo- bilienerfahrung in Österreich, Slowenien und Kroatien war er unter anderem Projekt entwickler bei PORR und Asset Manager bei HETA.
Martina Kaufmann Landesleiterin VP Frauen
Staffelübergabe Martina Kaufmann wurde vom Landes vorstand der Steirischen VP Frauen auf Vorschlag von Landesparteiobfrau Ma nuela Khom einstimmig zur geschäfts führenden Landesleiterin der VP Frauen der Steirischen Volkspartei gewählt.
Ernst Albegger
G raz hat eine sehr hohe Shop pingcenter-Dichte. Wie posi tioniert sich das Center West? Wittigayer: Mit bester Erreichbarkeit direkt neben dem Verteilerkreis Web ling setzen wir vor allem auf die The men Sport, Bewegung und Familie, er gänzt um einen außergewöhnlichen Mietermix rund um Shoppen, Kulinarik und Freizeit. Welche Rolle spielen Zusatzangebote für den Erfolg eines Shoppingcenters? Wittigayer: Center West ist ein Ort der Begegnung, an dem man neben Shoppen gerne seine Freizeit verbringt. Vor allem gemeinsam mit Familie und Freunden, zum Feiern, zum Shoppen oder einfach nur um Spaß zu haben. Allein zum Ange bot WOOP! zählen künftig Trampoline, Kletterwände, eine moderne Bowlingan lage sowie Virtual-Reality-Welten. Hinzu kommen Escape Rooms und ein interak tiver Pixel-Boden. Darüber hinaus bietet das Center West Padel Tennis, Minigolf, Lasertag, eine Holzwerkstatt und Kinder- partys bei InKids.
Kürzlich gab es mehrere Neueröffnun gen. Welche Kriterien sind bei der Aus wahl neuer Mieter besonders wichtig? Wittigayer: Neben den bekannten Brands sehen wir alle Konzepte als erfolgreich an, die Kunden anziehen und gleichzeitig Umsatzstark sind. Auch Pop-up-Stores erlangen zunehmend an Bedeutung, da sich daraus immer öfter langfristige, er folgreiche Mieter entwickeln. Allgemein profitieren wir bei der Vermietung vom umfassenden Leistungsspektrum der CC-Real mit derzeit acht EKZs in Europa. Wie hat sich das Einkaufsverhalten der Kunden verändert? Wittigayer: Es ist wichtiger geworden, wie sich Kunden in einem Center fühlen. Er folgreich sind alle, die mit einem Lächeln begrüßen, kompetent beraten und Kun den das bieten, was sie suchen. Es ist es senziell, die Erwartung zu erfüllen oder besser noch zu übertreffen. All das schaf fen wir mit einem motivierten Team, zahlreichen Events und vor allem einem guten Miteinander zwischen Mietern und Centerleitung. V
Regionaldirektor Hypo Vorarlberg Graz
Stabiles Halbjahr Die Hypo Vorarlberg konnte im 1. Halb jahr ein solides Ergebnis erwirtschaften. Das IFRS-Ergebnis vor Steuern belief sich auf 53,4 Mio. Euro. Spürbar war die gestiegene Nachfrage nach Finan zierungen im Privatkundenbereich.
Klaus Scheitegel Generaldirektor GRAWE
Konzernerweiterung Die Grazer Wechselseitige Versicherung hat 100 Prozent der Anteile an der „Prime Insurance Company Ltd.“ in Nikosia übernommen und steigt damit erstmals als Erstversicherer in den zypriotischen Markt ein.
FOTOS: SAMANTHA BRUENNER, ERWIN SCHERIAU, STVP, CHRISTA STROBL, RALPH KÖNIG
18 | WEEKEND MAGAZIN
So entspannt ist Gleitsicht SCHLUSS MIT BRILLENWECHSEL: Eine Gleitsichtbrille von Fielmann vereint alle Sehbereiche – für klare Sicht in Nähe, Ferne und dazwischen. E s sind oft die kleinen Dinge im Alltag, die uns zu schaffen ma durch den Tag begleitet, egal was du vorhast. Das bedeutet für dich: Weniger wechseln. Mehr sehen.
Präzision entstehen dabei moderne Gleitsichtgläser, die exakt auf deine individuellen Sehstärken abgestimmt sind. Risikofrei Und das Beste: Dank der Zu friedenheitsgarantie kannst du deine Gleitsichtbrille risi kofrei testen und dich selbst von dieser entspannten Art des Sehens überzeugen. Soll test du mit deiner neuen Bril le nicht zufrieden sein, tau schen wir sie um oder neh men sie zurück und erstatten den Kaufpreis. Komm ein fach in eine Fielmann-Nie derlassung oder buche vorab einen Termin. V
chen: Die Brille suchen, wech seln, abnehmen, wieder auf setzen – und trotzdem nicht in jeder Situation klar sehen. Beim Lesen verschwimmt die Schrift, beim Autofahren fehlt der Blick in die Ferne, und draußen beim Spazierenge hen wird es schnell ein ständi ges Hin und Her. Mit einer Gleitsichtbrille von Fielmann gehört das der Vergangenheit an. Sie vereint verschiedene Sehbereiche in nur einem Glas – nah, fern und alles da zwischen. Damit hast du eine Brille, die dich unkompliziert
Individuelle Abstimmung
Damit das gelingt, nehmen sich unsere Augenoptikerin nen und -optiker Zeit für dich. In einer persönlichen Beratung wird genau ermit telt, wie du siehst und was du im Alltag brauchst. Auf die ser Basis wird deine Brille ab gestimmt, damit dein Blick später stufenlos von der Nähe in die Ferne gleiten kann. Daher auch der Name „Gleitsicht“. Mit höchster
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WEEKEND MAGAZIN | 19
Mamas Hausmittel bei hartem Stuhl VERDAUUNGSBESCHWERDEN. Harter Stuhl ist für Betroffene eine wahre Last. Doch es gibt pflanzliche Mittel und Wege, um der Verdauung wieder den nötigen Schubs in die richtige Richtung zu geben.
E s gibt viele Gründe, warum der Darm plötzlich streikt – zum Beispiel Stress, Flüssig keitsmangel oder auch die al tersbedingte hormonelle Um stellung in den Wechseljah ren. Der Toilettengang kann dann zur echten Herausforde rung werden und ist oft nur unter Schmerzen möglich. Häufig bleibt auch das unan genehme Gefühl einer unvoll ständigen Entleerung zurück. Was kann man dagegen tun? Vor allem, wenn man Abführ mittel im ersten Schritt ver meiden möchte? Den Tipp von Mama kennen viele Wenn die Verdauung mal trä ge ist, helfen Ballaststoffe und viel Trinken – das hat sich über Generationen bewährt. Die Ballaststoffe binden Was ser im Darm, erhöhen so das
der den Stuhl auflockert und die Passage durch den Darm erleichtert. Doch obwohl der Körper täglich auf Ballaststof fe angewiesen ist, erreichen
viele Menschen die empfohle ne Menge nicht – selbst bei ausgewogener Ernährung. Wirksame Alternative aus der Apotheke Abhilfe schaffen hochdosierte Ballaststoff-Präparate aus der Apotheke – so etwa Dr. Böhm® Darm aktiv – mit der Kraft von fünf sorgfältig kombinier ten pflanzlichen Ballaststof fen – darunter der oben ange sprochene Flohsamen. Das fruchtige Trinkpulver ist be reits in praktischen Sachets vordosiert und lässt sich ganz einfach in den Alltag integrie ren. Die spezielle Kombinati on unterstützt gleich drei fach:* 1. Der Stuhl wird weicher & gleitfähiger 2. Die Darmaktivität wird angeregt 3. Die Darmentleerung wird erleichtert V
Stuhlvolumen und fördern eine natürliche Darmtätigkeit. Insbesondere Flohsamen schalen entfalten dabei einen sanft wirkenden Quelleffekt,
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Auch die Fachwelt ist überzeugt von Dr. Böhm® Darm aktiv. Bei einem unabhängigen Produkttest von Apothekenangestellten wurde das Ballaststoff-Präparat mit der Bestnote „Sehr gut“ ausgezeichnet. U. a. mit folgenden Ergebnissen: • 93% der Teilnehmer bemerkten innerhalb der ersten drei Tage eine signifikante Verbesserung , 52 % bereits innerhalb der ersten 24 Stunden . • 96% der Teilnehmer würden Dr. Böhm® Darm aktiv weiterempfehlen .
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* Flohsamen tragen zu einem weichen Stuhl bei und erleichtern die Darmentleerung.
20 | WEEKEND MAGAZIN
Cholesterin senker als Energieräuber
STATINE. Sie nehmen cholesterinsenkende Medikamente ein und fühlen sich oft müde und erschöpft? W ie bei fast allen Arzneimitteln kann es auch bei
auch die körpereigene Pro duktion von Coenzym Q10. Dieser lebenswichtige Stoff wird jedoch von jeder einzel nen Zelle zur Energiegewin nung benötigt – so auch von Herz und Muskulatur. Ist zu wenig davon vorhanden, kann es zu den oben genannten Be gleiterscheinungen kommen. Sinnvolle Ergänzung Um dem Körper genügend des essenziellen Nährstoffs zuzuführen, empfiehlt sich also die Zufuhr von Coen zym Q10 – idealerweise über ein hochwertiges Präparat
aus der Apotheke. Das meist gekaufte Produkt sind in die sem Fall die Coenzym Q10 Kapseln von Dr. Böhm®. 1 Nur eine Kapsel täglich versorgt den Körper mit der empfoh lenen Tagesdosis (100 mg). Durch das enthaltene Oliven
öl kann das fettlösliche Coenzym Q10 darüber hin aus ideal vom Körper ver wertet werden. Jetzt auch
Statinen (Cholesterinsen kern) zu unerwünschten Be gleiterscheinungen kommen. So kann eine Statintherapie etwa zu anhaltender Er schöpfung oder ständiger Müdigkeit sowie muskulären Problemen führen. Statine reduzieren Coenzym Q10 Die wertvollen Arzneimittel senken nämlich nicht nur den erhöhten Cholesterinspiegel, sondern hemmen ungewollt
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G erade jetzt in der kühleren Jahreszeit, wenn die Luft kalt und trocken ist, leidet unse re Haut. Besonders Men schen, die von Haus aus zu trockener Haut neigen, ken nen das Problem: Die Hän de, aber auch die Ellbogen werden schnell rau und ris sig. Häufig kommen an die sen Hautstellen auch Juck reiz oder vermehrte Schup penbildung dazu. Das ist nicht nur äußerst unange nehm, sondern sieht auch unschön aus. Man fühlt sich
einfach nicht mehr richtig wohl in seiner Haut. Die richtige Pflege Um die Haut rasch zu beruhi gen, ist eine spezielle Pflege sinnvoll, die die Regeneration der obersten Hautschicht an regt. Inhaltsstoffe wie etwa Omega-3-Öle aus Wildrosen und Omega-9-Öle aus Oliven unterstützen die Neubildung von Hautzellen. Dexpanthe nol wiederum spendet zusätz lich Feuchtigkeit und lindert den Juckreiz, wodurch sich die Haut schnell wieder beru
higen kann. Eine Pfle gecreme, die diese In haltsstoffe enthält und häufig in der Apotheke empfohlen wird, ist die Lasepton® Regenerations- Creme. Die reichhaltige For mel pflegt trockene, raue Hän
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WEEKEND MAGAZIN | 21
LEBENSART
ALLERHEILIGEN. Am Grab übernachten, mit den Toten durch die Straßen tanzen, zu seinen Liebsten im Unterwasserfriedhof tauchen und eine Kuh oder Bierflasche als Sarg – hätten Sie geahnt, wie unterschiedlich die Welt mit dem Tod umgeht? Von Conny Engl Weltweite Bräuche & Rituale
Ü bergroße Skelett-Figuren, kunstvoll geschminkte Gesichter, prächtige Kos tüme und jede Menge bunte Totenköpfe – kaum ein Land zelebriert den „Tag der Toten“ so spektakulär wie Mexiko. Gleich drei Tage lang – von 31. Oktober bis 2. November – prägen geschmückte Altäre (ofrendas), ausgelassene Umzüge, Musik und Tanz das Land. Während in unseren Breitengraden oft Trauer und Stille dominieren, feiern Millionen La teinamerikaner beim „Día de los Muer tos“ laut, bunt und fröhlich die Rückkehr der Ahnen. Kein Wunder, dass die UN ESCO das Ritual zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat.
Wenn Laternen die Seelen leiten Auch in Japan glaubt man, dass die Geister der Verstorbenen zurückkom men. Beim buddhistischen Obon-Fest im Sommer entzünden Familien Later nen vor ihren Häusern, um die Ahnen willkommen zu heißen. Höhepunkt sind die Bon-Odori-Tänze: Menschen tanzen auf Straßen und Plätzen im Kreis, beglei tet von Trommeln und Musik. Zum Ab schied setzen sie Papierlaternen auf Flüsse oder lassen sie ins Meer treiben – leuchtende Botschaften, die die Seelen sanft zurück ins Jenseits geleiten sollen. Wenn Geld verbrannt wird Beim Qingming-Fest im April gedenken Millionen Chinesen ihrer Verstorbenen,
indem sie Gräber säubern, Blumen und Speisen niederlegen und „Geistergeld“ aus Papier verbrennen, damit es den Ahnen in der anderen Welt an nichts fehlt. Doch der Tag ist mehr als nur Trauer: Familien picknicken, Kinder las sen bunte Drachen steigen – und ver wandeln das Gedenken in ein fröhliches Frühlingsfest. Wenn Tote tanzen In Madagaskar spielen Musik und Tanz ebenfalls eine zentrale Rolle – aller dings in einer Tradition, die für europä ische Augen fast unglaublich wirkt: Bei der „Famadihana“, der „Drehung der Knochen“, holen Familien die Gebeine ihrer Ahnen alle paar Jahre aus
Auch in Österreich wird den Toten immer kreativer gedacht. Mehr lesen unter weekend.at/ bestattung-alternativen
MEXIKO
Wenn die Straßen zu leuchten beginnen: Beim Día de los Muertos verwandeln Kostüme, Masken, Musik und Tanz das Land in eine bunte Bühne – ein rauschendes Fest zu Ehren der Ahnen.
FOTOS: BEMALTE FRAU MIT BLUMENKRANZ+HG: KI-GENERIERTES BILD BY ADOBE FIREFLY/ADOBE INC.
22 | WEEKEND MAGAZIN
LEBENSART
LEBENSART PHILIPPINEN
Auf den Philippinen werden an Allerheiligen und Allerseelen nicht nur die Gräber besucht, teils übernachtet man auch dort. Neben Blumen und Kerzen ehrt man die Seelen der Verstorbenen, indem ihre Lieblingsgerichte zubereitet werden.
Wenn Kerzen Wärme schenken In Europa zeigt sich das To tengedenken anders, aber nicht weniger eindrucksvoll. In Polen strömen am 1. No vember Millionen Menschen auf die Friedhöfe. Wenn die Dunkelheit hereinbricht, ver wandeln Tausende Kerzen die Grabfelder in ein funkelndes Lichtermeer – ein überwäl tigendes Symbol der Hoff nung und Verbundenheit. Auch in Österreich sind Allerheiligen und Allerseelen
ein Fest der Liebe und Ge meinschaft sowie eine Mög lichkeit, die Verbindung zu den Verstorbenen niemals abreißen zu lassen.
den Gräbern, hüllen sie in frische Tücher und tanzen mit ihnen durch die Straßen. Was nach makabrem Scherz klingt, ist für die Madagassen
fest in der Tradition verankert. Familien treffen sich an den Gräbern, schmücken sie mit Gestecken und Kerzen und machen die Friedhöfe zu Or ten der Begegnung, an denen Erinnerung und Nähe im Mit telpunkt stehen. So verschie den die Rituale auf dieser Welt auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Unsere Liebs ten bleiben damit lebendig in unseren Herzen. V
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ÖSTERREICH Traditionell werden hierzulande am 1. und 2. Novem ber die Gräber besucht und mit Kerzen und Blumen geschmückt. Zudem wird gerne der Allerheiligen- striezel als Symbol der Verbundenheit verschenkt.
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LEBENSART
CHINA
Im Zuge des Qingming-Fests ehrt man in China Anfang April die Toten, zelebriert aber auch das Leben. Gräber werden ge säubert, mit Blumen und Lieblingsspeisen der Verstorbenen geschmückt, traditio nell wird auch Papiergeld verbrannt. Gleichzeitig nutzen Familien den Tag für ein gemeinsames Picknick im Park und Kinder lassen Drachen steigen.
JAPAN Das Obon-Fest wird von 13. bis 15. August gefeiert, mancherorts auch im Juli. Familien schmü cken Gräber, tanzen Bon Odori und hängen Laternen vor den Häusern auf, um die Geister willkommen zu heißen. Das Ende bildet ein Lichtermeer, bei dem Papierlaternen auf Flüssen die Ahnen zurück ins Jenseits begleiten sollen.
NEPAL Beim Fest Gai Jatra im August/September verkleiden sich viele als Kühe und ziehen in bunten Prozessionen durch die Straßen. Ob wohl es dem Gedenken dient, sind Musik, Tanz und satirische Darbietungen üblich.
FOTOS: CHINA: © MAURITIUS IMAGES/ANIRUT RASSAMEESRITRAKOOL/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS, JAPAN: © JOECHO-16/ISTOCK/GETTY IMAGES, NEPAL: © IDEALNABARAJ/ISTOCK EDITORIAL/GETTY IMAGES, © ROJEN MAHARJAN/ISTOCK EDITORIAL/GETTY IMAGES
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