Weekend Magazin Wien 2025 KW04

Der Chianinahof liegt direkt in Dobl – eingebettet zwischen der Dorfkirche und der Volksschule.

LEBENSART

ist das einzige Familienmitglied, das tat sächlich am Hof geboren wurde. „Ich habe eine sehr tiefe Verbundenheit zu diesem Ort und bin mit Tieren aufge wachsen“, beschreibt der 29-Jährige. Ni nos Vater betrieb nur eine kleine Land wirtschaft mit wenigen Rindern für den Eigenbedarf. „Als ich weggegangen bin, war der Hof schon komplett eingeschla fen“, so der Steirer. Großer Erfolg Mit der Entscheidung, den Hof wiederzu beleben, ging es erst richtig los. Anfangs nur als Hobby, entwickelte sich die Land wirtschaft zu einem florierenden Betrieb und durch die Social-Media-Präsenz ge wann der Hof immer mehr an Bekannt heit. Cheyenne dazu: „Es ist eine große Ehre für mich, hier in Österreich etwas komplett anderes zu machen als davor und damit auch noch Erfolg zu haben.“ Vor Kurzem wurde die junge Landwirtin von der österreichischen Ausgabe des Forbes-Magazin sogar auf die Liste „30 under 30“ gesetzt. V

auch in der Südsteiermark äußerst wohl zufühlen. Um die 40 Tiere tummeln sich am Hof. Besonders imposant ist Bulle Lu ciano mit einem Stockmaß von rund 1,89 Metern. Tabuthemen gibt es keine. So er zählen die beiden frei von der Leber weg von den schönen, aber auch den schwieri gen Seiten der Landwirtschaft. Seltene Rassen Dass das junge Pärchen ein Faible für be sondere Tierrassen hat, ist kaum zu über sehen. Neben den weltgrößten Rindern werden mittlerweile auch Ibérico-­

Strohschweine und Île-de-France-Schafe am Hof gezüchtet. Hinter dem Stall hö ren wir es plötzlich schnattern: Zwei Tou louse-Gänse spazieren gemütlich durch die Gegend. Am Hof leben etwa 500 Tie re. „Wir haben sicher einen Tierwert von 150.000 Euro am Hof“, erzählt Nino. Wie alles begann Die Liebesgeschichte von Nino und Cheyenne begann in Berlin. Über seinen besten Freund, einen Profifußballer, lern te er Cheyenne kennen: „Ihr Familienna me war mir schon ein Begriff, aber wirk lich gekannt habe ich sie nicht. Nach ein paar Treffen habe ich aber gemerkt, dass sie ein super einfaches Mädel ist. Gar nicht so, wie sie immer von den Medien dargestellt wurde. Und irgendwann hat sie mich einfach geküsst.“ Eine Fernbezie hung kam für den Steirer nicht infrage, deswegen zog Nino zu Cheyenne. Als sie mit Tochter Mavie schwanger wurde, kam die Idee auf, wieder nach Österreich zu gehen. Tiefe Verbundenheit Dass in Österreich überhaupt etwas auf die beiden wartete, war Ninos Eltern zu verdanken, die den Hof vor vie len Jahren in einem baufälligen Zustand erwarben. Nino selbst

FOTOS: CHRIS ZENZ, CHIANINAHOF

Mehr über unseren Besuch am Chianinahof gibt es hier zu sehen:

Die italienische Rinderrasse „Chianina“ – namensgebend für den Hof WEEKEND MAGAZIN | 19

Nino Sifkovits

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