Weekend Magazin Wien 2025 KW04

ELON MUSK: MESSIAS ODER BÖSEWICHT?

VOLLGAS INS AUTO-JAHR 2025

NR. 1 • 23./24. JÄNNER 2025

WIEN

ÜBERFLIEGER HEIMISCHE STARS VON MORGEN

ÖSTERREICHISCHE POST AG, RM 06A037124K, BPA 1100 WIEN

VINCENT KRIECHMAYR

ÖSTERREICH IM WM-FIEBER Land der Ski-Könige

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COVERFOTOS: AUTO: WERK/HERSTELLER; ELON MUSK: MAURITIUS IMAGES/IANDAGNALL COMPUTING/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS, ASTRONAUTENANZUG: ISTOCK.COM/GRANDEDUC, MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN; HINTERGRUND: MAURITIUS IMAGES/STOCKTREK/MARK STEVENSON; VINCENT KRIECHMAYR: TIROLFOTO/ERICH SPIESS; ÖSTERREICH-FAHNE: ISTOCK.COM/NATALIIA NIKOLENKO

FOTO DER WOCHE

VIELSEITIGE WASSERPFLANZE. Im Süden Bangladeschs werden rote Wasserlilien von schmalen Booten aus geerntet. Die Blätter der Wasserpflanzen – auf bengalisch „Shapla“ genannt – werden von den Einheimischen als Dekoration oder zum Kochen genutzt. In der bangladeschischen Kultur symbolisiert „Shapla“ zudem Reinheit, Spiritualität und Widerstandsfähigkeit.

FOTO: MAURITIUS IMAGES/MUSTASINUR RAHMAN ALVI/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS

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STORYS

Der Architekt einer neuen Weltordnung?

ELON MUSK. Stellt der exzentrische Multimilliardär tatsächlich eine veritable Gefahr für Freiheit und Demokratie dar oder handelt es sich bei ihm nur um einen verrückten Träumer, der die Konzepte zu Gesellschaft und Staat radikal neu denkt? Von Stefan Kohlmaier

Elon Musk

FOTOS: RAUMFAHRER: GRANDEDUC /ISTOCK, ELON MUSK: MAURITIUS IMAGES/IANDAGNALL COMPUTING/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS, MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN

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STORYS

„Mein Sohn ist tot!” Elon Musk über Trans-Tochter: weekend.at/musk-trans-tochter

Elon Musk rechnet da mit, dass bereits in 20 Jahren eine sich selbst erhaltende Stadt auf dem Mars Gestalt an nehmen könnte.

E in steinreicher Hightech-Magnat, der mithilfe seines globalen Me dienimperiums sowie eines welt umspannenden Satellitensystems einen Weltkrieg entfachen möchte, um seinen Einfluss und sein Vermögen zu mehren. Diese Charakterisierung des Bond-Böse wichts Elliot Carver aus der Verfilmung „Der Morgen stirbt nie“ (1997) erinnert insbesondere so manchen Medienvertre ter aktuell an Elon Musk. Politisch hyperaktiv Spätestens seit der reichste Mann der Welt, dessen Privatvermögen momentan auf ca. 400 Milliarden US-Dollar taxiert wird, sich für Donald Trumps Comeback als US-Präsident stark gemacht hat und

in Zukunft auch einen prominenten Platz in dessen Kabinett bekleiden wird, mei nen viele politische Beobachter, in dem 53-Jährigen eine Bedrohung für Freiheit und Demokratie auszumachen. Zumal Musks politisches Engagement nicht an den Grenzen der USA haltmacht: In Großbritannien warf er dem amtieren den Premierminister Keir Starmer vor, die Verbrechen eines Pädophilen-Rings aus mehrheitlich migrantischen Mitglie dern vertuscht zu haben, um das multi kulturelle Narrativ seiner Partei nicht zu gefährden. In Deutschland rief er in ei nem Gastbeitrag in der Tageszeitung Die Welt zur Wahl der AfD auf und auch zu Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Me loni unterhält er beste Beziehungen. Der

britische Rechtspopulist Nigel Farage verlor wiederum seine Gunst, nachdem er sich nicht mit dem rechten Aktivisten Tommy Robinson solidarisieren wollte. Im Kreuzfeuer der Kritik Sowohl Journalisten als auch Politiker habe sich daher auf den gebürtigen Süd afrikaner eingeschossen und überziehen ihn mit teilweise drastischen Vorwürfen: Mehrere demokratische US-Abgeordnete erklärten ihn etwa zum Schattenpräsi denten der Vereinigten Staaten, nachdem er mit zahlreichen Tweets auf seiner Kurznachrichtenplattform X ein Zustan dekommen eines provisorischen Budgets im Kongress torpediert hatte. Die deut schen Grünen befürchten mit Blick

GALAKTISCHE STATISTIKEN

Mit dem Unter nehmen SpaceX möchte Elon Musk seine Vision von der Besiedelung des Mars verwirk lichen.

n SpaceX zeichnet bereits für den Transport von 60 % der Tonnage , die die Erde in Richtung Weltraum verlässt, verantwortlich. n 6.697 Starlink-Satelliten kreisen derzeit in Diensten des Unter nehmens im Erdorbit. Mithilfe des Systems werden etwa sämt liche Drohnen und die Artillerie der Ukraine im Kampf gegen Russland koordiniert. n Als Elon Musk sein Heimatland Südafrika 1989 in Richtung Ka nada verlässt, beläuft sich sein „Vermögen“ auf überschaubare 4.000 US-Dollar . n Mittlerweile entspricht sein Privatvermögen in etwa dem gesamten Bruttoinlandsprodukt Tschechiens.

FOTOS: MARSLANDSCHAFT: MAURITIUS IMAGES/STOCKTREK/MARK STEVENSON, RAKETE: MAURITIUS IMAGES/JULIAN LEEK/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS , MARS: MIKOLAJN /ISTOCK.COM

STORYS

Kampf der Wokeness Den Kauf des Kurznachrich tendienstes Twitter, den er mittlerweile in X umbenannt hat, versteht Musk wiederum als Manöver auf seinem Feld zug für die Meinungsfreiheit. In einem Gespräch mit dem Podcaster Joe Rogan charak terisierte er die Plattform vor seiner Übernahme als linke Informationswaffe, die gegen sätzliche Meinungen unter drückt und eine korrosive Wirkung auf die Zivilisation entfaltet habe. Im Gegensatz dazu solle X das kollektive Be wusstsein der Menschheit re präsentieren. Zum Teil dürfte die harsche Kritik an Musk daher auch mit dem Umstand zu erklären sein, dass ihn ei nige seiner Gegner als Ab trünnigen sehen, der aus dem Lager der Demokraten zu den Republikanern übergelaufen ist. Verantwortlich dafür war die Hinwendung der demo kratischen Partei zur Woke ness, eine laut Musk wissen schafts-, leistungs- und men schenfeindliche Ideologie. V

auf die bevorstehenden Bun destagswahlen eine verdeck te Einflussnahme zugunsten der AfD über manipulative X-Kampagnen, weshalb Kanzlerkandidat Robert Ha beck bereits Zensurmaß nahmen für die Plattform ins Gespräch gebracht hat. Auch seine millionenschwe ren Spenden für rechte Par teien stoßen Musks Kriti kern sauer auf. Wohl der Menschheit Musk selbst versteht sich je doch als Kämpfer für das Wohl der Menschheit sowie deren verheißungsvolle Zu kunft. Die erhebliche Kluft, die sich somit zwischen der Eigen- und der Fremdein schätzung seiner Person auf getan hat, lässt sich vielleicht am verständlichsten mit ei nem Blick auf zwei philoso phische Strömungen erklä ren, denen sich Musk ver pflichtet fühlt – dem „effekti ven Altruismus“ und dem „Longtermism“. Ersterer zielt darauf ab, ethisches Handeln

Elon Musk möchte die mittlerweile in X umbenannte Platt form Twitter in eine Super-App transformieren, die auch Fi nanztransaktionen und E-Commerce-Aktivitäten ermöglicht.

auf Basis wissenschaftlicher Daten so effektiv als möglich zu gestalten. Innovative Un ternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sol len weitestgehend frei von politischen Eingriffen sowie staatlichen Regulatorien agie ren können. Der Staat und dessen Bürokratien sowie ge sellschaftliche Debatten wer den nämlich als ineffiziente Hindernisse angesehen. Eine utopische Zukunft Für den „Longtermism“ wiegt das größtmögliche Glück zukünftiger Genera tionen wiederum deutlich schwerer als das Leid der heute lebenden Menschen. Dabei beweist er einen lan

gen Atem und denkt in Kate gorien von Millionen oder gar Milliarden von Jahren. Der Klimawandel wird daher beispielsweise von „Longter mism“-Vertretern als für die Menschheit nicht existenz bedrohend eingestuft, da sie deren Zukunft als „multipla netarisch“ verstehen. Dieser Logik gehorchend, arbeitet Musk mit seinem Unterneh men SpaceX bereits fieber haft an der ersten unbe mannten Marsmission, die 2026 abheben soll. Bereits in 20 Jahren könnte seiner Ein schätzung nach eine sich selbst erhaltende Stadt auf dem Mars Gestalt annehmen und dessen Besiedelung ein läuten.

BIG SPENDER

Donald Trump. Der frisch inaugurierte US-Präsident Donald Trump erhielt rund 260 Millionen US-Dol lar aus Musks Privat schatulle und wurde von diesem auch per sönlich im Wahlkampf unterstützt.

Nigel Farage. Reform-UK, der Partei des Brexit-Be fürworters Nigel Farage, verabreichte Musk eine Finanzspritze in Höhe von 100 Millionen US-Dollar.

Giorgia Meloni. Gerüchten zufolge soll Musks Unter stützung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni seinem Unterneh men SpaceX einen 1,5 Milliarden Euro schweren Auftrag eingebracht ha ben, was Meloni jedoch vehement dementierte.

Nach einer Meinungs verschiedenheit fiel ihr Parteichef je doch in Ungnade.

FOTOS: PLATTFORM X: MAURITIUS IMAGES/KLYONA/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS, GIORGIA MELONI: MAURITIUS IMAGES/ZUMA PRESS, INC./ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS, NIGEL FARAGE: MAURITIUS IMAGES/LUKE MACGREGOR/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS, MUSK & TRUMP: MAURITIUS IMAGES/SOPA IMAGES LIMITED/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS

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Schussfahrt zu Gold & Geld

ÖSTERREICH-SPEZIALITÄT SKI-WM. Schon 58 Mal konnte Österreich bei einer Ski-WM stolz auf seine vergoldeten Stars sein – damit ist Rot-Weiß-Rot historisch die klare Nummer eins. Unabhängig vom sportlichen Abschneiden

unserer Ski-Asse ist die WM von 4. bis 16. Februar in Saalbach Hinterglemm für die Region, den Tourismus und den Werbewert Österreichs Gold wert. Von Philipp Eitzinger

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FOTOS: ERICH SPIESS, ANDREAS PUTZ, GEPA PICTURES / ANDREAS PRANTER, GEPA PICTURES / MAIO BÜHNER-WEINRAUCH, WOLKENHINTERGRUND: ARTHIT_LONGWILAI /ISTOCK/GETTY IMAGES

STORYS

So kommt man an Ski-WM-Tickets: weekend.at/ ski-wm-saalbach

Bei der WM 2021 in Cortina raste Vincent Kriechmayr zu zwei Goldmedaillen. Auch in Saalbach ist er eines der hei ßesten Eisen für Österreich.

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Alle elf Bewerbe werden auf dem Zwölferkogel ge fahren – rechts die Herren-, links die Damen-Abfahrt.

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B ei der zehnten Ski WM in Österreich finden elf Rennen am Zwölferkogel von Hinter glemm statt. Kein Land war bei Titelkämpfen des Welt verbandes FIS häufiger Gast geber – aus gutem Grund.

Über Generationen Ob in Saalbach oder Schlad ming, ob St. Anton oder Gas tein: Eine alpine Ski-WM in Österreich ist wie Tennis in Wimbledon oder Judo in Ja pan. Hier wird die Sportart nicht nur abgehalten, son

Maier, Raich, früher Hir scher), Head (Kriechmayr, Hütter), Blizzard (Matt, Col turi) und Fischer (Hemets berger, früher Klammer). Schöne Bilder Für Hersteller und Touris mus sind WM-Triumphe auf der Wintersport-Weltbühne, transportiert von stim mungsvollen TV-Bildern, kaum in Geld aufzuwiegen. Darum legen sich die Orga nisatoren im Pinzgau richtig ins Zeug: Das Zielstadion fasst 15.000 Zuseher, insge samt werden bei der WM rund 250.000 Besucher er wartet. Wenn das Wetter so mitspielen sollte wie bei der WM in Saalbach 1991 – als die Sonne zwei Wochen lang majestätisch in einem traum haft blauen Himmel thronte und Winterwunderland-Bil der ermöglichte –, wäre nicht den Athleten genauso wie al len anderen Beteiligten ein großer Gefallen getan.

dern gelebt. Generationen erfolgreicher Ski-Stars prä gen die heimische Sportland schaft. Warum? Mit der ös terreichischen Infrastruktur und Dichte an Skigebieten kann nur die Schweiz mithal ten. Dazu inspirieren Idole von heute den Nachwuchs, also die Idole von morgen. Ein ewiger Kreislauf. Am Weltmarkt Und natürlich wird auch viel Geld inves tiert. Der in „Ski Austria“ umbenannte ÖSV hat für alle Sparten – nicht nur die Alpinen – etwa 70 Millionen Euro pro Jahr zur Verfü gung. Zum Vergleich: Der US-Verband muss mit rund der Hälfte aus kommen. Hinzu kommt, dass die österreichischen Skihersteller die Hälfte des Weltmarktes auf sich verei nen – Atomic (Hermann

Hoffnungsträger: Für Manuel Feller läuft es in dieser Saison nicht nach Wunsch, für Con ny Hütter schon.

FOTOS: ISTCOK.COM/EMSON, GEPA PICTURES/HARALD STEINER, GEPA PICTURES/WOLFGANG GREBIEN

STORYS

IDOLE FÜR GENERATIONEN

Toni Sailer Fesch, charmant, schnell: Toni Sailer war schon vor der Heim-WM 1958 in Bad Gastein das Idol der Massen. Dort gewann er zweimal Gold und einmal Silber, beendete danach erst 22-jährig die Karriere.

Harti Weirather „Das ist ungeheuerlich, man hört den Lärm der Leute bei der Fahrt durch den Helm durch!“ Als Harti Weirather 1982 in Schlad ming Abfahrt-Gold holte, kannte die Begeisterung um ihn keine Grenzen.

Los geht’s! Winterwun derland-Bilder erhöhen Österreichs Werbewert.

Petra Kronberger Als achtfache Saison

siegerin kam Kronberger zur WM 1991 in Saalbach, dort krönte sie sich mit Abfahrts-Gold. Öster reich strahlte mit der Sonne um die Wette – insgesamt elf Medaillen!

Investitionstreiber Damit die Region nicht nur zwei Wochen, sondern lang fristig von der WM profitiert, wurden von Bund, Land und Gemeinde an die 50 Millio nen Euro investiert. Der Bahnhof in Maishofen am Eingang zum Glemmtal wur de modernisiert, Bustermi nals geschaffen, ebenso wie ein barrierefreier Ortskern von Hinterglemm und eine neue Seilbahn am WM-Berg. Die Beschneiungsanlagen wurden ausgebaut, aus dem Presse- wird nach der WM ein Freizeitzentrum, aus dem neuen Notweg für Einsatz kräfte ein breiter Rad- und Fußweg. „Die Investitionen

„Wir haben dem Ski sport viel zu verdanken, die WM ist für uns eine Herzensangelegenheit.“ Alois Hasenauer Bürgermeister von Saalbach Hinterglemm Nur Siege nicht planbar Es ist also alles angerichtet für ein Ski-Fest. Das Einzige, was die Organisatoren nicht planen können, sind österrei chische Erfolge. Aber eine Heim-WM ohne einen öster reichischen Sieg – das gab es noch nie. V wurden natürlich in Hinblick auf die WM getätigt, aber sie bringen uns langfristig in der touristischen Nutzung Vor teile“, sagt Alois Hasenauer, Bürgermeister der 3.000-See len-Gemeinde, die 1,5 Milli onen Nächtigungen pro Win ter zählt: „Wir sind es aus der Hauptsaison gewöhnt, gefor dert zu sein!“

Hermann Maier Wo der Herminator ge wann, war der Terminator nicht weit: Nach 2x Gold 1999 in Beaver Creek war der Hype um Hermann Maier 2001 in St. Anton (1x Silber, 1x Bronze) auf dem absoluten Höhepunkt.

Marcel Hirscher Der Druck der Ski-Nation lastete auf seinen Schul- tern: Im letzten Rennen der WM 2013 in Schlad ming kam die Erlösung dank Hirscher – Slalom- Gold, einziger Einzel- WM-Titel für Österreich.

FOTOS: EXPA/JOHANN GRODER, GEPA PICTURES/MARIO BÜHNER-WEINRAUCH, IMAGO / UNITED ARCHIVES INTERNATIONAL, VOTAVA/BRANDSTAETTER IMAGES/ PICTUREDESK, GEPA PICTURES/ WITTERS/ VALERIA WITTERS, VIENNAREPORT.AT, VIENNAREPORT/CROPIX/SIPA/1302181250

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STORYS

MICHAEL DOCKAL „Ich hoffe auf sechs bis acht Medaillen für Österreich“ SKISPORT BEGEISTERT. Seit 19 Jahren ist Michael Dockal Geschäftsführer der Fachmarktkette ZGONC. Im Weekend-Interview erklärt er, warum er für den Skisport schwärmt und warum das Unternehmen die kommende Ski-Weltmeisterschaft (4. bis 16. Februar) in Saalbach sponsert. Von Andreas Hamedinger

S ind Sie selbst aktiver Skifahrer? Dockal: Ich bin begeis terter Skifahrer und fahre seit meiner frühesten Kindheit. Da ich in Saalfelden aufge wachsen bin, liegt mir das Skifahren im Blut, und es ist noch heute für mich eine der schönsten Beschäftigungen überhaupt. Seit wann tritt ZGONC als Sponsor im Skisport auf? Dockal: Wir sind seit 2019 Sponsor im alpinen Ski-Welt cup. Die Ski-WM haben wir das erste Mal vor zwei Jahren gesponsert, als sie in Frank reich, in Courchevel und Me ribel, stattgefunden hat. Warum und seit wann wer ben Sie mit Hans Knauß? Dockal: Ich bin seit vielen Jahren persönlich mit Hans befreundet. Wir haben vor 13 Jahren ein Testi monial gesucht, welches unsere Werte vertritt und auch selbst Hand anlegen kann. Hans ist selbst begeisterter Heimwerker und da her sind die gemein samen Fotoshootings und TV-Werbespots auch sehr authentisch und stimmig.

„Für mich ist beim Skisport besonders die Kombination aus Performance, Qualität und dem eisernen Willen, Top-Leistun gen zu erbringen, interessant.“ Michael Dockal, Geschäftsführer ZGONC

Warum hat man sich als Sponsor für den Skisport entschieden? Dockal: Vor 13 Jahren haben wir mit unserer Zusammen arbeit mit Hans Knauß be gonnen und waren somit als Brustsponsor bei jedem Ren nen präsent. Ein paar Jahre später haben wir das Spon soring dann direkt auf die Weltcuprennen ausgeweitet. Wir haben uns für den Ski sport entschieden, weil hier Qualitäten gelebt werden, die auch uns besonders wichtig sind. Weiters wollten wir Österreichs National sport unterstützen.

Welche Zielgruppe hoffen Sie damit zu erreichen? Dockal: Wir erhoffen uns auch weiterhin jeden zu erreichen, der wie wir Ski-verrückt ist. Natürlich wollen wir durch unser Engagement auch neue Zielgruppen ansprechen, die uns bisher noch nicht auf dem Schirm gehabt haben, sowie unsere bestehende Bekannt heit untermauern. Bei der Ski-Weltmeisterschaft rech nen wir in etwa mit 18 Mil lionen Zuschauern am Bild schirm und 150.000 Skibegeis terten vor Ort. Was begeistert Sie am alpinen Skisport bzw. am Wettkampf?

Dockal: Für mich ist beim Ski sport besonders die Kombi nation aus Performance, Qua lität und dem eisernen Willen, Top-Leistungen zu erbringen, interessant. Hier kann man auch viel Parallelen zu ZGONC ziehen, denn diese Stärken sind besonders wich tig, um erfolgreich wirtschaf ten zu können. Geben Sie einen Tipp ab: Wie viele Medaillen wird Ös terreich bei der Ski-Welt meisterschaft in Saalbach gewinnen? Dockal: Ich hoffe auf sechs bis acht Medaillen für Österreich. Als Minimum gehe ich von drei bis vier aus. V

Karriere. Vor 35 Jahren startete Michael Dockal bei ZGONC als Einkäufer. Seit 19 Jahren ist er Geschäftsführer der Fachmarktkette für Werkzeuge, Maschinen, Bau- und Gartengeräte.

FOTO: ZGONC HANDEL GMBH

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WIEN INSIDE

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KOMMENTAR

Andrea Schröder Chefredakteurin

Mutige Wahltaktik

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat den 27. April als Wahltermin für den Wiener Gemeinderat ins Spiel gebracht. Die Stadt brauche rasch eine hand lungsfähige Regierung, ohne monate lang in einer Wahlkampfstarre zu ver harren. Kritiker werfen ihm vor, hier weniger an das Wohl der Stadt als an den Vorteil seiner Partei zu denken. Doch selbst wenn taktische Überlegun gen eine Rolle spielen – ist das wirklich verwerflich? Die Lage ist volatil. Der frühe Wahltermin könnte der SPÖ ent gegenkommen – sicher ist das nicht. Denn noch hat die FPÖ Rückenwind aus der Bundespolitik, mögliche Er nüchterung über die blau-türkise Re gierung stellt sich womöglich erst im Laufe des Jahres ein. Ludwig nimmt mit diesem Vorschlag ein Risiko in Kauf. Er setzt schlicht darauf, dass die Wiener Bevölkerung im April ein klares Signal sendet. Taktik mag im Spiel sein, doch das allein ist kein Makel. Politik ist im mer auch die Kunst, kluge Entschei dungen zur richtigen Zeit zu treffen. Ein monatelanger Wahlkampf würde die Stadt lähmen und polarisieren – eine Aussicht, die sich niemand wünscht. Gerade dieser keineswegs schon jetzt feststehende Ausgang der Wahl macht seine Entscheidung legitim und letztlich auch mutig. Der Termin mag taktisch gewählt sein, aber er bietet der Stadt regierung die Chance, zügig und effek tiv (weiter) zu arbeiten. Und das sollte am Ende im Vordergrund stehen. 14 | WEEKEND MAGAZIN

Neue Plattform. Bereit für ein besseres Morgen? Von 23. bis 26. Jänner geht die „KlimaZukunft Österreich“ in der Marx Halle über die Bühne. Inhaltlich dreht sich alles um die Themen Energie, Woh nen, Mobilität und Lifestyle. Dazu präsentieren Wissenschaftler und Praktiker frische Ideen, Lösungen und Produkte. Tickets für den Fachbesuchertag und die Publikumsmesse unter: www.oeticket.com

Sichere Daten? Zu viele Unter nehmen sind nicht gerüstet.

Walter Ruck (WK Wien) und Bog dan Roščić (Staatsoperndirektor)

Cybersecurity Ohne ausreichende IT-Sicherheits maßnahmen ist jedes Unterneh men so verwundbar, wie ein offen stehendes Haus, mahnt man bei der WK Wien. Wie sich Betriebe gegen Cyberangriffe wappnen können? Infos und Tipps liefert die Webseite www.it-safe.at.

Wirtschaftsmotor Die Wiener Staatsoper ist mehr als ein künstlerisches Flaggschiff: In Summe leistet der Kulturtempel jedes Jahr einen volkwirtschaftli chen Beitrag von fast 300 Millio nen Euro, sichert 3.700 Arbeits plätze und generiert 79 Millionen Euro an Steuern und Abgaben.

FOTOS: 2018 OLEKSII SIDOROV/SHUTTERSTOCK.COM, GORODENKOFF/ISTOCK.COM, FLORIAN WIESER / WKW

WIEN INSIDE

TOP

Ferien-Fun Mission Weltall, Experimen te im Science Lab oder lus tige Kino-Abenteuer: Beim „Wienxtra“-Semesterferien spiel (1. bis 9. Februar) wird Kids nicht langweilig. Infos: www.wienxtra.at Einfach süß Mit dem Schokoladefest 2025 wird die Wiener Marx Halle vom 31. Jänner bis 2. Februar zum Schlaraffen land für große und kleine Naschkatzen. Tickets ab 8 Euro (Eintritt frei für Kids unter 6): www.oeticket.com V

ARTISTISCHE WUNDERKAMMER

D er Cirque du Soleil schlägt ab 5. März seine Zelte in Neu Marx auf und präsentiert mit „Kurios“ eine fulminante Show, die weltweit bereits mehr als fünf Millionen Zuschauer begeisterte. Im Mittelpunkt stehen ein Forscher und dessen Fantasien, die einem verborgenen Kosmos glei

chen. Die mechanischen Marionetten seines Kuriositätenkabinetts werden durch außerirdische Charaktere zum Leben erweckt. Die skurrilen Besu cher stellen das Labor mit Poesie und Humor auf den Kopf … Mit 50 groß- artigen Artisten aus 21 Ländern. Karten: www.wien-ticket.at

12 Jahre „Büroschluss“ Am 30. Jänner feiern Patrik Gräfter und Michael Posch mit ihrer Party crowd großes Jubiläum im „O-Klub“. Bei Afterwork XXL mit dabei sind die Coverband Stereoparty und der Münchner DJ Jonas Fröhlich. Der Ein tritt – ab 22 Uhr – ist frei. Alle Infos unter: www.bueroschluss.at

Publikumsliebling Mark Seibert

Bühnenreif: Blau- und Misstöne

Voice & Piano Am 4. Februar, 19:30 Uhr, gehen für Mark Seibert im Theater Akzent die Lichter an. Der Star entführt sein Publikum natürlich in die Welt der Musicals. Und das ganz pur – nur mit Florian Schä fer, der ihn am Flügel begleitet.

Uraufführung „Azur oder die Farbe von

Wasser“: Das generationenüber greifende Stück rund um das Thema Missbrauch von der Tiro ler Dramatikerin Lisa Wentz feiert am 30. Jänner, 19.30 Uhr, in der Josefstadt seine Premiere.

FOTOS: JAN FRANKL, ADRIAN ALMASAN, MATHEW TSANG/ CIRQUE DU SOLEIL

Impressum: Medieninhaber & Herausgeber: Weekend Magazin Wien GmbH, Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100, Fax: +43 50 6964-2125. E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Geschäftsführung: Christian Lengauer (MBA), Richard Mauerlechner. Chefredakteur Österreich: Werner Christl. Chefredaktion: Andrea Schröder. Redaktion: Rudolf Grüner, Stefanie Hermann (MA) Tamara Schögl, Volker Angerer, Philipp Eitzinger, Conny Engl, Sandra Eder, Mag. Gert Damberger, Mag. Simone Reitmeier, Melanie Burger, Stefan Milicevic, Patrick Deutsch, Cornelia Scheucher, Andreas Hamedinger, Mag. Dr. Stefan Kohlmaier. Art-Direktion: Thomas Bruckmüller. Layout & Produktion: Zielgruppen-Zeitungsverlags GesmbH. Leitung Mediaservice: Mag. Tanja Maderthaner. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100. E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Re daktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Quellenstraße 16, 6900 Bregenz, Tel.: +43 5574 200 10, E-Mail: vorarlberg@weekend.at. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel.: +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Vertrieb: Österr. Post AG. Lektorat: Mag. Dorrit Korger, BEd. Daniela Christl Druck: Slovenská Grafia AG, SK-83403 Bratislava. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird auf geschlechterspezifische Bezeichnungen verzichtet. Der zeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. n

Weekend Magazin erscheint im

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WIEN INSIDE

MARKUS GEYER UND ANDREAS PERSIGEHL Man trifft sich am Regal

HANDEL(N). Eine Studie zeigt: 50 Prozent aller Kunden kommen alle zwei Wochen in eine Drogerie, 90 Prozent einmal pro Monat. Wie erfüllt man ihre Erwartungen? Die Devise bei BIPA: Stillstand ist Rückschritt. Im Team sorgen die Geschäftsführer Markus Geyer (im Bild re.) und Andreas Persigehl dafür, dass bei der beliebten Kette etwas weitergeht. Von Andrea Schröder B IPA auf Kurs Rich tung Zukunft: Wel che Meilensteine wurden schon erreicht?

Pinke Power. Die bekannteste Drogeriekette Österreichs erzielt jährlich einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro.* BIPA beschäftigt rund 4.000 Mitarbeitende, davon sind 95 Prozent Frauen. Unter den Führungskräften liegt der Frauenanteil sogar bei 98 Prozent. Das Sortiment umfasst mehr als 15.000 Artikel. BIPA feiert heuer 45-jähriges Jubiläum.

Andreas Persigehl: Ein Haupt fokus war die Modernisie rung und Neugestaltung un serer Filialen, dafür haben wir in den letzten Jahren viel investiert. Dabei ging es uns vor allem darum, die The men Wohlfühlen und Inspi ration stärker in den Mittel punkt zu rücken. Markus Geyer: Unser Sor timent an Eigenmarken-­ Produkten wurde außerdem massiv erweitert und besteht mittlerweile aus über 1.500 Artikeln. Wie passt Nachhaltigkeit ins Konzept? Andreas Persigehl: Nachhaltig keit ist für uns ein sehr wichti ges Thema, das wir ganzheit lich angehen. Wir achten auf nachhaltige Produkte, wie un sere Eigenmarke bi good, und legen auch in internen Prozes sen und unseren Filialen den Fokus auf Nachhaltigkeit. Markus Geyer: Wir sehen uns als Händler in einer besonde ren Verantwortung. Deshalb arbeiten wir auch eng mit Partnern wie den österreichi schen Naturparks zusammen, um Projekte im Bereich Um

sitionieren. Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden best möglich und bieten ihnen ein attraktives Arbeitsumfeld. Da her fördern wir die Vereinbar keit von Beruf und Familie so wie Weiterbildung. Was sagt uns der Blick in die Kristallkugel? Markus Geyer: Der stationäre Drogeriemarkt wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Der Kunde sucht nach wie vor das Einkaufserlebnis. Gleichzeitig werden digitale Elemente eine noch größere Bedeutung bekommen. Der Drogeriemarkt der Zukunft wird aber vor allem ein Ort der Begegnung, Inspiration und des Wohlfühlens sein. V

„Laut Studie kommen 27% der Kunden spontan in die Drogerie. 20% sagen, sie haben einfach Lust auf Stöbern.“ Markus Geyer über weitere Erkenntnisse aus der Studie

weltschutz und Bildung zu fördern. Wie wichtig ist für Droge rien der Standortfaktor? Andreas Persigehl: Wir haben mit 570 Filialen in ganz Öster reich eine sehr gute Versor gungslage und sind damit nah an unseren Kunden. Rund 50 Prozent der Österreicher haben einen BIPA-Markt in einem Umkreis von zwei Kilo metern von ihrem Wohnort. Markus Geyer: Die Nähe zu un

seren Kunden ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Deshalb inves tieren wir auch stark in den Ausbau unseres Filialnetzes und in innovative Konzepte wie den Quick Commerce Service in Kooperation mit Foodora. Wie schwierig ist es, Mit arbeitende zu finden – und zu halten? Markus Geyer: Unser Ansatz ist es, BIPA als attraktiven und modernen Arbeitgeber zu po

FOTOS: BIPA/ KARL SCHROTTER * 2023: 940 MIO. EURO

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Herkunft mit Zukunft -

BRAUKUNST AUF HÖCHSTER STUFE.

LEBENSART

Ochsenknecht will österreichische Staatsbürger schaft. Mehr auf weekend.at/ ochsenknecht-steiermark

Das ist los, am Chianinahof! Zu Besuch bei den Ochsenknechts

EIN UNSCHLAGBARES TEAM. Cheyenne Ochsenknecht und Nino Sifkovits bauten sich im steirischen Dobl ein Landwirtschaftsimperium mit rund 500 Tieren auf. Wir waren vor Ort. Von Cornelia Scheucher & Nina Dam

D en Medienprofi sieht man Nino Sifkovits sofort an. Sobald die Kamera erscheint, schnappt sich der 29-Jährige die Heugabel und beginnt, seine Rinder zu füttern. „Mittlerweile po siere ich öfter für solche Fotos als wirklich zu arbeiten“, scherzt der Landwirt. Seit rund zwei Jahren sind der „Chianinahof“ und seine Besitzer – das ehemalige Model Cheyenne Ochsenknecht und der gebür tige Steirer Nino Sifkovits – in aller Mun de. Medienauftritte, Charity-Veranstal tungen und die Serien „Diese Och senknechts“ sowie „Unser Hof“ haben den mitten in Dobl – etwa 20 Autominu ten von Graz entfernt – gelegenen Hof ins Rampenlicht befördert. „Am Anfang war es natürlich schon komisch, sich selbst im Fernsehen zu sehen. Aber man gewöhnt

des Schauspielers Uwe und der Socie ty-Lady Natascha Ochsenknecht war sie den roten Teppich von klein an gewöhnt. Genauso wie ihre Brüder Jimi Blue und Wilson Gonzalez. Das Landleben samt Bauernhof war für die 24-Jährige kom plettes Neuland. Trotzdem könne sich Cheyenne keinen schöneren Ort zum Le ben vorstellen. Für sich und Nino, aber auch für ihre beiden Kinder Mavie und Matteo Nael. Dass Nino und Cheyenne die Kleinen aus der Öffentlichkeit heraus halten, ist ihnen ein wichtiges Anliegen. Tierische Medienprofis

Nahezu unaufgeregt werden wir durch Stallungen und über den gesamten Hof geführt. Ins Auge stechen natürlich sofort die weißen Chianinarinder – na mensgebend für den Hof. Die größte Rinderrasse der Welt stammt aus der italienischen Toskana, scheint sich aber

sich schnell dran“, so Nino. Von klein an gewöhnt

Seine Frau Cheyenne ist hingegen in der Öffentlichkeit aufgewachsen. Als Tochter

Cheyenne Ochsenknecht

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Der Chianinahof liegt direkt in Dobl – eingebettet zwischen der Dorfkirche und der Volksschule.

LEBENSART

ist das einzige Familienmitglied, das tat sächlich am Hof geboren wurde. „Ich habe eine sehr tiefe Verbundenheit zu diesem Ort und bin mit Tieren aufge wachsen“, beschreibt der 29-Jährige. Ni nos Vater betrieb nur eine kleine Land wirtschaft mit wenigen Rindern für den Eigenbedarf. „Als ich weggegangen bin, war der Hof schon komplett eingeschla fen“, so der Steirer. Großer Erfolg Mit der Entscheidung, den Hof wiederzu beleben, ging es erst richtig los. Anfangs nur als Hobby, entwickelte sich die Land wirtschaft zu einem florierenden Betrieb und durch die Social-Media-Präsenz ge wann der Hof immer mehr an Bekannt heit. Cheyenne dazu: „Es ist eine große Ehre für mich, hier in Österreich etwas komplett anderes zu machen als davor und damit auch noch Erfolg zu haben.“ Vor Kurzem wurde die junge Landwirtin von der österreichischen Ausgabe des Forbes-Magazin sogar auf die Liste „30 under 30“ gesetzt. V

auch in der Südsteiermark äußerst wohl zufühlen. Um die 40 Tiere tummeln sich am Hof. Besonders imposant ist Bulle Lu ciano mit einem Stockmaß von rund 1,89 Metern. Tabuthemen gibt es keine. So er zählen die beiden frei von der Leber weg von den schönen, aber auch den schwieri gen Seiten der Landwirtschaft. Seltene Rassen Dass das junge Pärchen ein Faible für be sondere Tierrassen hat, ist kaum zu über sehen. Neben den weltgrößten Rindern werden mittlerweile auch Ibérico-­

Strohschweine und Île-de-France-Schafe am Hof gezüchtet. Hinter dem Stall hö ren wir es plötzlich schnattern: Zwei Tou louse-Gänse spazieren gemütlich durch die Gegend. Am Hof leben etwa 500 Tie re. „Wir haben sicher einen Tierwert von 150.000 Euro am Hof“, erzählt Nino. Wie alles begann Die Liebesgeschichte von Nino und Cheyenne begann in Berlin. Über seinen besten Freund, einen Profifußballer, lern te er Cheyenne kennen: „Ihr Familienna me war mir schon ein Begriff, aber wirk lich gekannt habe ich sie nicht. Nach ein paar Treffen habe ich aber gemerkt, dass sie ein super einfaches Mädel ist. Gar nicht so, wie sie immer von den Medien dargestellt wurde. Und irgendwann hat sie mich einfach geküsst.“ Eine Fernbezie hung kam für den Steirer nicht infrage, deswegen zog Nino zu Cheyenne. Als sie mit Tochter Mavie schwanger wurde, kam die Idee auf, wieder nach Österreich zu gehen. Tiefe Verbundenheit Dass in Österreich überhaupt etwas auf die beiden wartete, war Ninos Eltern zu verdanken, die den Hof vor vie len Jahren in einem baufälligen Zustand erwarben. Nino selbst

FOTOS: CHRIS ZENZ, CHIANINAHOF

Mehr über unseren Besuch am Chianinahof gibt es hier zu sehen:

Die italienische Rinderrasse „Chianina“ – namensgebend für den Hof WEEKEND MAGAZIN | 19

Nino Sifkovits

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Käse-Oscar und Wiener Schnecken KULINARISCHE SYMBIOSE. Biolebensmittel, Safran, Kaviar, Weine von Weltruf oder Bier- beziehungsweise Edelbrandspezialitäten. Österreichs Produzenten versorgen Konsumenten mit Nahrungsmitteln, die Nachhaltigkeit und Genuss vereinen. Von Andreas Hamedinger

Ö sterreich gibt im Be reich der Lebens mittelerzeugung in vielen Bereichen Standards vor, um die uns viele anderen Länder beneiden. So werden fast 26 Prozent der landwirt schaftlichen Flächen nach

auch bei der Qualität zu überzeugen verstehen, zeigt sich etwa bei der Herstellung von Käse. Beim World Cheese Award 2024 – sozusa gen die Oscarverleihung für Käsespezialitäten aus

biologischen Richtlinien be wirtschaftet. Im Vergleich: In der EU sind es etwas mehr als 10 Prozent, weltweit sind es gerade 1,6 Prozent. Das Ös terreichs Produzenten nicht nur bei den Bioprodukten Weltspitze sind, sondern

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Ein Paradies für Hühner Etwa 31 Prozent der rund 7 Millionen österreichischen Legehennen werden in Freilandhaltung gehalten, in der Biohaltung sind es 13 Prozent. Im EU-Durschnitt sind es 15,5 beziehungsweise 7,1 Prozent. Die Haltung von Legehennen in ausgestalteten Käfigen ist in Ös terreich seit 1. Jänner 2020 verboten.

87% der Österreicher bevorzugen regionale Lebensmittel.

schmackskick auch nach alten Obst- und Gemüse sorten, die nicht dem ge schmacklichen Mainstream entsprechen. Und in Öster reich werden sie fündig.

Essen auch etwas zur Art erhaltung beitragen? Alte Nutzpflanzen und Spitzenweine Angesichts einer immer stärker global agierenden Landwirtschaft suchen

aller Welt – durfte sich Ös terreich über drei Goldme daillen, viermal Silber und fünfmal Bronze freuen. Die österreichischen Käsevertre ter konnten sich unter un glaublichen 4.700 Käsesorten aus 47 Ländern behaupten. Kaviar, Safran und Gin Doch Gourmets schwören nicht nur im Bereich tradi tioneller Lebensmittel auf Qualität aus Österreich. Längst haben heimische Pio niere Nischen abseits von Käse, Speck, Wein und Co. besetzt. Garnelen, die im kla

ren Gebirgswasser gezüchtet werden oder Störkaviar, Wagyu Beef beziehungsweise Rohschinken „made in Aus tria“ sind längst fester Be standteil des kulinarischen Angebots. Oder dürfen es ein Risotto mit österreichischem Safran, ein Artischockensalat mit Apfel-Balsamico, Wiener Schnecken mit Knoblauch butter oder ein Martini-­ Cocktail sein, der mit regio nalem Gin zubereitet wurde? In Österreich gibt es also ein Angebot, das Feinschmecker begeistert – doch wer hätte gedacht, dass Feinspitze mit ihrer Leidenschaft zum guten

Gourmets in ihrem Streben nach dem ultimativen Ge

Der Anteil von Biofrischgemüse im österreichi schen Lebens mitteleinzelhan del betrug 2023 18,2 Prozent.

FOTOS: AUFMACHER: ISTOCK.COM/ LIUDMILA KIERMEIER, SCHILD: ISTOCK.COM/ STADTRATTE, HÜHNER: ISTOCK.COM/ VIKTORCAP, GEMÜSE: ISTOCK.COM/ PIXURA

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Etwa 600.000 Tonnen Kartoffeln werden jedes Jahr in Österreich geerntet.

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weisen zahlreiche Auszeich nungen für die Rot-, Weiß- und Süßweine auf nationalen und internationalen Wein messen. Und was vielleicht noch nicht alle wissen: Heimi scher Sekt kann hinsichtlich der Qualität längst mit Cham pagner mithalten. Österreich – ein Land der Biertrinker Im Zusammenhang mit dem Genuss darf auch das Wasser nicht zu kurz kommen. 100 Prozent der Bevölkerung im

auch in Zukunft auf unseren Tellern landen können. Spricht man über Lebensmit telqualität aus Österreich, denkt man heute unweiger

Etwa dank des Vereins Arche Noah, der mit seinen 14.000 Mitgliedern dafür sorgt, dass Tausende gefährdete Gemüse, Obst- und Getreidesorten

lich auch an das Thema Wein. Zu Recht, denn nach dem Weinskandal 1985 gehören Österreichs Winzer heute zu den besten der Welt. Das be

FOTO: ISTOCK.COM/ MARIANVEJCIK,

W ir, als über 530 Jahre altes Familienunternehmen, brau en unsere Biere nach traditioneller Brauhandwerkskunst und kombinie ren modernste Technik mit den Qua litätsstandards von „Slow Brewing“. Das sorgt für besten Geschmack und perfekten Biergenuss – und darauf sind wir stolz! Als Gründungsmitglied der „Unabhängigen Privatbrauereien Österreichs“ stehen wir für 100% ös terreichische Braukultur und grenzen uns klar von internationalen Groß konzernen ab. Das zeigen wir auch auf unseren Produkten mit dem Her kunftssiegel „Österreichische Privat brauerei – 100% unabhängig“. 100% Qualität für perfekten Biergenuss!

ÖSTERREICH AUF 100%

Beim Bierbrauen setzen wir auf traditionelle Brauhandwerkskunst und kombinieren modernste Technik mit den Qualitätsstan dards von Slow Brewing. Das sorgt für die ausgezeichnete Qualität.

Christian Pöpperl Chefbraumeister Stieglbrauerei

Das „flüssige Gold“ der Salzburger – gebraut mit 12° Stammwürze für perfekten Biergeschmack.

FOTOS: PROD.-ABB: © STIEGL, C. PÖPPERL: © WILDBILD.AT

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Destillate begeistern Qualitativ hochwertiges Wasser benötigt man in Ös terreich auch zur Herstel lung von Edelbränden. Und auch in dieser kulinarischen Nische zählen heimische Produzenten längst zu den Besten. Jährlich werden Destillate – von Whisky bis zu Himbeer- oder Marillen bränden – heimischer Bren ner mit zahlreichen Gold- und Silbermedaillen für ih ren Geschmack ausgezeich net.

Land haben Zugang zu siche rem Trinkwasser, 26 Prozent der Weltbevölkerung würden sich das wünschen. Doch bes tes Wasser ist auch Grundlage für Bier, das auf der Beliebt heitsskala der Österreicher ganz oben rangiert. Laut einer Studie des Markforschungsin stituts Market ist für 84 Pro zent der Befragten Bier ein be deutender Bestandteil der hei mischen Kultur. Kein Wunder also, dass jeder Österreicher pro Jahr rund 100 Liter des Gerstensafts zu sich nimmt.

Kurze Wege. Laut einer Studie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) verursacht der Transport von Lebensmitteln etwa 10 Prozent der gesamten Emissionen in der Lebensmit telproduktion. Regionale Lebensmittel helfen, diesen Prozentsatz zu senken. Umweltschutz

FOTOS: UMWELTSCHUTZ: ISTOCK.COM/ PETMAL, SAMEN: ISTOCK.COM/ PICTUREPARTNERS

D ie Berglandmilch Produkte ha ben alle eines gemeinsam: Sie werden mit höchsten Qualitäts- und Geschmacksstandards hergestellt und sind echte Österreicher – ange fangen direkt bei den bäuerlichen Betrieben bis hin zur Produktion in den österreichischen Werken. Die Berglandmilch Bäuerinnen und Bauern sind Vorreiter in ihrem En gagement um Nachhaltigkeit und Tierwohl. Aber auch in den Werken ist es offensichtlich, dass das Kon zept der Nachhaltigkeit Wirklich keit werden kann: Der Strom da für kommt zu 100% aus Ökostrom. Denn nur wenn von Anfang an das Beste gegeben wird, können hoch wertige Milch- und Molkereiproduk te hergestellt werden. Unser ganzer Stolz: Unsere Milch

ÖSTERREICH AUF

In jedem unserer Produkte steckt viel Know-how, jahrelange Erfahrung und persönlicher Einsatz. Und das schmeckt man!

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Josef Braunshofer Geschäftsführer, Berglandmilch

BERGBAUERNMILCH. Milch genießen wie damals – 100% beste gentechnikfreie Milch aus Österreichs Almgebieten

FOTOS: PHILIPPLIPIARSKI, BERGLANDMILCH

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Eine intakte Umwelt ist notwendig, um hochwertige Nahrungsmittel zu erzeugen.

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Tierschutz ist Österreichern wichtig Zum Abschluss stellt sich noch die Frage, welche Vor teile Bioprodukte bieten. Sie kommen einmal ohne synthe tische Pestizide und Kunst dünger aus, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit schützt. Der hohe Anteil der Biobetrieben in Österreich ist auch für eine artgerechte Tierhaltung von entscheidender Bedeutung: Denn bio bedeutet, dass Rin der, Schweine oder Hühner

Sinne der Konsumenten ist, zeigt eine repräsentative Um frage des Marktforschungs instituts Ifes für die Arbeiter kammer aus dem Jahr 2023: Tierschutz ist für nahezu alle Befragten (88 Prozent) wich

Zugang zu Freiflächen haben, Schlafplätze den Bedürfnis sen der Tiere angepasst sind und der Einsatz von Medika menten auf das Notwendigste beschränkt ist. Dass artge rechte Tierhaltung auch im

tig – und zwar umfassend, dazu zählen etwa gute Tier haltung im Stall, stressfreie Schlachtung, artgerechte Füt terung, Auslauf im Freien oder besonders kurze Trans portwege. V

3 Fragen an Max Stiegl

diesem wird ein ganzes Schwein komplett ver arbeitet und verspeist. Das bedeutet, es werden auch das Gehirn, die Nieren, das Blut und das Fett verwendet. Das geschieht aus Respekt vor dem getöteten Tier und ermöglicht neue Geschmackserlebnisse. Sie sind also ein kulinari scher Grenzgänger, oder? Wenn man darunter ver steht, dass ich Schnep fendreck – die Innereien des Vogels – oder Biber aus Ungarn zubereite, dann ganz sicher.

Fischarten wie den Zan der aus dem Neusiedler see und natürlich auch alte Gemüse- und Ge treidesorten, die in Ver gessenheit geraten sind. Sie bieten nicht nur eine Vielfalt an Aromen, son dern erzählen auch Ge schichten über unsere Kultur und Tradition. Neben der Regionalität ist für Sie auch das Prinzip „Nose to tail“, bei dem das ganze Tier verarbeitet wird, wichtig. Wie setzen Sie dieses Prinzip um? Der „Sautanz“ ist dafür ein gutes Beispiel. Bei

Max Stiegl aus Purbach (Burgenland) ist einer der besten Köche des Landes. Regionalität in der Küche ist für ihn selbstverständlich.

Gibt es Pro dukte oder Zu taten aus der Region, die Sie be

sonders schätzen? Besonders liebe ich die burgenländischen Pa radeiser, regionale

Max Stiegl Küchenchef Gut Purbach

FOTOS: LANDSCHAFT: ISTOCK.COM/ BLUEJAYPHOTO, MAX STIEGL: INGOPERTRAMER

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