Pflege Oberösterreich KW11 2026
Pflege u Betreuung u Vorsorge
Karin Leitner (45) ist SPÖ-Vize bürgermeisterin von Linz und Vorsitzende im Ausschuss für Generationen, Sport und Sozia les. Sie sagt: „Linz bekennt sich ausdrücklich zum Versorgungs auftrag für Senior*innen – rund 40 Prozent unseres Budgets fließt in soziale Leistungen!“ INFORMATION
Wie beurteilen Sie die Per sonalsituation in Linz im Pflegebereich? Leitner: Angespannt – in Linz wie im restlichen Oberösterreich. Gleichzeitig sind wir vergleichs weise stabil aufgestellt. Ein zen traler Schritt ist die Pflegelehre, die jungen Menschen einen frü hen Einstieg in einen krisensiche ren, sinnstiftenden Beruf mit Perspektive ermöglicht. u
lungsspielraum bleibt.Wir setzen auf einen effizienten und zielge richteten Mitteleinsatz. Unser Anspruch ist es, die starke sozi ale Infrastruktur in Linz trotz herausfordernder Rahmenbedin gungen zu sichern und weiterzu entwickeln. Betreute sowie al tersgerechte Wohnungen sind in Linz tatsächlich schon lang be währte Bausteine unserer Pflege vorsorge. Der nächste Schritt liegt in Innovation und Digitali sierung, um Ressourcen verstärkt in die Beziehungsarbeit investie ren zu können. Viele Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden le ben, auch wenn Betreu ungsbedarf da ist. Ist das in einer Stadt wie eben in Linz leichter als in ländli chen Gebieten? Leitner: Beide Räume haben ihre Stärken. In Linz profitieren ältere Menschen von einer gut ausgebauten niederschwelligen Infrastruktur wie Essen auf Rä
dern. Entscheidend ist auch das Unterstützungsumfeld von Fami lie, Nachbarschaft und Ehren amt, durch professionelle Ange bote zu entlasten, damit niemand allein gelassen wird. Diese oft wenig sichtbare Leistung ist eine zentrale Säule unseres Systems und verdient nicht nur unsere Wertschätzung, sondern auch soziale Absicherung der Angehö rigen.
FOTOS: STADT LINZ/DEIMLING
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