Pflege Oberösterreich KW11 2026

Pflege u Betreuung u Vorsorge

Niemanden alleine lassen

Interview. Die Linzer Vizebürgermeisterin Karin Leitner spricht über die Zukunft der Pflege in der Landeshauptstadt, die soziale Infrastruktur und die Herausforderungen für Kommunen.

Interview: Philipp Eitzinger

D er demografische Wandel ist auch in Linz klar zu spü ren. Vizebürger meisterin Karin Leitner erklärt, wie die Stadt für die unmittel bare Zukunft aufgestellt ist. Letztens hieß es, dass mit rund 1.900 Pflegeheimbet ten in Linz die Versor gungsquote übererfüllt wird. Wie erwarten Sie die Entwicklung in den nächs ten fünf bis zehn Jahren? Es braucht strukturel le, finanzielle Entlas tung durch Bund und Land, damit Kommu nen mehr Handlungs spielraum bleibt.

Leitner: Die Versorgungssitua tion in Linz ist sehr gut. Zu sätzlicher Bedarf besteht frü hestens zwischen 2030 und 2033. Angesichts des Fachkräf temangels setzen wir aber nicht auf Neubauten, sondern auf einen bedarfsgerechten Ausbau bestehender Standorte mit Schwerpunkten auf heimerset zende und heimverzögernde Maßnahmen. Erfolgreiche Wei terentwicklungen in der Pflege gelingen am besten in enger Zusammenarbeit von Stadt und Land OÖ – mit abge stimmter Planung, gemein samer Verantwortungsüber nahme und gesicherter Finanzierung für die Ge meinden.

forderungen. Es braucht eine strukturelle Entlastung durch Bund und Land, damit den Kommunen wieder mehr Hand

FOTO: ANDREAS BRUGGER

Wie kann man den all gemein enger gewor denen finanziellen Spielraum bestmög lich nützen? Leitner: Städte und Ge meinden stehen vor gro ßen finanziellen Heraus

Karin Leitner Linzer Vizebürgermeisterin

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