Business Wien 2025 KW26

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B egeisterung ist bei ihm keine Pose, sondern ein Charakterzug. Das so eben besuchte Hotel in Venedig – so schön! Der opulente Blumenschmuck, die Ge mälde, das Mobiliar: „Eine Wohltat für die Seele.“ Einer wie Peter Friese will nicht irgendein Lokal führen, es muss ein besonders schönes Lokal sein. Nicht nur die Substanz wie die Stehbar aus massivem Holz und die glänzenden Luster entsprechen die sem Ideal: Im Regal liegen die Scho koladetafeln in farblicher Harmonie. Pinke Pfingstrosen zieren die Tische, jede perfekt aufgeblüht. Und die Blu mentöpfe aus italienischer Keramik im Schanigarten: alle hübsch in Reih und Glied. Perfekt oder gar nicht Peter Friese hat ein genaues Auge, und eine Angewohnheit: „Am

Abend, wenn es schon ruhig ist, setze ich mich hin und notiere auf kleinen Zetteln, was mir auffällt. Dabei suche ich mir immer einen anderen Platz“, so der Gastronom. „Erst dann bemerkst du die ver ZUR PERSON Peter Friese Der Wiener (geb. 1957) half schon als Teenager, damals noch Lehrling im „Bris tol“, im elterlichen Betrieb und übernahm ihn schließlich. Das Restaurant Beletage sowie die Bar Campari (ebenfalls im Ersten) sind seine Erfindung. Mit Frau Christina hat er zwei Söhne.

ZAHLEN Mehr als 200 Sitzplätze. Davon allein 120 im großen Schanigarten zum „Sehen und Gesehen werden“. Rund 200 Mitarbeitende. Einige überprüfen aus schließlich Brötchen-Bestel lungen auf Richtigkeit. 20+ Millionen Euro. Soviel Umsatz erwirtschaften die drei Standorte in etwa. 363 Tage geöffnet. Nur am 25. 12. und am 1. Jänner bleibt das Lokal geschlossen.

FOTOS: CHRISTIAN MIKES

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