Weekend Magazin Wien Blickpunkt Bade- und Rätselspass 2026 KW27
WIEN INSIDE
Ermöglicher. Peter Hanke (SPÖ) ist seit März 2025 Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruk tur. Der gebürtige Wiener (61) war zuvor von 2018 bis 2025 Finanz- und Wirtschaftsstadtrat der Stadt Wien. Vor seinem Wechsel in die Politik war er unter anderem Geschäfts führer der Wien Holding. Hanke gilt als pragmatischer Infrastruktur- und Wirtschaftspolitiker.
Richard Mauerlechner, Weekend-Wien-Chef (li.), im Austausch mit Minister Peter Hanke
auch wenn sie weniger sichtbar sind? Hanke: Dazu zählt etwa die ÖBB-Reform. Ich sehe die ÖBB als Musterunternehmen in Europa. Wir sind neben
Rolle spielt die Straße künftig? Hanke: Ich möchte wichtige Verbindungen im österrei chischen Verkehrsnetz fertig stellen. Dazu gehören etwa Projekte wie die S10, die Mur talstraße, die A5 oder die S1. Das bringt auch starke Wirt schaftsimpulse. Rund um Wien fehlt bis heute ein voll ständiger Ringschluss. Ich möchte hier keine emotio nalen Verwerfungen verursa chen, sondern Fortschritt ge nerieren. Eine wachsende Metropole mit zwei Millionen Einwohnern braucht sozialen Wohnbau, aber eben auch ei nen reibungsfreien Ablauf im Mobilitätsbereich. Welche Themen liegen Ih nen besonders am Herzen,
regeln, die wir mit unserer StVO-Novelle auf den Weg gebracht haben. Sie haben gerade zusätzli che 60 Millionen Euro für
Ukraine oder Straße von Hormus. Wir führen deshalb intensive Gespräche mit den Stakeholdern der Branche, um eine gute Entwicklung für den Luftverkehr sicher zustellen. Bis Ende Septem ber werde ich entscheiden, wie diese 30 Millionen Euro pro Jahr am besten einge setzt werden. Hanke: Österreich hat starke Universitäten, Forschungs einrichtungen und Unterneh men, die in ihren Bereichen Weltspitze sind. Jetzt geht es darum, diese Stärken, etwa in der Weltraum- und Luftfahrt sowie der Quantentechno logie auszubauen und Inno vationen schneller in die An wendung zu bringen. Woran möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit gemessen werden? Hanke: Daran, dass wir die Mobilität der Zukunft wei terentwickelt haben. Dass Verkehrsträger gemeinsam Lösungen finden, ohne ideologische Brille. Mobili tät ist Freiheit, Wählbarkeit und Lebensqualität. Gerade im ländlichen Raum darf sie kein politisches Randthema sein. V Wie steht es um den Innovationsstandort?
„E-Mopeds sind ab Oktober nicht mehr auf Radwegen unterwegs, sondern auf der Straße.“
Peter Hanke will Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
den Flugverkehr 2027 und 2028 auf den Weg gebracht – um die Flug abgabe zu senken? Hanke: Die Flugbranche steht im internationalen Wettbewerb. Deshalb müs sen wir bei den Rahmenbe dingungen immer auch auf die Nachbarländer schauen und die Wettbewerbsfähig keit berücksichtigen. Gleich zeitig geht es darum, die An bindung der Bundesländer und die Konnektivität des Standorts Österreich zu si chern. Hier haben wir unter den zahlreichen Krisen der letzten Jahre gelitten, die ja zum Teil noch nicht über standen sind, Stichwort:
der Schweiz eines der stärks ten Bahnländer Europas, und ich möchte, dass das so bleibt. Wichtig ist mir auch die Verkehrssicherheit. E-Bikes, E-Scooter und E-Mopeds verändern die Mobilität, vor allem in den Ballungszentren. Dafür braucht es klare Spiel
Der Minister an seinem Arbeitsplatz in der Radetzkystraße.
FOTOS: ALEX FELTEN
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