Weekend Magazin Wien Blickpunkt Bade- und Rätselspass 2026 KW27
WIEN INSIDE
PETER HANKE „In ihrem Bereich Weltspitze“ ZUKUNFTSVISION. Peter Hanke verantwortet eines der vielfältigsten Ressorts der Bundesregierung: Er koordiniert Bahn, Straße und Luftfahrt ebenso wie angewandte Forschung und Innovation bis hin zur Wasserstraße und dem Hochwasserschutz entlang der Donau. Von Andrea Schröder V iele Menschen ha ben das Gefühl, dass in Österreich
plan. Das gibt Planungs- und Investitionssicherheit. Des halb haben wir nicht diesen Nachholeffekt wie Deutsch land, wo über Jahre zu wenig in Infrastruktur investiert wurde. Aber da schwingt keine Freude mit: Beim Bren ner-Nordzulauf sind wir dar auf angewiesen, dass es ein gemeinsames europäisches Vorgehen gibt. Die volle Ka pazität des Brenner-Basistun nels können wir nur nützen, wenn auch die Zulaufstrecke aus Deutschland funktioniert. Das KlimaTicket ist teurer geworden. Gab es deshalb einen Einbruch? Hanke: Nein. Es gibt gering fügige Abweichungen, die er klärbar sind. Wir haben eine Wirtschaftslage, die für viele Menschen angespannt ist. Trotzdem halte ich das Kli maTicket für ein attraktives Produkt. Es ist wichtig, dass wir gute Angebote für den öf fentlichen Verkehr haben. Sie gelten aber auch nicht als Straßengegner. Welche
ständig gebaut wird. Wo wird es die größten Verbes serungen geben? Hanke: Infrastruktur ist seit Jahrzehnten eine Stärke Ös terreichs und Europas. Wo wir unbedingt punkten müs sen – in der Stadt wie im ländlichen Raum –, ist die Mobilität. Wir investieren weiter auf sehr hohem Niveau in die Schiene. Die Menschen merken das an besseren Ver bindungen, neuen Zügen und großen Projekten. Die Kor almbahn ist eröffnet, der Semmering-Basistunnel folgt und der Brenner-Basistunnel wird ein unglaubliches Infra strukturprojekt für Güter- und Personenverkehr. Die Deutsche Bahn kämpft mit massiven Problemen. Hat Österreich rechtzeitig investiert? Hanke: Wir haben in Öster reich seit vielen Jahren ein Zielnetz und darunter einen sechsjährigen ÖBB-Rahmen
„Mobilität muss offen sein, sie muss Freiheit ermöglichen und darf nicht ideologisch sein.“ Peter Hanke will Wahlfreiheit beim Verkehrsmittel.
FOTO: ALEX FELTEN
14 | WEEKEND MAGAZIN
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