Weekend Magazin Wien 2026 KW17

WIEN INSIDE

ANDREAS DIEPOLD

Qualität und Innovation

HAUSHALT. Lange lebe die Küche! Andreas Diepold, Geschäftsführer von BSH Österreich, über aktuelle Technologien, neue Kochgewohnheiten und warum das Vertrauen in starke Marken nie aus der Mode kommt. Von Andrea Schröder E in Gerät erlebt einen enormen Hype: die Heißluftfritteuse. Auch bei BSH? Hausgeräte. BSH Österreich (u. a. Bosch,

Diepold: Absolut. Wir waren da zwar nicht First Mover, haben uns das aber genau angeschaut und jetzt selbst ein Gerät im Markt. Und ich muss sagen: Es macht einfach Spaß – ich habe selbst eine zu Hause. Für mich ersetzt sie zwar keinen Backofen, aber als Zusatz ist das schon eine spannende neue Kategorie. Ein weiterer Trend: Brotbacken. Diepold: Ja, und da spielt Technologie eine große Rolle. Wer Brot backt, braucht Dampf. Mit einem Dampfstoß oder ei nem Volldampfbackofen bekomme ich ein ganz anderes Ergebnis. Das Problem ist oft: Viele kaufen Geräte, ohne zu wis sen, was sie wirklich brauchen. Genau deshalb ist die Beratung durch den Kü chenfachhandel so wichtig. Warum greifen viele Konsumenten bewusst zu Markenprodukten? Diepold: Vertrauen. Wenn Bosch drauf steht, kann ich das Produkt guten Ge wissens nutzen – und wenn etwas nicht funktioniert, wird es repariert. Wir ha ben hier am Standort eine eigene Werk statt, bieten bis zu 15 Jahre Ersatzteile an und haben allein in Österreich rund 70 Techniker im Einsatz. Das ist ein we sentlicher Beitrag zur Kreislaufwirt schaft. Sie haben viel Erfahrung in der Bran che. Wie hat sich das Konsumenten verhalten über die Jahre geändert?

Siemens, Gaggenau) zählt zu den führenden Anbie tern und beschäftigt rund 300 Mitarbeitende. Andreas Diepold ist seit 38 Jahren im Unternehmen. Die schwächelnde Bauwirt schaft, so Diepold, stelle auch seine Branche vor Herausforderungen, denn jeder Neubau habe bis zu sieben Umzüge zur Folge.

Diepold: Der Showroom richtet sich an alle, die sich intensiver mit Küchengerä ten beschäftigen – vom Ersatzkauf bis zur kompletten Planung. Wir nehmen uns für die persönliche Beratung be wusst Zeit und gehen auf individuelle Bedürfnisse ein. Hier bekommt man auch ein Gefühl dafür, was mit Geräten unserer Marken Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau technisch heute möglich ist – von Dampfbacköfen bis zu vernetz ten Geräten. Welche Rolle spielt das vergleichs weise kleine Österreich für den großen Konzern BSH? Diepold: Eine sehr wichtige. Gemessen an der Größe ist Österreich einer unserer stärksten Märkte in Europa. Die Menschen investieren hier überdurch schnittlich in Qualität – das passt sehr gut zu uns. V

„Es wird keine fünf Jahre mehr dauern, dann unterhalten wir uns mit den Geräten.“

Andreas Diepold über die rasante Entwicklung von KI in der Küche

Diepold: Den einen Kunden gibt es nicht mehr. Die Lebensentwürfe und Ansprü che sind extrem unterschiedlich – von Menschen, die es im Alltag schnell und unkompliziert brauchen, bis hin zu ambi tionierten Hobbyköchen, beinah auf Ster neniveau. Gleichzeitig sind die Kunden heute viel informierter als früher, oft so gar besser vorbereitet als der Verkäufer. Welchen Service bietet BSH mit der „Stilarena“ hier im 10. Bezirk?

FOTO: BSH

16 | WEEKEND MAGAZIN

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