Weekend Magazin Wien 2026 KW17
TAGEBUCH DER INITIATIVE
Gut Ding braucht offensichtlich Weile – sehen Sie anhand unseres Tagebuch-Barometers, wie lange die jeweilige Forderung der österreichischen Familienbetriebe bei den zuständigen Ministern bereits in Bearbeitung ist.
der Wirtschaft zugutekommt. Zweitens würde ein solches Modell Leistungsbe reitschaft und Eigeninitiative stärken – zentrale Voraussetzungen für Wachs tum und Innovation. Drittens könnte die Maßnahme kurzfristig Entlastung schaf fen, ohne komplexe Systemreformen ab warten zu müssen.
sätzliche Verdienst erheblich. Für viele Arbeitnehmer stellt sich daher die be rechtigte Frage, ob sich der Mehrauf wand überhaupt lohnt. Die Initiative Österreich 2040 bringt hierzu einen konkreten Vorschlag ein: die Einführung einer steuerlichen Flat Tax auf Überstunden im Einkommen
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FORDERUNG „Selbstbehalt bei Lifestyle- Teilzeit“ an Minister Hattmannsdorfer 100 % Sozialleistun gen bei Teilzeit kann nur für Menschen mit Betreuungspflichten, Studenten oder aus
„Österreich arbeitet nicht „zu wenig“ – vielmehr lohnt sich Mehrarbeit für viele schlicht nicht mehr. Sinkende Überstundenzahlen sind damit auch ein Signal für ein Steuersystem, das Leistungs- anreize zu wenig belohnt.“ Thomas Perdolt, Geschäftsführer INITIATIVE ÖSTERREICH 2040
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gesundheitlichen Gründen gelten.
Steuersystem muss motivieren Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Finanzminister Marterbauer argumen tiert, dass steuerliche Begünstigungen zu Einnahmeausfällen beim Staat führen (könnten). Zudem bestehe die Gefahr, dass reguläre Arbeitszeit verstärkt in Überstunden verlagert wird. Diese Ein wände sind ernst zu nehmen, doch sie lassen sich durch die klar definierten Grenzen – etwa die Deckelung auf 20 Stunden pro Monat und die Beschrän kung auf Vollzeitbeschäftigte – gezielt entschärfen. Letztlich geht es um eine Grundsatzfra ge: Wie viel ist uns Leistung wert? Wenn zusätzliche Arbeit kaum belohnt wird, sendet das ein falsches Signal. Ein Steu ersystem sollte nicht bremsen, sondern motivieren. Die vorgeschlagene Flat Tax auf Überstunden ist ein konkreter Schritt in diese Richtung. Wenn Arbeit sich wieder spürbar lohnt, profitieren alle: die Beschäftigten, die Unternehmen und damit auch der Wirt schaftsstandort Österreich. Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at
steuergesetz. Demnach sollen zu schlagspflichtige Überstunden mit ei nem ermäßigten Steuersatz von ledig lich 10 Prozent besteuert werden. Diese Begünstigung soll für bis zu 20 Über stunden pro Monat gelten und aus schließlich für Arbeitsverhältnisse mit vereinbarter Normalarbeitszeit im Voll zeitausmaß zur Anwendung kommen. Die Auszahlung und Versteuerung soll unbürokratisch und automatisch über die Lohnverrechnung erfolgen. Ein solches Modell würde klare Anreize schaffen: Mehr Einsatz würde sich un mittelbar im Geldbörsel bemerkbar ma chen. Arbeitnehmer hätten einen stär keren Anreiz, flexibel zu arbeiten, wäh rend Unternehmen gleichzeitig von de ren höherer Bereitschaft profitieren würden, zusätzliche Arbeit zu leisten. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel könnte dies helfen, vorhandene Poten- ziale besser zu nutzen. Ein reduzierter Steuersatz auf Überstun den hätte mehrere positive Effekte. Ers tens würde die Kaufkraft steigen. Men schen hätten mehr Netto vom Brutto und könnten dieses Geld wieder in den Konsum investieren, was letztlich auch
FORDERUNG „Gebühr auf China-Pakete“ an Minister Marterbauer
Zum Schutz des österreichischen Handels braucht es eine Gebühr auf chinesische Billigpakete.
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FORDERUNG „10 % Flat Tax auf Über- stunden“ an
Ministerin Schumann
Bereitschaft zur Mehrleistung muss sich auszahlen und braucht eine steuer liche Entlastung.
WIR FAMILIENUNTERNEHMEN
FOTOS: MINISTER(IN): BKA/ANDY WENZEL (3)
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