Weekend Magazin Vorarlberg 2026 KW06

Robert Kratky über sein Wecker-Aus, seine Gesundheit und die Gründe für seinen Rückzug: weekend.at/oe3-kratky

ANNA KRATKI Guten Morgen, Frau Kratki

ON AIR. Vertrauter Name, neues Gesicht: Mit Anna sorgt eine „neue Kratki“ für frischen Wind in der Ö3-Morgenshow. Im Interview verrät die 32-Jährige, dass sie eigentlich eine Nachteule ist und spricht über den Spagat zwischen Karriereträumen und Mamasein. Von Sandra Eder

A nna, es ist 10:30 Uhr – fühlt sich das für dich wie Mittag an? Hast du dich bereits an den neuen Tagesrhythmus gewöhnt? Kratki: Sofern man sich daran gewöhnen kann (lacht). Ich bin generell kein Mor genmensch, als Nachteule fällt mir das Früh-ins-Bett-Gehen also ehrlicherwei se noch schwerer als das Aufstehen. Lange überlegt hast du demnach nicht, als der Anruf von Ö3 kam? Kratki: Ich habe mich sofort mit meinem Mann ausgetauscht – und seine Worte waren: „Wir wissen beide, dass du das machen wirst.“ Wir haben dennoch lan ge beraten, wie wir unseren Alltag künf tig organisieren. Ich war gerade Mama geworden und total in der Babybubble, Karriere stand nicht an erster Stelle. Aber mein Bauchgefühl hat Ja gesagt. Und ich bin einfach ein Mensch, der He rausforderungen gerne annimmt. Auch wenn der Spagat zwischen Beruf und Familie nicht einfach ist, das Verlassen der Komfortzone bringt einen weiter. Außerdem mag ich das Gefühl, früh morgens schon viel geschafft zu ha ben – so startet man jeden Tag mit einer gewissen Siegermentalität. Apropos wachsen: Wie gehst du mit dem Erwartungsdruck um – und mit dem Vergleich mit Vorgänger Robert Kratky? Kratki: Natürlich spürt man diesen Druck und die Vergleiche. Die Reso nanz ist zum Glück sehr positiv. Es gibt logischerweise noch viel zu ler

Motto: Fake it till you make it. Ähnlich ist es bei der Moderation. Gleichzeitig bin ich eine volle Perfektionistin. Umso wich tiger ist ein gutes Umfeld, das einen dar an erinnert, wo man steht – und dass man stolz auf sich sein darf. Wie bist du eigentlich vom Tanzen zur Moderation gekommen? Kratki: Ich habe Publizistik studiert und eine Sprecherausbildung gemacht. Als

nen, aber wir sind ein tolles Team, Phi lipp Bergsmann und ich ergänzen uns perfekt. Und wenn es einmal nicht rund läuft, habe ich genug Selbstbewusstsein, um zu wissen: Ich bin dem gewachsen. Kommt dieses Selbstvertrauen aus der Zeit als professionelle Tänzerin? Kratki: Beim Tanzen auf der Bühne schlüpft man in Rollen – oft noch bevor man sie ganz ausfüllt. Frei nach dem

„Ich bin ein offener Mensch und teile auch viel Privates. Man vergisst vor dem Mikro ehrli cherweise auch oft, wie viele tatsächlich zuhören.“

Anna Kratki

es beim Tanzen steil bergauf ging, wollte ich schon alles hinschmei ßen und habe mich als zukünf tige Backgroundtänzerin von Justin Bieber gesehen.

Meine Eltern haben mich überredet, ein Praktikum zu ma chen. So bin ich zum Moderie ren gekommen und ich habe mich dann ganz bewusst für die sen Weg entschie

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den.

FOTO: HITRADIO Ö 3_ROMAN PFEIFFER

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