Weekend Magazin Salzburg 2025 KW35
LEO BAUERNBERGER Musik gehört dazu 5. JAHRESZEIT. Mit dem Bauernherbst zelebriert Salzburg seit 30 Jahren seine Wurzeln. SLT-Chef Leo Bauernberger über echte Tradition, Musik und Begegnungen auf Augenhöhe.
„Es ist dieses echte Gefühl von Gemeinschaft, Herz lichkeit und Wertschätzung der bäuerlichen Lebens kultur, das den Bauernherbst so besonders macht.“ Leo Bauernberger über den Bauernherbst
Bauernberger: Der Bauernherbst steht für Authentizität und gelebte Regiona lität. Hier treffen Einheimische und Gäste auf Augenhöhe zusammen – sei es bei Handwerksvorführungen, ge meinsamem Singen oder beim Genie ßen regionaler Spezialitäten. Es geht um ein echtes Miteinander, Wertschät zung und Respekt gegenüber der bäu erlichen Lebensweise. Genau dadurch wird der Bauernherbst zum lebendigen Gegenmodell zum anonymen Massen tourismus – eine Festreihe, welche Nähe und persönliche Begegnungen fördert. Wie soll sich der Bauernherbst in den kommenden Jahren weiterent wickeln? Bauernberger: Die Eventreihe hat sich über die Jahre zu einer der stärksten sai sonalen Marken im österreichischen Tourismus entwickelt. Das Bedürfnis nach Tradition, Bodenständigkeit und authentischen, sinnstiftenden Erlebnis sen wächst stetig. Gemeinsam mit unse ren Partnern in den Regionen werden wir den Bauernherbst weiterhin innova tiv weiterentwickeln – stets im Einklang mit dem gelebten Brauchtum, den Wer ten eines naturnahen, verträglichen Tourismus und in enger Zusammenar beit mit unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft. V
denn Musik, Gesang und Feste waren von Anfang an Herzstück dieser Veranstal tungsreihe. Heuer setzen wir einen Schwerpunkt auf die musikalische Vielfalt, die den Bauernherbst seit jeher prägt. Ob beim Kirtag, beim Almabtrieb oder bei der Erntedankfeier – Musik gehört einfach dazu. Dieser Fokus ist nicht nur nahelie gend, sondern auch ein authentischer Ausdruck dessen, was den Bauernherbst seit drei Jahrzehnten ausmacht. Gibt es eine bestimmte Bauern herbst-Veranstaltung, einen Ort oder einen Moment, der Ihnen be sonders in Erinnerung geblieben ist? Bauernberger: Ich habe im Lauf der Jah re unzählige eindrucksvolle Bauern herbst-Momente erlebt – jeder auf seine eigene Art besonders. Besonders leben dig in Erinnerung sind mir die farben frohen Umzüge – aus denen später so gar das HeuART-Festival im Lammertal entstanden ist. Auch die Hofführungen und Hofwanderungen mit Gästen haben einen besonderen Reiz – sie ermögli chen direkte Einblicke ins bäuerliche Le ben und schaffen echte Nähe. Ein sehr beliebter Fixpunkt ist auch der autofreie Tag rund um die Trumer Seen. Inwiefern ist der Bauernherbst auch ein Gegenmodell zum anonymen Massentourismus?
H err Bauernberger, welche Be deutung hat der Bauern herbst für die Region? Bauernberger: Der Bauernherbst ist für mich eines der schönsten Beispiele da für, wie das SalzburgerLand seine bäuer lichen Wurzeln lebt und teilt. Außerdem sind die Veranstaltungen ein echter Mehrwert für die lokalen Wirtschafts kreisläufe, tragen wesentlich zur Verlän gerung der Tourismussaison bei und stärken das Gemeinschaftsgefühl in den Dörfern. Seit seiner Gründung 1996 ist der Bauernherbst stetig gewachsen – von rund 150.000 Gästen damals auf heute über 500.000 Besucher jährlich. Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „G’sungen und G’spielt“. War um ist Musik so ein zentrales Ele ment? Bauernberger: Wir wollten den 30. Bauern herbst heuer bewusst klangvoll feiern –
FOTO: SALZBURGERLAND TOURISMUS
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