Weekend Magazin Pinzgau 2025 KW35
STOLZ AUF PINZGAU
WANDERREGION. Der Pinzgau vereint Gipfel, Täler und Tierwelt: Im Nationalpark Hohe Tauern erleben Wanderer mit Ranger Hannes Wiesinger Natur, Artenvielfalt und unvergessliche Begegnungen. Von Yunus Emre Kurt Natur und Tierwelt hautnah
D ie Wanderregion Pinzgau vereint schroffe alpine Gip fel mit Gletschern, wilden Wasserläufen und Wasserfäl len ebenso wie sanfte Gras berge mit Almhütten und gu ter Infrastruktur. Der Natio nalpark Hohe Tauern, größter Schutzraum der Alpen, ist das Herzstück: mit unberührten Mooren, alpinen Seen, Zir benwäldern und Klammen, die jedes Wandererlebnis zu etwas Besonderem machen. Wanderwege für Naturbeobachter Wer die Tier- und Pflanzen welt hautnah erleben will, findet im Pinzgau eine Fülle an Themenwegen und Tä
Richtiges Verhalten in freier Wildbahn
lern. Im Wildgerlostal trifft man auf Gletschermoränen, Zirbenwälder und mit etwas Glück auf Murmeltiere oder einen kreisenden Steinadler. Das Krimmler Achental führt nach Europas höchsten Was serfällen in ein Hochtal mit Gletschern, Lärchenwäldern und Steinböcken. Das Ober sulzbachtal begeistert mit seinem Gletscherlehrweg und 3.000ern, während im Untersulzbachtal ein Geo lehrweg und ein Schauberg werk Einblicke in die Erdge schichte geben. Im Habachtal erzählt der Smaragdweg vom Reichtum der Region, im Fel bertal ziehen Bartgeier, Mönchs- und Gänsegeier majestätisch ihre Kreise.
Weitere Höhepunkte sind das Stubachtal mit Mooren und einer reichen Vogelwelt, das Seidlwinkeltal mit Was serlehrweg und Apollofaltern oder das Krumltal, wo neben Wasserfällen auch Stein- böcke und Gänsegeier zu Die größten Chancen auf Tierbeobachtungen hat man in den frühen Morgenstun den bis etwa 9 Uhr. Wer ein Fernglas dabei hat oder an einer geführten Ranger-Tour teilnimmt, erlebt Steinwild, Greifvögel oder Murmeltiere oft aus nächster Nähe – ohne sie zu stören. beobachten sind. Die beste Zeit für Beobachtungen
Begegnungen mit Wildtieren sind unvergesslich – doch sie verlangen Respekt. Ein Min destabstand von 50 bis 70 Metern sollte immer einge halten werden. Tiere dürfen weder gefüttert noch ange lockt oder verfolgt werden. Sensible Lebensräume gilt es zu meiden, und auch Anfas sen ist tabu. Nur so bleibt das Gleichgewicht zwischen Na tur und Besucher erhalten. Rücksicht als Grundprinzip Wandern im Nationalpark bedeutet, Gast zu sein. Rücksicht auf Tierwelt und Umwelt ist daher selbstver
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