Weekend Magazin Kärnten 2025 KW35

ANGELINA JOLIE

INES DE RAMON

BRAD PITT

DIE COBRA: SPEZIALEINHEIT MIT BISS

BEUTESCHEMA? BEZIEHUNGSMUSTER DER STARS

NR. 10 • 28./29. AUGUST 2025

KÄRNTEN

SCHUL-REKORDE SO KURIOS KANN BILDUNG SEIN TALK OLIVER

ÖSTERREICHISCHE POST AG, RM 08A037904K, BPA 9020 KLAGENFURT

GLASNER DER FUSS BALLGOTT IM INTERVIEW

KEINE LUST AUF LUST ? NACHHILFE IN SACHEN LIEBESLEBEN

mit Service nach Maß #gemeinschaftsstark

Andreas, Bezirksdirektor

Josef, Hutmacher

FOTO DER WOCHE

SCHWEBENDES WUNDER. Der Legende nach wird der „Goldene Fels“ nahe der Stadt Kyaiktiyo in Myanmar nur von zwei Haaren Buddhas im Gleich gewicht gehalten. Daher kleben Pilger Blattgold an den heili gen Felsen, der die Form eines Menschenschädels hat. Frauen dürfen das Heiligtum übrigens nicht berühren.

FOTO: DARRENSP/ISTOCK EDITORIAL/GETTY IMAGES WEEKEND MAGAZIN | 3 COVERFOTOS: INES DE RAMON & BRAD PITT: MAURITIUS IMAGES/NILS JORGENSEN/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS; ANGELINA JOLIE: MAURITIUS IMAGES/HYPERSTAR/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS; HG: OLGA GILLMEISTER/ISTOCK/GETTY IMAGES; COBRA-MANN: BMI/GERD PACHAUER; LANDSCHAFT: DIAMONDS-OF-NATURE/ISTOCK/GETTY IMAGES; HIMMEL: DETAILFOTO/ISTOCK/GETTY IMAGES; MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN; KUSSBILD: KOVACSALEX/ISTOCK/GETTY IMAGES

STORYS

Cobra Spezialeinheit mit Biss

WAS KANN DIE COBRA? Wenn die Cobra aus rückt, geht es um Sekunden. Einsätze wie der Amoklauf in Graz, Geiselnahmen oder Terror verlangen höchste Präzision. Dahinter stehen Menschen, die ständig trainieren, oft ihr Leben riskieren – und trotzdem keine Privilegien genießen, wie Oberstleutnant Wolfgang Schwaiger aus der Praxis des Einsatz- kommandos berichtet. Von A. Hamedinger

G raz, 09:43 Uhr. Bei der Polizei geht ein Notruf ein. An einer Schule kam es zu einem Amok lauf. Wenige Minuten später sind die Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch Ein heiten der Cobra. Oberstleutnant Wolf gang Schwaiger, einer der Beamten des Sondereinsatzkommandos, erinnert sich: „Wenn man zu einem derartigen Einsatz gerufen wird, kann man nicht vorherse hen, was einen erwartet, und man muss auf alles vorbereitet sein.“ Nachdem sei ne Kollegen den Tatort gesichert hatten, übernahmen Schwaiger und sein Team eine spezielle Aufgabe. Die Wohnung des Attentäters musste gesichert und unter

sucht werden. „In so einem Fall weiß man nie, ob sich dort noch eine gefährli che Person aufhält oder Sprengfallen an gebracht sind, deswegen gilt es auch hier, besonders vorsichtig zu sein“, sagt Oberst leutnant Schwaiger, der erklärt: „Bereits bei Anfahrt zum Einsatzort versetzen wir uns in mögliche Szenarien, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“ Dienst ist gefährlich Einige Zeit später, der Einsatz ist ohne weitere Zwischenfälle beendet. Doch damit ist die Sache noch nicht ganz ab geschlossen. Schwaiger: „Gerade bei solchen dramatischen Einsätzen ist es

ganz wichtig, sich mit Kollegen auszu tauschen und mit Einsatzpsychologen über das Erlebte zu reden. Dieser Rück halt im Team ist entscheidend, um lang fristig gesund zu bleiben.“ Doch wie geht eigentlich die Familie, die Partnerin mit der tagtäglichen Gefahr um, die im Ein satz wartet? Schwaiger: „Familienmit glieder können damit in der Regel gut umgehen, denn sie wissen, welch ge fährlichen Beruf wir ausüben.“ Auch im Ausland im Einsatz Amokläufe oder Geiselnahmen sind in Österreich gottlob selten. Die Polizisten des Sondereinsatzkommandos

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Mehr als 400 Polizisten in ganz Österreich gehören zum Einsatz kommando Cobra.

FOTOS: HIMMEL: DETAILFOTO/ISTOCK/GETTY IMAGES, FLUSS: DIAMONDS-OF-NATURE/ISTOCK/GETTY IMAGES, BMI/GERD PACHAUER

Cobra können sich dennoch nicht über zu wenig Arbeit beschweren. Schließlich unterstützen sie ihre Polizeikollegen bei Festnahmen oder Hausdurchsuchungen und sorgen als Air-Marshals auf Flügen für Sicherheit. Und auch im Ausland, etwa bei der Sicherung oder Evakuie rung von Botschaften, werden sie tätig. Schwaiger: „So waren wir etwa in Kiew oder im Irak im Einsatz.“ Aber auch bei Einsätzen im Ausland wird beispielswei se gerne auf Unterstützung aus Öster reich zurückgegriffen: „2016 unterstütz te das Einsatzkommando die deutsche Polizei beim Terroranschlag in Mün chen, 2017 in Hamburg beim G20-Gip feltreffen, im Jahr 2019 die ungarische Polizei mit Einsatztauchern bei einem schweren Schiffsunglück auf der Donau, im Jahr 2020 mit Spezialeinsatzkräften inklusive hochmoderner technischer Ausrüstung und gepanzertem Fahrzeug in Griechenland bei der Grenzsicherung und im Jahr 2021 die Grenzpolizei in Li tauen“, erzählt Schwaiger. Keine Privilegien Stellt sich die Frage, wie man über haupt zum Einsatzkommando (EKO) Cobra kommt? Bewerber müssen zu nächst bei der Polizei tätig sein, min destens zwei Jahre Berufserfahrung so wie eine hohe körperliche und psychi sche Belastbarkeit mitbringen. Danach folgt ein strenges dreitägiges Auswahl

verfahren mit Sporttests, Schießübun gen, medizinischen Checks und psy chologischen Eignungsprüfungen. Nur ein Bruchteil der Kandidaten, etwa 10 Prozent, besteht dieses Verfahren. Anschließend absolvieren die Anwär ter eine sechs Monate dauernde Spe zialausbildung, in der sie Nahkampf, Sprengen, Fallschirmspringen, Perso nenschutz und Antiterrortaktiken er lernen. „Die Anforderungen, die not wendig sind, um beim EKO Cobra tä tig zu sein, werden selbstverständlich jährlich überprüft. Damit wird sicher gestellt, dass wir den Anforderungen jederzeit gewachsen sind.“ Scheidet man aus der Cobra aus, wird man wie der seiner ursprünglichen Dienststelle zugeteilt. Besondere Privilegien genie ßen Cobra-Beamte übrigens keine, wie Schwaiger erklärt: „Wir erhalten die gleiche Entlohnung wie jeder andere Polizist.“ Der Reiz der Tätigkeit liegt also nicht im finanziellen Vorteil, son dern in der Aufgabe selbst: Teil einer hoch spezialisierten Einheit zu sein, die im Ernstfall binnen Minuten Leben ret ten muss. Immer auf der Höhe der Zeit Die Tätigkeit bei der Cobra bedeutet auch ständige Weiterentwicklung. Ein besonderer Einschnitt war der Beginn der Terrorwelle in Europa im Jahr 2015. „Wir mussten uns taktisch auf die neue Bedrohungssituation einstel len. Zudem wurde auch viel in unsere Ausrüstung – etwa in Spezialfahrzeu ge, modernste Schutzkleidung oder ballistische Helme – investiert. In die sem Zusammenhang wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Spezial einheiten anderer Länder ausgebaut und intensiviert“, erklärt der Oberst leutnant. V

DAS IST DIE COBRA

n Namensgebung: Der Name „Cob ra“ ist auf die US-amerikanische Fernsehserie „Kobra, überneh men Sie!“ (Originaltitel: „Mission: Impossible“) zurückzuführen. Ein Journalist verglich die österreichi sche Spezialeinheit mit dieser fikti ven „Kobra“ und verlieh ihr so den Namen. Seit 2002 trägt die Einheit offiziell den Beinamen Cobra. n Leistungsvergleich: Beim Ver gleichswettkampf CTC (Combat Team Conference), den soge nannten olympischen Spielen der Spezialeinheiten, holte das Wettkampfteam der Cobra in den Jahren 2003 und 2015 den Sieg. Aber auch in den letzten Jahren gelangen EKO-Cobra-Beamten bei diversen nationalen und internatio nalen Bewerben mehrere Spitzen platzierungen. n Schnell vor Ort: Die Beamten der Cobra sind an mehreren Stand orten im gesamten Land statio niert. Der Hauptsitz befindet sich in Wiener Neustadt, Niederöster reich, wo auch die Ausbildungs- und Einsatzzentrale untergebracht ist. Weitere operative Standorte befinden sich in Wien, Graz, Linz und Innsbruck. Zusätzlich gibt es Außenstellen in Klagenfurt, Salzburg und Feldkirch. Somit ist sichergestellt, dass das ge- samte Bundesgebiet innerhalb von 70 Minuten erreicht werden kann.

„Die Anforderungen, die notwendig sind, um beim EKO Cobra tätig zu sein, werden selbstverständlich jährlich überprüft.“ Wolfgang Schwaiger Oberstleutnant EKO Cobra

FOTOS: FOTOS: DSE/EKKO COBRA, BMI/GERD PACHAUER

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Kärntner Sparkasse-Vorstand Michael Koren, Kevin Müller (Bereichsleiter Privatkunden Kärntner Sparkasse) und Robert Haubiz (Geschäftsführer s REAL Immobilien) präsentierten die neue Wohnstudie.

Foto: © Gernot Gleiss

Die aktuelle INTEGRAL-Stu die, die von Erste Bank und Sparkassen sowie s REAL in Auftrag gegeben wurde, zeigt die derzeitige Wohn situation der Kärntner:innen und klärt, wie sich die Men schen ihre Zukunft in Bezug auf Wohnen vorstellen. M it 61 % möchte nach wie vor die Mehrheit der Kärntner:innen am liebsten im Eigentum wohnen. Die eigenen vier Wände werden also klar favo risiert, im Vergleich zur letzten Studie 2023 stieg diese gewünschte Wohnform sogar um 8 Prozentpunkte. „Viele haben aufgrund der Entwicklungen in den letzten Jah ren keine Möglichkeit auf Eigentum gesehen. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität ist in der Kärntner Bevölkerung stark verankert. Eigentum wird nicht nur als bevorzugte Wohnform, sondern auch als langfristige Absicherung – insbesondere im Alter – gesehen.“ Michael Koren Vorstand Kärntner Sparkasse AG Unabhängig von der zukünftigen Wohnsitu ation zeigt sich die überwiegende Mehrheit (84 %) mit ihrer aktuellen Wohnsituation zu frieden oder sehr zufrieden. Als Zufrieden heitsfaktoren werden mit jeweils 46% die Lage und die Wohnqualität angegeben. Am wenigsten glücklich sind die Kärntner:in nen dagegen wenig überraschend mit den Wohn- und Energiekosten (47%), der Nach haltigkeit des Gebäudes (37 %) sowie ihrer aktuellen Heizform.

Wohnstudie: Traum vom Eigentum bleibt in Kärnten fest verankert

Nachhaltigkeitsaspekten um über 15 Pro zent gesunken. Im Blick auf die Verteilung der Heizformen in Österreich zeigt sich, dass in den vergangenen zwei Jahren eine Verlagerung weg von fossilen Heizformen hin zu Wärmepumpe, Fernwärme und Pel lets stattgefunden hat. So ist die Zahl jener, die einen Heizungstausch planen, um die Hälfte auf nur noch 11 Prozent gesunken. 12% der Hausbesitzer planen zudem eine thermische Sanierung. Immobilien zählen zu den stabilsten und wertbeständigen Formen der Altersvorsorge – sie bieten langfristi ge Wertentwicklung, Inflationsschutz und finanzielle Sicherheit. Wer heute in Wohn eigentum investiert, legt den Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. „Wir sehen, dass der Wunsch nach Eigentum ungebrochen ist. Unsere Aufgabe ist es, diesen Wunsch mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen und persön licher Beratung zu unterstützen – gerade in einem Umfeld, das sich laufend verändert.“ Kevin Müller, Bereichsleiter Privatkunden Kärntner Sparkasse AG

Trotz hoher Zufriedenheitswerte zeichnet sich in der Kärntner Bevölkerung eine Ver änderungsbereitschaft ab: 37% haben vor, in den nächsten zehn Jahren zu übersie deln. Insbesondere ländliche Gegenden sind als gewünschter Wohnort hoch im Kurs. 32% würden demnach sehr gerne aufs Land zie hen. Hinsichtlich Wohnfläche würden sich 25% mehr Platz wünschen. In der Detailbetrachtung bleibt das Einfa milienhaus (40%) die präferierte Wohnform, gefolgt von der Eigentumswohnung (21%). Eine positive Entwicklung zeigt sich im Ver gleich zur Studie aus 2023: Im Schnitt ist die Unzufriedenheit mit Energiekosten und 2025 gegenüber den Vorjahren wieder spürbar steigt. Um Verkäu fer und Käufer eine Entscheidung zu erleichtern, ist daher für uns im s REAL die professionelle Verkehrs wertermittlung ein ganz wesent licher Faktor.” Robert Haubiz Geschäftsführer s REAL Immobilien „Am ehesten wollen die Kärntner: innen auf dem Land (32%) oder in einem kleinen Ort in Stadtnähe (29 %) wohnen. Aktuell entwickelt sich der Immobilienmarkt so stabil, dass die Nachfrage nach Eigentum

Dieser Maturastreich ging ordentlich in die Hose: weekend.at/maturastreich-strafe

EXTREM. Während heimische Schüler bald wieder ihre Schultaschen packen, legen Kinder anderswo täglich 40 Kilometer zu Fuß zurück, lernen auf 5.100 Metern Höhe oder müssen vor dem Unterricht selbst das Klassenzimmer putzen. Von Andreas Hamedinger Schule am Limit

Lernen im XXL-Format 55.000 besuchen die größte Schule der Welt im indischen Lucknow. Auf der City Montessori School unterrichten rund 1.200 Lehrkräfte. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Schule in Öster reich hat rund 200 Schüler 23 Lehrer.

5.100 Meter So hoch liegt die höchstgelegene

Schule der Welt in der peruanischen Berg werkstadt La Rinconada. Die höchstgele gene Schule Österreichs ist die Hauptschule Prägraten am Großvenediger in Osttirol (1.400 Meter).

Putz-Pädagogik 10 bis 20 Minuten müssen Schüler in Japan täglich Klassenzimmer, Flure und Toiletten putzen. Die

Reinigungszeit, o soji genannt, soll Verantwortungsgefühl, Res pekt und Achtsamkeit der Kinder und Jugendlichen fördern.

Schulweg Marathon In der Region Sambesi in Namibia müssen manche Kinder bis zu 20 Kilometer zur Schule hin- und zurückgehen. Um den Unterricht nicht zu versäumen, beginnen manche daher ihren Marsch bereits um 4.30 Uhr.

Unbezahlbar 160.000 Euro pro Jahr beträgt die Jahresgebühr für die teuerste Schu le der Welt. Im Sommer werden die Schüler am Institut Le Rosey in Rolle am Genfersee unterrichtet. Im Winter findet der Unterricht an der „School of Kings“ im noblen Schweizer Skiort Gstaad statt. Gesamtkosten für zehn Jahre Schule: 1,6 Millionen Euro. 1,6 Millionen

Outback-Schulen In den abgelegenen Gebieten Australiens ler nen Kinder seit über 60 Jahren in der „School of the Air“ ganz ohne Klassenkameraden. Früher erfolgte der Unterricht per Funk, heute per Internet. Eisbären-Warnsystem In den arktischen Regionen Kanadas gibt es an den Schulen spezielle Alarmsysteme gegen Eisbären. Lehrer haben zur Abschreckung der Bären auch häufig Signalpistolen mit. Happy-Hour-Unterricht Bhutan hat ein offizielles Bildungskonzept ein geführt, das die Prinzipien des Bruttonational glücks (GNH) im Schulunterricht verankert. Ziel ist eine ganzheitliche Bildung – akademisch, emotional, sozial und ökologisch.

597 nach Christus

wurde die The King’s School im engli schen Canterbury gegründet. Sie gilt als älteste durchgehend betriebene Bildungs stätte der Welt. Die älteste noch beste hende Schule Österreichs ist das 1140 gegründete Stiftsgymnasium Melk.

227 Millionen Kinder

im schulpflichtigen Alter gehen laut UNICEF nicht zur Schule.

FOTOS: FAHNEN: BROSKO/ISTOCK/GETTY IMAGES, HINTERGRUND TAFEL: CHINNAPONG/ISTOCK/GETTY IMAGES, BERGE: VECT0R0VICH/ISTOCK/GETTY IMAGES, FORMELN: HOWLETTERY/ISTOCK/GETTY IMAGES, LAPTOP: RETANN/ISTOCK/GETTY IMAGES, BESEN/KÜBEL: KOLOMIIETS IRYNA/ISTOCK/GETTY IMAGES, PINSEL/BLEISTIFTE: VERANOVERDE/ISTOCK/GETTY IMAGES, FLIPCHART: IAM-CITRUS/ISTOCK/GETTY IMAGES

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Gefahr für das Fundament unserer Wirtschaft FAMILIENBETRIEBE. Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – die Familienbetriebe – geben Alarm. Die Rahmenbedingungen in unserem Land werden immer schlechter. Die „Initiative Österreich 2040“ will diesen Negativtrend stoppen und unser aller Wirtschaft wieder stärken.

S tellen Sie sich vor, die Republik Öster reich wäre ein Mensch. Wie würde er aussehen? Er wäre so massiv übergewichtig, dass er kaum noch stehen könnte. Die letz ten Jahre hat er sich von Schul den nach dem Motto „Koste es, was es wolle“ fett gefressen. Dabei hat er seine wichtigsten Organe, sein Herz und sein Rückgrat, massiv beschädigt. Organe, die diese Last haupt sächlich tragen müssen. Diese Organe sind die familien- und eigentümergeführten Unter nehmen in diesem Lande. Sie sichern rund zwei Drittel aller Jobs in der marktorientierten Wirtschaft. Dazu sind sie die größten Unterstützer von Sportklubs, Vereinen, Feuer 1 Ende der Life- style-Teilzeit: Österreich ist eine Teilzeit republik. Nur in den Nieder landen wird noch weniger Vollzeit gearbeitet. Das scha det dem Standort und treibt den Fachkräftemangel an. Die Initiative Österreich 2040 fordert daher: Wer we der Kinder noch Pflegefälle betreut bzw. nicht studiert und freiwillig in Teilzeit ar beitet – und damit auch we niger in das Sozialversiche rungssystem einzahlt –, muss durch Selbstbehalte mehr beitragen.

wehren und die Num mer-eins-Spender für soziale Zwecke. Sie kennen ihre Mit arbeiter beim Namen und ge ben ihnen Identität sowie Si cherheit. Es geht ihnen nicht um die rasche Gewinnmaxi mierung, sondern sie denken in Generationen. Stille Großmacht Familienbetriebe sind eine stil le „Großmacht“ ohne Lobby. Dafür sind die meisten zu klein (99,7 Prozent aller markt orientierten Unternehmen sind KMU unter 250 Mitarbei ter) und werden nicht gehört. Große Konzerne sind lauter und können drohen, etwa mit Abwanderung. Familienbe triebe können das nicht. Sie sind fest verankert und fühlen 2 Recht auf Mehrarbeit: Viele leistungsbereite Arbeit nehmer oder Pensionisten werden für ihre Bereitschaft, mehr oder länger zu arbeiten, heute bestraft. Durch eine steuerliche Flattax von nur 10 Prozent soll Mehrarbeit (mehr Stunden oder mehr Jahre) attraktiver werden. Das verbessert die Wettbe werbsfähigkeit des Landes und die finanziellen Möglich keiten des Einzelnen. Damit wird Leistung wieder belohnt und automatisch bleibt mehr Geld im Börserl.

2040 wieder an die Spitze zu rückbringen. Die Initiative wird von Familienbetrieben selbst getragen und von der Weekend Verlagsgruppe me dial unterstützt. Ziel ist es, mehr als 1.000 solcher Unter nehmen zu vereinen, um bei der Politik rasch für bessere wirtschaftliche Rahmenbe dingungen zu sorgen. Nur wenn jetzt Arbeitnehmer, Ar beitgeber und die Politik ge meinsam an einem Strang ziehen, kann der wirtschaftli che Standort Österreich wie der erfolgreich werden und eine massive Arbeitslosigkeit verhindert werden. Drei zentrale Forderungen wurden bereits an die Politik übermittelt:

sich Österreich verpflichtet. Wenn sie schwächer werden, so schwächt das den gesamten Organismus Österreich. Wenn sie aussterben, droht der Re publik ein Multiorganversa gen. Die Alarmsignale sind be reits unübersehbar: Viele Be triebe kämpfen um ihr Überle ben und die Gefahr einer mas siven Pleitewelle ist groß. Druck auf die Politik Doch es ist Rettung in Sicht. Die überparteiliche „Initiative Österreich 2040“ ist die In teressenvertretung all jener Familienbetriebe, die Öster reich am Leben und am Lau fen halten. Sie will den Orga nismus wieder fit machen, Herz und Rückgrat wieder stärken und Österreich bis 3 China lacht uns aus: So manches Schnäppchen bei Temu, Shein und Co. kommt uns teuer zu stehen. Der mas sive Leerstand in den Städten ist für diese Entwicklung ein stiller Zeuge. Die täglich 30.000 Pakete aus Fernost schaden unserer Wirtschaft und manchmal auch Leib und Leben. Während unsere Pro dukte hohe Qualitätsmaßstä be erfüllen müssen, wird das bei manchen Dumpingwaren unterwandert. Höhere Steu ern sollen dem Billigimport einen Riegel vorschieben.

Das sind die ersten drei For derungen, um Österreichs Wirtschaft wieder fit zu ma chen. Über die Entwicklung werden wir Sie laufend infor mieren. In diesem Sinne möchten wir an folgenden Song aus den 80ern erinnern: „Und jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ von Geier Sturzflug. Packen wir es also an! So wie es Familienbetrie be seit jeher gewohnt sind. Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at

2040 ÖSTERREICH INITIATIVE FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER

GROSSBILD: TIERO/ISTOCK/GETTY IMAGES, WELLE: -STRIZH-/ISTOCK/GETTY IMAGES

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KÄRNTEN INSIDE

HIGH LIGHTS

Die Joe Cocker Coverband in Aktion.

12. September, 20.00 Uhr Best of Joe Cocker Im Klagenfurter Eboardmuseum lässt die Joe Cocker Coverband den 2014 verstor benen Künstler mit einer Auswahl seiner größten Hits akustisch wiederauferste hen. Reservierung: 0699/19144180. Down & Up, die Initiative gegen das Übergewicht von Kindern und Jugendli chen, lädt zur Informationsveranstaltung ins Bundesbildungszentrum Ehrental. Anmeldung: office@downandup.at V 25. September, 20.00 Uhr Minihorror Sarah Rebecca Kühl inszeniert in den Kammerlichtspielen ein abenteuerliches Theaterstück, das sich den Katastro phen, Schwierigkeiten und Albträumen unseres täglichen Alltags widmet. www.kammerlichtspiele.at 09. September, 18.30 Uhr Gewichtsverlust V

Mountainbike-Trail. Am 30. August 2025 (Beginn: 09.00 Uhr) wird ein neuer Mountainbike-Trail in Althofen eröffnet. Der Festakt in Töscheldorf wird von einem bunten Programm umrahmt: von einer BMX-Show des Staatsmeisters Kevin Spöck über ein Trail-Shuttle zur Einstiegsstelle bis hin zu einer Hüpfburg und einem Mini-Bike-Parcours für kleine Radsportfans. Infos: 0650/5250216

TIPP DER REDAKTION

Fotokunst am Bau Noch bis 31. August sind in der Arbeiterkammer Villach (ganztägig) die eindringlichen Schwarz-Weiß-Fotografien des Fotografen Nick Buttermilk zu sehen, auf denen er das Bauge schehen des Projekts 21Lakes dokumentiert und den daran arbeitenden Bauarbeitern ein Denkmal setzt. Der Gesamterlös aller im Rahmen der Ausstellung verkauften Kunstwerke kommt zu dem der Caritas Kärnten zugute. www.caritas.at

Buttermilks Arbeiten sind eine Würdigung des Handwerks.

FOTOS: FUCHS, STADTGEMEINDE ALTHOFEN, NICHOLAS BUTTERMILK

Impressum: Medieninhaber & Herausgeber: Weekend Magazin Kärnten GmbH, Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt. Tel.: +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion. salzburg@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel. +43 676 896 848 07, E-Mail: s.dueringer@weekend.at. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100, E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Geschäftsführung: Christian Lengauer (MBA), Daniel Klier. Verlagsanzeigenleitung: Günter Payrhuber. Chefredak tion Österreich: Werner Christl. Chefredaktion Kärnten: Mag. Dr. Stefan Kohlmaier. Redaktion: Andrea Schröder, Rudolf Grüner, Stefanie Hermann, Tamara Schögl, Volker Angerer, Philipp Eitzinger, Conny Engl, Mag. Andreas Hamedinger, Melanie Ogris, Sandra Eder, Mag. Simone Reitmeier, Patrick Deutsch, Melanie Burger. Lektorat: Mag. Dorrit Korger, BEd. Daniela Christl. Layout & Produktion: Zielgruppen-Zeitungsverlags GmbH. Vertrieb Kärnten: Post AG, & div Aufsteller. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroati en. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback

Weekend Magazin erscheint im

VERLAG

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KIDS AB 3 JAHREN AUFGEPASST! KATJA LAUSSEGGER LIEST FÜR EUCH AUS IHREM BUCH “DIE GEMÜSEKRISE ”. Heyn! VORLESESTUNDE BEI

KÄRNTEN INSIDE

Vorlesestunde für Kinder Katja Laussegger ge staltet am 6. September 2025 (09.30 – 10.30 Uhr) für Kinder ab drei Jahren bei freiem Eintritt eine Vorlesestunde in der Buchhandlung Heyn. www.heyn.at

SAMSTAG, 6. SEPTEMBER 09:30 - 10:30 UHR EINTRITT FREI!

SCAN ME!

Foto: © privat

Katja Laussegger liest aus ihrem neuen Buch „Die Gemüsekrise“.

Zauberhafte Naturfotografie

Spende für den Nachwuchs Im Rahmen eines Projekts von MJK Sportmar keting wurden während des Stand-up-Padel Festivals am Faakersee 1.500 Euro an Spen dengeldern für den sportlichen Nachwuchs gesammelt. Dieser Betrag wurde von dem Un ternehmen Motor Mayerhofer auf 3.500 Euro aufgestockt und die Gesamtsumme dem Ru derleistungszentrum in Völkermarkt überreicht.

FOTOS: HEYN/PRIVAT, PETER GIESEN, MJKSPORTMARKETING Die Ausstellung SILVA MA GICA des Naturfotografen Peter Giesen in der Galerie des Schlosses Porcia in Spit tal/Drau inszeniert den Wald von 17.09. bis 10.10.2025 als Spiegel innerer Land schafen. wwww.spittal-drau.at/kultur

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KÄRNTEN INSIDE

KÄRNTEN INSIDE

NEWS Hoher Besuch

Arbeitsministerin Korinna Schumann machte sich bei einem Besuch des Ausbildungszentrums des bfi-Kärnten in St. Stefan ein persönliches Bild von dem Leuchtturmprojekt zur Ausbildung technischer Fachkräfte.

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Einstimmig Hilfswerk-Kärnten-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler wurde gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen im Zuge einer ordentlichen Generalversamm lung für eine weitere Amtszeit von vier Jahren einstimmig wiedergewählt.

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Verstärkung DI Andrea Domberger wurde vom Auf sichtsrat der Kelag mit 1. Oktober 2025 zur Geschäftsführerin der Kelag Energie & Wärme bestellt, um das Tochterunter nehmen der Kelag für die zukünftigen Herausforderungen zu verstärken.

Mobilität mit Zukunft. Anlässlich ihres 25-jährigen Beste hens blickte die Verkehrsverbund Kärnten GmbH auf ein Vierteljahr hundert erfolgreicher Mobilitätsentwicklung zurück. Um den öffent lichen Verkehr in Kärnten noch attraktiver und benutzerfreundlicher zu gestalten, möchte die VKG den Fokus in Zukunft verstärkt auf den Angebotsausbau und die Modernisierung legen. Als zentrales Projekt gilt dabei die Anbindung der Koralmbahn an das Nahverkehrsnetz. Euro möchte das Land Kärnten in den kommenden vier Jahren in den sozialen Wohnbau investieren, um drin gend benötigten leistbaren Wohnraum zu schaffen. ZAHL DER WOCHE 400 Millionen

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Natürliches am Markt Sabine Irsigler wurde als neue Be treiberin des Verkaufslokals Nr. 7 bis 8 auf dem Benediktinermarkt vorgestellt. Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird sie in ihrem Geschäft handgemachte Seifen und Naturprodukte aus erlesenen Rohstoffen anbieten. www.sabinesnaturseifen.at

Benefizveranstaltung Auf der stimmungsvollen Benefizver anstaltung Latin Night des Lions Clubs Klagenfurt St. Georgen im Konzerthaus Klagenfurt wurden über 3.000 Euro gesammelt und dem Studierenden-För derfonds der Gustav Mahler Privatuni versität für Musik übergeben.

Bgm. Scheider, Sabine Irsigler & Marktkoordinatorin Derhaschnig.

FOTOS: STADTKOMMUNIKATION / ZECHNER, LIONS CLUB KLAGENFURT ST. GEORG, MADLIN PEKO

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KÄRNTEN INSIDE

TOP Sekt in the City Zahlreiche Besucher des Auftakts der neuen Veran staltungsreihe „Sekt in the City“ in Spittal/Drau ließen ei nen sommerlichen (Arbeits-) Tag mit einem Glas Sekt und Livemusik stilvoll ausklingen. Neues Wanderdorf Die Gemeinde Millstatt am See wurde offiziell als Öster reichisches Wanderdorf zer tifiziert und ist nun Teil des renommierten Netzwerks, das für einen nachhaltigen, qualitätsvollen Wandertouris mus steht. V

DREI-GENERATIONEN-BETRIEB

M it einem Tag der offenen Tür beging der Traditionsbetrieb Elektro Kogler sein 40-jähriges Ju biläum in Kappel. Aktuell arbeiten drei Generationen in dem Unterneh men, das über die Bezirksgrenzen St. Veits hinaus als verlässlicher An sprechpartner in Fragen zu moder

nen Elektroinstallationen, Blitzschutz sowie Haus- und Gewerbeprüfungen gilt, erfolgreich zusammen. Ferner ist dem Familienbetrieb die Ausbildung junger Fachkräfte ein zentrales An liegen, weshalb Werner Kogler jun. sein Fachwissen als Berufsschulleh rer in St. Veit weitergibt.

FOTO: ELEKTRO KOGLER (CHRISTIAN IRRASCH)

Herzliche Einladung!

Raus aus der Wanne, rein ins Duschvergnügen! Informieren Sie sich bei den Hausmessetagen von Viterma über Ihr neues Wohlfühlbad. Wir freuen uns auf Sie! Alle Infos finden Sie unter: www.viterma.com/hausmesse Oder jetzt gleich kostenlosen Beratungstermin vereinbaren: Tel. 0463 90 99 80 Ihr Fachbetrieb mit Schauraum Völkermarkter Straße 79 9020 Klagenfurt

19. & 20. Sept. | 9 – 17 Uhr

EXPERTEN TIPP

Mag. Paul Perkonig Fachgruppenobmann der Immo bilien- und Vermögenstreuhänder Kärnten, Immobilientreuhänder

Klarheit für alle

Entspannter Trend SLOW DESIGN. Von uns erfahren Sie, welcher Wohntrend es Ihnen ermöglicht, Ihren Wohnraum in eine Oase der Ruhe und Gelassenheit zu verwandeln, die als Bollwerk gegen die Hektik des Alltags fungiert. Von Jaqueline Klein

Der OGH hat entschieden: Wertsi cherungsklauseln in langfristigen Mietverträgen sind zulässig. Ein wichtiger Schritt für rechtssichere Mietverhältnisse. „Mietpreise dürfen weiterhin an die Inflation angepasst werden, das sorgt für Transparenz und Planbarkeit“, erklärt Mag. Paul Perkonig, Fachgruppenobmann der Kärntner Immobilien- und Vermö genstreuhänder. Das Urteil bringt nicht nur Rechtssi cherheit für Mieter:innen und Ver mieter:innen, sondern auch Klarheit nach einer Phase der Verunsiche rung. Immobilienexpert:innen in Kärnten beraten kompetent. Damit Mietverhältnisse transparent und ver lässlich bleiben. Gleichzeitig bietet das Urteil allen eine rechtliche Orien tierung bei der Gestaltung neuer Ver träge. Transparenz bleibt das Gebot der Stunde. Und hier leisten Mak ler:innen und Hausverwalter:innen tagtäglich wertvolle Arbeit. Sie infor mieren, klären auf und beraten.

I n modernen Gesellschaften sind Hektik und Stress nahezu om nipräsent. Vielen Menschen fällt es daher zunehmend schwer, zu ihrer inneren Ruhe zu finden und ihre Ener giereserven regelmäßig aufzufüllen. Ein Einrichtungsstil namens „Slow De sign“ könnte ihnen dabei jedoch unter die Arme greifen. In diesem spiegeln sich nämlich Entschleunigung und ein bewusstes Genießen des Augenblicks wider. Natürliche Materialien Beispielsweise indem natürliche Mate rialien wie Holz, Bambus oder Leinen über kräftige Holztische und -sessel, kleine Deko-Körbe aus Bambus oder Rattan und Tischtücher und Vorhänge aus Leinen in das Interior integriert werden. Diesem wird dadurch ein na türlicher Anstrich verliehen. Beruhigende Farben Grelle Farben und überladene Muster sind im Slow Design fehl am Platz. Für mehr Komfort und ruhigere Momen te setzt man stattdessen besser auf

sanfte Erdtöne wie ein ruhiges Blau, ein gedecktes Grau oder ein wärmen des Braun. Diese Farbnuancen wirken ausgleichend auf Körper und Geist. Und verleihen an den Wänden einem Wohnraum mehr Tiefe sowie Ent schleunigung, als würde zumindest für kurze Zeit zuhause die Welt doch ein mal stillstehen. Wärmende Lichtquellen Dass gutes Licht Räume wohnlicher und behaglicher macht, ist bekannt. Anhänger des Slow Designs schrauben daher milchige Birnen in Decken leuchten, Steh- und Nachttischlam pen. Gerne dürfen auch Kerzen und Lichterketten für sanftes und warmes Licht am Tag sowie am Abend sorgen. Wer die Möglichkeit hat, kann zuhau se einen Dimmer einbauen, damit das Licht an die jeweiligen Stimmungen angepasst werden kann. Sanfte Duftnoten Slow Design als Einrichtungstrend ist der ideale Grund, um wohlige Düfte nach Hause zu holen. Ein Raumdiffu

ANZEIGE FOTO: JOHANNES PUCH 16 | WEEKEND MAGAZIN

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te auf sanfte Düfte wie Jas min oder Lavendel geachtet werden. Rustikale Deko Slow Design als Wohn trend braucht ein gewisses Maß an Deko, damit der Ein richtungstrend nicht zu clean wirkt. Ein Evergreen-High light sind Bilder von Freun den und der Familie – sie ge ben ein Gefühl von Gebor genheit. Auch Foto-Collagen von den letzten Urlauben harmonieren mit dem Slow Design-Trend, weil sie Freu de und Erinnerungen an ent spannte Tage schenken. Was gut dazu passt, ist rustikales Dekomaterial direkt aus der Natur. Schöne Steine, Sand aus dem Urlaub, duftende Blumen oder geschwungene Äste – die Deko darf bewusst ursprünglich sein. V

ser ist wahrscheinlich die einfachste Art, damit ver schiedene Duftnoten das traute Heim durchströmen können. Natürlich sind Duft kerzen ebenfalls gerne gese hen. Bei den Duftnoten soll

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Jetzt ist endlich Schluss damit!

Albtraum Wadenkrampf

NEU AM MARKT. Mit diesem Arzneimittel beugen Sie einem Magnesiummangel und damit in weiterer Folge Symptomen wie nächtlichen Wadenkrämpfen vor!

M itten in der Nacht passiert es plötz lich: Die Muskula tur des Unterschenkels ver krampft sich – oft minuten lang – und reißt Betroffene unsanft aus dem Schlaf. Die gute Nachricht: Mit einer op timierten Mineralstoffzufuhr kann man den wiederkehren den Albtraum Wadenkrampf meist relativ einfach beenden. Was Ärzte empfehlen Die erste ärztliche Empfeh lung bei Wadenkrämpfen lau tet in der Regel eine erhöhte Magnesiumzufuhr. Denn die häufigste Ursache für die Ver krampfung der Beinmuskel ist tatsächlich ein Magnesium mangel. Warum das so ist? Weil Magnesium gemeinsam mit Kalium für die Funktion der Muskeln verantwortlich

ist. Kalium sorgt für deren Kontraktion (= Zusammen ziehen), Magnesium für die Entspannung. Ist zu wenig Magnesium vorhanden, zieht sich der Muskel zwar zusam men, „vergisst“ aber sozu sagen auf die Entspannung – ein Krampf entsteht. Magnesiumspeicher auffüllen Der österreichische Ernäh rungsbericht zeigt, dass über 50 Prozent der Bevölkerung nicht auf die empfohlene Ma gnesiumzufuhr kommen. Wir nehmen den Mineralstoff zwar über die Nahrung auf (z. B. Vollkornbrot, Brokkoli, Hülsenfrüchte), die Mengen reichen aber oft nicht aus, um den Bedarf zu decken. Insbe sondere dann nicht, wenn der Körper einen erhöhten Be

darf hat – z. B: unter Stress oder in der Schwangerschaft. Es empfiehlt sich also eine zusätzliche Magnesiumzu fuhr. Studien belegen deren Nutzen bei nächtlichen Wa denkrämpfen mittlerweile umfassend. 1 Hoch dosiertes Arzneimittel Speziell die neuen Magne sium direkt Sticks von Dr. Böhm® eignen sich her vorragend zur Vorbeugung und Behandlung eines Mag nesiummangels. Als einziges hoch dosiertes Arzneimittel mit 400 mg Magnesium pro Stick füllen sie die körper eigenen Speicher schnell auf – und das schon bei nur ein mal täglicher Anwendung. Fragen Sie in der Apotheke danach! V

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Nahrungsergänzungsmittel

18 | WEEKEND MAGAZIN

Schwitzen in den Wechseljahren

2 VON 3 FRAUEN KENNEN ES: Hitzewallungen und nächtliches

Schwitzen sind typische Anzeichen der Wechseljahre – und betreffen über zwei Drittel aller Frauen. Die Begleiterscheinungen lassen sich aber pflanzlich in den Griff bekommen.

E twa ab dem 45. Le bensjahr stellt sich der Hormonhaushalt um: Die Wechseljahre setzen ein. Durch den abfallenden Östrogenspiegel reagiert der Körper stärker auf Tempera turschwankungen. Die Folge sind oft Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Um ge genzusteuern, können Sie im ersten Schritt auf hormon freie, pflanzliche Alternati

ven setzen. So etwa mit soge nannten Isoflavonen (enthal ten z. B. im heimischen Rot klee), die von Gynäkologen als pflanzliches Mittel der Wahl in den Wechseljahren empfohlen werden. Oder auch mit Salbei, der sich gerade bei nächtlichem Schwitzen besonders be währt hat, da er sich positiv auf die Temperaturregulation des Körpers auswirkt. V

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WEEKEND MAGAZIN | 19

LEBENSART

So ticken die Österreicher in Sachen Dating, Sex und Beziehung: weekend.at/love-check

Lieben Sie sich noch?

PANDA-SYNDROM. Warum bei langjährigen Paaren die Lust ein schläft, das nicht gleich Beziehungsende bedeutet und vor allem was hilft, das Feuer wieder zu entfachen. Von Simone Reitmeier

FOTO: GEORGERUDY/ISTOCK/GETTY IMAGES

20 | WEEKEND MAGAZIN

LEBENSART

Ein Drittel der Österreicher empfindet das aktuelle Sexleben wenig oder nicht erfüllend.*

S ophie und Martin sind seit acht Jahren zusammen, haben kaum Streit, keine Affären und sind auch nicht unzu frieden. Und doch: Im Bett läuft nichts mehr, die Leiden schaft ist verschwunden. Das sogenannte Panda-Syndrom – benannt nach den sex faulen Pandabären – be schreibt einen Beziehungszu stand, in dem körperliche Intimität trotz emotionaler Nähe kaum bis gar nicht mehr stattfindet. Damit sind die beiden nicht allein: Be troffen sind vor allem Lang zeitpaare oder Eltern kleiner Kinder. Eine US-Studie zeigt

aus: Zumindest bei einem Partner ist der Wunsch nach mehr da, klappen will es aber nicht. Das Ergebnis: Frust, Scham, Schweigen. Schleichendes Phänomen „Sexuelle Unzufriedenheit ist ein häufiges Thema in mei ner Praxis“, klärt Fischinger auf. „Es ist ein sehr verbreite tes Phänomen, dass Sexuali tät im Laufe einer längeren Beziehung an Spontaneität und Intensität verliert.“ Der Rückzug ist meist kein be wusster Akt, er passiert im Alltag, irgendwo zwischen Jobs, Routinen und Kinder

beispielsweise, dass rund 10 bis 20 Prozent aller verheira teten Paare kaum oder gar keinen Sex mehr haben. Sexlos ≠ lieblos Experten sprechen von einer sexlosen Beziehung, wenn über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr keine sexuellen Hand lungen stattfinden. Entschei dend ist laut Sexualtherapeu tin Lisa Fischinger jedoch nicht die Häufigkeit, sondern die Zufriedenheit. Wer wenig oder keinen Sex hat, ihn aber nicht vermisst, lebt in einer funktionierenden Beziehung. Doch häufig sieht es anders

betreuung. Die Gründe sind vielfältig: Der Alltag fordert Aufmerksamkeit, Beruf und Familie nehmen Raum ein, es entstehen neue Verantwort lichkeiten. Paare geraten in einen Funktionsmodus, der kaum Raum für Spontaneität lässt, und schon gar nicht für Erotik. Auch hormonelle Schwankungen, Krankheiten oder psychische Belastungen wirken sich auf das sexuelle Erleben und die Libido aus. Anfang vom Ende? „Eine Phase mit wenig oder keinem Sex ist nicht auto matisch ein Zeichen für das Scheitern einer Bezie

* QUELLE: DER GROSSE SEX-REPORT: SO LIEBT ÖSTERREICH (MARKETAGENT)

WEEKEND MAGAZIN | 21

LEBENSART

SHORT TALK

Ist die Unsicherheit bereits groß, kann auch eine Therapie der Ausweg sein.

Lustkiller Nähe Was wir uns in Beziehungen wünschen – Nähe, Sicherheit, Verlässlichkeit – kann paradoxerweise genau das ersti cken, was Erotik braucht: Spannung, Geheimnis, Unbekanntes. Sexualfor scher sprechen vom Nähe-Distanz-Di lemma. Je mehr wir miteinander ver schmelzen, desto mehr verlieren wir das Spannungsfeld, das sexuelles Verlangen nährt. „Wenn beide Partner sich auch als Individuen mit eigenen Impulsen und Fantasien erleben, kann sich das eroti sche Spannungsfeld erhalten oder wie der neu entwickeln“, erklärt Fischinger. Ausweg: Therapie Ernst wird es, sobald einer oder sogar beide Partner unter der Situation leiden, Dauerstreit und Rückzug sich breitma chen. Auch Unsicherheiten wie „Passen wir noch zusammen?“ sind Anzeichen dafür, dass eine neutrale Therapie nötig ist. „Viele Paare kommen leider sehr spät – oft erst dann, wenn Verletzungen be reits tief sitzen oder Sprachlosigkeit den Alltag bestimmt. Dabei kann frühzeitige Unterstützung helfen, festgefahrene Muster gar nicht erst chronisch werden zu lassen.“ V

hung“, macht Fischinger Hoffnung. In langjährigen Partnerschaften ist das so gar eher die Regel als die Ausnahme. „Entscheidend ist, ob das Thema be sprechbar bleibt.“ Wichtig sei, die Flaute als vorübergehend oder als Anstoß für neue Entdeckungen zu sehen. Ein Neu beginn muss zudem nicht radikal sein, oft reichen kleine Veränderungen im Alltag aus. Schwung fürs Liebesleben Sexuelle Lust ist kein Dauerzustand, Be- gehren entsteht nicht von selbst – genau wie die Beziehung muss auch die Lust gepflegt werden. Als ersten Schritt emp fiehlt die Therapeutin, Erwartungen zu senken, offen darüber zu sprechen und sich wieder bewusst Zeit füreinander zu nehmen. Das können gemeinsame Er lebnisse, Auszeiten oder auch mehr kör perliche Berührungen im Alltag sein. Auch das Wiederentdecken der eigenen Sexualität spielt eine Rolle. Masturba tion kann Inspirationen liefern und wird häufig unterschätzt. Wer früh gegen steuert, kann die emotionale und kör perliche Verbindung rechtzeitig stärken – und zwar bevor sich Frust und Resi gnation festsetzen.

Lisa Fischinger Sexualtherapeutin

„Fixtermin“ als Lösung? Gibt es Anzeichen dafür, dass man in eine sexlose Beziehung rutscht? Erste Anzeichen sind der Rückgang kör perlicher Nähe im Alltag: Küsse werden seltener, Berührungen finden nur noch funktional statt, etwa beim Vorbeigehen oder Gute-Nacht-Sagen, aber nicht mehr aus Zuneigung oder Lust. Viele Paare schlafen irgendwann in getrenn ten Betten, etwa wegen der Kinder oder unterschiedlicher Schlafgewohnheiten. Ohne bewusste Nähe als Ausgleich kann dies zur Entfremdung führen. Wie kann man Druck rausnehmen, wenn das Thema schon massiv präsent ist? Indem Erwartungen gesenkt werden und der Fokus weg vom „Ergebnis“ hin zum „Erleben“ gelenkt wird. Das heißt: Nähe darf ohne Druck da sein, etwa durch Händchenhalten, Umarmungen oder Kuscheln auf dem Sofa – ohne das Ziel von Sex. Wichtig ist, das Ge spräch offen zu halten und Gefühle ehrlich zu teilen, ohne sich unter Druck zu setzen. Sind „fixe Termine“ eine Lösung? Manche Paare profitieren davon, weil sie bewusst Zeit füreinander schaffen und so den Alltagstrott durchbrechen. Aber nur dann, wenn kein Pflichtpro gramm mit Leistungsdruck entsteht.

WEGE AUS DER BETTFLAUTE

n Offene Kommunikation ohne Schuldzuweisung, Fantasien teilen (erotische Wunschliste oder Tagebuch) n Gemeinsame (Aus-)Zeiten (ein abendlicher Spaziergang oder ungestörter Kaffeetermin) in den Alltag integrieren n Bewusster Körperkontakt (Umarmungen, Händchenhalten, Kuscheln, Streicheleinheiten, Massagen) n Fixe „Date-Nights“ einführen n Wiederentdecken der eigenen Sexualität (Selbstfürsorge, Achtsamkeit, Masturbation)

FOTO: ISTOCK.COM/MEDIAPHOTOS, SHORTTALK: LISA FISCHINGER

22 | WEEKEND MAGAZIN

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LEBENSART

Nikotinstopp: Masterplan für ein rauchfreies Leben. Mehr unter weekend.at/rauchen-aufhoeren

Generation rauchfrei

CLEAN & SÜCHTIG. Sie rauchen nicht mehr. Sie dampfen, sie beuteln, sie vapen. Österreichs Jugend wirkt so clean wie nie und ist trotzdem so nikotinabhängig wie lange nicht. Vapes, E-Zigaretten, Nikotinbeutel: Was gesund aussieht, ist oft nur gut verpackt. Von Stefanie Hermann

O b im Schulhof, beim Bus oder vorm Su permarkt: Vor 20 Jahren war die Zigarette noch allgegenwärtig. Damals vermeintlich cool, ist das Rauchen unter Jugendlichen heute als ungesund, stinkig und gestrig verpönt. Die offi ziellen Zahlen bestätigen den Trend: 2003 rauchte fast je

bunt, so süß und so leicht verfügbar. Mango-Vape statt Marlboro Man Früher roch Nikotin nach Lungenkrebs, heute duften Ersatzprodukte nach Bub blegum. Mit bunten Verpa ckungen, Fruchtaromen und stylishen Devices hat die In

der zweite Jugendliche regel mäßig, heute ist es nur noch ein Fünftel. Was das Gesund heitsministerium als Erfolg wertet, ist ein Pyrrhussieg. Die Suche nach dem Kick ist ungebrochen. Statt sich zu verringern, hat sich der Ni kotinkonsum lediglich verla gert. Vapes, Pouches, Shots – das Angebot war noch nie so

dustrie aus einem Suchtmit tel ein Lifestyleprodukt ge macht. Wem der klassische Glimmstängel zu sehr stinkt, greift zur E-Zigarette, wer seine Lunge nicht belasten will, zum praktischen Niko tinbeutel, der „extra white“ oder „minzfrisch“ ver spricht. Der eigentliche Ta bak verschwindet, aber die

FOTOS: SNUS: ANDRIL ATANOV/ISTOCK/GETTY IMAGES, CATCHER: ANDREYPOPOV/ISTOCK/GETTY IMAGES

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LEBENSART

Zuckerwatte bis natural: Va pes gibt es in verschiedens ten Geschmacksrichtungen.

Abhängigkeit ist größer denn je.

Dualkonsum erhöht Dosis

Laut der aktuellen ESPAD-­ Studie konsumieren bereits 29 Prozent der 15-Jährigen in Österreich E-Zigaretten, 23 Prozent klassische Zi garetten und 17 Prozent Nikotinbeutel. Zwei Drittel der nikotinkonsumierenden Jugendlichen wechseln zwi schen mehreren Produkten: Vape im Schulhof, Pouch beim Lernen, Zigarette am Wochenende. Die verschie denen Erzeugnisse ersetzen einander nicht, sondern ver stärken den Konsum. Gefährliches Nervengift Ärzte schlagen Alarm, da Ju gendliche die Wirkung un terschätzen würden. Durch den Dual-Use bleibt der

Körper konstant auf Niko tin. Bei Teenagern, deren Gehirn noch in der Entwick lungsphase ist, kann das Fol gen für Konzentration, Lern verhalten und Psyche haben. Der Puls steigt, der Blut druck ebenso. Dazu kommt: Wer früh beginnt, läuft Gefahr, lange – wenn nicht

lebenslang – abhängig zu bleiben. Weniger Teer, weniger Gefahr? „Aber die Produkte haben weniger Teer“, hört man von Anhängern. Das stimmt. Es gibt E-Zigaretten, die eine Flüssigkeit (Liquid) mit Ni

kotin und Aromen erhitzen. Statt Rauch wird Dampf in haliert. Weniger Schadstof fe, kein Rauch, keine Asche. Klingt harmlos, ist es aber nicht. Zwar entstehen weni ger Verbrennungsstoffe, aber auch im süßlichen Dampf stecken potenziell krebserregende Subs

SPANNENDE FAKTEN

5.

1.

Nikotinbeutel enthalten oft doppelt so viel Nikotin wie eine Zigarette. Das Rauchfrei-Telefon berichtet von Nikotinvergiftungen bei Jugend lichen nach nur einem Beutel.

Erstmals hat die E-Zigarette bei Jugendlichen die klassische Zigarette überholt. Rund 29 Prozent der 14- bis 17-Jährigen haben im letzten Monat E-Zigaretten konsumiert. 42 Prozent der nikotinkonsumie renden Jugendlichen geben an, mit einem Vape eingestiegen zu sein. Zwei Drittel der Jugendlichen, die Nikotin konsumieren, nutzen meh rere Produkte gleichzeitig.

2.

6.

Beim Dampfen entstehen laut Studien bis zu 15-mal mehr Aldehyde als im Zigarettenrauch. Die Zahl der jugendlichen Zigaret tenraucher hat sich in den

3.

4.

letzten 20 Jahren mehr als halbiert.

FOTOS: E-LIQUIDS UK / UNSPLASH, OKSANA LYSKOVA/ISTOCK/GETTY IMAGES

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