Weekend Magazin Burgenland Süd 2025 KW50

WEG VON DER TEILZEITREPUBLIK FLATTAX FÜR ÜBERSTUNDEN UND PENSIONISTEN/INNEN Die Forderungen der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040:

Für leistungsbereite ArbeitnehmerInnen muss es möglich sein − wenn über das Mindestmaß einer Vollzeitbeschäftigung

Österreich verzeichnet die zweithöchste Rate bei der Teilzeitarbeit in der Europä ischen Union. Es ist wirtschaftlich nicht

hinaus gearbeitet wird − steuerlich begünstigt zu werden. Dies betrifft sowohl die Bereitschaft zur Leistung von Überstunden als auch die Möglichkeit für PensionistInnen weiterhin am Ar beitsmarkt aktiv zu bleiben. Die INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 fordert eine steuerliche Begünstigung in Form einer Flattax von 10 % auf „Mehrstunden“ und „Mehrjahre“, damit Mehr- arbeit deutlich attraktiver gestaltet werden kann.

mehr tragbar, dass Menschen, die weder Kinder noch Pflegefäl le betreuen bzw. Studierende sind oder Schwerstarbeit leisten, in Teilzeit arbeiten, um die Work-Life-Balance zu verbessern und gleichzeitig aber 100 % Sozialleistung erhalten. Die Initiative Österreich 2040 fordert für diese Menschen einen gestaffelten Selbstbehalt (z.B. 5 %, 10 % und 20 %) nach geleisteten Arbeitsstunden bei Sozialleistungen.

Die Antworten von Ministerin Korinna Schumann ...

D er Rückgang von Überstunden ist der wirtschaftlichen Situation geschuldet. Die tatsächliche Problemlage ist eine andere, nämlich Überstunden werden nicht ausbe zahlt − allein im Vorjahr 42 Millionen weder in Zeit noch in Geld. Klar ist, je mehr Überstunden geleistet werden, desto mehr unbezahlte Arbeit bleibt – wenn man von Paar haushalten eventuell mit Kindern spricht – nach wie vor bei den Frauen. Das Regierungsprogramm sieht für das Jahr 2027 eine Begünstigung von Überstunden vor, allerdings unter Bud getvorbehalt. Eine Weiterführung der Steuerbegünstigung kostet rund 150 Millionen Euro im Jahr, die ohne Gegenfinanzierung nicht leistbar ist. Im Regierungsprogramm wurde außerdem vereinbart, mit verschiedenen Maßnahmen Anreize zu setzen, auch über das gesetzliche Pensionsalter hinaus zu arbeiten. Dazu gehören etwa Änderungen im Bereich der Einkommens steuer für unselbstständig Erwerbstätige.

T eilzeit ist oft das Symptom, nicht die Ursache. Men schen nehmen nicht freiwillig Teilzeitjobs an, sondern weil die Kinderbetreuung fehlt. Ich habe bereits das Recht auf Erhöhung der Arbeitszeit betont, wenn mehrere Monate hintereinander mehr als die vereinbarte Teilzeitarbeitszeit gearbeitet werden musste. Ein „Selbstbehalt“ für Menschen in Teilzeit und ohne Betreuungspflichten würde wenig Ar beitskräfte mobilisieren, weil es eine Frage des Jobangebots Richtung Vollzeit ist und nicht der Sozialleistungen. So ein Selbst behalt würde das Armutsrisiko erhöhen, besonders bei Frauen, und das Solidarprinzip und die Versicherungslogik untergraben, indem Beiträge und Leistungen entkoppelt werden. Ein Sozialstaat bestraft keine Lebensrealitäten, sondern schafft Bedingungen, die echte Wahlmöglichkeiten eröffnen. Im Regierungsprogramm ha ben wir uns zum Beispiel auf die Einführung eines zweiten ver pflichtenden Kindergartenjahres verständigt.

... und so sehen das die Familienbetriebe der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040!

Wir Familienbetriebe stehen zur Leistung und es ist für uns selbstverständlich, Überstunden abzugelten. Daher fühlen

Wir möchten klar betonen, dass Men schen, die aufgrund fehlender Kinderbe treung, die übrigens ein Verschulden der

wir uns bzgl. des Vorwurfs der nicht ausbezahlten Überstun den nicht angesprochen. Weiters sollte der Staat keine Vor mundschaft übernehmen, sondern leistungsbereiten Men schen ermöglichen, sich etwas aufzubauen. Es obliegt dem/ der Einzelnen, wie die verfügbare Zeit eingesetzt wird. Fakt ist, dass Leistung belohnt gehört. Wenn man bereit ist, mehr als wöchentlich 38,5 Stunden oder mehr als 40 Jahre lang zu arbeiten, dann hat man sich eine bessere steuerliche Begüns tigung verdient!

Politik in den letzten Jahrzehnten ist, in Teilzeit arbeiten von unserer Forderung ausgenommen sind. Aber der Sozialstaat hat eine Lebensrealität geschaffen, die weder sozial gerecht ist, noch leistbar ist. Wenn die eine Hälfte der Bevölkerung erkennt, dass sie weniger arbeiten kann, weil die andere Hälf te für sie sorgt – und wenn die voll arbeitende Hälfte einsieht, dass es keinen Sinn mehr hat, sich anzustrengen, weil andere die Früchte ihrer Arbeit bekommen – dann ist das das Ende einer funktionierenden Gesellschaft!

2040 ÖSTERREICH INITIATIVE FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER

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