Weekend Karriere Steiermark 2026 KW39
SCHULE & BILDUNG
Pflegekraft in den eigenen vier Wänden der Betreuten – das ist eine von vielen Möglichkeiten.
kannst du später beispielsweise in einer Reha-Einrichtung, bei mobilen Pflege diensten oder in Einrichtungen für Men schen mit Behinderung arbeiten. Auch in nerhalb eines Krankenhauses unterschei den sich die Aufgaben enorm – von der normalen Station über die Ambulanz bis hin zum Operationsbereich. Und mit ent sprechender Ausbildung und Berufserfah rung kommen weitere Spezialisierungen und Aufgabenfelder dazu. Eine Karriere in der Pflege hat in vielen Umfeldern einen Platz. Dickes Fell. Die vielleicht wichtigste Fra ge lässt sich nicht mit Schulnoten beant worten. Wer in der Pflege arbeitet, sollte gerne mit Menschen zu tun haben, Ver antwortung übernehmen können und auch dann einen kühlen Kopf bewahren, wenn es einmal stressig wird. Gleichzeitig sollte man keine falschen Vorstellungen haben: Krankheit, Schmerzen und Tod ge hören je nach Arbeitsbereich ebenso zum Beruf wie Schicht- und Wochenenddiens te – man muss belastbar sein und ein di ckes Fell haben. Eines ist fix: An Arbeit wird es in der Pflege in den kommenden Jahrzehnten nicht mangeln. Gleichzeitig verändert sich der Beruf, neue Technolo gien, neue Formen der Betreuung und eine älter werdende Gesellschaft bringen neue Aufgaben mit sich. Wer heute eine Ausbildung beginnt, entscheidet sich für einen Beruf, der Menschen braucht – mit ganz unterschiedlichen Talenten. Mit Kre ativität, mit Organsaitionstalent – und auch mit Technik. V um den Bedarf zu decken. Das liegt an der alternden Gesellschaft und daran, dass natürlich auch Pflegekräfte z.B. in Pension gehen. 7.500 neue Pflegekräfte pro Jahr wird es bis 2050 brauchen,
der Langzeitpflege gebraucht werden, also fast doppelt so viele wie jetzt. Die nächs ten zweieinhalb Jahrzehnte werden also eine gewaltige Herausforderung für das System sein – und eine große Chance für Menschen, die sich die Arbeit in dieser Branche erstens zutrauen und zweitens vorstellen können. Die Wege zur Pflege. Und welche Mög lichkeiten gibt es nun, wenn es um Ausbil dungen geht? Eine einzige Antwort darauf gibt es nicht, denn die Ausbildungsmög lichkeiten sind so vielfältig wie die Pflege selbst. Es gibt eine ganze Reihe unter schiedlicher Berufsbilder, Spezialisierun gen und Tätigkeitsbereiche. Die prakti sche Ausbildung am Krankenbett startet in jedem Fall erst ab dem vollendeten 17. Lebensjahr – das ist gesetzliche Vor schrift. Warum? Nun, die Arbeit im Pfle gebereich kann zwar sehr erfüllend sein, aber auch durchaus belastend. Eine gewis se menschliche Reife ist dafür schon nötig. In die Lehre. Jedenfalls gibt es seit 2023 in einigen Bundesländern die vierjährige „Pflegelehre“ – zunächst als be fristeter Ausbildungsver
geassistenten unterstützen Pflegemaßnah men bzw. führen diese durch und sie wir ken bei Diagnostik und Therapie sowie der Begleitung pflegebedürftiger Men schen mit. Pflegefachassistenten haben eine vertiefte Ausbildung etwa in der Pfle ge von chronisch kranken Menschen, auch im häuslichen Umfeld. Fach-Sozialbetreuung – oder OTA. Eine weitere Möglichkeit stellen die Lehr gänge zur Fach-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit (FSB „A“) bzw. mit Schwerpunkt Behindertenbegleitung (FSB „BB“) dar. Eine etwas andere Rich tung kannst du als OTA einschlagen – im Beruf „Operationstechnische Assistenz“ betreut man Patienten und unterstützt Ärzte vor, während und nach operativen Eingriffen. Zusätzlich kann mit einer Ma tura in der Hand ein Studium wie den FH-Lehrgang für Gesundheitsberufe ab solvieren, wie es ihn mittlerweile in fast al len Bundesländern gibt. Mit der Ausbil dung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger trägt man die Verant wortung für den gesamten Pflegeprozess. Ein diplomierter Gesundheits- und Kran kenpfleger unterweist Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und Unterstützungs kräfte und übernimmt die Durchführung medizinisch-diagnostischer und medizi nisch-therapeutischer Maßnahmen. Pflege ist überall. Wer bei Pflege auto matisch an ein Seniorenheime denkt, sieht nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten. Je nach Ausbildung und Spezialisierung
such, den man noch bis 2029 starten kann. Ausgebildet wird man dabei zur Pfle geassistenz (drei Jahre) bzw. zur Pflegefachas
sistenz (vier Jahre). Pfle
FOTOS: OBEN: ANNASTILLS/SHUTTERSTOCK, UNTEN: ALENINI/SHUTTERSTOCK
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