Weekend Karriere Steiermark 2026 KW39
SCHULE & BILDUNG
FÜR DIE PFLEGE SPANNEND. Zwei Millionen Menschen in Österreich sind 65 Jahre oder älter. Eine Karriere in der Pflege ist sicher – und für verschiedenste Interessen geeignet. Von P. Eitzinger D u glaubst, „Pflege“ heißt einfach nur Betten machen und Essen austeilen? Dann solltest du einen genauen Blick darauf werfen. Denn tiert werden – und vieles mehr. Dabei gilt es ständig zu entscheiden, was gerade be sonders wichtig ist. Und weil sich der bes te Plan durch einen Notfall innerhalb von Sekunden ändern kann, sind neben Orga nisationstalent auch Flexibilität und ein kühler Kopf gefragt. VIELE TALENTE
auch für kreative Menschen, für Organi sationstalente und Technik-Interessierte hält eine Karriere im Pflegebereich viele spannende Facetten bereit. Eine Karriere für Kreative. Kreativi tät und Pflege – passt das zusammen? Und wie! Denn kein Mensch und keine Situation sind gleich. Was bei Patient A funktioniert, muss bei Patient B noch lan ge nicht klappen. Pflege bedeutet nicht, bei allen dasselbe Programm abzuspulen, sondern Lösungen an Persönlichkeit, Fä higkeiten und Lebenssituation anzupas sen. Und wenn man Langzeitpflege oder Sozialbetreuung betrachtet, können Ak tivitäten, Spiele, Bewegung, Musik oder gemeinsame Beschäftigungen dazugehö ren. Man muss immer wieder neue Wege finden, gerade wenn der Alltag nicht nach Plan läuft. Deshalb sind gute Ideen und die Fähigkeit gefragt, auch mal mit krea tiven Lösungen Situationen zu meistern. Für Organisationstalente. Wer gerne plant und organisiert, kann dieses Talent auch in der Pflege gut gebrauchen. Denn hier laufen oft viele Dinge gleichzeitig: Pa tienten haben versorgt zu werden. Unter suchungen und Therapien gilt es zu koor dinieren. Wichtige Informationen und Tätigkeiten müssen sorgfältig dokumen
High-Tech-Beruf. Die gute Nachricht: Die KI kann eine menschliche Pflegekraft nicht ersetzen. Es handelt sich um einen zukunftssicheren Beruf, der angesichts der demografischen Entwicklung – es gibt immer mehr immer ältere Menschen – auch in Zukunft weiter an Bedeutung ge winnen wird. Das heißt aber nicht, dass die KI nicht auch in Pflegeberufen längst Einzug gehalten hat. KI-Systeme können beispielsweise dabei helfen, Gesundheits daten auszuwerten, Risiken frühzeitig zu erkennen oder bei der Dokumentation zu unterstützen. Die Technik nimmt Pflege kräften dabei nicht die Entscheidungen ab – sie kann ihnen aber zusätzliche Infor mationen liefern und Routineaufgaben er leichtern. Extremer Bedarf. Weil aktuell rund 1,9 Millionen der neun Millionen in Öster reich lebenden Menschen im Pensionsal ter sind – Tendenz steigend – wird auch der Bedarf an Pflegekräften bis 2050 ste tig ansteigen. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der Mehrbedarf zwischen 7.000 und 7.500 Pflegerinnen und Pfleger pro Jahr liegen wird. Alleine rund 140.000 Menschen werden in 25 Jahren in
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