Weekend Karriere Steiermark 2026 KW39
GLEICH ODER DOCH ANDERS
KINDER- UND JUGENDANWALTSCHAFT. Sana ist 13 Jahre alt und besucht die 3.Klasse einer Mittelschule. Vor einiger Zeit hat sie die Diagnose „Aufmerksamkeits defizit (ADS)“ erhalten. Nun schwankt sie zwischen Erleichterung und Sorgen.
D ie Diagnose eines „Auf merksamkeitsdefizits“ (ADS) hat Sana Erleichte rung verschafft, da sie da durch besser versteht, wes halb sie der Schulalltag stärker belastet als viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschü ler. Trotzdem sorgt sie sich um ihre Zu kunft. Sie möchte die Matura machen und studieren, hat jedoch das Gefühl, von ihren Eltern nicht ausreichend unterstützt zu werden. Daher empfiehlt ihr eine Ver trauenslehrerin, sich an die Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark (kija) zu wenden und sich über ihre Rechte zu in formieren. Dort schildert Sana ihre Situa tion und den Standpunkt ihrer Eltern. Die kija lädt Sana und ihre Eltern zu einem Gespräch ein, um die unterschiedlichen Sichtweisen zu verstehen. In diesem Arti kel erfährst du, wie wir Sana und ihre El tern unterstützen konnten.
Recht auf Bildung Kinder und Jugendliche haben das Recht auf bestmögliche Bildung und bestmög liche Unterstützung. Mädchen und Bur schen sollen die gleichen Chancen haben. Die Interessen der Kinder und Jugendli chen sollen beachtet werden. Im Fall von Sana bedeutet dieses Recht, dass Sanas Wunsch, die Matura zu machen, von den Eltern unterstützt werden soll. Im Ge spräch erfahren wir, dass es für Sana an strengend ist, sich über einen längeren Zeitraum ausreichend konzentrieren zu können. Auch die Organisation des schu lischen Alltags fällt ihr schwer. Die kur zen Pausen zwischen den Unterrichts stunden und die damit teilweise verbun denen Raumwechsel sind für Sana eine große Herausforderung. Der Vormittag in der Schule fordert Sana so sehr, dass sie an den Nachmittagen und Wochen- enden ganz erschöpft ist und keine Kraft
hat, um sich mit Freundinnen und Freun den zu treffen. Die Eltern wünschen sich aber, dass Sana ihre Freizeit genießen kann. Recht auf Spiel und Freizeit Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel, altersgemäße ak tive Erholung und freie Teilhabe am kul turellen und künstlerischen Leben. Im Fall von Sana bedeutet dieses Recht, dass sie mit Freundinnen und Freunden am Nachmittag und auch am Wochenende Zeit verbringen und Spaß haben soll. Auch ihre Eltern möchten gerne etwas mit ihr unternehmen. Sana sollte Kraft und Zeit für einen Besuch im Kino oder im Schwimmbad haben, sich im Park mit Freundinnen und Freunden zum Chillen treffen können, eine Radtour machen und so weiter. Sana hört gut zu und ihre Eltern erklären uns und ihr, dass es ihnen
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