Weekend Karriere Steiermark 2026 KW39

SCHULE & BILDUNG

fahrt nach Brüssel, Straßburg oder Lux emburg. Anträge können ab 7. September eingereicht werden. Was versprechen Sie sich von der neuen schulautonomen Deutschförderung? Manuela Khom: Die deutsche Sprache ist die Grundvoraussetzung für gelungene Integration. Wer die Sprache nicht be herrscht, hat es schwer, dem Unterricht zu folgen, eine Ausbildung zu machen und damit Teil unserer Gesellschaft zu werden. Deshalb ist Deutschförderung keine Nebensache, sondern die Basis für Bildung und Integration. Eine schulauto nome Regelung kann hier Vorteile brin gen, weil die Schulen am besten wissen, was ihre Schülerinnen und Schüler brau chen. Welchen Stellenwert genießt Bildung in einem gelungenen Integrationsprozess? Manuela Khom: Bildung ist einer der wichtigsten Schlüssel für gelungene Inte

gration. Wer Deutsch spricht, eine gute Ausbildung bekommt und sich in unse rer Gesellschaft zurechtfindet, hat deut lich bessere Chancen auf ein selbstbe stimmtes Leben. Integration ist eine Bringschuld und beginnt auch im Klas senzimmer. Wie ist es um die psychische Gesund heit der steirischen Schüler bestellt und ist das Angebot der Schulpsycho logie diesbezüglich ausreichend? Manuela Khom: Wir haben insgesamt ein dichtes psychologisches Angebot an unseren steirischen Schulen und bei spielsweise erst kürzlich die Schulsozi alarbeit langfristig abgesichert. Das ist ein klares Zeichen: Kein Kind wird zu rückgelassen. Trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Entscheidend ist, dass Hilfsangebote bekannt, leicht er reichbar und gut miteinander vernetzt sind. Und wir müssen auch über die Ur sachen sprechen – etwa über den enor

men Druck, dem junge Menschen heu te ausgesetzt sind. Dazu gehört für mich auch der Umgang mit sozialen Medien. Welche Rolle kommt den Sozialen Medien in diesem Kontext zu und wie bewerten Sie ein angedachtes Social Media-Verbot für Jugendliche? Manuela Khom: Wir akzeptieren bei Alkohol, Nikotin oder Autofahren selbstverständlich Altersgrenzen, weil wir wissen, dass Kinder besonderen Schutz brauchen. Warum sollte das in der digitalen Welt anders sein? Soziale Medien gehören heute zur Lebensreali tät junger Menschen – und können von Suchtrisiken bis zu Cybermobbing auch viele negative Auswirkungen haben. Deshalb halte ich klare Regeln und ei nen wirksamen Schutz für richtig. Un ser Ziel muss sein: Kinder sollen die di gitale Welt nutzen können – aber die di gitale Welt darf nicht unsere Kinder be nutzen. V

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