Weekend Family Salzburg 2025 KW39
FAMILY
ZUM TASCHENGELD Tipps 6 4. Kein Vorschuss
der sozialen Bezugsgruppe ausgeschlossen zu werden. Zu viel und das Kind kann nicht lernen, Verzicht zu üben oder Prioritäten zu set zen. Einen klaren Richtwert gibt es nicht. Im Endeffekt hängt der passende Betrag immer ein wenig von der fi nanziellen Situation der Fa milie, dem eigenen Ermessen und dem Alter des Kindes ab. Einfache Formel Im Schnitt bekommen Volks schulkinder in Österreich 24 Euro im Monat, ältere Schü ler 48 Euro, wie kürzlich aus einer Umfrage hervorging. „Eine Orientierung, wann und wie viel Geld ausbezahlt werden sollte, gibt eine einfa che Formel: Bei Kindern empfehlen wir pro Woche 30 bis 50 Cent multipliziert mit dem Lebensjahr des Kindes“, so List. „Bei Jugendlichen sind es pro Monat 2 bis 3,60 Euro mal Alter des Teen agers.“ Eine Formel, die man den Kids ruhig mitteilen kann. V
Die Erkenntnis, dass Taschengeld begrenzt ist, hilft Bedürfnisse steuern zu lernen. Besser als ein Vorschuss: Belohnungen für Zu satztätigkeiten (zum Beispiel im Haushalt) anbieten. Diese kön nen auch entsprechend belohnt werden – allerdings als Zusatz zum Taschengeld! zwungen, fühlt es sich entmachtet. Besser: Mit gutem Beispiel voran gehen und vor allem bei kleinen Kindern auf pädagogische Märchen oder Ähnliches setzen. Wird ge spart, kann man positive Verstär kungen wie ein Aufstocken des Betrages anbieten. 5. N icht zum Sparen zwingen Wird das Kind zum Sparen ge
1. Taschengeld darf
frei verwendet werden Prinzipiell sollte das Kind frei entscheiden können, wofür es sein Taschengeld ausgeben möchte. 2. Pünktlich und regelmäßig auszahlen Mit der pünktlichen Auszahlung geht man mit gutem Beispiel voran. Das Kind erlebt Vereinbarungen als etwas Verbindliches. 3. Taschengeld ist unabhängig Egal ob die Noten besonders gut oder besonders schlecht sind: Das Taschengeld sollte immer gleich bleibend sein und weder Beloh nungs- noch Strafinstrument sein. Sein Zweck ist, Kinder zur Selbst ständigkeit zu erziehen.
6. Taschengeld dient dem Vergnügen
Für Grundbedürfnisse wie Verpfle gung untertags oder Ausgaben für benötigte Schulsachen darf nicht das Taschengeld herangezogen werden.
FOTO: ISTOCK.COM/ MILJAN ŽIVKOVIĆ
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