Weekend Magazin Wien 2025 KW04
WIEN INSIDE
MARKUS GEYER UND ANDREAS PERSIGEHL Man trifft sich am Regal
HANDEL(N). Eine Studie zeigt: 50 Prozent aller Kunden kommen alle zwei Wochen in eine Drogerie, 90 Prozent einmal pro Monat. Wie erfüllt man ihre Erwartungen? Die Devise bei BIPA: Stillstand ist Rückschritt. Im Team sorgen die Geschäftsführer Markus Geyer (im Bild re.) und Andreas Persigehl dafür, dass bei der beliebten Kette etwas weitergeht. Von Andrea Schröder B IPA auf Kurs Rich tung Zukunft: Wel che Meilensteine wurden schon erreicht?
Pinke Power. Die bekannteste Drogeriekette Österreichs erzielt jährlich einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro.* BIPA beschäftigt rund 4.000 Mitarbeitende, davon sind 95 Prozent Frauen. Unter den Führungskräften liegt der Frauenanteil sogar bei 98 Prozent. Das Sortiment umfasst mehr als 15.000 Artikel. BIPA feiert heuer 45-jähriges Jubiläum.
Andreas Persigehl: Ein Haupt fokus war die Modernisie rung und Neugestaltung un serer Filialen, dafür haben wir in den letzten Jahren viel investiert. Dabei ging es uns vor allem darum, die The men Wohlfühlen und Inspi ration stärker in den Mittel punkt zu rücken. Markus Geyer: Unser Sor timent an Eigenmarken- Produkten wurde außerdem massiv erweitert und besteht mittlerweile aus über 1.500 Artikeln. Wie passt Nachhaltigkeit ins Konzept? Andreas Persigehl: Nachhaltig keit ist für uns ein sehr wichti ges Thema, das wir ganzheit lich angehen. Wir achten auf nachhaltige Produkte, wie un sere Eigenmarke bi good, und legen auch in internen Prozes sen und unseren Filialen den Fokus auf Nachhaltigkeit. Markus Geyer: Wir sehen uns als Händler in einer besonde ren Verantwortung. Deshalb arbeiten wir auch eng mit Partnern wie den österreichi schen Naturparks zusammen, um Projekte im Bereich Um
sitionieren. Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden best möglich und bieten ihnen ein attraktives Arbeitsumfeld. Da her fördern wir die Vereinbar keit von Beruf und Familie so wie Weiterbildung. Was sagt uns der Blick in die Kristallkugel? Markus Geyer: Der stationäre Drogeriemarkt wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Der Kunde sucht nach wie vor das Einkaufserlebnis. Gleichzeitig werden digitale Elemente eine noch größere Bedeutung bekommen. Der Drogeriemarkt der Zukunft wird aber vor allem ein Ort der Begegnung, Inspiration und des Wohlfühlens sein. V
„Laut Studie kommen 27% der Kunden spontan in die Drogerie. 20% sagen, sie haben einfach Lust auf Stöbern.“ Markus Geyer über weitere Erkenntnisse aus der Studie
weltschutz und Bildung zu fördern. Wie wichtig ist für Droge rien der Standortfaktor? Andreas Persigehl: Wir haben mit 570 Filialen in ganz Öster reich eine sehr gute Versor gungslage und sind damit nah an unseren Kunden. Rund 50 Prozent der Österreicher haben einen BIPA-Markt in einem Umkreis von zwei Kilo metern von ihrem Wohnort. Markus Geyer: Die Nähe zu un
seren Kunden ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Deshalb inves tieren wir auch stark in den Ausbau unseres Filialnetzes und in innovative Konzepte wie den Quick Commerce Service in Kooperation mit Foodora. Wie schwierig ist es, Mit arbeitende zu finden – und zu halten? Markus Geyer: Unser Ansatz ist es, BIPA als attraktiven und modernen Arbeitgeber zu po
FOTOS: BIPA/ KARL SCHROTTER * 2023: 940 MIO. EURO
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