Pflege Oberösterreich KW11 2026

Pflege u Betreuung u Vorsorge

Stand der Pflege

Interview. Sozial-Landesrat Christian Dörfel erklärt, wie künftig genug Personal zur Verfügung stehen soll, spricht über finanzielle Belastungen und über den Imagewandel bei jungen Menschen.

Interview: Philipp Eitzinger

V orausschauende politische Planung ist in puncto Pflege wichtig – vor allem, weil Betroffene oft unverhofft in die Lage kommen, sie zu benö tigen. Landesrat Christian Dör fel dazu hier im Interview. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen bei der Zukunft der Pflege? Christian Dörfel: Beim Perso nal. Bis 2040 wird der Anteil der Über-65-Jährigen in unserem Bei der Pflegedoku mentation gilt „Digi talisierung statt Zettel wirtschaft“. So bleibt Zeit für die Arbeit mit den Menschen.

Bundesland von derzeit etwa 20 auf rund 27 Prozent steigen. Das heißt aber auch, dass es weniger jüngere Menschen gibt – und diese sind in vielen Branchen als Arbeitskräfte gefragt. Wir haben die „Fachkräftestrategie Pflege“ entwickelt und die Un terstützung der Ausbildung mittels Pflegestipendium ist ein wichtiger Teil davon. Wir wol len den Zugang zum Pflegebe ruf so attraktiv und so leicht wie möglich machen.

den-Pflege leichter zu bezahlen wird. Außerdem ist auch das ein Aspekt bei der oberösterreichi schen „Betreuungsarchitektur 2040“.

Für Betroffene ist bei der Pflege auch das Geld

ein großes Thema. Dörfel: Absolut. Wir wollen gute Pflege auch in Zukunft für den Einzelnen leistbar und für die Öffentli che Hand finanzier bar gestalten. Dafür

FOTO: HARALD DOSTAL

gibt es sehr kon krete Gespräche zwischen Bund und Ländern, da mit etwa 24-Stun

Christian Dörfel Landesrat

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