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„Die Fassade ist natürlich der größte Teil einer Gebäude-Außenfläche“, sagt Gerhard Dell vom OÖ Ener giesparverband, „und daher lohnt es sich nachzuprüfen, wie viel Ener gieersparnis in diesem Bereich noch möglich ist.“ Hinzu kommt: Eine gute Dichtung ist nicht nur im Winter von Vorteil, damit die Wärme drin bleibt, sondern auch im Sommer, damit die Hitze möglichst draußen bleibt. Die Wahl des Heizsystems Und womit heizt man nun idealerwei se? Das ist neben den persönlichen Präferenzen vor allem von den bau lichen Gegebenheiten abhängig. Was die Effizienz angeht, ist eine moderne Wärmepumpe jedenfalls unschlagbar: Für den Betrieb braucht man zwar sehr wohl Strom. Aber jede Kilo wattstunde Strom, die in die Wärme pumpe fließt, generiert drei bis fünf Kilowattstunden aus der Luft oder der Erde an Wärme. Davon können Öl- und Gasheizungen nur träumen: Selbst bei effizienten Geräten gibt es hier keine „Vermehrung“ der Energie, für jede aufgewendete kWh Strom gibt es bestenfalls knapp eine kWh Wärme. Das ist zwar auch bei einer Pelletheizung so, dafür handelt es sich hierbei um Verbrennung von Holz,
gesorgt, weil sich die Amortisierungszeit verlängert. Dennoch: Wie viele andere Maßnahmen kann auch eine PV-Anlage die laufenden Kosten für den Stromver brauch spürbar verringern. Wertsteigernde Maßnahmen Und nicht zuletzt sind Investitionen in die Dämmung eines Hauses und auch eine PV-Anlage auf dem Dach auch Maßnahmen, welche den Wert einer Immobilie natürlich erheblich steigern. Immobilien mit guter Wärme dämmung, modernen Fenstern oder einer zeitgemäßen Heizlösung erzielen am Markt deutlich höhere Preise. Wer also in Dämmung, Fenster oder eine PV-Anlage investiert, steigert nicht nur den eigenen Wohnkomfort, sondern auch den Wiederverkaufswert seines Hauses. Dazu kommt: Ein energieef fizientes Gebäude punktet heute bei Banken, Förderstellen und Käufern gleichermaßen – es gilt als zukunftssi cher und schützt vor künftigen gesetz lichen Verschärfungen. Kurz gesagt: Jeder Euro, der in die Energieeffizienz gesteckt wird, ist auch ein Euro in den Wert der Immobilie. Sprich: Die laufen den Energiekosten sinken, während der Marktwert steigt. So profitiert man gleich doppelt – im Alltag wie in der Zukunft. v
des Energieeinsatzes in Österreichs Haushalten wird laut Statistik Austria für das Heizen aufgewen det, 14 Prozent für Warm wasser. Diese Zahlen haben sich in den letzten Jahren kaum verändert.
also einem erneuerbaren Rohstoff, der auch bei uns verfügbar ist. Öl und Gas sind nicht nur zunehmend begrenzt in der Erde verfügbar, es bestand hier auch noch stets eine erhebliche Ab hängigkeit etwa von Russland oder dem arabischen Raum – was sehr an fällig für sich ändernde weltpolitische Verhältnisse ist. Der Gaspreis etwa ist laut E-Control mehr als doppelt so hoch als noch vor fünf Jahren. Die Solarfrage Das allernachhaltigste Mittel zur Er zeugung von Energie ist natürlich die Sonne. Immer mehr Hausbesitzer in Österreich haben sich in den letzten jah ren PV-Anlagen installiert. Das ist nicht ganz billig und die deutlich zurückge fahrenen Einspeisetarife haben bei den Besitzern der PV-Anlagen für viel Ärger
FASSADE Die gesetzlichen Vorgaben an den Dämmwert einer Fassade bei Neubauten sind streng. Bei alten Häusern ist die Dämmung aber oft schlecht oder fehlt sogar ganz.
FOTOS: ISTOCK.COM/OLEJX
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