Business Wien 2025 KW44
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Wer möchte, kann sich den Škoda Enyaq auch als Allrad zulegen. Er bietet Features wie fernbedientes Parken und bidirektionales DC-Laden.
Mit dem LEAF machte sich Nissan einst zum Elektro-Pionier. Jetzt kommt der 4,35 Meter lange Japaner in seiner 3. Generati on mit über 600 Kilometern Reichweite.
Angemessenheitsgrenze entschei dend. Sie liegt bei 40.000 Euro brutto, innerhalb derer sämtliche Vorteile uneingeschränkt greifen. Liegt der Anschaffungspreis zwischen 40.000 und 80.000 Euro, ist ein voller Vor steuerabzug zwar möglich, jedoch müssen Korrekturen via Eigenver brauchsversteuerung vorgenommen werden. Erst wenn die Kosten über 80.000 Euro hinausgehen, entfällt der Vorsteuerabzug gänzlich. Die Wahl des Modells wird dadurch zu einer strategischen Frage: Luxus-Elektro fahrzeuge können steuerlich schnell unattraktiv werden, während Mo delle im Mittelklassesegment in vol ler Breite von den Begünstigungen profitieren. Für viele Unternehmen kann es daher lohnender sein, auf ein Fahrzeug mit moderatem Preis zu setzen, statt auf ein repräsentatives Spitzenmodell, das die steuerlichen Vorteile schmälert. Sonstige Vorteile Neben den steuerlichen Faktoren gibt es für Unternehmer auch eine betriebswirtschaftliche Dimension, die nicht unterschätzt werden darf. Strom ist im Regelfall günstiger als Benzin oder Diesel – Bremsver schleiß, Ölwechsel oder Abgasanla gen gehören der Vergangenheit an, was nicht nur Kosten spart, sondern auch Stillstandzeiten reduziert. n
E lektromobilität ist längst nicht mehr nur ein ökolo gisches Statement, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Instrument. Denn wer als Unternehmer Elektrofahr zeuge in den Fuhrpark integriert, profitiert von einer Vielzahl steuer licher Vorteile – von Abschreibungs modellen über Vorsteuerabzug bis hin zur Befreiung von Abgaben wie der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Liquidität wird erhöht Wird etwa ein Elektroauto zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt, zählt es steuerlich zum Betriebs vermögen. Damit können nicht nur die Anschaffungskosten über Ab schreibungen berücksichtigt werden, sondern auch laufende Kosten wie Strom, Wartung und Versicherung steuerlich geltend gemacht werden. Besonders attraktiv ist die Möglich keit, anstelle einer linearen Abschrei bung eine degressive AfA von 30 Prozent anzuwenden. Diese erlaubt es, in den ersten Jahren besonders hohe Beträge steuerlich abzusetzen. Gerade in der Anfangsphase, in der ein Betrieb seine Investitionen wie der hereinholen möchte, bedeutet das eine spürbare Entlastung der Liquidität und verschafft unter nehmerischen Handlungsspielraum. Wer klug plant, kann so steuerliche
SACHBEZUG Reine Elektrofahrzeuge, die Mitarbeitern von Un ternehmen zur Verfügung gestellt werden, können in Österreich lohnsteuerlich mit einem Sachbezug von null Euro bewertet werden – eine der attraktivsten steuerlichen Begünstigun gen überhaupt. Für Arbeit nehmer bedeutet das in der Praxis: Sie dürfen ein Firmenauto – mit einem CO 2 -Ausstoß von null – auch privat, etwa für Ur laubsfahrten nutzen, ohne dass dafür ein steuerpflich tiger Vorteil entsteht.
Effekte und reale Kostenvorteile mit einander verknüpfen. Möglicher Vorsteuerabzug Auch beim Umsatzsteuerrecht öff nen sich für Unternehmer neue Türen. Während herkömmliche Verbrenner-Pkw in der Regel vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen sind, können Unternehmen bei Elektro fahrzeugen – abhängig vom An schaffungspreis – die Vorsteuer gel tend machen. Hier ist die sogenannte
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