Business Wien 2025 KW44

WIEN | AUSGABE 3/2025

DAS MAGAZIN ÜBER FAMILIENBETRIEBE BUSINESS

DER WEG IST DAS ZIEL FAMILIE ERNST & LEMBERGER. Die Wiener RAINER Gruppe im Porträt

WEM GEHÖREN DIE BÖRSEN Mächtige Finanznetze am Aktienmarkt

WIR SIND WELTMEISTER Österreich als Land der Weltmarktführer

ELEKTRISCHER FUHRPARK Das sind die Vorteile für Unternehmen

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BUSINESS

EDITORIAL

Die über 150.000 heimischen Familienunternehmen liefern regionale Identität, Stabilität, Innovationskraft sowie Beschäftigung im ganzen Land.

Christian Lengauer Herausgeber & Geschäfts führender Gesellschafter Weekend Mediengruppe

Richard Mauerlechner Geschäftsführender Gesellschafter Weekend Magazin Wien

BESTÄNDIG UND KRAFTVOLL ÖSTERREICH VORANBRINGEN

Liebe Leserinnen und Leser!

M ut, Einfallsreichtum, Flexibilität, Handlungsstärke und Weitblick – nur wer diese Eigenschaften mit bringt, kann in politisch wie wirtschaftlich unsicheren Zeiten bestehen. Es gibt in Österreich auch zahlreiche Vorbil der, die als Best-Practice-Beispiele vorangehen! Einige dieser heimischen Top-Unternehmen stellen wir in dieser Ausgabe „Weekend Business“ vor. In Generationen denken. Familienunternehmen bringen die idealen Voraussetzungen dafür mit und sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – beständig und von enormer Kraft. Sie liefern nicht nur regionale Identität, sondern auch Stabilität, Innovationskraft und Beschäftigung im ganzen Land. Sie denken in Generationen, treffen Entscheidungen mit Blick auf langfristige Verantwortung und verbinden Tra dition mit moderner Unternehmensführung. Strategien beleuchten. Dieses Magazin widmet sich je nen Unternehmerinnen und Unternehmern, die mit Kraft und Bodenhaftung den Wirtschaftsstandort Österreich mit gestalten. Es beleuchtet ihre Strategien, ihre Herausforde rungen – und ihre Geschichten, die zeigen, dass Erfolg am nachhaltigsten wächst, wenn er familiäre Wurzeln hat. In diesem Sinne wünschen wir viel Vergnügen mit der vorliegenden Ausgabe des „Weekend Business“!

FOTOS: WEEKEND

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INHALT

Global vernetzt. Heimische Firmen als Weltmarktführer. 42

Finanzmarkt. Wie Börsen funktionieren und welche Macht sie haben. 06

Digitalisierung. Auf der Höhe der technischen Zeit zu bleiben, ist absolut überlebenswichtig. 52

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Tradition & Zukunft. Familienunternehmen aus ganz Österreich im Porträt. Führende Frauen. So stärken Frauen in Führungspositionen die Unternehmen.

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Steuersparender Fuhrpark. Diese finanziellen Anreize sprechen für E-Fahrzeuge. 72

IMPRESSUM Medieninhaber: Weekend Magazin Wien GmbH, Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100, E-Mail: re daktionwien@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktion tirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, E-Mail: s.dueringer@weekend.at. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel. +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Geschäftsführung Wien: Richard Mauerlechner, Christian Lengauer (MBA). Chefredak teur Österreich: Werner Christl. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroatien. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Über nahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können un ter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback

COVERFOTOS: ALEX FELTEN, LAND DER WELTMARKTFÜHRER: ISTOCK.COM/ SOMCHAISOM, BÖRSEN: ISTOCK.COM/ CHAKISATELIER, FUHRPARK: ISTOCK.COM/RALF HAHN FOTOS: BMW: HERSTELLER, DIGITALISIERUNG: ISTOCK.COM/METAMORWORKS, OBEN: ISTOCK.COM/ SOMCHAISOM, BÖRSEN: ISTOCK.COM/ CHAKISATELIER

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BÖRSEN MONOPOLY Handelsplätze New York, London, Frankfurt, Paris: Aus exklusiven Clubs entstanden globalisierte Netzwerke. Ihr Geschäft umfasst nicht nur den Handel mit Aktien, sondern zunehmend auch den Handel mit Daten.

TEXT: KLAUS SCHOBESBERGER

FOTO: ISTOCK.COM/CHAKISATELIER

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D ie Meldung kam fast unbemerkt über den Finanzticker: An ei nem heißen Tag im Juli gab Euronext bekannt, die Börse Athen übernehmen zu wol len. Kaufpreis: bis zu 400 Millionen Euro. Aktionäre haben noch bis 17. November Zeit, dem freiwilligen Übernahmeangebot zuzustimmen – und abzucashen. Die griechische Wertpapierbörse im Schatten der Ak ropolis würde dann gemeinsam mit den sieben Handelsplätzen Amster dam, Paris, Brüssel, Dublin, Lissa bon, Mailand und Oslo unter dem Dach von Euronext vereint sein. Der europäische Börsenverbund, neben der Deutschen Börse AG und der London Stock Exchange (kurz: LSE) einer der drei Big Player in Europa, hat ambitionierte Pläne: Unter seiner Ägide soll der alte Kontinent wieder verlorenes Terrain gut machen. Etwa die Hälfte des globalen Wertpapier markts wird von den Amerikanern und ihrem bedeutenden Tech-Sektor dominiert. Klingenden Namen wie Apple, Alphabet (Google), Microsoft, Amazon oder Nvidia hat Europa kaum etwas entgegenzusetzen. Von den 100 wertvollsten börsennotierten Firmen weltweit stammen 62 aus den USA. Der Anteil europäischer Unter nehmen sank von 41 im Jahr 2000 auf 18 im Jahr 2024. Ein Grund: Der Kapitalmarkt funktioniert in Übersee viel besser. Europäische Wachstums stars finden auf dem zersplitterten und unterentwickelten EU-Kapital markt keine Geldgeber – und pilgern wie der schwedische Musikstrea mingdienst Spotify 2018 an die New Yorker Börse, um frisches Geld von Investoren einzusammeln. Die lang diskutierte „Kapitalmarktunion“ wäre eine schlagkräftige Antwort, ist aber unter den EU 27 politisch nicht durchsetzbar – auch Österreich stellt sich quer. So soll wenigstens der Zusammenschluss der wichtigsten Börsenplätze forciert werden, um Kräfte zu bündeln und die Attrakti vität Europas für Börsen-Newcomer zu steigern.

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der New York Stock Exchange (NYSE) sind es sogar 45 Prozent. Indikator für den Erfolg einer Börse, aber auch für jenen einer Volkswirtschaft, sind Anzahl und Größe der Börsengän ge. Bis zu 100 sollen es heuer allein in Hongkong werden – das als Son derverwaltungszone im Gegensatz zum chinesischen Festland offen für ausländische Privatanleger ist. 14 Milliarden Dollar wurden mit Neuemissionen im ersten Halbjahr eingesammelt, achtmal mehr als 2024. Seit Mai notiert zum Beispiel CATL, der weltgrößte Hersteller von Auto batterien, in Hongkong. Die Aktie kann damit auch von österreichi schen Anlegern gekauft werden. Die Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (kurz: HKEX) ist selbst seit 2000 börsennotiert und gehört zu den wertvollsten Unternehmen in ganz Asien. Chancen für Anleger Börsen zu betreiben ist inzwischen also selbst zu einem lukrativen Ge schäftsmodell geworden, von dem auch Anleger profitieren können.

Gute Geschäfte der Betreiber Innerhalb der letzten 25 Jahre haben sich Börsen von exklusiven Clubs zu riesigen Playern und Konglomeraten entwickelt. Sie nutzen die monopol- artigen Netzwerkeffekte, für die Big Tech bekannt ist, und sie haben ihre Geschäftsmodelle kontinuier lich ausgeweitet. Börsen verdienen nicht nur an jeder Transaktion und erheben Listing-Gebühren bei erst maliger Notierung (Börsengang/ IPO), sondern expandieren ins Aus land, verkaufen Echtzeit-Marktdaten oder erhalten Gelder für die Nutzung ihrer Handelsplattformen sowie ih rer Clearing- und Abwicklungssys teme. Allein die Softwarelösungen der Technologiebörse Nasdaq werden an mehr als 100 anderen Börsen in 50 Ländern eingesetzt. Das europä ische Gegenstück ist das Handels system Xetra der Deutschen Börse AG, das auch an der Wiener Börse zum Einsatz kommt. Nicht zufällig ist Microsoft viertgrößter Aktionär der London Stock Exchange Group. Der US-Software-Gigant hat mit der Eigentümerin der Londoner Börse

Für uns Fonds manager ist das nicht so relevant, wer die Eigentümer der Bör sen sind. Wir wollen einfach die Aktien liquide handeln mit geringen Kosten.

Alois Wögerbauer GF 3 Banken-Generali Invest

einen Vertrag für Cloudlösungen und Datenanalysen abgeschlossen. Das Geschäft mit Daten spielt auch eine immer wichtigere Rolle bei der Chicago Mercantile Exchange (kurz: CME), eine der größten Deri vate- und Rohstoffbörsen der Welt. Die Gruppe, die 2010 die „Dow- Jones-Indizes“ kaufte, macht 12 Pro zent ihres Umsatzes mit Marktdaten. Bei der Intercontinental Exchange, der börsennotierten Eigentümerin

Die Softwarelösungen von Nasdaq kommen an mehr als 100 Börsen weltweit zum Einsatz.

FOTO: ISTOCK.COM/LUCKY-PHOTOGRAPHER, PORTRAIT: 3BG, INTERVIEW: WIENER BÖRSE/DANIEL HINTERRAMSKOGLER

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„WIR SIND EIN HOCH INTER NATIONALISIERTES HAUS“

Der Börsenverbund Euronext will die Börse Athen übernehmen. Ist so ein Szenario auch für die Wie ner Börse denkbar? Christoph Boschan: Strategische Zukunftsoptionen werden in allen Dimensionen regelmäßig mit den Ei gentümern diskutiert. Was ich sagen kann: Die Wiener Börse ist bereits heu te in ein sehr internationales Netzwerk eingebunden. Die Prager Börse ist Teil unserer Gruppe und wir stellen da rüber hinaus den Börsen in Laibach, Budapest und Zagreb unsere Han delsinfrastruktur zur Verfügung und konsolidieren elf Märkte auf unserer Dateninfrastruktur. In jenem Bereich, in dem Größe zählt – nämlich Handels technologie – setzen wir konsequent auf weltweit führende Partner wie die

Boschan: Wir sind heute ein hoch in ternationalisiertes Haus. Während frü her ein Großteil der Umsätze im Inland erwirtschaftet wurde, stammen heute rund 85 % unserer Handelsumsätze aus dem Ausland, generiert durch global tätige Institute wie Morgan Stanley, J.P. Morgan oder Goldman Sachs. Diese Entwicklung zeigt klar unseren Weg: Internationalisierung. Wir wollen die beste Bühne für österreichische Unter nehmen bieten – und das nicht nur im heimischen Umfeld, sondern im welt weiten Börsenrampenlicht. Daneben setzen wir auch auf Diversifizierung. Aktienhandel und Listings sind nicht die einzigen wichtigen Umsatztreiber. Auch Datenvertrieb, IT-Services und ein starkes Wertpapier-Verwahrgeschäft zählen heute dazu. n

Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Börsengruppe Wien und Prag

Euronext, die Deutsche Börse oder die Nasdaq. Derzeit haben wir die Deut sche Börse als Partner. Wie haben sich die Geschäfte der Wiener Börse seit ihrer Privatisie rung vor 25 Jahren entwickelt?

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Rekord: Die Börse Hongkong zählt heuer mehr als 100 Börsengänge.

pierbörse, wurden ursprünglich als Mitgliederorganisationen gegründet. Die Mitglieder – oft Banken, Broker häuser oder Händler – besaßen An teile an der Börse und hatten damit sowohl Einfluss auf deren Betrieb als auch wirtschaftliche Vorteile, wie etwa Zugang zu Handelsprivilegien. Sonderfall Wiener Börse Inzwischen gilt das Börsen-Mono poly: Fressen oder gefressen wer

den. Einen Sonderstatus nimmt die Wiener Börse ein. Sie gehört zu etwa je zur Hälfte börsennotier ten österreichischen Unternehmen wie OMV oder Verbund und hei mischen Banken wie Erste Group oder Raiffeisen Bank International. „Die Wiener Börse ist bereits heute in ein sehr internationales Netz werk eingebunden“, sagt Wiener Börse-Chef Christoph Boschan im Interview. Die Prager Börse ist Teil des Unternehmens, darüber hinaus stellt Wien den Börsen in Laibach, Budapest und Zagreb ihre Handels- infrastruktur zur Verfügung. Wien gilt auch als ein idealer Hub für In vestitionen in die Wachstumsregion Zentral- und Osteuropa. „Ich denke, dass sich auch für die Wiener Börsen auf Sicht die Frage stellen wird, ob man in einem Verbund nicht besser aufgehoben wäre. Für uns Fondsma nager ist das alles nicht so relevant. Wir wollen einfach die Aktien liqui de handeln mit geringen Kosten – egal wer die Eigentümer der Börse sind“, sagt Alois Wögerbauer. n

Allein der Aktienkurs der LSE Group erreichte in den letzten 25 Jahren ei nen Wertzuwachs von 1.206,7 Pro zent und übertrifft damit den FTSE 100, den wichtigsten Index der Lon doner Börse. „Es ist tatsächlich viel zu wenig bekannt, dass man auch in die Aktien der Börsenbetreiber investie ren kann; viele sind langjährige echte Erfolgsstorys. Das liegt an den immer weiter steigenden Handelsvolumina, es liegt aber vor allem auch daran, dass die Börsenunternehmen auch große Datenanbieter sind; wir ken nen das aus dem eigenen Haus. Alle Indexdetails, die man verwenden will, sind zu kaufen – und die Lizenz gebühren sind für die Anbieter recht attraktiv“, erklärt Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken-Ge nerali Investment-GmbH und einer der profiliertesten Fondsmanager des Landes. Vor der Jahrtausendwende waren die Aktionäre eines Börsen platzes oft auch die Anteilseigner der Börse selbst. Viele Börsen, wie etwa die New York Stock Exchange (NYSE) oder die Frankfurter Wertpa

14 Milliarden Dollar sammelte die Börse Hongkong im 1. Halbjahr 2025 durch Neu- emissionen ein.

FOTO: HKEX

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Fachkräftesuche Das BFI Wien hilft nicht nur bei der Höherqualifizierung der eige nen Belegschaft, sondern übernimmt u.a. die Lehrausbildung für Firmen zur Gänze.

D ie perfekte Belegschaft fin den und halten, ist eine komplexe Angelegenheit. Die Zusammenarbeit mit Einrichtun gen wie dem BFI Wien kann hier zum entscheidenden Vorteil werden. „Wir bilden Jahr für Jahr hunderte Fach kräfte in zahlreichen Berufen aus. In Job-Datings, Lehrlingscastings oder via Praktika haben die Betriebe die kostenlose Möglichkeit, so die für sie passenden Mitarbeiter zu finden“, so Franz-Josef Lackinger, Geschäftsfüh rer BFI Wien. „Wir arbeiten aber auch mit Betrieben, die ‚maßgeschneidert‘ bevorzugen: Wir vereinbaren mit den Unternehmen auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Ausbildungspläne – und übernehmen dann zur Gänze die Ausbildung der jungen Men schen. So erhalten Firmen ‚eigene Lehrlinge‘, ohne selbst ausbilden zu müssen.“

sondern dank neuester Lehrmethoden von der Präsenzschulung bis hin zum „schlüsselfertigen“ betriebsinternen Online-Lernmanagementsystem auch das passende Lernsetting anbieten. „Wir kümmern uns um die Höherqua lifizierung – und die Firmen können sich vollends auf ihre Kernkompeten zen und den wirtschaftlichen Erfolg konzentrieren.“ n

Unser Ziel ist, den Betrieben mit top ausgebildeten Fach kräften und Schulungs angeboten am Puls der Zeit zu helfen.

One-Stop-Shop Auch die bestehende Belegschaft hält das BFI Wien für viele Firmen zukunftsfit: „Wir bieten maßge schneiderte Aus- und Weiterbildung und können nahezu jede Branche gezielt unterstützen.“ Das BFI Wien kann aber nicht nur auf die unter schiedlichsten Branchen eingehen,

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BUSINESS

ÖSTERREICHS TOP FAMILIEN BETRIEBE

FOTO: ANDREYPOPOV/ISTOCK.COM

BUSINESS

WIEN TOP FAMILIEN BETRIEB

DAS GELD MUSS ARBEITEN

Familie Ernst & Lemberger

Niemand heißt hier Rainer. Und der Mazda-Verkauf ist längst nur mehr ein Standbein von vielen: RAINER KFZ ist mit der RAINER Gruppe heute breit aufgestellt. Die Führung des Unternehmens bleibt aber Familiensache.

TEXT: ANDREA SCHRÖDER

Mobilität, Immobilien- und Hausverwaltung, Immobilienprojektentwicklung, Film, Hotels (hier das „RAINERS Hotel Vienna“): das Portfolio der RAINER Gruppe.

FOTOS: RAINER GRUPPE

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Stephanie Ernst, Geschäftsführerin

Gabriela Lemberger Geschäftsführerin

Burkhard L. Ernst, Gründer

Maximilian Lemberger Geschäftsführer

Burkhard Ernst Geschäftsführer

FOTO: ALEX FELTEN

Links: Gabriela Lemberger, Geschäftsführerin der RAINER Gruppe DIE RAINER- FRAUEN Stephanie Ernst, Geschäftsfüh rerin und im Immobilien- bereich aktiv

J eden Vormittag um zehn, so erzählen sie, trifft man sich zum Jour fixe. Kein Palaver, kein Protokoll – ein Tisch, fünf Stimmen, eine Regel: „Wer Nein sagt, hat recht.“ Das Vetorecht ist das Sicherheitsge länder der Familie Ernst & Lember ger. Es hält die RAINER Gruppe, die 1959 in der Rainergasse startete und heute Mobilität, Immobilien, Hotels, sogar eine Filmproduktion umfasst, sicher in der Spur. Aufbruch in den 50ern Burkhard Ludwig Ernst, 94, ist Gründer und Stratege zugleich. Seit 1959 steht sein Name für den Aufstieg der RAINER Gruppe und für die Diversifizierung des Fami

Ansatz, wenn es darum geht, wer aus den nachfolgenden Generationen in den Betrieb einsteigt. Fast 60 Jahre trennen Stephanie Ernst (37) von ihrem Großvater. Sie ist verantwort lich für den Bereich Immobilien. Ge meinsam mit ihrer Familie wurde der Immobilienzweig zum stabilen Rück grat der RAINER Gruppe. Der Fokus liegt auf Erhaltung und nachhaltiger

lienunternehmens. Der einstige Autohändler hat, jahrzehntelang mit seiner verstorbenen Frau Inge, ein Konglomerat geschaffen, das heute rund 50 Gesellschaften umfasst. Sei ne Planung war stets in die Zukunft gerichtet. Prozesse sollten nicht nur momentan funktionieren, sondern Bestand haben. Jeder hat seinen Bereich Gabriela Lemberger leitet die Finan zen der RAINER Gruppe sowie die Hotelsparte – vier Häuser in Wien, dazu Betriebe in München, Berlin und Wels. Ihr Schwerpunkt liegt außerdem auf Organisation und Per sonalführung. Flexibilität gehört für Gabriela Lemberger zur Unterneh menskultur: Arbeitszeiten haben sich nach Lebenssituationen zu richten, nicht umgekehrt. Ihr Bruder Burk hard Ernst repräsentiert die kreative Seite der Familie. Als Filmproduzent („Tatort“, „So haben wir dich nicht er zogen“) verbindet er sehr erfolgreich wirtschaftliches Denken mit kulturel lem Anspruch. Seine Sicht auf das Fa milienunternehmen ist pragmatisch: „Jeder kann, keiner muss“ lautet sein

ZAHLEN Ca. 400 Mitarbeiter gehö ren dem Unternehmen an.

Ca. 100 Mio. Euro Umsatz werden jährlich erzielt

Ca. 1.235 Zimmer vertei len sich auf 10 Hotels der RAINER Gruppe. Ca. 2.000 Wohnungen sind aktuell im Besitz der Familie Ernst & Lemberger.

Burhard Ernst und Ehefrau Katharina führen die Filmproduk tionsfirma Cult Film.

FOTOS: ALEX FELTEN

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BUSINESS

Von links: Burkhard Ernst, Geschäftsführer der RAINER Gruppe DAS MÄNNER- TRIO Maximilian Lemberger, Geschäftsführer und für den Fahrzeughandel zuständig Burkhard L. Ernst kommt mit 94 Jahren noch immer regelmä ßig im Geschäft vorbei.

Sanierung – nicht auf kurzfristigem Verkauf. „Sanieren statt spekulie ren“ ist ihr Grundsatz. „Wir wollten immer, dass sich niemand fürchten muss, wenn wir ein Haus kaufen,“ unterstreicht ihr Großvater. Der ope rative Autohandel ist das Metier von Maximilian Lemberger, Gabrielas Sohn. RAINER KFZ, die Keimzelle des Unternehmens, ist auch heute noch das bekannteste Gesicht der Gruppe. Maximilian führt den Be

reich modern und markenorientiert, hat das Geschäft digitalisiert und um Marken wie Vespa und Piaggio erweitert. Der 360°-Service für jedes Fahrzeug ist ihm ein Anliegen. In Zeiträumen denken Maximilian Lemberger geht es wie der ganzen Familie um solide Ent wicklung statt forcierter Expansion – besonders im Hinblick auf die Nach wuchsförderung. Über 500 Lehrlinge wurden schon ausgebildet, die meis ten übernommen. Die Belegschaft ist vielfältig – Menschen aus mehr als zwei Dutzend Nationen arbeiten in den Betrieben. Viele von ihnen sind seit Jahrzehnten im Haus. Diese Lo yalität, sagen alle, sei das Fundament, auf dem das Unternehmen steht. Und aktuell? Treibt die Familie mehrere Projekte voran – von der Entwicklung des RAINER Sicherheitszentrums in Wien Favoriten über neue Wohnpro jekte bis zu Hotelbauten in Budapest. Immer mit dem gleichen Ziel: steti ges, nachhaltiges Wachstum. „Wir unterschreiben manchmal Dinge, bei denen ich lachen muss – wenn das ausläuft, bin ich 101!“, sagt Gab

riela Lemberger. Sohn Maximilian ergänzt: „Wir wollen solide arbeiten, Kapital in der RAINER Gruppe hal ten und Verantwortung übernehmen – für das Unternehmen und für die Menschen, die davon leben.“ n

FACTS Mobilität & mehr. Die RAINER Gruppe wurde 1959 in der Rainergasse in Wien gegründet und star tete zunächst als Kraft fahrzeughandel. Im Laufe der Jahrzehnte diversifi zierte sich das Unterneh men u. a. in die Bereiche Immobilien und Hotellerie. Über 50 Firmen gibt es unter dem weit aufge spannten RAINER-Schirm. Der Konzern ist in Öster reich, Deutschland und Ungarn tätig. Aktuelles Großprojekt: der Bau des RAINER Sicherheitszent rums in Wien Favoriten.

Loyalität entsteht nicht durch Verträge, sondern durch Vertrauen. Wer bei uns arbeitet, weiß: Wir zählen aufeinander.

Burkhard Ernst Geschäftsführer RAINER Gruppe

FOTO:S: ALEX FELTEN

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OBERÖSTERREICH TOP FAMILIEN BETRIEB

v.l.n.r: Peter, Regina und Peter Augendopler jun.

Wir sind weltweit in 129 Ländern mit einer Vielzahl von

Produkten vertreten. Peter AUGENDOPLER Eigentümer

„FAMILIE KORNSPITZ“

backaldrin

Man kennt backaldrin vor allem durch die Erfindung des bekannten „Korngebäcks“. Der Firmengründer, Peter Augendopler, wird daher gerne als Mister „Kornspitz“ bezeichnet. Wir sehen uns die Erfolgsgeschichte der „Familie Kornspitz“ näher an.

TEXT: WERNER CHRISTL

FOTO: BACKALDRIN, PETER CHRISTIAN MAYR

BUSINESS

ZAHLEN 350 Mitarbeiter sind allein am Standort Asten be schäftigt. 129 Länder werden mit Produkten von backaldrin beliefert.

16 Niederlassungen hat backaldrin weltweit.

240 Millionen Umsatz er wirtschaftet der Hersteller.

Gründer Peter Augendopler: Die Geschäftsführung haben Generaldirektor Harald Deller, Martin Mayr und Wolfgang Mayer inne.

74 Ländern. Seit einiger Zeit sogar in Angola! Der Vorteil eines Familienun ternehmens liegt für die Gründerfami lie auf der Hand. „Wir denken langfris tig. Auch wie wir in 15 oder 20 Jahren aufgestellt sein werden. Die Bereiche werden bei uns aber von Mitarbeitern abgedeckt. Man kann nicht alles in ei ner Familie können. Deswegen ist für mich immer wichtig gewesen, dass wir ein familienfremdes Management ha ben“, erklärt Peter Augendopler. n

B egonnen hat alles vor über 60 Jahren. Alois und Juliana Au gendopler eröffneten damals die Firma „aldrin Backgrundstoffe“. Sohn Peter Augendopler war auch schon dabei. Heute ist backaldrin ein absolu ter Big Player im Backzutatengeschäft. In 129 Ländern weltweit ist man mit Backrohstoffen vertreten. Jordanien, Südafrika oder Russland, die Liste ist endlos. Der Umsatz liegt bei 240 Milli onen Euro! Niederlassungen gibt es in 16 Ländern. backaldrin liefert an Bäcker und Konditoren sogenannte Backroh stoffe. Das sind – vereinfacht ausge drückt – Vormischungen, mit denen der jeweilige Bäcker spezielle Brot- und Gebäcksorten herstellen kann. „Ich gehe davon aus, dass es in Österreich viel leicht 20 Betriebe gibt, die keine Back grundstoffe von uns kaufen“, so der Eigentümer. Diese Vormischungen können nicht nur für Brot und Gebäck verwendet werden, es gibt auch spezi elle Produkte für Konditoreien. So bie tet backaldrin auch eine Vormischung für eine Sachertorte an. Den generellen Marktanteil in Österreich schätzt Au gendopler auf 60 bis 65 Prozent. Kornspitz als Gamechanger? Die Erfindung des Kornspitzes 1984 war für backaldrin ein wirtschaftlicher

Volltreffer. Peter Augendopler erinnert sich an den Start des Kornspitzes: „Mir war beim ersten Biss schon klar, dass dieses Gebäck geschmacklich etwas Einzigartiges ist. Trotzdem war ich überrascht, dass plötzlich alle den Kornspitz wollten.“ Woher hat der Kornspitz seinen Namen? „Meine Mutter meinte, dass er aussieht wie ein Spitz und in der nächsten Sekunde sagte ich, Kornspitz!“, so Augendopler weiter. Heute gibt es den Kornspitz in

Die „backaldrin-Zentrale“ befindet sich in Asten bei Linz. Im Vordergrund ist das PANEUM – Wunderkammer des Brotes zu sehen. Ein öffentlich zugängli ches Museum, das 9.000 Jahre Brot- und Menschheitsgeschichte zeigt.

FOTOS: PETER CHRISTIAN MAYR, BACKALDRIN

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GEFAHR FÜR DAS FUNDAMENT UNSERER WIRTSCHAFT Familienbetriebe Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – die Familienbetriebe – geben Alarm. Die Rahmenbedingungen in unserem Land werden immer schlechter. Die „Initiative Österreich 2040“ will diesen Negativtrend stoppen und unser aller Wirtschaft wieder stärken.

FOTO: WELLE: -STRIZH-/ISTOCK/GETTY IMAGES

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tellen Sie sich vor, die Re publik Österreich wäre ein Mensch. Wie würde er ausse

um die rasche Gewinnmaximierung, sondern sie denken in Generationen. Stille Großmacht Familienbetriebe sind eine stille „Großmacht“ ohne Lobby. Dafür sind die meisten zu klein (99,7 Prozent aller marktorientierten Unternehmen sind KMU unter 250 Mitarbeiter) und wer den nicht gehört. Große Konzerne sind lauter und können drohen, etwa mit Abwanderung. Familienbetriebe kön nen das nicht. Sie sind fest verankert und fühlen sich Österreich verpflich tet. Wenn sie schwächer werden, so schwächt das den gesamten Organis mus Österreich. Wenn sie aussterben, droht der Republik ein Multiorganver sagen. Die Alarmsignale sind bereits unübersehbar: Viele Betriebe kämpfen um ihr Überleben und die Gefahr ei ner massiven Pleitewelle ist groß.

Druck auf die Politik Doch es ist Rettung in Sicht. Die über parteiliche „Initiative Österreich 2040“ ist die Interessenvertretung all jener Familienbetriebe, die Österreich am Leben und am Laufen halten. Sie will den Organismus wieder fit machen, Herz und Rückgrat wieder stärken und Österreich bis 2040 wieder an die Spitze zurückbringen. Die Initiative wird von Familienbetrieben selbst getragen und von der Weekend Verlagsgruppe medi al unterstützt. Ziel ist es, mehr als 1.000 solcher Unternehmen zu vereinen, um bei der Politik rasch für bessere wirt schaftliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Nur wenn jetzt Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Politik gemeinsam an einem Strang ziehen, kann der wirt schaftliche Standort Österreich wieder erfolgreich werden und eine massive Arbeitslosigkeit verhindert werden.

hen? Er wäre so massiv übergewichtig, dass er kaum noch stehen könnte. Die letzten Jahre hat er sich von Schul den nach dem Motto „Koste es, was es wolle“ fett gefressen. Dabei hat er seine wichtigsten Organe, sein Herz und sein Rückgrat, massiv beschädigt. Organe, die diese Last hauptsächlich tragen müssen. Diese Organe sind die familien- und eigentümergeführten Unternehmen in diesem Lande. Sie sichern rund zwei Drittel aller Jobs in der marktorientierten Wirtschaft. Dazu sind sie die größten Unterstützer von Sportklubs, Vereinen, Feuerwehren und die Nummer-eins-Spender für soziale Zwecke. Sie kennen ihre Mitarbeiter beim Namen und geben ihnen Identi tät sowie Sicherheit. Es geht ihnen nicht

Die drei zentralen Forderungen an die Politik:

1 Ende der Life- style-Teilzeit Österreich ist eine Teilzeit republik. Nur in den Nie derlanden wird noch we niger Vollzeit gearbeitet. Das schadet dem Standort und treibt den Fachkräfte mangel an. Die Initiative Österreich 2040 fordert daher: Wer weder Kinder noch Pflegefälle betreut bzw. nicht studiert und freiwillig in Teilzeit arbeitet – und damit auch weniger in das Sozialversicherungs system einzahlt –, muss durch Selbstbehalte mehr beitragen.

2 Recht auf Mehrarbeit Viele leistungsbereite Ar beitnehmer oder Pensio nisten werden für ihre Be reitschaft, mehr oder länger zu arbeiten, heutzutage be straft. Durch eine steuerli che Flat Tax von nur 10 Pro zent soll Mehrarbeit (mehr Stunden oder mehr Jahre) attraktiver werden. Das ver bessert die Wettbewerbsfä higkeit des Landes und die finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen. Damit wird Leistung wieder belohnt und automatisch bleibt mehr Geld im Börserl.

3 Steuer auf Chinapakete So manches Schnäppchen bei Temu, Shein und Co. kommt uns teuer zu ste hen. Der massive Leerstand in den Städten ist für diese Entwicklung ein stiller Zeu ge. Die täglich 30.000 Pakete aus Fernost schaden unserer Wirtschaft und manchmal auch Leib und Leben. Wäh rend unsere Produkte hohe Qualitätsmaßstäbe erfüllen müssen, wird das bei man chen Dumpingwaren unter wandert. Höhere Steuern sollen dem Billigimport einen Riegel vorschieben.

Das sind die ersten drei For derungen, um Österreichs Wirtschaft wieder fit zu ma chen. Über die Entwicklung werden wir Sie laufend in formieren. Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at

FOTO: ISTOCK.COM/ -STRIZH

WEEKEND BUSINESS | 27

BURGENLAND TOP FAMILIEN BETRIEB

Strobl GmbH Spricht man von handwerklicher Präzision, kommt man am südburgenländischen Traditionsunternehmen aus Deutsch Kalten brunn nicht vorbei. Ob Neubau, Renovierung oder Reparatur – seit 25 Jahren steht die Strobl GmbH für höchste Qualität und Kundennähe. MEHR ALS NUR HOLZBAU

TEXT: MANFRED VASIK

FOTOS: ANDI BRUCKNER

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BUSINESS

Gründung 2000 FAKTEN

über 60 Mitarbeiter: innen

4x Holzbaupreis Burgenland (2012, 2016, 2020, 2024) Burgenlands bestes Familienunternehmen (2023) Mehrfacher Burgenland-­ Gewinner bei „Austria’s Leading Companies“

Die Strobl GmbH in Deutsch Kaltenbrunn vertraut auf ein starkes Team aus über 60 hochqualifizierten Mitarbeiter:innen.

der Einstieg von Nina Strobl in den väterlichen Betrieb. Nicht nur im Controlling und im Marketing hält sie Rudolf Strobl den Rücken frei, als Co-Geschäftsführerin ist sie Garantin für die Beibehaltung des eingeschlagenen Wegs. Dieser Weg zeichnet sich durch hohe Qualitäts ansprüche an die eigenen Produkte und Dienstleistungen sowie durch hohe Flexibilität am Markt aus. „Wir verbinden Handwerkstradition mit moderner Baukunst und sind breit genug aufgestellt, um jederzeit auf Marktschwankungen zu reagieren und unsere Schwerpunkte verla gern zu können. Das bedeutet für uns einen entscheidenden Wettbe werbsvorteil“, erläutert Rudolf Strobl. Voraussetzung dafür: Neben dem er fahrenen Team auch der moderns te Fuhr- und Maschinenpark des Burgenlands, der erst heuer wieder erweitert wurde. Von der computer gesteuerten CNC-Abbundanlage bis zur vollautomatisierten Spenglerei läuft alles hocheffizient. Selten also war ein Firmenslogan treffender: „Wenn‘s ums Bauen geht, hol’z den Strobl!“ n

W enn Rudolf Strobl über sein Unternehmen spricht, merkt man ihm sofort die Leiden schaft an, mit der er den burgenlän dischen Vorzeigebetrieb gemeinsam mit seiner Tochter Nina führt. Vor 25 Jahren übernahm der gelernte Zim mermeister eine insolvente Firma und von Beginn weg stellten sich der Erfolg und stetiges Wachstum ein. Heute beschäftigt die Strobl GmbH über 60 hochqualifizierte Mitarbei ter:innen auf einem Areal von rund 20.000 Quadratmetern und hat sich in den Sparten Holzbau, Spenglerei und Dachdeckerei längst über die Grenzen des Burgenlands hinaus einen Namen gemacht. Rudolf Strobl hat dabei aber niemals seine Wurzeln vergessen und setzt auf die Nähe zu seinen Kunden sowie auf echte Handschlagqualität. Jede Aufgabe wird mit absoluter Präzision und Sorgfalt ausgeführt – egal ob Kleinstauftrag oder Großprojekt. Pfeiler des Erfolgs Gründe für den nachhaltigen Auf stieg der Strobl GmbH gibt es viele, ein ganz wesentlicher war definitiv

Wir sind breit genug aufgestellt, um jederzeit auf Marktschwan kungen zu reagieren und unsere Schwer punkte verlagern zu können.

Rudolf Strobl Gründer und Eigentümer Strobl GmbH

FOTOS: ANDI BRUCKNER

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SALZBURG TOP FAMILIEN BETRIEB

FILMREIFE GESCHICHTE

Degn Film Schon als Kind war Susi Degn ständig am Filmset dabei und schaute den Eltern über die Schulter. Nach Stationen beim ORF und Red Bull Media House führt sie die Produktionsfirma mit frischem Blick, Erfahrung und Leidenschaft.

TEXT: SANDRA EDER

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BUSINESS

FACTS Degn-Film. Die Film- und TV-Agentur mit Sitz in Salz burg und Wien wurde 1974 gegründet und zählt zu den größten privaten Filmprodu zenten Österreichs. Das Port folio reicht von Dokus über Entertainment-Formate bis hin zu Imagefilmen für ORF, ServusTV und namhafte Wirt schaftskunden. Über 2000 produzierte TV-Minuten wurden 2024 ausgestrahlt.

Zum 50-jährigen Firmenjubiläum übernahm Tochter Susi die Geschäfts führung von Mucky Degn. Zuvor sammelte die 44-Jährige wertvolle Medien kompetenz und war u.a. als Redakteurin für ORF und ServusTV tätig.

A

Kind.“ Bei regelmäßigen Frühstücks dates tauschen sich die beiden aus. Ob sie sich immer einig sind? „Nein, definitiv nicht. Es kann ganz schön krachen. Aber wir diskutieren im mer respektvoll“, grinst die Tochter. Wer mit den Degn-Frauen am Tisch sitzt, spürt die gegenseitige Wert schätzung. Susi schwärmt von der Erfahrung und der Vorbildwirkung ihrer Mutter. Mucky lobt den Ehr geiz und das wirtschaftliche Denken ihrer Nachfolgerin. Einer von vielen Punkten, in denen sich die Frauen unterscheiden. „Ich habe immer aus dem Bauch entschieden“, so Mucky. Starke Geschichten In ihrer Passion sind sich die zwei aber einig: Sie lieben es, Geschichten über Menschen zu erzählen und den Zuschauern Formate zu bieten, die Emotionen wecken und unterhalten. „Das ersetzt keine KI“, ist Susi Degn überzeugt. Dennoch hat sie eine „Taskforce“ ins Leben gerufen, die sich laufend mit neuen Entwicklun gen und Apps auseinandersetzt. Die 44-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, sich, vor allem aber das Unternehmen, mutig weiterzuentwickeln. Ihr wich tigstes Learning aus dem ersten Jahr als Geschäftsführerin? „Ich darf mir selbst Zeit geben.“ Ihre Mutter schrieb schließlich auch 50 Jahre an ihrer eige nen Erfolgsgeschichte ... n

in der heimischen Medienlandschaft Fußstapfen, die zugegebenermaßen schwer auszufüllen sind. Von Frau zu Frau Umso wichtiger war es für Susanne Degn eigene Wege zu gehen, be vor sie das Familienunternehmen im Vorjahr übernahm. „Ich hatte ehrlich gesagt keine Erwartungen, aber Respekt davor. Heute kann ich sagen: Ich liebe die Aufgabe.“ Was vorrangig daran liegt, dass Mucky – wie Susi ihre Mutter im berufli chen Kontext nennt – zwar jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht, die Entscheidungskraft hat sie aber an die nächste Generation weitergege ben. „Ich habe immer gesagt: Wenn ich übergebe, dann zu 100 Prozent und mit vollstem Vertrauen in mein Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben ohne Medien gestaltung erinnern. Ich liebe diesen Beruf.

ls erfolgreiche Produzentin nen für TV-Sender wie Ser vusTV und ORF erzählen

Mucky und Susanne Degn für ge wöhnlich Geschichten über spannen de Persönlichkeiten und ihre Erfolge. Doch kaum jemand weiß, dass ihre eigene Geschichte mindestens ebenso filmreif ist – und alles bereithält, was ein spannendes Drehbuch braucht. Starke Charaktere, Liebe, Action, un vorhersehbare Wendungen und ein Happy End mit dem erfolgreichen Generationenwechsel zum 50-jährigen Firmenjubiläum. Aber starten wir die Geschichte am Anfang, im Jahr 1974. Die junge Skilehrerin Mucky wird als Double für einen Ski-Film engagiert und verliebt sich am Set in den Ka meramann Günter Degn. Als kurz vor seiner USA-Reise der Ton- und Kameraassistent erkrankt, springt die Salzburgerin kurzerhand ein. Der Anfang einer erfolgreichen Karriere als Quereinsteigerin. Und als weibli cher Pionier in der Branche. „Es hat genug Kameraleute gegeben, die es dezidiert abgelehnt haben, mit einer Frau zu arbeiten“, erinnert sich Mar got „Mucky“ Degn zurück. Mit Fleiß, Mut und Innovationsgeist erarbeitete sie sich über die Jahre Respekt und Anerkennung. Fünf Jahrzehnte lang baute sie Degn-Film zu einer der größ ten und erfolgreichsten Produktions firmen Österreichs auf und hinterlässt

Susanne Degn Geschäftsführerin Degn Film

FOTOS: WILDBILD/GÜNTER FREUND, QIMIQ HANDELS GMBH

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TOPGOLF WIEN – SPASS BEI JEDEM WETTER Draußen grau, drinnen wow! Bei Topgolf Wien in Brunn am Gebirge bleibt es selbst bei Regen, kühleren Temperaturen oder sogar bei Schneefall angenehm warm – jede der 102 Bays ist wettergeschützt und mit mehreren Heizstrahlern ausgestattet.

ANZEIGE FOTOS: MICHAEL BAXTER, KELLY

Wenn’s draußen frisch wird, läuft bei uns das volle Erlebnisprogramm. 32 | WEEKEND BUSINESS

A uf 30.000 m² warten drei Eta gen voller Action, gutem Essen und Feelgood-Vibes: zwei Bars, drei großzügige Terrassen, ein riesiger 34 m² Megascreen über zwei Etagen für Live-Sport – von Fußball über Formel 1 bis NFL und viele weitere Highlights. Hightech-Bälle Dank der Mikrochip-Bälle wird jeder Schlag getrackt, in Echtzeit ausge wertet und in coole Spiele übersetzt. Egal ob Nicht-Golfer oder Golfer – bei uns zählt vor allem eines: das gemeinsame Erlebnis mit Freunden, Familie oder Kollegen. Wählt euer Lieblingsspiel aus, bestellt Drinks und Snacks direkt in die Bay und genießt den Moment. Egal ob pri vater Besuch, Firmenevent oder Weihnachtsfeier – bei uns spielt das Wetter keine Rolle. Für Unternehmen bieten wir außerdem Seminarräume in verschiedenen Größen, ideal für Meetings, Workshops oder Präsen tationen. Kombiniert produktives

Arbeiten mit gemeinsamer Action. Auf der Speisekarte stehen amerika nische Klassiker wie saftige Burger oder knusprige Chicken Wings, ge nauso wie österreichische Lieblings gerichte wie Schinkenfleckerl oder Backhendlsalat. Öffnungszeiten Geöffnet ist täglich ab 10 Uhr bis spät in die Nacht, schon ab 5 € pro Stunde und Person (bei 6 Personen pro Bay). n

Topgolf Wien Wienerstraße 196 2345 Brunn am Gebirge täglich geöffnet, das ganze Jahr über

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WEEKEND BUSINESS | 33

Mehr als 23.000 Studierende auf Abruf mit WeJobbr

WENN FLEXIBILITÄT ZUR ARBEITSKULTUR WIRD On-Demand Personal Ob im Handel, in der Gastronomie, in der Produktion oder im sozialen Bereich – Unternehmen aller Branchen stehen heute vor derselben Herausfor derung: Wie kann ich bei kurzfristigem Personalbedarf schnell und verlässlich reagieren?

Jobbr Aushilfen für verschiedenste Tä tigkeiten buchen – vom Verkauf über Logistik bis hin zu Events, Gastrono mie, IT-Support oder Pflegeeinrichtun gen. Das intelligente Matching-System

D ie Antwort darauf heißt We Jobbr. Das österreichische Start-up hat eine Plattform geschaffen, die Unternehmen in Echtzeit mit passenden Aushilfskräf ten verbindet – vollautomatisiert, KI-unterstützt und ohne adminis- trativen Aufwand. Über 23.000 re gistrierte Studierende stehen öster reichweit bereit, um innerhalb we niger Stunden einspringen zu kön nen. Bereits über 200 Unternehmen aus Handel, Gastronomie, Produk tion, IT und dem sozialen Bereich vertrauen heute auf WeJobbr.

verbindet die richtigen Studierenden mit den passenden Unternehmen und berücksichtigt dabei Standort, Qualifi kationen und Verfügbarkeit. WeJobbr macht es möglich, auf Veränderungen am Arbeitsmarkt unmittelbar zu re agieren – digital, unkompliziert und nachhaltig. So wird aus Flexibilität ein klarer Wettbewerbsvorteil für Unter nehmen und eine neue Perspektive für Studierende. n

Wir schaffen Lösungen, mit denen Unterneh men handlungsfähig bleiben und Studieren de faire, flexible Job- möglichkeiten finden.

WeJobbr GmbH Kaiserstraße 66 1070 Wien

On-Demand-Staffing neu gedacht

Tel.: 0678 7810706 office@wejobbr.com www.wejobbr.com

Was früher Tage dauerte, funktioniert heute in Stunden: Mit nur wenigen Klicks können Unternehmen über We

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THE CONTEMPORARY SOUL

Das Mercedes-Benz SUV-Special: Der stilbewusste Performer.

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GLC

INSIDE THE EXTRAORDINARY

BUSINESS

STEIERMARK TOP FAMILIEN BETRIEB

GENUSS AUS ÜBERZEUGUNG

Das Genussgut Krispel hat sich vom kleinen steirischen Buschenschank zur erlebbaren Manufaktur entwickelt. Bio-Landwirtschaft, die Wiederentdeckung des Wollschweins und präzise Weißweine haben eine Marke geformt, die regional verwurzelt und international gefragt ist. Genussgut Krispel

TEXT: PATRICK DEUTSCH

FOTO: BERND GROSSECK

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BUSINESS

in kühler Morgen im stei rischen Vulkanland. Über den sanften Hügeln hängt

E

feiner Nebel, aus dem das Dach des Genussguts Krispel auftaucht. Hier, in Straden, hat alles klein begonnen: mit einem Buschenschank, einer Hand voll Schweine und 0,2 Hektar Reben. 1989 übernahm Vater Toni Krispel den Hof. Er war gelernter Schlosser, ohne landwirtschaftliche Ausbildung, aber mit dem Willen, etwas Eigenes aufzu bauen. „Er wollte etwas produzieren, das man angreifen kann“, erzählt Sohn Stefan, der den Betrieb heute gemein sam mit seiner Frau Julia führt. Familiäres Fundament Gemeinsam mit seiner Frau Daniela legte Toni Krispel den Grundstein für das, was später zur Marke werden soll te. Schritt für Schritt wuchs der Betrieb. 1993 entstand der Buschenschank mit Zimmern. Die Gastronomie wurde zum Herzstück des Hauses und prägt bis heute als „Genusstheater“ den Hof. Als Stefan 2007 einstieg, zählte der Be trieb drei Mitarbeiter und kaum mehr als zehn Hektar Weinanbaufläche. Doch der Sohn hatte größere Pläne und wollte etwas verändern. „Entweder ihr lasst mich machen oder ich gehe“, sagte er damals. Die Eltern waren skeptisch, doch Stefan setzte sich durch. Der Betrieb begann zu wachsen, nach der Übernahme 2015, teils mit beeindru ckender Geschwindigkeit. Genussphilosophie Heute ist das Genussgut Krispel weit über die Grenzen der Steiermark hinaus

Julia und Stefan Krispel führen das Genussgut im steirischen Vulkanland mit Herz und Weitblick.

bekannt. Neunzig Prozent der Weine werden außerhalb der Region verkauft, und dennoch bleibt das Ziel, die Men schen dorthin zurückzubringen, wo alles begann. „Das greifbare Weingut ist unser Markenkern“, sagt Krispel. Ein Grund, warum das Genussgut als Erlebnismanufaktur geführt wird und Besuchern einen Blick hinter die Kulis sen erlaubt. Nachhaltig & zukunftsfit Diese Haltung prägt auch die Arbeit am Hof. Der Betrieb ist heute vollständig biologisch zertifiziert und arbeitet in einem Kreislauf aus Landwirtschaft, Weinbau und Tierhaltung. Schweine mist, Trester und Vulkanlandkohle werden zu wertvollem Humus ver

arbeitet, um den Böden etwas zu rückzugeben. „Gerade im Weinbau können wir nicht 30 Jahre lang etwas runterschneiden und dann erwarten, dass der Boden in 40 Jahren in einem guten Zustand ist“, sagt Krispel. Der Boden gilt als wichtigster Partner. Was er hergibt, bestimmt die Qualität der Produkte. Innovation aus dem Bauch Neue Produkte entstehen selten am Reißbrett. Vieles, wie etwa der alko holfreie Wein, folgt dem Bauchgefühl. „Wir machen, was uns schmeckt“, sagt Julia Krispel. Innovation und Regionalität schließen sich nicht aus, sie wachsen aus derselben Haltung: neu gierig sein, aber verwurzelt bleiben. Für Stefan Krispel existiert aber auch ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt. „Wir sind als Winzer natür lich ein bisschen gefesselt“, sagt er. „Wir haben kein hippes Produkt. Man kann innovativ, aber nie zeitgeistig sein.“ Die Weingärten, auf denen alles aufbaut, stehen seit Jahrzehnten an ihrem Platz. „Wir sind in der Tradition gefangen, wollen uns aber modern präsentieren und neue Wege finden, ohne die Wur zeln zu verleugnen“. n

Genuss bedeutet für mich Erinnerun gen: Momente mit Freunden, gutem Essen und einem Glas Wein. Es sind diese Augenblicke, in denen alles passt, die bleiben und uns zeigen, was Lebensfreude wirklich ist.

Stefan Krispel erklärt, was Genuss für ihn bedeutet.

FOTO: BERND GROSSECK

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