Business Steiermark 2025 KW26

250 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten österreichische Space-Tech-Firmen letztes Jahr.

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selbstversorgende Stadt auf dem Mars schon in 20 Jahren vorstellen. Gernot Grömer bremst die Euphorie: „Von einer Landung mit Menschen, die noch dazu fast selbstversorgt auf dem Roten Pla neten leben können, sind wir noch weit entfernt.“ Und Grömer sollte es wissen, denn er ist schon jetzt Experte bezüglich einer potenziellen Zukunft am Mars. In den vergangenen Jahren hat der Astrophysiker zahlreiche sogenannte Analogmissionen durchgeführt. Bei diesen wird das Umfeld auf dem Mars in verschiedenen Extremlandschaften simuliert. 2012 machte man eine Höh lenexpedition in den Dachstein-Höhlen und drei Jahre später beim Kaunerta ler Gletscher. Vergangenes Jahr quälten sich sechs Analog-Astronauten in Mars anzug-Prototypen des ÖWF durch das Gebirge Armeniens. Wenn eines Tages die ersten Menschen zum Mars aufbre chen, werden sie wohl Know-how aus Österreich im Gepäck haben. n

(SPÖ) kündigte an, den österreichischen Anteil für die nächsten drei Jahre von 260 Mio. Euro auf bis zu 320 Mio. Euro zu erhöhen. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten hinkt Österreich damit trotzdem hinterher. Nichtsdestotrotz: Die österreichischen Technologien sind essenziell für die ESA-Trägerraketen. So liefert TTTech aus Wien unter anderem Elektronikkomponenten, die einen aus fallsicheren Datentransfer sicherstellen. Die große Stärke des Produkts von TT Tech liegt darin, dass verschiedene Ar ten von Daten mit hoher Geschwindig keit ausfallsicher über ein gemeinsames Netzwerk übertragen werden können. Dadurch werden weniger Kabel benö tigt und die Komplexität des Systems wird reduziert. „Im Weltraum zählen bekanntlich jedes Gramm und jeder Zentimeter“, so Fidi. Ebenfalls Teil des Ariane-Projekts ist das Waldviert ler Unternehmen Test-Fuchs. Seit den 1980er Jahren liefert es Komponenten

für die Raketen der ESA. Für Ariane 6 ist der Betrieb aus Groß-Siegharts der drittgrößte Zulieferer, der Ventile und Spulen für Elektromagnetventile her stellt. „Österreich per se hat vielleicht nicht den Ruf der Raumfahrt-Nation“, weiß Christoph Schimmel, Zuständiger für Raumfahrt-Themen bei Test-Fuchs, „die österreichischen Raumfahrt-Unter nehmen gelten aber als ‚Hidden Cham pions‘ in ihren Fachgebieten.“ Österreichische Marsianer Nach Science-Fiction klingt derzeit noch die Besiedelung des Weltalls. Elon Musk könnte sich jedoch eine

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