Business Burgenland/Niederösterreich 2025 KW44
BURGENLAND/NÖ | AUSGABE 3/2025
BUSINESS
DAS MAGAZIN ÜBER FAMILIENBETRIEBE
HOLZ RUDOLF & NINA STROBL 25 Jahre Bau- Kompetenz aus dem Burgenland MEHR ALS
WEM GEHÖREN DIE BÖRSEN Mächtige Finanznetze am Aktienmarkt
WIR SIND WELTMEISTER Österreich als Land der Weltmarktführer
ELEKTRISCHER FUHRPARK Das sind die Vorteile für Unternehmen
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BUSINESS
EDITORIAL
Die über 150.000 heimischen Familienunternehmen liefern regionale Identität, Stabilität, Innovationskraft sowie Beschäftigung im ganzen Land.
Markus Koller, MSc Geschäftsführender Gesellschafter Weekend Burgenland/NÖ
Mag. Manfred Vasik Geschäftsführender Gesellschafter Weekend Burgenland/NÖ
BESTÄNDIG UND KRAFTVOLL ÖSTERREICH VORANBRINGEN
Liebe Leserinnen und Leser!
M ut, Einfallsreichtum, Flexibilität, Handlungsstärke und Weitblick – nur wer diese Eigenschaften mit bringt, kann in politisch wie wirtschaftlich unsicheren Zeiten bestehen. Es gibt in Österreich auch zahlreiche Vorbil der, die als Best-Practice-Beispiele vorangehen! Einige dieser heimischen Top-Unternehmen stellen wir in dieser Ausgabe „Weekend Business“ vor. In Generationen denken. Familienunternehmen bringen die idealen Voraussetzungen dafür mit und sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – beständig und von enormer Kraft. Sie liefern nicht nur regionale Identität, sondern auch Stabilität, Innovationskraft und Beschäftigung im ganzen Land. Sie denken in Generationen, treffen Entscheidungen mit Blick auf langfristige Verantwortung und verbinden Tra dition mit moderner Unternehmensführung. Strategien beleuchten. Dieses Magazin widmet sich jenen Unternehmerinnen und Unternehmern, die mit Kraft und Bodenhaftung den Wirtschaftsstandort Österreich mitgestal ten. Es beleuchtet ihre Strategien, ihre Herausforderungen – und ihre Geschichten, die zeigen, dass Erfolg am nachhal tigsten wächst, wenn er familiäre Wurzeln hat. In diesem Sinne wünschen wir viel Vergnügen mit der vorliegenden Ausgabe des „Weekend Business“!
FOTOS: WEEKEND
WEEKEND BUSINESS | 3
INHALT
Global vernetzt. Heimische Firmen als Weltmarktführer. 12
Finanzmarkt. Wie Börsen funktionieren und welche Macht sie haben. 06
Digitalisierung. Auf der Höhe der technischen Zeit zu bleiben, ist absolut überlebenswichtig. 38
Steuersparender Fuhrpark. Diese finanziellen Anreize sprechen für E-Fahrzeuge. 48
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Tradition & Zukunft. Familienunternehmen aus ganz Österreich im Porträt.
IMPRESSUM Medieninhaber: Weekend Magazin Burgenland GmbH, Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel.: +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel.: +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Redaktion Tirol: Brun ecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Redaktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, E-Mail: s.dueringer@weekend.at. Redaktion Wien/Niederösterreich: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel.: +43 50 6964-2100, E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Steiermark: Elisabeth straße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel. +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsführung Burgenland: Markus Koller, MSc, Mag. Manfred Vasik. Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Radin print d.o.o., 10431 Sveta Nedelja, Kroatien. Im redaktionellen Teil stehende entgelt liche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feed back unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n
COVERFOTOS: TITELBILD: ANDI BRUCKNER, LAND DER WELTMARKTFÜHRER: ISTOCK.COM/ SOMCHAISOM, BÖRSEN: ISTOCK.COM/ CHAKISATELIER, FUHRPARK: ISTOCK.COM/RALF HAHN FOTOS: BMW: HERSTELLER, DIGITALISIERUNG: ISTOCK.COM/METAMORWORKS, OBEN: ISTOCK.COM/ SOMCHAISOM, BÖRSEN: ISTOCK.COM/ CHAKISATELIER
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BUSINESS
BÖRSEN MONOPOLY Handelsplätze New York, London, Frankfurt, Paris: Aus exklusiven Clubs entstanden globalisierte Netzwerke. Ihr Geschäft umfasst nicht nur den Handel mit Aktien, sondern zunehmend auch den Handel mit Daten.
TEXT: KLAUS SCHOBESBERGER
FOTO: ISTOCK.COM/CHAKISATELIER
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nicht durchsetzbar – auch Österreich stellt sich quer. So soll wenigstens der Zusammenschluss der wichtigsten Börsenplätze forciert werden, um Kräfte zu bündeln und die Attrakti vität Europas für Börsen-Newcomer zu steigern. Gute Geschäfte der Betreiber Innerhalb der letzten 25 Jahre haben sich Börsen von exklusiven Clubs zu riesigen Playern und Konglomeraten entwickelt. Sie nutzen die monopol- artigen Netzwerkeffekte, für die Big Tech bekannt ist, und sie haben ihre Geschäftsmodelle kontinuierlich ausgeweitet. Börsen verdienen nicht nur an jeder Transaktion und erhe ben Listing-Gebühren bei erstma liger Notierung (Börsengang/IPO), sondern expandieren ins Ausland, verkaufen Echtzeit-Marktdaten oder erhalten Gelder für die Nutzung ih rer Handelsplattformen sowie ihrer Clearing- und Abwicklungssysteme. Allein die Softwarelösungen der Technologiebörse Nasdaq werden an mehr als 100 anderen Börsen in 50 Ländern eingesetzt. Das europä ische Gegenstück ist das Handels system Xetra der Deutschen Börse AG, das auch an der Wiener Börse zum Einsatz kommt. Nicht zufällig ist Microsoft viertgrößter Aktionär der London Stock Exchange Group. Der US-Software-Gigant hat mit der Eigentümerin der Londoner Börse einen Vertrag für Cloudlösungen und Datenanalysen abgeschlossen. Das Geschäft mit Daten spielt auch eine immer wichtigere Rolle bei der Chicago Mercantile Exchange (kurz: CME), eine der größten Deri vate- und Rohstoffbörsen der Welt. Die Gruppe, die 2010 die „Dow- Jones-Indizes“ kaufte, macht 12 Pro zent ihres Umsatzes mit Marktdaten. Bei der Intercontinental Exchange, der börsennotierten Eigentümerin der New York Stock Exchange (NYSE) sind es sogar 45 Prozent. Indikator für den Erfolg einer Bör
Die Softwarelösungen von Nasdaq kommen an mehr als 100 Börsen weltweit zum Einsatz.
D ie Meldung kam fast unbemerkt über den Finanzticker: An ei nem heißen Tag im Juli gab Euronext bekannt, die Börse Athen übernehmen zu wol len. Kaufpreis: bis zu 400 Millionen Euro. Aktionäre haben noch bis 17. November Zeit, dem freiwilligen Übernahmeangebot zuzustimmen – und abzucashen. Die griechische Wertpapierbörse im Schatten der Ak ropolis würde dann gemeinsam mit den sieben Handelsplätzen Amster dam, Paris, Brüssel, Dublin, Lissa bon, Mailand und Oslo unter dem Dach von Euronext vereint sein. Der europäische Börsenverbund, neben der Deutschen Börse AG und der London Stock Exchange (kurz: LSE) einer der drei Big Player in Europa, hat ambitionierte Pläne: Unter seiner Ägide soll der alte Kontinent wieder verlorenes Terrain gut machen. Etwa die Hälfte des globalen Wertpapier markts wird von den Amerikanern und ihrem bedeutenden Tech-Sektor dominiert. Klingenden Namen wie Apple, Alphabet (Google), Microsoft, Amazon oder Nvidia hat Europa kaum etwas entgegenzusetzen. Von den 100 wertvollsten börsennotierten Firmen weltweit stammen 62 aus den
USA. Der Anteil europäischer Un ternehmen sank von 41 im Jahr 2000 auf 18 im Jahr 2024. Ein Grund: Der Kapitalmarkt funktioniert in Übersee viel besser. Europäische Wachstums stars finden auf dem zersplitterten und unterentwickelten EU-Kapital markt keine Geldgeber – und pilgern wie der schwedische Musikstrea mingdienst Spotify 2018 an die New Yorker Börse, um frisches Geld von Investoren einzusammeln. Die lang diskutierte „Kapitalmarktunion“ wäre eine schlagkräftige Antwort, ist aber unter den EU 27 politisch
Für uns Fonds manager ist das nicht so relevant, wer die Eigentümer der Bör sen sind. Wir wollen einfach die Aktien liquide handeln mit geringen Kosten.
Alois Wögerbauer GF 3 Banken-Generali Invest
FOTO: ISTOCK.COM/LUCKY-PHOTOGRAPHER, PORTRAIT: 3BG
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BUSINESS
se, aber auch für jenen einer Volkswirtschaft, sind An zahl und Größe der Börsengänge. Bis zu 100 sollen es heuer allein in Hongkong werden – das als Sonderver waltungszone im Gegensatz zum chinesischen Festland offen für ausländische Privatanleger ist. 14 Milliarden Dollar wurden mit Neuemissionen im ersten Halbjahr eingesammelt, achtmal mehr als 2024. Seit Mai notiert zum Beispiel CATL, der weltgrößte Hersteller von Auto batterien, in Hongkong. Die Aktie kann damit auch von österreichischen Anlegern gekauft werden. Die Hong Kong Exchanges and Clearing Limited (kurz: HKEX) ist selbst seit 2000 börsennotiert und gehört zu den wert vollsten Unternehmen in ganz Asien. Chancen für Anleger Börsen zu betreiben ist inzwischen also selbst zu einem lukrativen Geschäftsmodell geworden, von dem auch Anleger profitieren können. Allein der Aktienkurs der LSE Group erreichte in den letzten 25 Jahren einen Wert zuwachs von 1.206,7 Prozent und übertrifft damit den FTSE 100, den wichtigsten Index der Londoner Börse. „Es ist tatsächlich viel zu wenig bekannt, dass man auch in die Aktien der Börsenbetreiber investieren kann; viele sind langjährige echte Erfolgsstorys. Das liegt an den
„WIR SIND EIN HOCH INTERNA TIONALISIERTES HAUS“
Der Börsenver bund Euronext will die Börse Athen überneh men. Ist so ein Szenario auch für die Wiener Börse denkbar?
Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Börsengruppe Wien und Prag
Christoph Boschan: Strategische Zukunftsoptionen werden in allen Dimensionen regelmäßig mit den Eigen tümern diskutiert. Was ich sagen kann: Die Wiener Börse ist bereits heute in ein sehr internationales Netzwerk eingebunden. Die Prager Börse ist Teil unserer Gruppe und wir stellen darüber hinaus den Börsen in Laibach, Budapest und Zagreb unsere Handelsinfrastruktur zur Verfügung und konsolidieren elf Märkte auf unserer Dateninfrastruktur. In jenem Bereich, in dem Größe zählt – nämlich Handelstechnologie – setzen wir konse quent auf weltweit führende Partner wie die Euronext, die Deutsche Börse oder die Nasdaq. Derzeit haben wir die Deutsche Börse als Partner. Wie haben sich die Geschäfte der Wiener Börse seit ihrer Privatisierung vor 25 Jahren entwi ckelt? Boschan: Wir sind heute ein hoch internationalisiertes Haus. Während früher ein Großteil der Umsätze im Inland erwirtschaftet wurde, stammen heute rund 85 % unserer Handelsumsätze aus dem Ausland, generiert durch global tätige Institute wie Morgan Stanley, J.P. Morgan oder Goldman Sachs. Diese Entwicklung zeigt klar unseren Weg: Internationalisierung. Wir wollen die beste Bühne für österreichische Unternehmen bieten – und das nicht nur im heimischen Umfeld, sondern im weltweiten Börsenrampenlicht. Daneben setzen wir auch auf Diversifizierung. Aktienhandel und Listings sind nicht die einzigen wichtigen Umsatztreiber. Auch Da tenvertrieb, IT-Services und ein starkes Wertpapier-Ver wahrgeschäft zählen heute dazu. n
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FOTO: WIENER BÖRSE/DANIEL HINTERRAMSKOGLER
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Rekord: Die Börse Hongkong zählt heuer mehr als 100 Börsengänge.
Einfluss auf deren Betrieb als auch wirtschaftliche Vorteile, wie etwa Zugang zu Handelsprivilegien. Sonderfall Wiener Börse Inzwischen gilt das Börsen-Mono poly: Fressen oder gefressen wer den. Einen Sonderstatus nimmt die Wiener Börse ein. Sie gehört zu etwa je zur Hälfte börsennotier ten österreichischen Unternehmen
wie OMV oder Verbund und hei mischen Banken wie Erste Group oder Raiffeisen Bank International. „Die Wiener Börse ist bereits heute in ein sehr internationales Netz werk eingebunden“, sagt Wiener Börse-Chef Christoph Boschan im Interview. Die Prager Börse ist Teil des Unternehmens, darüber hinaus stellt Wien den Börsen in Laibach, Budapest und Zagreb ihre Handels- infrastruktur zur Verfügung. Wien gilt auch als ein idealer Hub für In vestitionen in die Wachstumsregion Zentral- und Osteuropa. „Ich denke, dass sich auch für die Wiener Börsen auf Sicht die Frage stellen wird, ob man in einem Verbund nicht besser aufgehoben wäre. Für uns Fondsma nager ist das alles nicht so relevant. Wir wollen einfach die Aktien liqui de handeln mit geringen Kosten – egal wer die Eigentümer der Börse sind“, sagt Alois Wögerbauer. n
immer weiter steigenden Handelsvo lumina, es liegt aber vor allem auch daran, dass die Börsenunternehmen auch große Datenanbieter sind; wir kennen das aus dem eigenen Haus. Alle Indexdetails, die man verwen den will, sind zu kaufen – und die Lizenzgebühren sind für die An bieter recht attraktiv“, erklärt Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken-Generali Investment-Gm bH und einer der profiliertesten Fondsmanager des Landes. Vor der Jahrtausendwende waren die Akti onäre eines Börsenplatzes oft auch die Anteilseigner der Börse selbst. Viele Börsen, wie etwa die New York Stock Exchange (NYSE) oder die Frankfurter Wertpapierbörse, wurden ursprünglich als Mitglieder organisationen gegründet. Die Mit glieder – oft Banken, Brokerhäuser oder Händler – besaßen Anteile an der Börse und hatten damit sowohl
14 Milliarden Dollar sammelte die Börse Hongkong im 1. Halbjahr 2025 durch Neu- emissionen ein.
FOTO: HKEX
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BUSINESS
LAND DER WELTMARKT FÜHRER Sie sind kaum bekannt, aber weltweit gefragt. Österreichs Hidden Champions sichern Jobs und Wohlstand. Sie sind die stillen Helden der Wirtschaft. HIDDEN CHAMPIONS
TEXT: PATRICK DEUTSCH
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BEISPIELE WIEN:
GoStudent. Onlinenachhilfe Frequentis. Kommunikations systeme für die Flugsicherung Wienerberger. Ziegel und -wandsysteme NIEDERÖSTERREICH: Umdasch Group. Schalung und Gerüste Koenig & Bauer. Druck- maschinen für Banknoten Test-Fuchs. Prüfanlagen für Luft- und Raumfahrt BURGENLAND: Lumitech. Gesundheits- fördernde Beleuchtung Isosport Verbundbauteile. Kunststoffverbundmaterialien für Ski und Snowboards STEIERMARK: Binder+Co. Glassortierung und Siebtechnik Komptech. Abfallrecycling und Aufbereitung von Biomasse Pewag. Schneeketten KÄRNTEN: Hirsch. Lederuhrbänder Konrad Forsttechnik. Holzerntemaschinen für extreme Steilhänge SALZBURG: Palfinger. Lkw-Knickarmkrane Meissl Open-Air Solutions. Schirm- und Schirmbar- lösungen Skidata. Parkraum- management, Zutrittsysteme TIROL: Riedel Glas. Qualitäts-(Wein-)Gläser Kompass Karten. Wanderkarten Med-El. Cochlea-Implantate OBERÖSTERREICH: Rosenbauer. Spezialfeuerwehrfahrzeuge Teufelberger. Schiffstaue BWT. Hochreines Wasser für die Pharmaindustrie VORARLBERG: Apla. PET-Flaschen
der Fachwelt kaum bekannt sind. Sie erwirtschaften überdurchschnittlich hohe Exportquoten, investieren stark in Forschung und tragen wesentlich zur Stabilität des Standorts bei. Laut einer Studie der Industriellenvereini gung entfallen fast 60 Prozent aller Ex porte Österreichs auf mittelständische Unternehmen. Gemeinsam sichern sie rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze im Land. Forschung als Schlüssel Die Innovationsquote österreichischer Hidden Champions liegt bei rund 4,5 Prozent des Umsatzes, deutlich über dem Durchschnitt aller Unternehmen. Viele pflegen enge Kooperationen mit Fachhochschulen und Universitä
sterreich zählt zu den Län dern mit der höchsten Dich te an sogenannten Hidden
Ö
Champions weltweit. Diese oft fami liengeführten Unternehmen agieren in klar definierten Nischen, beliefern glo bale Märkte und sichern zehntausende Arbeitsplätze. Hinter der Fassade mit telständischer Betriebe stehen vielfach Weltmarktführer, die im Ausland be kannter sind als in der Heimat. Nach Schätzungen von Wirtschaftsforschern gibt es in Österreich rund 180 bis 200 solcher Unternehmen. Rückgrat der Wirtschaft Hidden Champions sind jene Betrie be, die in ihrer Branche zu den Top drei der Welt zählen, aber außerhalb
Walser Gruppe. Textile Autoausstattung und Autoaccessoires
FOTO: ISTOCK.COM/ SOMCHAISOM
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Die Doppelmayr Gruppe mit Hauptsitz in Wolfurt (Vorarlberg) ist Welt markt- und Innovations führer im Bereich Seilbahnen.
ten. Laut einer Studie der Wirtschafts universität Wien sehen 78 Prozent der befragten Betriebe die Nähe zu For schungsnetzwerken als entscheidenden Standortvorteil. Besonders wichtig sind Fachkräfte mit technischer Ausbildung, die in Österreich überdurchschnittlich stark vertreten sind. Bedeutung für den Standort Hidden Champions stabilisieren die Wirtschaft in Krisenzeiten und gelten als verlässliche Arbeitgeber in struk turschwachen Regionen. Sie investie ren langfristig und schaffen hochwer tige Arbeitsplätze. Ökonomische Ana lysen zeigen, dass jeder in Österreich investierte Euro in diesem Segment eine volkswirtschaftliche Wertschöp fung von bis zu 1,8 Euro erzeugt. Ihre Präsenz trägt somit wesentlich zur re gionalen Entwicklung bei.
bewerbsdruck konfrontiert. Digitalisie rung, Fachkräftemangel und steigende Energiepreise zählen zu den größten Herausforderungen. Viele Unterneh men reagieren mit gezielter Automa tisierung und neuen Ausbildungspro grammen. Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, fordern sie verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine stärkere Anerkennung ihrer Rolle im öffentlichen Bewusstsein. Exportnation mit Zukunft Hidden Champions sind eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft. Ihre Spezialisierung, Innovationskraft und hohe Exportorientierung machen sie zu zentralen Treibern von Produk tivität und Wachstum. Sie stärken die regionale Wirtschaft, sichern Know how im Land und erhöhen die Sicht barkeit österreichischer Technologie und Qualität. Damit sind Hidden Champions ein wesentlicher Faktor für die langfristige Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Exportnation Österreich. n
FACTS n Rund 200 Hidden Cham pions mit Weltmarktfüh rerschaft n 60 % aller Exporte stam men aus mittelständi schen Unternehmen
n 1,1 Mio. Arbeitsplätze in diesem Segment
n Exportquote: durch schnittlich über 85 %
n Innovationsquote: 4,5 % des Umsatzes
n Beispiele: Doppelmayr (Seilbahnen), AVL List (Antriebssysteme), Plansee (Werkstoffe), Fronius (Schweißtech nik), Lisec (Spezialglas), Hawle (Ventile)
Herausforderungen der Zukunft
Trotz ihrer Stärke sehen sich Hidden Champions mit zunehmendem Wett
FOTO: DOPPELMAYR GRUPPE
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Rosenbauer vertraut auf die Digitalisierung mit Magenta. DA FÜR DIE, DIE ALLES GEBEN.
FACTS VERBUND und Holcim bringen Sonnenenergie nach Mannersdorf. Die Sonnenenergie, die auf der Freifläche für das Holcim-Zementwerk am Standort Mannersdorf seit Sommer erzeugt wird, ist für den größten Baustoff produzenten der Welt ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zur Versorgung mit Energie aus nachhalti gen Energiequellen.
Bis zu 19,30 GWh Sonnenstrom werden bei Holcim künftig pro Jahr erzeugt. Die Anlage wurde mit besonderem Augenmerk auf Naturschutz geplant.
SONNENKRAFT IM ZEMENTWERK
Vorzeigebetrieb Österreichs größtes Zementwerk setzt auf Sonnenenergie: Bei Holcim in Mannersdorf hat VERBUND eine Photovoltaik-Anlage mit 15,44 MWp errichtet und in Betrieb genommen. Der Natur- und Artenschutz spielte dabei eine wichtige Rolle.
GWh Sonnenenergie pro Jahr erzeugt. Die Anlage besteht aus 22.204 Modu len auf einer verbauten Fläche von ca. 17 Hektar und spart damit rund 1.100 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich ein. Damit können künftig rund 15 Pro zent des gesamten Energiebedarfs des Produktionsstandorts durch eigene Sonnenenergie gedeckt werden. Die Zusammenarbeit mit VERBUND als strategischem Partner ist ein zentraler Baustein auf dem Weg des Werks in Richtung 100 Prozent erneuerbarer Energieversorgung bis 2030. Nachhaltige Planung Die Umsetzung des Projekts zeichne te sich durch besondere Schutz- und Integrationsmaßnahmen aus. Diese beeinflussten den Zeitplan, führten aber zu einer nachhaltigen Lösung: Das Anlagendesign wurde natur- und artenschutzfreundlich ausgelegt, mit
A ls weltweit führender Anbie ter innovativer und nachhal tiger Baulösungen treibt Holcim die grüne Transformation der Bauwirtschaft voran. Mit Nachhaltig keit als Kern der Strategie verfolgt Holcim das Ziel, ein „Net Zero“-Un ternehmen zu werden und die Le bensqualität in Städten und Regionen durch intelligente Infrastruktur und Kreislaufwirtschaft zu verbessern. Das Zementwerk in Mannersdorf am Leithagebirge ist seit 130 Jahren ein internationaler Vorzeigebetrieb für Zementproduktion, Nachhaltigkeit und Recycling und setzt diesen Weg nun konsequent fort: Die Photovol taik-Anlage mit einer Leistung von 15,44 MWp ist seit Sommer 2025 im Vollbetrieb. VERBUND übernahm die Planung, Errichtung und Installation sowie den laufenden Betrieb der neu en PV-Anlage, die künftig bis zu 19,30
speziellen Zugängen für Kleintiere, hamsterfreundlich gestalteten rekul tivierten Flächen sowie Maßnahmen zur Förderung bodenbrütender Vögel. Eine nachgewiesene Feldhamsterpo pulation in unmittelbarer Nachbar schaft zur PV-Fläche wurde bei allen Planungsschritten berücksichtigt. Ergänzend wurden Sichtschutzpflan zungen angelegt. Diese besonderen Anforderungen haben zusätzliche Ab stimmungen und Bauzeiten erfordert, zeigen aber zugleich, wie technische Modernisierung und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Mit der Inbetriebnahme setzt das Hol cim-Werk Mannersdorf einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zu noch mehr Kreislaufwirtschaft, Ressource neffizienz und Klimaschutz. n
ANZEIGE FOTO: VERBUND
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ÖSTERREICHS TOP FAMILIEN BETRIEBE
FOTO: ANDREYPOPOV/ISTOCK.COM
BUSINESS
BURGENLAND TOP FAMILIEN BETRIEB
Strobl GmbH Spricht man von handwerklicher Präzision, kommt man am südburgenländischen Traditionsunternehmen aus Deutsch Kaltenbrunn nicht vorbei. Ob Neubau, Renovierung oder Reparatur – seit 25 Jahren steht die Strobl GmbH für höchste Qualität und Kundennähe. Firmengründer Zimmermeister Rudolf Strobl und Tochter Nina können dabei auf ein kompetentes und erfahrenes Team aus über 60 Mitarbeiter:innen vertrauen, das in jedes Projekt viel Herzblut und Fachwissen steckt. Nicht umsonst heißt es bis weit über die Bundeslandgrenzen hinaus: „Wenn’s ums Bauen geht, hol’z den Strobl!“ HAND IN HAND MIT DEN KUNDEN
TEXT: MANFRED VASIK
Die Strobl GmbH in Deutsch Kaltenbrunn vertraut auf ein starkes Team.
FOTO: ANDI BRUCKNER
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Hochqualifizierte Mitarbeiter aus der Region, hohe Ansprü che an die eigenen Leistungen, ein hochmoderner Maschi nenpark und echte Handschlagqualität – damit schaffen wir Vertrauen bei unseren Kunden.
Zimmermeister Rudolf Strobl Gründer und Geschäftsführer Strobl GmbH
FOTO: ANDI BRUCKNER
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BUSINESS
ZUR PERSON
Nina Strobl Nach ihrem Studium war der Einstieg in die Fir ma ihres Vaters nicht direkt geplant, aber als Nina Strobl immer öfter in das Unternehmen hi neinschnupperte, war ihre Entscheidung schnell getroffen – die sie bis heute nicht bereut hat.
Rudolf Strobl Als Firmengründer und Eigentümer ist der ge lernte Zimmermeister trotz des Erfolgs immer bodenständig geblieben. Ein schlagkräftiges Team, modernste Technik und große Flexibilität zählen zu seinen Erfolgsfaktoren.
W enn Rudolf Strobl über sein Unternehmen spricht, merkt man ihm sofort die Leidenschaft an, mit der er den burgenländischen Vorzeigebetrieb gemeinsam mit seiner Tochter Nina führt. Alles begann vor 25 Jahren, als der gelernte Zimmermeister auf Rat und mit Unterstützung seines dama ligen und auch heutigen Steuerbera
niemals seine Wurzeln vergessen und setzt auf die Nähe zu seinen Kunden sowie auf echte Handschlagqualität. Jede Aufgabe wird mit absoluter Prä zision und Sorgfalt ausgeführt – egal ob Kleinstauftrag oder Großprojekt. Dass diese Philosophie langfristig Früchte trägt, zeigte sich vor Kur zem bei der großen Jubiläumsfeier und zwar eindrücklich. 1.500 Gäste ließen es sich nicht nehmen, dem Familienunternehmen die Ehre zu
ters eine insolvente Firma übernahm. Von Beginn weg stellte sich der Er folg ein und das Wachstum nahm stetig seinen Lauf. Heute beschäftigt die Strobl GmbH über 60 hochquali fizierte Mitarbeiter:innen auf einem Areal von rund 20.000 Quadratme tern und hat sich in den Sparten Holzbau, Spenglerei und Dachde ckerei längst über die Grenzen des Burgenlands hinaus einen Namen gemacht. Rudolf Strobl hat dabei aber
Gründung 2000 FAKTEN
über 60 Mitarbeiter: innen
4x Holzbaupreis Burgenland (2012, 2016, 2020, 2024) Burgenlands bestes Familienunternehmen (2023) Mehrfacher Burgenland- Gewinner bei „Austria’s Leading Companies“
Die Strobl GmbH verfügt in der Branche über den modernsten Fuhr- und Maschinenpark im Burgenland.
FOTOS: ANDI BRUCKNER
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BUSINESS
Wir sind breit genug aufgestellt, um jederzeit auf Marktschwankungen zu reagieren und unsere Schwerpunkte verlagern zu können.
Zimmermeister Rudolf Strobl Gründer und Geschäftsführer Strobl GmbH
25 Jahre dauert die Erfolgsgeschichte der Strobl GmbH bereits an. Rudolf und Nina Strobl wissen, dass dieser Erfolg nur gemeinsam mit ihrem engagierten und hochkompetenten Team möglich ist. Beide setzen auf ein gutes Betriebsklima, kurze Entscheidungswege und Flexibilität – eben ein Familienunternehmen, wie man es sich vorstellt.
verbinden Handwerkstradition mit moderner Baukunst und sind breit genug aufgestellt, um jederzeit auf Marktschwankungen zu reagieren und unsere Schwerpunkte verla gern zu können. Das bedeutet für uns einen entscheidenden Wettbe werbsvorteil“, erläutert Rudolf Strobl. Voraussetzung dafür: Neben dem er fahrenen Team auch der moderns te Fuhr- und Maschinenpark des Burgenlands, der erst heuer wieder erweitert wurde. Von der computer gesteuerten CNC-Abbundanlage bis zur vollautomatisierten Spenglerei läuft alles hocheffizient und am letz ten Stand der Technik. Selten also war ein Firmenslogan treffender: „Wenn‘s ums Bauen geht, hol’z den Strobl!“ n
erweisen. Belohnt wurden sie mit einem rauschenden Fest samt tollem Programm, zu dem auch die Hits der „Edlseer“ ihren Teil beitrugen. Pfeiler des Erfolgs Gründe für den nachhaltigen Auf stieg der Strobl GmbH gibt es viele, ein ganz wesentlicher war definitiv der Einstieg von Nina Strobl in den väterlichen Betrieb. Nicht nur im Controlling und im Marketing hält sie Rudolf Strobl den Rücken frei, als Co-Geschäftsführerin ist sie Garantin für die Beibehaltung des eingeschlagenen Wegs. Dieser Weg zeichnet sich durch hohe Qualitäts ansprüche an die eigenen Produkte und Dienstleistungen und durch hohe Flexibilität am Markt aus. „Wir
Trotz unseres stetigen Wachstums ist es uns weiterhin extrem wichtig, hier, direkt in unserer Region, stark vertreten zu sein. Da spielt das Auftrags volumen eine unter geordnete Rolle.
Nina Strobl, BSc (WU) MA Geschäftsführerin Strobl GmbH
FOTOS: ANDI BRUCKNER
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WIEN TOP FAMILIEN BETRIEB
DAS GELD MUSS ARBEITEN
TEXT: ANDREA SCHRÖDER
Familie Lemberger & Ernst
Niemand heißt hier Rainer. Und der Mazda-Verkauf ist längst nur mehr ein Standbein von vielen: RAINER KFZ ist heute mit der RAINER Gruppe breit aufgestellt. Die Führung des Unternehmens bleibt aber Familiensache.
Gabriela Lemberger, Geschäftsführerin der RAINER Gruppe
Stephanie Ernst Geschäftsführerin
Burkhard Ludwig Ernst, Gründer
FOTO: ALEX FELTEN
Burkhard Ernst, Geschäftsführer der RAINER Gruppe
Maximilian Lemberger, Geschäftsführer
BUSINESS
ZAHLEN Ca. 400 Mitarbeiter ge hören zum Unternehmen. Ca. 2.000 Wohnungen sind aktuell im Besitz der Familie Ernst & Lemberger. Ca. 1.235 Zimmer vertei len sich auf 10 Hotels der RAINER Gruppe. Ca. 100 Millionen Euro Umsatz werden jährlich erzielt.
Eingespieltes Team: Burkhard Ernst, sein Neffe Maximilian Lemberger und das Oberhaupt der Familie, Burkhard Ludwig Ernst.
J eden Vormittag um zehn trifft sich die Familie Ernst-Lem berger zum Jour fixe. Kein Palaver, kein Protokoll – ein Tisch, fünf Stimmen, eine Regel: „Wer Nein sagt, hat recht.“ Das Vetorecht ist das Sicher heitsgeländer der RAINER Gruppe, die 1959 in der Rainergasse startete und heute Mobilität, Immobilien, Hotels und Filmproduktion umfasst. Gründer Burkhard Ludwig Ernst (94) steht seit
1959 für Aufbruch und Diversifizie rung. Gemeinsam mit seiner verstor benen Frau Inge schuf er ein Kon- glomerat aus rund 50 Gesellschaften – stets mit Blick auf Zukunft und Be stand. Gabriela Lemberger leitet die Finanzen sowie die Hotelsparte mit Häusern in Wien, München, Berlin und Wels. Ihr Fokus gilt außerdem Organi sation und Personal. Ihr Credo: Arbeits zeiten müssen sich nach Lebenssitua tionen richten, nicht umgekehrt. Jeder hat seinen Bereich Ihr Bruder Burkhard Ernst repräsen tiert die kreative Seite der Familie. Als Filmproduzent („Tatort“, „So haben wir dich nicht erzogen“) verbindet er wirtschaftliches Denken mit kul turellem Anspruch. „Jeder kann, kei ner muss,“ lautet seine Antwort auf die Frage, welche Familienmitglieder künftig in den Betrieb einsteigen. Fast 60 Jahre jünger als ihr Großvater ist Stephanie Ernst (37), verantwortlich für Immobilien. „Sanieren statt spe kulieren“ lautet ihr Grundsatz: Nach haltigkeit statt kurzfristigem Gewinn. Den Autohandel führt Maximilian Lemberger, Gabrielas Sohn. Er digi talisierte das Geschäft, erweiterte es um Vespa und Piaggio und setzte für die Kunden auf 360°-Service.
Loyalität als Fundament Über 500 Lehrlinge wurden bereits aus gebildet, viele übernommen. Mitarbeiter aus mehr als zwei Dutzend Nationen sind teils seit Jahrzehnten im Haus. Neue Projekte, vom RAINER Sicher heitszentrum in Wien-Favoriten bis zu Hotelbauten in Budapest, folgen dem Familien-Leitspruch: „Solide arbeiten, Kapital in der RAINER Gruppe halten und Verantwortung übernehmen.“ n
FACTS Mobilität & mehr. Die RAINER Gruppe wurde 1959 in der Rainergasse in Wien gegründet und star tete zunächst als Kraft fahrzeughandel. Im Laufe der Jahrzehnte diversifi zierte sich das Unterneh men. u. a. in die Bereiche Immobilien und Hotellerie. Der Konzern ist in Öster reich, Deutschland und Ungarn tätig. Aktuelles Großprojekt: der Bau des RAINER Sicherheitszent rums in Wien Favoriten.
Gabriela Lemberger und ihre Nichte Stephanie Ernst: Jede hat ihren Bereich – und ein Vetorecht.
FOTOS: ALEX FELTEN
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OBERÖSTERREICH TOP FAMILIEN BETRIEB
v.l.n.r: Peter, Regina und Peter Augendopler jun.
Wir sind weltweit in 129 Ländern mit einer Vielzahl von
Produkten vertreten. Peter AUGENDOPLER Eigentümer
„FAMILIE KORNSPITZ“
backaldrin
Man kennt backaldrin vor allem durch die Erfindung des bekannten „Korngebäcks“. Der Firmengründer, Peter Augendopler, wird daher gerne als Mister „Kornspitz“ bezeichnet. Wir sehen uns die Erfolgsgeschichte der „Familie Kornspitz“ näher an.
TEXT: WERNER CHRISTL
FOTO: BACKALDRIN, PETER CHRISTIAN MAYR
BUSINESS
ZAHLEN 350 Mitarbeiter sind allein am Standort Asten be schäftigt. 129 Länder werden mit Produkten von backaldrin beliefert.
16 Niederlassungen hat backaldrin weltweit.
240 Millionen Umsatz er wirtschaftet der Hersteller.
Gründer Peter Augendopler: Die Geschäftsführung haben Generaldirektor Harald Deller, Martin Mayr und Wolfgang Mayer inne.
74 Ländern. Seit einiger Zeit sogar in Angola! Der Vorteil eines Familienun ternehmens liegt für die Gründerfami lie auf der Hand. „Wir denken langfris tig. Auch wie wir in 15 oder 20 Jahren aufgestellt sein werden. Die Bereiche werden bei uns aber von Mitarbeitern abgedeckt. Man kann nicht alles in ei ner Familie können. Deswegen ist für mich immer wichtig gewesen, dass wir ein familienfremdes Management ha ben“, erklärt Peter Augendopler. n
B egonnen hat alles vor über 60 Jahren. Alois und Juliana Au gendopler eröffneten damals die Firma „aldrin Backgrundstoffe“. Sohn Peter Augendopler war auch schon dabei. Heute ist backaldrin ein absolu ter Big Player im Backzutatengeschäft. In 129 Ländern weltweit ist man mit Backrohstoffen vertreten. Jordanien, Südafrika oder Russland, die Liste ist endlos. Der Umsatz liegt bei 240 Milli onen Euro! Niederlassungen gibt es in 16 Ländern. backaldrin liefert an Bäcker und Konditoren sogenannte Backroh stoffe. Das sind – vereinfacht ausge drückt – Vormischungen, mit denen der jeweilige Bäcker spezielle Brot- und Gebäcksorten herstellen kann. „Ich gehe davon aus, dass es in Österreich viel leicht 20 Betriebe gibt, die keine Back grundstoffe von uns kaufen“, so der Eigentümer. Diese Vormischungen können nicht nur für Brot und Gebäck verwendet werden, es gibt auch spezi elle Produkte für Konditoreien. So bie tet backaldrin auch eine Vormischung für eine Sachertorte an. Den generellen Marktanteil in Österreich schätzt Au gendopler auf 60 bis 65 Prozent. Kornspitz als Gamechanger? Die Erfindung des Kornspitzes 1984 war für backaldrin ein wirtschaftlicher
Volltreffer. Peter Augendopler erinnert sich an den Start des Kornspitzes: „Mir war beim ersten Biss schon klar, dass dieses Gebäck geschmacklich etwas Einzigartiges ist. Trotzdem war ich überrascht, dass plötzlich alle den Kornspitz wollten.“ Woher hat der Kornspitz seinen Namen? „Meine Mutter meinte, dass er aussieht wie ein Spitz und in der nächsten Sekunde sagte ich, Kornspitz!“, so Augendopler weiter. Heute gibt es den Kornspitz in
Die „backaldrin-Zentrale“ befindet sich in Asten bei Linz. Im Vordergrund ist das PANEUM – Wunderkammer des Brotes zu sehen. Ein öffentlich zugängli ches Museum, das 9.000 Jahre Brot- und Menschheitsgeschichte zeigt.
FOTOS: PETER CHRISTIAN MAYR, BACKALDRIN
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GEFAHR FÜR DAS FUNDAMENT UNSERER WIRTSCHAFT Familienbetriebe Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft – die Familienbetriebe – geben Alarm. Die Rahmenbedingungen in unserem Land werden immer schlechter. Die „Initiative Österreich 2040“ will diesen Negativtrend stoppen und unser aller Wirtschaft wieder stärken.
FOTO: WELLE: -STRIZH-/ISTOCK/GETTY IMAGES
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tellen Sie sich vor, die Re publik Österreich wäre ein Mensch. Wie würde er ausse
um die rasche Gewinnmaximierung, sondern sie denken in Generationen. Stille Großmacht Familienbetriebe sind eine stille „Großmacht“ ohne Lobby. Dafür sind die meisten zu klein (99,7 Prozent aller marktorientierten Unternehmen sind KMU unter 250 Mitarbeiter) und wer den nicht gehört. Große Konzerne sind lauter und können drohen, etwa mit Abwanderung. Familienbetriebe kön nen das nicht. Sie sind fest verankert und fühlen sich Österreich verpflich tet. Wenn sie schwächer werden, so schwächt das den gesamten Organis mus Österreich. Wenn sie aussterben, droht der Republik ein Multiorganver sagen. Die Alarmsignale sind bereits unübersehbar: Viele Betriebe kämpfen um ihr Überleben und die Gefahr ei ner massiven Pleitewelle ist groß.
Druck auf die Politik Doch es ist Rettung in Sicht. Die über parteiliche „Initiative Österreich 2040“ ist die Interessenvertretung all jener Familienbetriebe, die Österreich am Leben und am Laufen halten. Sie will den Organismus wieder fit machen, Herz und Rückgrat wieder stärken und Österreich bis 2040 wieder an die Spitze zurückbringen. Die Initiative wird von Familienbetrieben selbst getragen und von der Weekend Verlagsgruppe medi al unterstützt. Ziel ist es, mehr als 1.000 solcher Unternehmen zu vereinen, um bei der Politik rasch für bessere wirt schaftliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Nur wenn jetzt Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Politik gemeinsam an einem Strang ziehen, kann der wirt schaftliche Standort Österreich wieder erfolgreich werden und eine massive Arbeitslosigkeit verhindert werden.
hen? Er wäre so massiv übergewichtig, dass er kaum noch stehen könnte. Die letzten Jahre hat er sich von Schul den nach dem Motto „Koste es, was es wolle“ fett gefressen. Dabei hat er seine wichtigsten Organe, sein Herz und sein Rückgrat, massiv beschädigt. Organe, die diese Last hauptsächlich tragen müssen. Diese Organe sind die familien- und eigentümergeführten Unternehmen in diesem Lande. Sie sichern rund zwei Drittel aller Jobs in der marktorientierten Wirtschaft. Dazu sind sie die größten Unterstützer von Sportklubs, Vereinen, Feuerwehren und die Nummer-eins-Spender für soziale Zwecke. Sie kennen ihre Mitarbeiter beim Namen und geben ihnen Identi tät sowie Sicherheit. Es geht ihnen nicht
Die drei zentralen Forderungen an die Politik:
1 Ende der Life- style-Teilzeit Österreich ist eine Teilzeit republik. Nur in den Nie derlanden wird noch we niger Vollzeit gearbeitet. Das schadet dem Standort und treibt den Fachkräfte mangel an. Die Initiative Österreich 2040 fordert daher: Wer weder Kinder noch Pflegefälle betreut bzw. nicht studiert und freiwillig in Teilzeit arbeitet – und damit auch weniger in das Sozialversicherungs system einzahlt –, muss durch Selbstbehalte mehr beitragen.
2 Recht auf Mehrarbeit Viele leistungsbereite Ar beitnehmer oder Pensio nisten werden für ihre Be reitschaft, mehr oder länger zu arbeiten, heutzutage be straft. Durch eine steuerli che Flat Tax von nur 10 Pro zent soll Mehrarbeit (mehr Stunden oder mehr Jahre) attraktiver werden. Das ver bessert die Wettbewerbsfä higkeit des Landes und die finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen. Damit wird Leistung wieder belohnt und automatisch bleibt mehr Geld im Börserl.
3 Steuer auf Chinapakete So manches Schnäppchen bei Temu, Shein und Co. kommt uns teuer zu ste hen. Der massive Leerstand in den Städten ist für diese Entwicklung ein stiller Zeu ge. Die täglich 30.000 Pakete aus Fernost schaden unserer Wirtschaft und manchmal auch Leib und Leben. Wäh rend unsere Produkte hohe Qualitätsmaßstäbe erfüllen müssen, wird das bei man chen Dumpingwaren unter wandert. Höhere Steuern sollen dem Billigimport einen Riegel vorschieben.
Das sind die ersten drei For derungen, um Österreichs Wirtschaft wieder fit zu ma chen. Über die Entwicklung werden wir Sie laufend in formieren. Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at
FOTO: ISTOCK.COM/ -STRIZH
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STEIERMARK TOP FAMILIEN BETRIEB
GENUSS AUS ÜBERZEUGUNG
Das Genussgut Krispel hat sich vom kleinen steirischen Buschenschank zur erlebbaren Manufaktur entwickelt. Bio-Landwirtschaft, die Wiederentdeckung des Wollschweins und präzise Weißweine haben eine Marke geformt, die regional verwurzelt und international gefragt ist. Genussgut Krispel
TEXT: PATRICK DEUTSCH
FOTO: BERND GROSSECK
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in kühler Morgen im steiri schen Vulkanland. Über den sanften Hügeln hängt feiner
E
Nebel, aus dem das Dach des Genuss guts Krispel auftaucht. Hier, in Straden, hat alles klein begonnen: mit einem Bu schenschank, einer Handvoll Schweine und 0,2 Hektar Reben. 1989 übernahm Vater Toni Krispel den Hof. Er war ge lernter Schlosser, ohne landwirtschaft liche Ausbildung, aber mit dem Willen, etwas Eigenes aufzubauen. „Er wollte etwas produzieren, das man angreifen kann“, erzählt Sohn Stefan, der den Be trieb heute gemeinsam mit seiner Frau Julia führt. Familiäres Fundament Gemeinsam mit seiner Frau Daniela legte Toni Krispel den Grundstein für das, was später zur Marke werden soll te. Schritt für Schritt wuchs der Betrieb. 1993 entstand der Buschenschank mit Zimmern. Die Gastronomie wurde zum Herzstück des Hauses und prägt bis heute als „Genusstheater“ den Hof. Als Stefan 2007 einstieg, zählte der Be trieb drei Mitarbeiter und kaum mehr als zehn Hektar Weinanbaufläche. Doch der Sohn hatte größere Pläne und wollte etwas verändern. „Entweder ihr lasst mich machen oder ich gehe“, sagte er damals. Die Eltern waren skeptisch, doch Stefan setzte sich durch. Der Betrieb begann zu wachsen, nach der Übernahme 2015, teils mit beeindru ckender Geschwindigkeit. Genussphilosophie Heute ist das Genussgut Krispel weit über die Grenzen der Steiermark hinaus
Julia und Stefan Krispel führen das Genussgut im steirischen Vulkanland mit Herz und Weitblick.
bekannt. Neunzig Prozent der Weine werden außerhalb der Region verkauft, und dennoch bleibt das Ziel, die Men schen dorthin zurückzubringen, wo alles begann. „Das greifbare Weingut ist unser Markenkern“, sagt Krispel. Ein Grund, warum das Genussgut als Erlebnismanufaktur geführt wird und Besuchern einen Blick hinter die Kulis sen erlaubt. Nachhaltig & zukunftsfit Diese Haltung prägt auch die Arbeit am Hof. Der Betrieb ist heute vollständig biologisch zertifiziert und arbeitet in einem Kreislauf aus Landwirtschaft, Weinbau und Tierhaltung. Schweine mist, Trester und Vulkanlandkohle werden zu wertvollem Humus verar
beitet, um den Böden etwas zurückzu geben. „Gerade im Weinbau können wir nicht 30 Jahre lang etwas runter schneiden und dann erwarten, dass der Boden in 40 Jahren in einem guten Zu stand ist“, sagt Krispel. Der Boden gilt als wichtigster Partner. Was er hergibt, bestimmt die Qualität der Produkte. Innovation aus dem Bauch Neue Produkte entstehen selten am Reißbrett. Vieles, wie etwa der alko holfreie Wein, folgt dem Bauchgefühl. „Wir machen, was uns schmeckt“, sagt Julia Krispel. Innovation und Regionalität schließen sich nicht aus, sie wachsen aus derselben Haltung: neugierig sein, aber verwurzelt blei ben. Für Stefan Krispel existiert aber auch ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt. „Wir sind als Winzer natürlich ein bisschen gefesselt“, sagt er. „Wir haben kein hippes Produkt. Man kann innovativ, aber nie zeitgeistig sein.“ Die Wein gärten, auf denen alles aufbaut, ste hen seit Jahrzehnten an ihrem Platz. „Wir sind in der Tradition gefangen, wollen uns aber modern präsentie ren und neue Wege finden, ohne die Wurzeln zu verleugnen“. n
Genuss bedeutet für mich Erinnerun gen: Momente mit Freunden, gutem Essen und einem Glas Wein. Es sind diese Augenblicke, in denen alles passt, die bleiben und uns zeigen, was Lebensfreude wirklich ist.
Stefan Krispel erklärt, was Genuss für ihn bedeutet.
FOTO: BERND GROSSECK
SALZBURG TOP FAMILIEN BETRIEB
FILMREIFE GESCHICHTE
Degn Film Schon als Kind war Susi Degn ständig am Filmset dabei und schaute den Eltern über die Schulter. Nach Stationen beim ORF und Red Bull Media House führt sie die Produktionsfirma mit frischem Blick, Erfahrung und Leidenschaft.
TEXT: SANDRA EDER
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FACTS Degn-Film. Die Film- und TV-Agentur mit Sitz in Salz burg und Wien wurde 1974 gegründet und zählt zu den größten privaten Filmprodu zenten Österreichs. Das Port folio reicht von Dokus über Entertainment-Formate bis hin zu Imagefilmen für ORF, ServusTV und namhafte Wirt schaftskunden. Über 2000 produzierte TV-Minuten wurden 2024 ausgestrahlt.
Zum 50-jährigen Firmenjubiläum übernahm Tochter Susi die Geschäfts führung von Mucky Degn. Zuvor sammelte die 44-Jährige wertvolle Medien kompetenz und war u.a. als Redakteurin für ORF und ServusTV tätig.
A
Kind.“ Bei regelmäßigen Frühstücks dates tauschen sich die beiden aus. Ob sie sich immer einig sind? „Nein, definitiv nicht. Es kann ganz schön krachen. Aber wir diskutieren im mer respektvoll“, grinst die Tochter. Wer mit den Degn-Frauen am Tisch sitzt, spürt die gegenseitige Wert schätzung. Susi schwärmt von der Erfahrung und der Vorbildwirkung ihrer Mutter. Mucky lobt den Ehr geiz und das wirtschaftliche Denken ihrer Nachfolgerin. Einer von vielen Punkten, in denen sich die Frauen unterscheiden. „Ich habe immer aus dem Bauch entschieden“, so Mucky. Starke Geschichten In ihrer Passion sind sich die zwei aber einig: Sie lieben es, Geschichten über Menschen zu erzählen und den Zuschauern Formate zu bieten, die Emotionen wecken und unterhalten. „Das ersetzt keine KI“, ist Susi Degn überzeugt. Dennoch hat sie eine „Taskforce“ ins Leben gerufen, die sich laufend mit neuen Entwicklun gen und Apps auseinandersetzt. Die 44-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, sich, vor allem aber das Unternehmen, mutig weiterzuentwickeln. Ihr wich tigstes Learning aus dem ersten Jahr als Geschäftsführerin? „Ich darf mir selbst Zeit geben.“ Ihre Mutter schrieb schließlich auch 50 Jahre an ihrer eige nen Erfolgsgeschichte ... n
in der heimischen Medienlandschaft Fußstapfen, die zugegebenermaßen schwer auszufüllen sind. Von Frau zu Frau Umso wichtiger war es für Susanne Degn eigene Wege zu gehen, be vor sie das Familienunternehmen im Vorjahr übernahm. „Ich hatte ehrlich gesagt keine Erwartungen, aber Respekt davor. Heute kann ich sagen: Ich liebe die Aufgabe.“ Was vorrangig daran liegt, dass Mucky – wie Susi ihre Mutter im berufli chen Kontext nennt – zwar jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht, die Entscheidungskraft hat sie aber an die nächste Generation weitergege ben. „Ich habe immer gesagt: Wenn ich übergebe, dann zu 100 Prozent und mit vollstem Vertrauen in mein Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben ohne Medien gestaltung erinnern. Ich liebe diesen Beruf.
ls erfolgreiche Produzentin nen für TV-Sender wie Ser vusTV und ORF erzählen
Mucky und Susanne Degn für ge wöhnlich Geschichten über spannen de Persönlichkeiten und ihre Erfolge. Doch kaum jemand weiß, dass ihre eigene Geschichte mindestens ebenso filmreif ist – und alles bereithält, was ein spannendes Drehbuch braucht. Starke Charaktere, Liebe, Action, un vorhersehbare Wendungen und ein Happy End mit dem erfolgreichen Generationenwechsel zum 50-jährigen Firmenjubiläum. Aber starten wir die Geschichte am Anfang, im Jahr 1974. Die junge Skilehrerin Mucky wird als Double für einen Ski-Film engagiert und verliebt sich am Set in den Ka meramann Günter Degn. Als kurz vor seiner USA-Reise der Ton- und Kameraassistent erkrankt, springt die Salzburgerin kurzerhand ein. Der Anfang einer erfolgreichen Karriere als Quereinsteigerin. Und als weibli cher Pionier in der Branche. „Es hat genug Kameraleute gegeben, die es dezidiert abgelehnt haben, mit einer Frau zu arbeiten“, erinnert sich Mar got „Mucky“ Degn zurück. Mit Fleiß, Mut und Innovationsgeist erarbeitete sie sich über die Jahre Respekt und Anerkennung. Fünf Jahrzehnte lang baute sie Degn-Film zu einer der größ ten und erfolgreichsten Produktions firmen Österreichs auf und hinterlässt
Susanne Degn Geschäftsführerin Degn Film
FOTOS: WILDBILD/GÜNTER FREUND, QIMIQ HANDELS GMBH
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ARZNEIMITTEL AUS WIEN FÜR EUROPA Innovativ Wenn Medikamente knapp werden, betrifft das uns alle. Genau hier setzt das Wiener Pharma-Startup Complex Pharmaceuticals an, das neue Maßstäbe für Qualität und Versorgungssicherheit in der Arzneimittelproduktion in Europa schaffen will.
Mit seinem Management denkt Christoph Reinwald die Pharmaproduktion neu, v.l.n.r.: Claudia Turetschek, Leiterin der Abteilungen Forschung und Entwicklung sowie Business Development, General Manager Christoph Reinwald und Pia Fischer-Windsteig, Leiterin der Abteilungen Qualitätsmanagement, Pharmakovigilanz und Medical Affairs.
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auf den Punkt: „Wir wollen die Men schen nicht nur mit Medikamenten versorgen, sondern einen essenziel len Wandel anstoßen.“
egründet 2024 in Wien von einem Team erfahrener Branchenexpert:innen, steht
nicht nur technisch auf dem neues ten Stand, sondern auch ein Symbol für das, was die Branche dringend braucht: Flexibilität, Versorgungs sicherheit und ein Umdenken. Die modulare Architektur der Anlage erlaubt sowohl kleine Forschungs chargen als auch große Serienpro duktionen. „Engpässe in der Me dikamentenversorgung betreffen
Complex Pharmaceuticals für ein neues Kapitel in der europäischen Arzneimittelproduktion. Statt auf Masse setzt das Unternehmen auf Agilität, Präzision und Verantwor tung. General Manager Christoph Reinwald bringt seinen Anspruch
Meilenstein für Österreich und Europa
Ein zentraler Meilenstein auf diesem Weg ist die neue Produktionsanla ge am Stadtrand von Wien. Sie ist
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