Weekend Karriere Salzburg 2025 KW45

SCHULE, LEHRE & KARRIERE

SO BLEIBEN SCHÜLER FOKUS IM

AUFMERKSAMKEITS-BOOSTER. Jugendliche lassen sich beim Lernen leicht ablenken. Mentaltrainer Martin Koller aus Salzburg erklärt, wie Konzentration gelingt. Von Yunus Emre Kurt

D as Gehirn von Jugendli chen befindet sich noch im Umbau. Der präf rontale Cortex – zu ständig für Planung, Impulskontrolle und Konzentrati on – ist noch nicht vollständig ent wickelt. „Das macht Jugendliche impulsiver und anfälliger für Ablen kungen“, erklärt Martin Koller, Men taltrainer aus Salzburg. Gleichzeitig spielt das Bedürfnis nach kurzfristiger Belohnung eine entscheidende Rolle: Li kes auf Social Media oder ein Level im Computerspiel setzen sofort Dopamin frei – und genau dieses Glücksgefühl macht solche Ablenkungen unwider stehlich. Hinzu kommt fehlende Erfah rung mit Selbstdisziplin. Viele Jugendli che haben noch nicht gelernt, längere

Erste Hilfe für den Kopf: Eine beson ders einfache, aber effektive Methode für mehr Ruhe und Konzentration ist die „1:2-Atemtechnik“. Dabei wird die Ausatmung bewusst doppelt so lange gestaltet wie die Einatmung. „Dieses verlängerte Ausatmen be ruhigt das Nervensystem und schafft sofort mehr innere Klarheit“, so Koller. Drei bis fünf Wiederholun gen genügen, um Stress zu senken und eine Lernphase fokussiert zu beginnen – auch vor Prüfungen. Darüber hinaus lässt sich die Technik leicht in den All tag integrieren. Ob auf dem Weg zur Schule, in der Pause oder unmittelbar vor einer Schularbeit – Jugendliche be nötigen weder Hilfsmittel noch viel Zeit. „Gerade weil sie so unkompliziert ist, hat die 1:2-Atemtechnik ein enor-

Phasen konzentriert durchzuhalten. Langeweile, fehlende Motivation und die ständige Verfügbarkeit digitaler Rei ze verstärken die Tendenz, immer wie der den Fokus zu verlieren.

FOTO: ISTOCK.COM/MARINA DEMIDIUK

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