Weekend Family Business Wien 2026 KW16

FINANZEN

Prozent Wertsteigerung: So stark performte die Frequentis-Aktie im Gesamtjahr 2025. 160

Langfristig profitabler Frequentis ist bei Weitem nicht das ein zige Familienunternehmen, das an der Börse die nächste Wachstumsstufe zün det. Laut der DZ Bank sind europaweit rund 900 solcher Betriebe gelistet. Lang fristige Auswertungen – etwa der Stif tung Familienunternehmen oder von Multi-Family-Office Conren – belegen: Über Zeiträume von 15 bis 20 Jahren schlägt diese Gruppe den breiten Markt (wie STOXX 600 oder DAX) im Schnitt um jährlich 1,5 bis drei Prozentpunkte. Familienunternehmen sind keineswegs nur spezialisierte Hightech-Player; auch Schwergewichte wie BMW oder LVMH gehören dazu. Bei den Münchnern kon trolliert die Familie Quandt nicht ganz 50 Prozent der Stimmrechte. Beim Pariser Luxus-Konzern LVMH hält die Familie Arnault 50,01 Prozent – wobei Bernard Arnault zudem als CEO ope rativ die Fäden zieht. Auch in Öster reich prägen Flaggschiffe wie Strabag, Andritz oder Do & Co das Bild – eng Ô Finanzdienstleistung (Konglo merat von 80 Unternehmen), Investment-Legende Warren Buffett (Stimmrechte: ca. 30 %) 2. BMW Group (DE) Autos, Motorräder (BMW, Mini, Rolls Royce), Quandt-Familie (Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten – Stimmrechte: 46,7 %) 3. LVMH (FR) Luxus (Louis Vuitton, Dior, Tiffany), Familie um Bernard Arnault hält 50,01 % (Stimmrechte: 65,94 %) 4. Samsung Electronics (KOR) Elektronik (Smartphones, TVs), Familie Lee (Stimmrechte indirekt über Beteiligungen: ca. 20 %) 5. Volkswagen Group (DE) Autos (VW, Audi, Porsche, Lamborghini, Bentley), Porsche-Piëch-Familie (Stimmrechte indirekt über Porsche SE: 53,3 %) ANKERAKTIONÄRE 1. Berkshire Hathaway (USA)

men und Hidden Champions bietet ein IPO entscheidende Vorteile: Die inter nationale Sichtbarkeit steigt schlagartig, die strengen Publizitätspflichten stärken das Vertrauen in Bonität und Profes sionalität. Zudem können Mitarbeiter über Aktienoptionen direkt am Unter nehmenserfolg beteiligt werden. Größ ter Pluspunkt ist aber die Stärkung des Eigenkapitals. Ein Börsengang stellt die Finanzierung auf eine breitere Basis und verringert die Abhängigkeit von Bankkre diten. Frische Mittel können direkt in die Erschließung neuer Märkte oder in For schung und Entwicklung (F&E) fließen. Besonders Letzteres ist für den Nischen Weltmarktführer Frequentis und sein künftiges Wachstum essenziell. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir ins gesamt über 100 Millionen Euro aus Eigenmitteln in Forschung und Entwick lung investiert – das entspricht rund sechs Prozent unseres Gesamtumsatzes“, erklärt Haslacher. Der Fokus liegt dabei auf Software für die Sprachkommunika

tion, der Freund-Feind-Erkennung von Drohnen sowie der Digitalisierung kriti scher Infrastrukturen. Ein Paradebeispiel ist die Remote Digital Tower(RDT)-Tech nologie: Sie ersetzt den klassischen Kon trollturm durch eine digitale Lösung. Statt durch Fensterscheiben beobachten Flug lotsen das Rollfeld über hochauflösende Kamerasysteme und Infrarot-Sensoren. Auf ihren Bildschirmen verschmilzt ein 360-Grad-Panorama mit Augmented-­ Reality-Features wie eingeblendeten Wet terdaten und Flugnummern.

Luxus-Imperium unter Familienkontrolle: Bernard Arnault hält mit 50,01 Prozent die absolute Kapitalmehrheit am Giganten am Giganten LVMH mit Marken wie „Louis Vuitton“ oder „Dior“ – und kontrolliert fast zwei Drittel der Stimmrechte.

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