Weekend Family Business Wien 2026 KW16

WIRTSCHAFT

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err Faber, in welche Richtung bewegt sich der Mobilitäts markt?

Josef Faber inszeniert die Vespa-Welt als Ikone zwi schen Mobilität und Lifestyle. Im Showroom wird

Auf den Straßen fährt Vielfalt. Je nach Distanz und Bedarf wäh len Menschen ganz unterschied liche Verkehrsmittel: von Öffis über Fahrrad und E-Bike bis hin zu Roller und Motorrad. Ich sehe das als Ausdruck einer lebendigen Entwicklung. Gerade im urbanen Raum boomen flexible Mobilitäts lösungen. Wir sind Teil der Flotte und rollen kräftig mit – mit sehr viel italienischem Lebensgefühl. Die Vespa ist … … weit mehr als ein Roller. Sie verbindet praktische Mobili tät mit Design und Lebensfreu de. Seit ihrem Start am 23. April 1946 ist sie eine Stilikone mit enor mem Wiedererkennungswert. Die Mischung aus Funktion und Emoti on läuft hierzulande hervorragend. Sie haben es schon angespro chen: Die Marke Vespa ist 80 Jahre jung – wird gefeiert? Gleich mehrfach. Anfang Mai steigt in Wien ein exklusives Event in der italienischen Botschaft. Ich hoffe, dass auch Bundeskanzler Christi an Stocker und Mobilitätsminister Peter Hanke vorbeischauen. Bei de sind ja bekennende Vespa-Fans. Ende Mai folgen landesweit Feier lichkeiten bei ausgewählten Händ lern. Dazu kommen Limited Edi tions und Extras beim Zubehör. Wie steht‘s um die Zweirad Elektromobilität? Hier scheint ja der Schwung zu fehlen. Sie sagen es: Noch ist der tech nologische Wandel überschaubar.

aus Fortbe wegung ein Statement.

DAS UNTERNEHMEN Mobilitätsdienstleister. Die in Wien-Liesing beheimatete Faber Group ist ein Zweiradimporteur und -großhändler mit über 75 Jah ren Unternehmensgeschichte. Als Generalimporteur der Piaggio Gruppe vertreibt das Unternehmen Marken wie Vespa, Piaggio und Moto Guzzi und arbeitet mit rund 250 Handelspartnern in Öster reich, Tschechien und der Slowakei zusammen. 2023 erzielte Faber im Importbereich einen Umsatz von rund 62,9 Mio. Euro, im Einzel handel etwa 12,3 Mio. Euro. Ins gesamt beschäftigt Faber um die 80 Mitarbeitende. Jährlich werden rund 12.000 Fahrzeuge verkauft. Neben dem Kerngeschäft werden auch Lösungen für Firmenflotten angeboten. Wo liegt noch Potenzial? Vor allem Tschechien entwickelt sich erfreulich. Wachstum sehen wir aber auch im Bekleidungsbe reich, wo das Lebensgefühl der Vespa weitergetragen wird: hoch wertig und stylish. Wir arbeiten an einer Design-Marke. Mehr will ich aber noch nicht verraten. n

Der Elektro-Zweiradmarkt wächst zwar, aber langsamer als erwartet. Gründe liegen vor allem in der noch lückenhaften Infrastruk tur, die den endgültigen Durch bruch bringen würde. Nicht jedes Modell hat herausnehmba re Akkus. Folglich sind wir von der Zielgruppe her eingeschränkt auf Personen mit einer Garage – plus Steckdose. Zudem kommt, dass beim Roller mit Verbren nungsmotor die laufenden Kos ten ohnehin sehr niedrig sind. Der Druck, umzusteigen, fehlt. Chan cen sehen wir aber im Flotten bereich – etwa mit neuen Abo Modellen. Hier nehmen wir mit einem neuen Partner Fahrt auf. Wie hat sich das Konsumver halten zuletzt entwickelt? Nach dem starken Pandemie Boom hat sich der Markt nor malisiert, liegt aber wieder auf stabilem Niveau, teils sogar dar über. Das Zweiradsegment ist insgesamt erstaunlich krisenre sistent. In wirtschaftlich unsi cheren Zeiten suchen viele nach leistbarer, flexibler Mobilität. Gebrauchte Vespas haben einen hohen Wiederverkaufswert und sind gerade in unsicheren Zei ten ein interessantes Investment.

Der Zweiradmarkt ist stabil und in vielen Phasen sogar krisenre sistent. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten greifen Konsu menten bewusst zu effizienten und gleichzeitig wert stabilen Lösungen.

JOSEF FABER Geschäftsführer Faber Group

FOTOS: AKOS BURG, MONIKA FELLNER

1/2026 | FAMILY BUSINESS | 33

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