Weekend Style 2025 KW47

Work

Zeit nutzen … … mehr Spielraum Menschen in PRO CONTRA

Eine kurze Auszeit eröffnet die Möglichkeit,

Beschäftigung treten bei Bewerbungen tendenziell selbstbewusster auf.

herauszufinden, was man wirklich will.

Beatrix Czipetits CEO-Beraterin, co-pilotin.at

Maresa Mayer Public Relations Managerin karriere.at

E s gibt viele Gründe, warum sich Menschen beruflich verändern möchten: Etwa ein höheres Gehalt oder ein beruflicher Auf stieg. Oder man sucht eine neue Heraus forderung, an der man wachsen und die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln kann. Es kann auch sein, dass die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz nicht mehr passend sind: etwa wenn sich die Aufgaben oder das Arbeitsklima stark verändert haben. Was auch immer der Grund für den Verän derungswunsch ist: Manchmal ist es aus finanziellen Gründen notwendig, noch vor der Kündigung einen neuen Job zu finden, um liquide zu bleiben. Investition. Hat man jedoch Möglichkeiten, den Job zu kündigen, bevor man eine neue Arbeitsstelle gefunden hat, so ist das eine unbedingt über legenswerte und oft auch empfehlenswerte Option: Eine kurze Auszeit eröffnet die Möglichkeit, in sich selbst hineinzuspüren und herauszufinden, was man überhaupt will. Eine Pause zwischen zwei Jobs ist außerdem großartig für die Persönlichkeits entwicklung. Frei vom sonst üblichen beruflichen Terminkorsett – ohne jedes Muss – wird oft klar, was man eigentlich gerne tut. Wer die Zeit nutzt, um sich Freunden, Familie und Herzensprojekten zu widmen, investiert in sich selbst und damit auch in die eigene berufliche Zukunft. Denn gerade die Fähigkeiten, die wir uns in den unterschiedlichsten Lebenssituationen aneignen, sind auch für den Job relevant. Wichtig ist, überzeugt davon zu sein, das Richtige zu finden bzw. dass das Richtige einen finden wird. Diese gelebte Zuversicht spüren auch potenzielle Arbeitgeber.

E ine Kündigung passiert selten spontan. Meistens geht ihr ein intensiver Ent scheidungsprozess voraus, in dem Vor- und Nachteile abgewogen oder neue berufliche Herausforderungen gesucht werden. Das ist auch gut so, denn eine folgenreiche Entscheidung wie ein Jobwechsel sollte gut überlegt sein – vor allem in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Weniger Druck. Das heißt einerseits, sich fol gende Fragen zu stellen: Wie lange bin ich schon unzufrieden? Bin ich nur in einer anstrengenden Phase oder gibt es grundlegende Dinge, die mich an Job und/oder Arbeitgeber stören? Gibt es etwas, das ich noch versuchen könnte, um meine Situa tion im aktuellen Job zu verbessern? Andererseits ist es wichtig, sich zu überlegen, wie es danach weitergehen soll: Wie soll mein nächster Job kon kret aussehen? Möchte ich die gleiche Tätigkeit ausüben? Was ist mir beim neuen Arbeitgeber wichtig? In welchem Bereich möchte ich mich spe zialisieren oder weiterentwickeln? Wenn man die se Fragen für sich beantwortet hat, fällt die Jobsu che gleich viel leichter! Dann kann eine Phase des Herantastens folgen: erste Bewerbungsschreiben und Gespräche, um herauszufinden, welche Jobs infrage kommen und wie gefragt die eigenen Skills am Arbeitsmarkt sind. Dabei sollte der psy chologische Effekt in Bewerbungsprozessen nicht unterschätzt werden: Menschen, die in Beschäfti gung stehen, treten tendenziell selbstbewusster auf, können auf aktuelle berufliche Erfolge refe renzieren und verhandeln mit mehr Spielraum, da der finanzielle Druck nicht auf ihnen lastet.

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