Weekend Style 2026 KW12
Business
WEM GEHÖRT WIE VIEL? Statistische Daten werden je Haushalt erhoben – was die Zuordnung innerhalb von Partnerschaften erschwert. Expert:innen fordern hier mehr Genauigkeit.
ihr Eigentum zu gleichen Teilen zu halten. Sichtbar wird das häufig erst im Ernstfall – bei Trennung oder Pensionierung. Manche sind „gleicher“. Beson ders deutlich zeigt sich der Abstand am oberen Rand der Verteilung. Unternehmensbeteiligungen liegen überwiegend in männlicher Hand. Weil große Vermögen oft aus Betriebs vermögen bestehen und Kapitaler träge schneller wachsen als Arbeits einkommen, verfestigt sich der Unterschied zusätzlich. „Vermögen wächst über Generationen, oft unab hängig von eigener Leistung“, erklärt Martin Schürz, Ökonom bei der Oesterreichischen Nationalbank. Zwar erzielen die meisten Menschen Einkommen aus Arbeit. Doch wer wenig verdient, kann kaum
o weit, so schlecht. Aktuel le Daten der OeNB bestäti gen: Frauen verfügen in Paar-Haushalten über deutlich weniger Nettover mögen als Männer – im Durchschnitt rund 21 Prozent. Auch allein lebende Frau en besitzen im Schnitt weniger als Männer. Doch hinter diesen Zah len steckt mehr als eine statistische Differenz. „Vermögen bedeutet Sicherheit, Unabhängig keit und Verhandlungs
macht“, sagt Alyssa Schneebaum, Professorin für Ökonomie mit Schwerpunkt Vermögensverteilung. Gerade in Partnerschaften ist Besitz oft ungleich verteilt: Nur rund zwei Drittel der erfassten Paare geben an,
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