Weekend Magazin Vorarlberg 2025 KW40
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D ie erste österreichi sche Springreiterin, die sich für die Olympischen Spiele qualifi ziert hat – wie fühlt es sich an, wenn man plötzlich Ge schichte schreibt? Bereits als Kind habe ich da von geträumt, bei den Olym pischen Spielen am Start zu sein. Dass dieser Traum für mich wirklich wahr gewor den ist, war am Anfang schwer zu begreifen, denn wenn man träumt, stellt man sich die Dinge ja auch ir gendwie vor, nur sind es eben Träume. Dass sich zuvor wirklich noch keine österrei chische Springreiterin für die Olympischen Spiele qualifi ziert hatte, wusste ich erst gar nicht, was natürlich eine schöne Überraschung für mich war. Ich hoffe sehr, dass es ein Ansporn für alle öster reichischen Reiterinnen ist und noch ganz viele folgen werden.
Wodurch unterscheidet sich das Springreiten für dich persönlich von ande ren Disziplinen im Pfer desport? Was die Sportart auf jeden Fall auszeichnet, ist das Zu sammenspiel zwischen Mensch und Tier. Es benö tigt vollstes gegenseitiges Vertrauen. Jeder Wettbe werb hat einen individuellen Parcours, der erst ein bis zwei Stunden vor Prüfungs beginn aufgebaut wird. Das heißt, der Reiter muss kurz fristig Entscheidungen tref fen, um sein Pferd bestmög lich zu unterstützen. Durch die abwechslungsreichen Hindernisse auf den ver schiedenen Plätzen lernen sowohl Reiter als auch Pferd bei jedem Turnier wieder etwas Neues dazu. Deshalb ist das Springrei ten so interessant. Man muss stets an sich, dem Pferd und vor allem an der
Als eine der erfolgreichs ten SpringreiterInnen Eu ropas bist du natürlich viel unterwegs – wie be reitest du dich auf inter nationale Turniere vor? Ich bin wirklich sehr viel un terwegs, aber es ist auch schön, so viele tolle Orte zu sehen, Kulturen und Men schen kennenzulernen. Ei gentlich unglaublich, wo mich der Reitsport schon überall hingebracht hat und was ich schon alles erleben durfte. Auf Turniere nehme ich zwei bis sechs Pferde mit, wobei jedes Pferd individuell auf das jeweilige Turnier vor bereitet wird. Wett kampfpausen und Ru hephasen sind dabei
Abstimmung zwischen Pferd und Reiter arbeiten. Pferde sind unglaublich sensibel und einfühlsam. Sie merken schnell, wenn der Reiter zweifelt oder gestresst ist, und sind die Spiegelbilder ih rer Reiter.
Katharina Rhomberg
natürlich genauso wichtig. Neben der Vorbereitung der Pferde sollte zudem die Reise gut geplant wer den. Je nach Land
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