Weekend Magazin Vorarlberg 2025 KW37

KARRIERE: Lehre V Bildung V Schule

In der Zukunft werden High tech und Mensch noch mehr Hand in Hand arbeiten – wie hier, wo ein Techniker mithilfe virtueller Tools einen Indust rieroboter programmiert.

Arbeiten im Jahr 2025 ZWISCHEN MENSCH UND MASCHINE. Wenn Roboter Häuser bauen und Künstliche Intelligenz Texte schreibt – was bleibt für den Menschen? Eine ganze Menge, sagt Zukunftsforscher Reinhold Popp. Von Conny Engl

F liegende Autos, spre chende Roboter und komplett neue Jobs im Jahr 2050? Zumindest Letzteres schließt Reinhold Popp aus: „Die meisten Jobs wird es auch in 25 Jahren noch geben – nur eben an ders“, erklärt der Leiter des Institute for Futures Rese arch in Human Sciences an der Sigmund-Freud-Privat- universität in Wien.

Alles neu? Nicht ganz. Lehrkräfte wer den gemeinsam mit IT- bzw. KI-Experten digitale Lern programme entwickeln, Poli zeibeamte werden sich ver stärkt mit Cyber-Kriminalität beschäftigen müssen und ein Teil der Bauexperten wird Seite an Seite mit 3D-Dru ckern arbeiten. Das klingt vielleicht futuristisch, ist aber einfach nur Weiterentwick

lung – wie es sie immer schon gab. Was sich quer durch alle Branchen zieht: Technik wird mehr, Mensch lichkeit bleibt der Kern. Klar, KI kann blitzschnell riesige Datenmengen analysieren, aber Emotionen, Kreativität und Empathie? Fehlanzeige! Laut Popp bleiben genau die se Fähigkeiten der menschli che Vorsprung: „Maschinen sollen uns entlasten, nicht er

setzen.“ Besonders in Pflege, Beratung oder Bildung bleibt der persönliche Kontakt das Herzstück. Entscheidend sind Fähigkeiten wie Teamar beit, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, ständig zu lernen. Wer das mitbringt, bleibt flexibel – auch wenn sich der Job selbst verändert. Popp betont: „Nicht der Le benslauf zählt, sondern das, was man kann.“

FOTOS: ISTOCK.COM/GORODENKOFF, ISTOCK.COM/HONGWEI JIANG,

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