Weekend Magazin Vorarlberg 2025 KW24
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ALEXANDER BÖSCH Auf dem Kutschbock zur WM RANDSPORTART & SYMBIOSE. Für viele schwer vorstellbar, doch das Kutschefahren zählt zu den WM-Sportarten und erfordert nicht nur physisches, sondern auch viel mentales Training. Alexander vom Pferdehof Bösch saß bereits mit vier Jahren auf dem Kutschbock und ist nun mehrfacher Weltmeister. Von Jacqueline Fritsche. W elche Herausforderungen bringt dieser Sport mit sich?
Sport und bei uns im Gespannfahrver ein Montfort haben wir echt eine tolle Truppe. Wir veranstalten sogar immer Anfang Juli selbst ein kleines Turnier. Was steht aktuell an? Zurzeit trainiere ich sechs Pferde und bereite mich auf die Qualifikationen für die Weltmeisterschaft in Beekber gen in Holland vor. Letztes Jahr war meine letzte Saison im Einspänner sport, da ich mich nun auf das Zweier gespann und die Königsdisziplin – das Vierergespann konzentrieren möchte. Mein absoluter Traum ist das Weltfest des Pferdesports in Aachen, sozusagen die inoffizielle Champions League im Vierspännersport. Deine oberste Priorität? Meine Pferde sollen Spaß dabei haben. Besonders erfahrene Pferde brauchen „Meine Lieblingsdiszip lin? Definitiv der Mara thon. Hier ist Technik gefragt und man muss komplett fokussiert sein. Für mich die spektaku lärste Disziplin!“
Das Kutschefahren erfordert nicht nur körperliche Fitness, Ausdauer und na türlich Balance, sondern man muss auch mental fit sein. Nur so kannst du dir die Parcours merken, kilometerlan ge Strecken einprägen und unter sportlichen Rahmenbedingungen schnell reagieren, ohne müde zu wer den. Anfangs habe ich das selbst unter schätzt. Nicht zu vergessen, ist dieser Sport ein Miteinander und genau die se Symbiose macht es oft herausfor dernd, aber auch spannend. Eine wirk liche Herausforderung ist das Training von jungen Pferden. Ein Nachwuch stier braucht mindestens drei Jahre, bis es auf internationalem Niveau ist. Ist das überhaupt ein „richtiger“ Sport? Wenn sie es zum ersten Mal hören, stellen viele den Vergleich zu Gladiato ren her, was ich ziemlich amüsant fin de. Bei uns ist diese Sportart nicht so bekannt wie in Frankreich, Holland oder Ungarn. Was den Fahrsport für mich aber so besonders macht, ist der Zusammenhalt unter den Nationen. Die Turniere dauern ja mit den drei Disziplinen Dressur, Marathon und Kegelfahren mehrere Tage und obwohl es ein Wettbewerb ist, hilft man einan der. Es ist wirklich ein einzigartiger
Alexander über die Turniere im Kutschefahren
FOTOS: SONJA BAUER, BÖSCH
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