Weekend Magazin Vorarlberg 2025 KW08

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Das Hochwasserschutz- Projekt RHESI könnte noch 2025 eingereicht werden. Frühestens 2027 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Diese würde aber durch ein Natura-2000-Gebiet führen und gilt rechtlich als chancen los. Im Sommer 2024 sorgte Klimaschutzministerin Leo nore Gewessler für Aufregung: Vorarlberg solle das Projekt (für das Kosten von rund zwei Mrd. Euro veranschlagt wer den) einstellen und eine ande re Lösung suchen. Für Wallner ein No-Go: „Ich will eine Ver kehrsentlastung für die betrof fene Bevölkerung, vor allem in Lustenau und im unteren Rheintal. Wir brauchen so rasch wie möglich eine Ver bindung zwischen den Auto bahnen auf beiden Seiten des Rheins.“ Apropos so rasch wie möglich: Nun machen auch die Eidgenossen Druck und wünschen sich eine schnellst mögliche Realisierung, bevor zugt der CP-Variante. 2016 war den Medien zu entneh men, die S18 könnte 2025 in die Realisierung gehen. Das geht sich wohl nicht mehr aus. Sicher ist aber: Auch heuer wird die S18 Bodenseeschnell straße ein heiß diskutiertes Mega-Projekt bleiben. Tunnelspinne Feldkirch Auch die Ursprünge des Stadttunnels Feldkirch, heu te als Tunnelspinne in aller Munde, reichen mehrere Jahrzehnte zurück. Erste Plä ne zur Entlastung der Feld kircher Innenstadt gab es be reits in den 1970er Jahren. Auch zu diesem Mega-Pro jekt wurde nicht an Kritik gespart, nicht zuletzt seitens des Naturschutzes: 2024

FOTO: IRR INTERNATIONALE RHEINREGULIERUNG

Bregenzer Hauptbahnhof

er Bahnhof wird schon lange gefordert, zahlreiche Pläne wurden vorgelegt, geändert, verworfen. Doch bevor neu ge baut wird, sollen ab diesem Frühjahr erst einmal die Rollt reppen wieder flott gemacht werden. Und danach? Derzeit wird die sogenannte „Variante 4a“ verfolgt, die einen neuen, deutlich kleineren Bahnhof am aktuellen Standort vorsieht. Durch eine Unterführung soll der Zugang zum Festspielquar tier ermöglicht werden. Ein zeitlicher Rahmen für dieses Mega-Projekt steht noch nicht fest. Zumindest dürfen sich die Reisenden 2025 über neue Rolltreppen freuen. V

wurde das Projekt, das vier Tunnelarme in einem unter irdischen Kreisverkehr ver bindet, mit dem von Green peace vergebenen Negativ- preis „Neun Plätze, neun Be tonschätze“ bedacht. Doch was lange währt, wird – je nach Sichtweise – endlich gut, das Projekt sieht Licht am Ende der, nun ja, Tunnel spinne: Ende 2024 konnte das Vergabeverfahren zu den Tunnelbauarbeiten erfolg reich abgeschlossen werden. Der 213,8 Mio. Euro schwe re Auftrag geht an eine Ar beitsgemeinschaft bestehend aus regionalen und nationa len Firmen. „Damit ist si chergestellt, dass ein Groß teil der Investitionen der hei mischen Bauindustrie und deren Zulieferbetrieben zugutekommt und dadurch ein kräftiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg gesetzt wird“, so Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) im Jänner 2025. Nun im Februar wer den erste Vorbereitungsar beiten realisiert, im Herbst soll der Tunnelvortrieb ge startet werden.

Es ist ein Schandfleck im Her zen der Landeshauptstadt: der Bregenzer Hauptbahnhof. Seit Jahren gilt die Mobilitätsdreh scheibe als einer der „hässlichs ten Bahnhöfe Österreichs“. Reisende haben hier nur wenig Grund zum Verweilen. Kaput te Rolltreppen, undichte Dä cher und zugesperrte WCs er warten die Fahrgäste. Und wenn im Sommer tausende Kulturliebhaber mit dem Zug Richtung Festspiele anreisen, wird das Elend noch deutli cher: Hier der marode Bahn hof, wenige Meter weiter das schicke Festspielhaus. Ein neu

FOTO: LAND VORARLBERG

Zur Entlastung der Feldkircher Innenstadt werden vier Tunnel in einem unterir- dischen Kreisverkehr zusammengeführt.

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