Weekend Magazin Tirol 2026 KW09

TAGEBUCH DER INITIATIVE

Gut Ding braucht offensichtlich Weile – sehen Sie anhand unseres Tagebuch-Barometers, wie lange die jeweilige Forderung der österreichischen Familienbetriebe bei den zuständigen Ministern bereits in Bearbeitung ist.

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197 TAGEN

FORDERUNG „Selbstbehalt bei Lifestyle-Teilzeit“ an Minister Hattmanndorfer. 100 % Sozialleistun gen bei Teilzeit kann nur für Menschen mit Betreuungspflichten, Studenten oder aus

ler getesteten Produkte des Onlinegigan ten Temu fielen durch. Sie gelten als „non-compliant“. Das heißt, sie entspra chen nicht den geltenden EU-Regelungen und Sicherheitsstandards in mindestens einem relevanten Prüf- bzw. Sicherheits parameter. Bei Shein waren 73 % der ge testeten Produkte nicht regelkonform. „Billigpakete aus China, die Sicherheits

spielzeug, illegale Weichmacher und Schwermetalle in Bekleidung aufdecken würden oder Elektronikteile aus den Verkehr ziehen, die rasch überhitzen und zu Bränden führen. Hand aufs Herz: Würden Sie Ihrem Kind wissentlich gif tiges Spielzeug schenken? Würden Sie T-Shirts anziehen, wenn Sie wüssten, dass diese zu Atemwegserkrankungen

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134 TAGEN

gesundheitlichen Gründen gelten. Status: OFFEN

führen oder Unfruchtbarkeit verursachen könnten? Sie würden es nicht, denn Sie vertrauen darauf, dass die Hersteller sich an Regeln hal ten, wie Sie es von europäi schen Produkten gewohnt sind. Produkte aus der EU sind sicher, getestet und müssen eine Reihe von Qua litätskriterien erfüllen. Ein großer Teil der 5,8 Milliarden

FORDERUNG „Gebühr auf China-Pakete“ an Minister Marterbauer

„Billigpakete aus China, die Sicherheitsstandards unterlaufen und heimische Unternehmen benachteiligen, sind kein Kavaliersdelikt.“

Wer China-Pakete kauft, kauft teuer BILLIGWAREN. Manchmal macht es sich Österreichs Politik zu leicht – etwa wenn es darum geht, die heimische Wirtschaft vor der Paketflut aus Drittstaaten zu schützen. Das könne nur die EU, heißt es. „Stimmt nicht“, kontert ein Gutachten der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 und zeigt Möglichkeiten auf. EXKLUSIVSTUDIE DER INITIATIVE ÖSTERREICH 2040

Zum Schutz des österreichischen Han dels braucht es eine Abgabe auf chinesi sche Billigpakete. Status: OFFEN

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109 TAGEN

Thomas Perdolt, Geschäftsführer INITIATIVE ÖSTERREICH 2040

Pakete unter 150 Euro Warenwert, die laut EU-Parlament 2025 die EU über schwemmten, erfüllen diese Standards nicht. 91 % dieser Pakete kommen aus China. „Diese Paketflut ist kein logisti sches Randproblem, sondern eine Frage von Fairness, Sicherheit und wirtschaft licher Zukunft. Die dem Staat entste henden Kosten bzw. entgehenden Steu ereinnahmen können nicht mehr akzep tiert werden“, schließt Perdolt. Geld, das im Budget fehlt und unser Allgemein wohl gefährdet. Oder wie es der Volks mund so schön zusammenfasst: „Wer billig kauft, kauft teuer.“ Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at

standards unterlaufen und heimische Unternehmen benachteiligen, sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein strukturelles Versagen der Politik“, ist Perdolt wütend. „Es kann nicht sein, dass Familienbetrie be und Unternehmen in Österreich sämt liche Regeln einhalten, während Billig plattformen aus Drittstaaten von syste matischen Schlupflöchern profitieren.“ T-Shirts machen unfruchtbar? Das belegt auch das Gutachten und empfiehlt eine Gebühr von 80 Euro pro Sendung als Kostenersatz für tatsächlich erbrachte Zusatzleistungen. Damit könnten Röntgenkontrollen und Pro duktanalysen bzw. -tests durchgeführt werden. Analysen, die Dioxin in Kinder

FORDERUNG „10 % Flat Tax auf Überstunden” an Ministerin Schumann Bereitschaft zur Mehr-Leistung muss sich auszahlen und braucht eine steuer liche Entlastung. Status: Statt Flax Tax für Pensionisten kommt ein 15.000-Euro-Frei- betrag – ERLEDIGT Flat Tax auf Überstunden: OFFEN

R und 80 Millionen Pakete kommen jährlich von chine sischen Billighändlern wie Shein, Temu und Co. nach Österreich. Der Großteil davon ist zoll- frei, weil die bisherige Grenze bei 150 Euro Warenwert liegt. Das ändert die EU zwar ab 1.Juli 2026 mit einer „Mini- Steuer“ von drei Euro pro Paket, doch das geht der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 nicht weit genug. Die neue Interes senvertretung österreichischer Familien betriebe will mehr: „Wenn schon die EU nicht erkennt, dass man der Paketflut mit dieser Kleinstabgabe nicht Herr wird und die lokale Wirtschaft weiterhin zerstört wird, dann ist die österreichische Regie

Schnuller aus Sondermüll Das stimmt aber nur bedingt, wie ein von der Initiative in Auftrag gegebenes rechtswissenschaftliches Gutachten be legt. Das Gutachten von Univ.-Prof. Dr. Thomas Bieber bestätigt zwar, dass nati onale Strafabgaben auf Kleinsendungen unzulässig sind, nicht aber Gebühren für zusätzlichen Prüf- und Kontrollaufwand bei auffälligen Sendungen. Auffällig sind sie jedenfalls – und wie! Am bekanntes ten wurde der Skandal um kinderähnli che Sexpuppen, die von Shein vertrieben wurden. Doch das ist erst die Spitze des Eisbergs. Die europäische Verbraucher schutzzentrale „euroconsumers“ nahm das genau unter die Lupe. Zwei Drittel al

rung gefordert, eine heimische Lösung zu finden“, so Thomas Perdolt, Geschäfts führer der INITIATIVE ÖSTERREICH 2040. Doch die Bundesregierung putzt sich an der EU ab. Diese sei für Zolltarife zuständig, die Staaten hätten darauf kei nen Einfluss.

5,8 Milliarden Pakete unter 150 Euro Warenwert kommen jährlich in der EU an.*

2040 ÖSTERREICH INITIATIVE FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER

FOTOS: MINISTER(IN): BKA/ANDY WENZEL (3), ANTONIOSOLANO/ISTOCK/GETTY IMAGES, MAURITIUS IMAGES/SKORZEWIAK/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS FOTOS: VALERII EVLAKHOV/ISTOCK/GETTY IMAGES

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* QUELLE: EU-PARLAMENT

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