Weekend Magazin Steiermark 2025 KW50
STEIERMARK INSIDE
INTERVIEW: MARCO TRILLER Ein Offizier und Klubobmann
INTENSIVER START. Landtagsklubobmann Marco Triller über den größten FPÖ-Klub aller Zeiten, wachsende Verantwortung und gemeinsame Ziele mit der Volkspartei. Von Robert Eichenauer H err Klubobmann, wie waren die ers ten Monate in Ih reform. Wie erleben Sie die Diskussionen in den Regio nen?
rer neuen Funktion? Es waren sehr intensive Mo nate. Zuvor war ich einfa cher Abgeordneter und gleichzeitig Berufsoffizier beim Bundesheer. Als Klub- obmann geht das nicht mehr – das ist ein Full- time-Job. Wichtig war mir, ein funktionierendes Büro aufzubauen. Wir sind der größte freiheitliche Land tagsklub aller Zeiten, und da braucht es Strukturen. Die Zusammenarbeit mit der ÖVP funktioniert sehr gut. Mit Lukas Schnitzer, dem ÖVP-Klubobmann, verbin det mich zudem eine persön liche Ebene aus Schülerzei ten, was vieles erleichtert. Unser gemeinsamer Auftrag ist klar: das Regierungspro gramm abzuarbeiten und ge setzgeberisch umzusetzen. Ein großer Brocken war zu letzt die geplante Spitals
Triller: Für uns ist eine flä chendeckende, wohnortnahe Gesundheitsversorgung zen tral. Wir haben nie gesagt, dass jedes Krankenhaus alles anbieten muss. Aber jeder Standort soll erhalten blei ben. Genau darauf zielt der Regionale Strukturplan Ge sundheit ab. Gemeinsam mit Karl-Heinz Kornhäusl wa ren wir in allen Regionen unterwegs. Ja, im Ennstal und in Bad Radkersburg war es emotional, aber die Gespräche waren konstruktiv. Überall wurde anerkannt, dass Spezialisierung nötig ist, um medizinische Qualität zu sichern. Es gibt aber Kritik: Man che Standorte verlieren Abteilungen oder gelten als „ausgehöhlt“. Wo liegt der Vorteil für die Bevölke rung?
„Wir haben nie gesagt, dass jedes Krankenhaus alles anbieten muss.“
Marco Triller über die Spitalsreform
14 | WEEKEND MAGAZIN
Made with FlippingBook Ebook Creator