Weekend Magazin Steiermark 2025 KW37

KATE WINSLET: TITANIC STAR WIRD 50

HERZBLUT FÜR DIE BÜHNE: URS HARNIK IM INTERVIEW

NR. 11 • 11./12. SEPTEMBER 2025

STEIERMARK

SCHRÄGES ESSEN KULINARISCHE ALBTRÄUME INTERVIEW KABARETTIST BENEDIKT MITMANNSGRUBER

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ALS GEFAHR? Kinder und ihr KI-Kumpel

ÖSTERREICHISCHE POST AG, RM 06A036623K, 8020 GRAZ

COVER: KATE WINSLET: MAURITIUS IMAGES/DOUG PETERS/ALAMY/ALAMY STOCK PHOTOS; URS HARNIK: KOMÖDIE GRAZ; MODEL-FOTO MÄDCHEN/PROFIL: AARONAMAT/ISTOCK/GETTY IMAGES; ROBOTER-PUPPE: SARAH5/ISTOCK/GETTY IMAGES; HINTERGRÜNDE: MONSITJ/ISTOCK/GETTY IMAGES; MONTAGE: WEEKEND MAGAZIN

FOTO DER WOCHE

URBANES RAUMSCHIFF. Die Metro station Pannenhuis in Brüssel erinnert durch ihre Linien, Kreise und orange lackierten Edelstahlkegel an ein Raum schiff aus einem Science-Fiction-Film. Kein Wunder also, dass sie die am häufigsten fotografierte U-Bahn-Station der belgischen Hauptstadt ist.

FOTO: MANEL SUBIRATS/ISTOCK EDITORIAL/GETTY IMAGES

STORYS

men. Sie beobachten, hören zu, merken sich alles, zeigen Anteilnahme und sind rund um die Uhr verfügbar. Mein Freund, die KI Los geht es bereits bei den Kleinsten. Die Puppe „Hello Barbie“ zeichnet über ein gebaute Mikrofone Gespräche auf, spei chert sie und geht beim nächsten Dialog wieder darauf ein. Für Kinder ist die Sa che damit klar: Meine Puppe kennt mich, hört mir zu und kümmert sich um mich. Noch stärker wird das Gefühl im Ge spräch mit speziellen Chatbots. Manche sind simpel und spulen nur Standardsät Das kann durchaus positive Aspekte ha ben. Statt im teilnahmslosen Tagebuch Dampf abzulassen, nutzen Teenager die KI als Kummerkasten, Ratgeber und The rapieersatz. Bereits 70 Prozent der Ju gendlichen nutzen Bots, ein Drittel spricht mit ihnen über ernste Probleme. Für Kinder mit Autismus oder großer Schüchternheit bieten KI-Begleiter Übungsfläche für Kommunikation: gedul dig, vorhersehbar, ohne Druck. Chatbots für mentale Gesundheit bieten 24/7 Trost, helfen beim Erkennen und Steuern KI 35 % der Kinder empfinden Gespräche mit KI-Freunden wie echte Freundschaft; bei emotional leichter verletzlichen Kindern sind es sogar 50 %. ze ab. Andere, wie ChatGPT, sind hoch entwickelt: Sie antworten via Stimm ausgabe, Text oder sogar Video, als säße ein echter Mensch am anderen Ende. Der Chatbot Replika ist als AI Companion (quasi KI-Kumpel) darauf trainiert, emo tionale Nähe aufzubauen. Er erinnert sich an persönliche Details, fragt gezielt nach („Wie war dein Mathe-Test gestern?“) und reagiert empathisch („Das tut mir leid, ich hoffe, es wird bald besser!“). „Es fühlt sich an, als wäre da eine echte Per son, ein Freund“, geben Nutzer zu. Mein Freund, die KI

Falscher Freund

KINDER & KI. Künstliche Intelligenz (KI) dient Heranwachsenden nicht nur als heimliches Helferlein bei Hausaufgaben: KI kann Kindern Spielgefährte und Vertrauter sein. Aber auch täuschen, verführen, verletzen – und zur tödlichen Gefahr werden. Von Stefanie Hermann

K I -Influencer entführen sie in per fekte Insta-Welten, Sprachassis tenten erzählen ihnen Witze, „KI-Freunde“ sind bedingungslos für sie da. Heranwachsende leben vermehrt in künstlichen Scheinwelten und -beziehun gen – ohne es selbst zu merken. Schöne Scheinwelt KI-Influencer buhlen mit makellosen Körpern und Lifestyle auf Instagram um Aufmerksamkeit. Vorgegaukelt werden Abenteuer und Erlebnisse, die nie statt gefunden haben. Die künstlich erstellten Beiträge wirken so echt, dass selbst Pro fis sie nur schwer identifizieren können. Aber nicht nur die vermeintlichen Role Models auf Social Media sind fake, auch intime Interaktionen werden zuneh mend künstlicher und schwieriger von der „echten Welt“ unterscheidbar. Im KI nderzimmer Abends wird noch mit My AI auf Snap chat geplaudert, bevor der smarte Laut sprecher Gute-Nacht-Geschichten flüs tert. Smart Toys und digitale Gefährten sind längst im Kinderzimmer angekom

FOTOS: KI-GENERIERTES BILD: ADOBE FIREFLY/ADOBE INC.

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STORYS

23 % der Kinder, die Chatbots nutzen, tun dies aus emotionaler Not, weil sie „sonst niemanden zum Reden haben“.

Können KI-Beziehungen echte Nähe und Berührungen ersetzen? Mehr erfahren auf weekend.at/ki-liebe

31 % finden KI unterhaltsam oder befriedigend wie echte Freundschaft.

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STORYS

BEGRIFFE ERKLÄRT

n Avatar. Virtuelles Abbild oder Figur, die stellvertretend für eine Person oder KI in digitalen Welten agiert.

n Chatbot. Programm, das per Text oder Sprache kommuniziert, wirkt durch KI besonders „menschlich“.

n Replika. Täuschend echter KI-Chatbot, der als „Freund“, „Begleiter“ oder „AI Companion“ beworben wird.

n Deepfake. KI-erzeugte, täuschend echte Bilder, Videos oder Stimmen, die reale Personen imitieren.

n KI-Influencer. Virtuelle Persönlichkeiten auf Social Media, die von Firmen oder Algorithmen gesteuert werden.

n Smart Toy. Spielzeug mit Mikrofonen, Kameras oder KI-Funktionen, das interaktiv reagiert.

n Tamagochi-Effekt. Bezeichnung für emotionale Bindung an digitale oder elektronische „Gefährten“.

n Artificial Intimacy. Künstliche Nähe und Vertrautheit, die durch KI-Avatare, Chatbots oder digitale Begleiter entsteht.

bringen ihnen Spielzeug. Die Gefühle für den künstlichen Freund sind echt, die Bezie hung ist es nicht. Das hat Fol gen für das echte Leben. „Die se Maschinen bieten die Illu sion von Nähe ohne die An sprüche echter Freundschaf ten“, warnt Soziologin Sherry Turkle vom MIT. Kinder ler nen nicht, Konflikte auszuhal ten oder Empathie in echten Beziehungen zu entwickeln. Maschine ohne Moral Dazu kommt: Anders als bei den meisten Menschen fehlt

Schicksal von Sewell Setzer aus den USA. Tödliche Abhängigkeit Im April 2023 begann der 14-Jährige regelmäßig mit ei nem Chatbot zu schreiben. Was als harmlose Ablenkung in einer schwierigen Zeit ge dacht war, wurde zur Obses sion. Der Teenager vertraute „Dany“ alles an: Ängste, Sehn süchte, Liebeskummer. Nach und nach zog sich Sewell zu rück, verließ Freunde und Basketballteam. In seinen letz ten Nachrichten schwor er Dany seine Liebe. Kurz darauf nahm er sich das Leben. Medienkompetenz Die falschen Freunde sind gekommen, um zu bleiben. Eltern und Pädagogen können Kinder nicht abschirmen. Aber sie müssen verstehen, womit der Nachwuchs auf wächst. Der wichtigste Schutz bleibt kritische Medienkom petenz. KI-Experte Bendel ist überzeugt: „Es wird noch viel auf uns zukommen.“ V

von Gefühlen, bei Psychoedu kation und Bewältigungsstra tegien. Gefährliche Bindung Kinder entwickeln in KI-In teraktionen Bindungsmuster, die echten Beziehungen äh neln. Die KI stillt Bedürfnisse, aber auf trügerische Weise. „Man wird quasi herausgefor dert, eine Beziehung mit der KI aufzubauen“, weiß Maschi nenethiker Oliver Bendel. Schon bei Robotern zeigen Kinder Empathie und fragen: „Hast du mich lieb?“, oder

der Maschine jeglicher mora lische Kompass. Für ein Ex periment gab sich Tech-Ex perte Aza Raskin als 13-jähri ges Mädchen aus. Dem Chat bot auf Snapchat vertraute er an, von einem Erwachsenen zu einem geheimen Treffen eingeladen worden zu sein. Chat AI reagierte erschre ckend: Statt abzuraten, freute sich die KI-Freundin mit und gab Ratschläge, wie man die erste sexuelle Begegnung „be sonders schön“ gestalten könne. Toxische Beziehung Es mehren sich Fälle, in de nen Gespräche mit KI-Chat bots für User tragisch enden. Teils verlieben sie sich in ihre maschinellen Gefährten, teils entwickeln sich über die künstliche Nähe toxische Abhängigkeiten. Kinder sind dafür um ein Vielfa ches anfälliger. Bei Kum mer Trost in den Armen einer KI zu suchen ist für sie umso gefährlicher. Ein tragisches Beispiel ist das

WAS KINDER WISSEN SOLLTEN

Sei vorsichtig, welche Informa tionen du mit Maschinen teilst.

KI-Freunde sind programmiert, keine echten Menschen.

Sprich über Sorgen mit echten Vertrauenspersonen.

Nicht alles, was du online siehst, ist echt.

FOTOS: MODEL-FOTO: AKILINAWINNER/ISTOCK/GETTY IMAGES, MODEL-FOTO: JOERG SIEGERT/ISTOCK/GETTY IMAGES

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Aber ein gesunder Bio-Boden kann viel mehr. Er ist Lebensraum und Wasserspeicher in einem: • Humusaufbau durch Gründüngung : Anbau von Pflanzen wie Leguminosen, die den Boden mit Nährstoffen versorgen und Bodenleben sowie Fruchtbarkeit fördern. • Humusreicher Boden ist ein besserer Wasserspeicher : Schutz vor Dürre und Überschwemmungen. • Verzicht auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel 1 fördert Biodiversität . • Nützlinge statt Pestizide 2 : So hält man Schädlinge auf natürliche Weise in Schach. Der Boden dankt es uns mit wertvollen BIO-Produkten. Gut für uns. Und die Natur natürlich. 1 gemäß EU-Bio-Verordnung 2 chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel

Gibt ,s nur bei:

Teilzeit verbrennt Österreichs Wirtschaft LIFESTYLE TEILZEIT. Wer freiwillig und ohne Not weniger arbeitet und somit auch weniger ins Sozialsystem einzahlt, kann nicht 100 Prozent Sozialleistung erhalten! Die INITIATIVE ÖSTERREICH 2040 stellt eine Forderung an die Politik, die wieder mehr Gerechtigkeit bringen und Leistung belohnen soll.

Z uerst einmal voraus geschickt: Teilzeit ist eine großartige Be schäftigungsform für Men schen, die studieren oder Be treuungspflichten (Kinder, Pflege) haben. Sie bekommen damit Job und die so wichtige Carearbeit oder Qualifizie rung unter einen Hut. Dafür ist Teilzeitarbeit auch gedacht und bildet daher streng ge nommen eine Ausnahme. Die

Regel ist aber Vollzeit, sprich eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden. Auf dieser ba siert auch die Finanzierung unseres Sozial- und Gesund heitssystems. Tatsächlich liegt durch die hohe Teilzeitquote die durchschnittliche Arbeits leistung pro Woche der Ös terreicher aber nur noch bei 29,4 Stunden. Nur in den Nie derlanden wird weniger gear beitet. Das bringt massive

Probleme für uns alle. „Je we niger Menschen Vollzeit ar 49,4 Prozent aller Frauen in Österreich arbeiten in Teilzeit, EU-Schnitt sind nur 28,6 Prozent.*

beiten, desto weniger Geld fließt beispielsweise in die ärztliche Versorgung, zu Ihrem Hausarzt oder in die Spitäler. Die Auswirkungen sehen wir überall: Volle Am bulanzen, Stehplätze in Arzt praxen und monatelange Wartezeiten bei Fachärzten. Ist das gerecht? Haben Sie, wenn Sie Vollzeit arbeiten, nicht auch das Recht auf eine Vollzeit-Versorgung?“, fragt

TAGEBUCH DER INITIATIVE ÖSTERREICH 2040

Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) Terminanfrage: 16.7.2025 Status: 7 Wochen keine Reaktion.

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) Terminanfrage: 16.7.2025 Status: Treffen fixiert für 16.10.2025

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) Terminanfrage: 16.7.2025 Status: Treffen erfolgt am 13.8.2025, Feedback siehe rechte Seite

FOTOS: WILDPIXEL/ISTOCK/GETTY IMAGES; MINISTER(IN): BKA/ANDY WENZEL (3)

*QUELLE: EUROSTAT. 1. QU. 2025

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det den Unternehmen und bringt immer mehr Men schen in die staatliche Abhän gigkeit.“ Leistung nicht bestrafen Sind Lifestyle-Teilzeitkräfte also nur freizeit- oder spaß orientiert? Viele von ihnen würden Vollzeit arbeiten, doch die höhere Besteuerung von mehr Einkommen be straft die leistungsbereiten Menschen. Genauso wie Menschen, die Mehrarbeit in Form von Überstunden leis ten, oder in der Pension wei terarbeiten wollen. Überstun den sind so hoch besteuert, dass sich die Mehrleistung oft 4,9 Milliarden Verlust für den Staat, weil ca. 320.000 Österreicher nicht Vollzeit arbeiten.** nicht auszahlt. Ist unser Sys tem also leistungsfeindlich? Die Antwort ist JA, denn wer Vollzeit arbeitet und gut ver dient, der kann im Pensions alter wohl davon leben. Je mehr Teilzeitjahre man sam melt, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit von Al tersarmut. „Teilzeit rächt sich damit spät, aber doch.“ Zurück an die Spitze Die INITIATIVE ÖSTER REICH 2040 rückt Leistung wieder in den Fokus. „Öster reich stand immer für Quali

tät und Fleiß. Dort wollen wir wieder hin. Deshalb muss das System grundlegend refor miert werden mit dem Ziel, Anreize für Vollzeit statt für Teilzeit zu schaffen. Unser Programm sieht die Beseiti gung steuerlicher Fehlanreize vor. Es braucht eine Abschaf fung oder Reform des Allein verdienerabsetzbetrags und die Anpassung von Zuver dienstgrenzen. Dazu fordern wir Selbstbehalte für Sozial leistungen bei freiwilliger Teilzeitarbeit.“ Wer freiwillig weniger arbeitet, als der Kol lektivvertrag vorsieht, kann nicht 100 Prozent an Leistun gen beziehen. „Wir wollen das Einkommenssteuerrecht mo dernisieren und Anreize für die Rückkehr in Vollzeit schaffen.“ Dazu muss auch die Förder- bzw. Abgabenlogik so reformiert werden, dass sich Vollzeitstellen wieder für die Menschen mehr rechnen. Und schlussendlich braucht es bessere Betreuung von Kindern oder pflegebedürfti gen Angehörigen. Je mehr Menschen wieder gewillt sind, Vollzeit zu arbeiten, desto leichter ist es, das alles auch zu finanzieren. Die He bel sind also da. Man muss sie nur in Bewegung setzen. „Wer mehr arbeiten will, soll das auch dürfen – ohne steuerli che Strafen oder bürokrati sche Hürden. Wir brauchen eine moderne, faire und flexi ble Arbeitszeitpolitik für das 21. Jahrhundert!“ In diesem Sinne: Packen wir’s an. Weitere Infos: www.initiativeoesterreich2040.at

die INITIATIVE ÖSTER REICH 2040. Die Initiative wird von Familienbetrieben, dem Rückgrat unserer Wirt schaft, getragen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Missstände aufzuzeigen und konkrete Forderungen an die Politik zu richten, um unser Land damit wieder zurück an die Spitze zu bringen. Ein Schritt in diese Richtung ist, Österreich von der „Teil zeit-Republik“ wieder zu ei nem Staat zu machen, in dem sich Leistung lohnt. Zupacken statt Zusperren Ein großer Teil der Teilzeitbe schäftigten fällt in die Katego rie „Lifestyle Teilzeit“. Sie ha ben keine Kinder zu betreuen oder sie haben auch keine El tern, die sie zu versorgen ha ben. Fast jeder dritte Job im Land ist eine Teilzeitstelle, also rund 1,3 Millionen. Von diesen haben 320.000 (!) keine Betreuungspflichten. „Wir ha ben ein Arbeitszeitproblem, kein Arbeitskräfteproblem.“ Auch der so oft zitierte Fach kräftemangel wäre so zu be heben. „Teilzeit schwächt das Wirtschaftswachstum, scha 29,4 Stunden beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit aller Österreicher. Die zweit niedrigste in der EU.* Dramatisch. Nur

DAS SAGT Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer zur Forderung der Initiative Österreich 2040: FEEDBACK

Für mich ist klar: Wir brau chen ein Comeback von Leistung und Wettbewerb. Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit – er fällt uns nicht in den Schoß. Wir brauchen wieder ein Mindset, das Fleiß und Leistung honoriert. Eine Gesellschaft, die Leistung will und in der ein Auf stiegsversprechen gilt. Das bedeutet: Mehrarbeit darf nicht bestraft, sondern muss belohnt werden. Ich will dabei niemandem Voll zeitarbeit vorschreiben. Aber klar ist: Immer mehr Men schen gehen in Pension, immer weniger kommen nach – und kaum ein ande res Land hat die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden so stark reduziert wie Öster reich. Das gefährdet unse ren Sozialstaat und unser Zusammenleben. Ziel muss sein, die geleisteten Arbeits stunden zu erhöhen. Kurz fristig heißt das u. a., dass starre Grenzen bei Sozial leistungen überprüft gehö ren. Langfristig braucht es ein Steuersystem, das Stun denaufstockungen fördert und nicht die letzte Stunde am höchsten besteuert.

2040 ÖSTERREICH INITIATIVE FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER

FOTO: BUNDESMINISTERIUM

QUELLE: *)Statistik Austria **)AGENDA AUSTRIA 08/2025

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STEIERMARK INSIDE

STEIERMARK INSIDE

KOMMENTAR

Patrick Deutsch p.deutsch@weekend.at

Selbstbestimmt bis zum Ende Niki Glattauer war vieles: Journalist, Pä dagoge, Bestsellerautor. Vor allem aber war er ein Mensch, der bis zuletzt seine Stimme erhob. Unheilbar an Krebs er krankt, entschied er sich für den assis tierten Suizid – und sprach offen darüber. „Ich will in Würde sterben“, sagte er in einem Interview, das zwei Tage vor seinem Tod veröffentlicht wurde. Ein Satz, der zugleich Befreiung und Provokation ist. Befreiung, weil er Selbstbestimmung am Lebensende einfordert. Provokation, weil er ein gesellschaftliches Tabu be rührt. Seit 2022 ist der assistierte Suizid in Österreich erlaubt, streng reguliert und in ein Netz von Beratung und Aufklärung eingebettet. Kritiker befürchten Miss brauch und betonen, dass auch die Palliativmedizin ein nahezu schmerz freies Sterben in Würde ermöglicht. Trotz dem bleibt die Frage: Darf ein Mensch selbst entscheiden, wann es genug ist? Glattauer hat diese Frage für sich klar beantwortet. Er tat es nicht heimlich, son dern bewusst im Licht der Öffentlichkeit. Glattauers Entscheidung fordert uns her aus. Sie zwingt uns, über Würde, persön liche Freiheit und die Grenzen ärztlicher Fürsorge zu sprechen. Seine letzten Worte waren: „Schön. Wow.“ In dieser Einfachheit liegt eine Botschaft. Wir sol len den Tod nicht länger als Scheitern begreifen, sondern als Teil des Lebens. Eine Gesellschaft, die Menschlichkeit ernst nimmt, muss Platz für den selbst bestimmten Abschied haben. Glattauer hat diesen Platz sichtbar gemacht.

Landeshauptmann Mario Kunasek empfing Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und Finanzminister Markus Marterbauer (v.l.) zu einem Arbeitsbesuch in der Grazer Burg.

Konstruktiver Austausch. Finanzminister Markus Marter bauer und Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl waren am 4. Sep tember auf Arbeitsbesuch in der Grazer Burg. Bei ihrem Treffen mit LH Mario Kunasek waren gleich mehrere Themen im Fokus, die in herausfordernden Zeiten gleichermaßen bewegen. Diskutiert wurden unter anderem die Budgetsituation, der Anlauf für einen neuen Stabi litätspakt sowie konjunkturelle Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung.

Neuer Namensgeber Die Merkur Versicherung ist ab 2026 für drei Jahre Hauptsponsor der vier „Beat the City“-Events und damit Namensgeber von Graz- athlon, Linzathlon, Viennathlon und Innsbruckathlon. Die Hindernisläufe zählen zu den größten ihrer Art in Österreich und locken jährlich Tau sende Teilnehmer in die Innenstädte.

Steirer in Alpbach Von 16. bis 29. August fand im Tiro ler Bergdorf Alpbach das traditionel le „European Forum Alpbach“ statt. Vertreter der Steirischen Volkspartei nutzten diese Plattform, um Kontak te zu knüpfen. Heuer nahmen StS. Eibinger-Miedl, LR Kornhäusl, LR Ehrenhöfer, VP-KO Schnitzer, sowie 2. Landtagspräsident Drexler teil. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (l.) und der steirische VP-Landesrat Karlheinz Kornhäusl

„Beat the City“-Veranstalter Andreas Mauerhofer (l.) mit Mer kur-Vorstand Markus Spellmeyer

FOTOS: CHRIS ZENZ, LAND STEIERMARK/STREIBL, TIROLER VOLKSPARTEI, NIKOLA MILATOVIC

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STEIERMARK INSIDE

Wertvolle Einblicke Bei SPAR Steiermark stand auch heuer wieder die Familie im Mittelpunkt: Am 26. und 27. August fand der mittlerweile dritte „SPAR Kids Day“ statt. Über 290 Kinder begleiteten ihre Eltern an diesen beiden Tagen zur Arbeit und tauchten spielerisch in die spannende Welt des Supermarkts ein.

KOMMENTAR

SPAR-Steiermark-Geschäftsführer Chris toph Holzer mit Kindern von SPAR-Mitar beitenden im Rahmen des Kids Day

Robert Eichenauer r.eichenauer@weekend.at

Für die steirischen Weinbauern hat die Lesezeit begonnen. Nach der kleinen Ernte des Vorjahres von 160.000 Hektolitern wird heuer nach ersten Schätzungen der Landwirtschaftskammer eine gute Normalernte von 220.000 bis 240.000 Hektolitern erwartet. ZAHL DER WOCHE 240.000

Konsumiert, ihr Nichtsnutze! Die Generation Z hat gerade bei ihren Großvätern – die Großmütter sind etwas toleranter – keinen guten Stand. Sie gilt als faul, undiszipliniert und unsolida risch. Als ob die genannten Attribute nicht schon schlimm genug wären, ist diese Jugend auch nicht bereit, auf Teufel komm raus zu konsumieren. So wie Opa und Oma das als ihre Bürger pflicht gesehen haben. Nachhaltigkeit sei wichtig und dass man den Planeten nicht weiter ausbeuten solle, sagen sie. Opa und Oma antworten: Diese Mixtur aus Work-Life-Balance und gelebter Nachhaltigkeit verursacht dem Staat ei nen unglaublichen Schaden und wird früher oder später das System zum Ein sturz bringen. Der Generation Z ist das wurscht. Weil ihr nämlich dieses System wurscht ist. Sie glaubt nicht an immer währendes Wachstum als Voraussetzung für das Funktionieren des Staates. Sie glaubt nicht daran, dass man das Glück im Konsum finden kann. Sie glaubt nicht, dass die Menschheit so weiter machen soll, wie die letzten 150 Jahre. Vor allem aber glaubt sie nicht, dass Arbeit per se glücklich macht und sinnstiftend ist. Die Jugend von heute ist nicht bereit, bis zum Umfallen zu ha ckeln, nur damit ein sündteures Auto in der Garage steht oder man sich einen Luxusurlaub leisten kann. Aber genau das würde dieses System brauchen: Fleißige, disziplinierte und solidarische Konsumenten, die Omas und Opas Pen sion zahlen.

Rund 40 Kinderbetreuer fanden neue Arbeitsstellen: Elisabeth Pascottini (Service für Unternehmen des AMS Steiermark, 2.v.r.) mit Vertretern von Trägerorganisationen und Kolleginnen des AMS Steiermark.

JOBBÖRSE: AMS SCHAFFT CHANCEN A m 27. August fand in der AMS-Geschäftsstelle Graz Ost eine erfolgrei

Erfolg: Seit Mitte des Jahres wurden bereits rund 40 neue Stellen vermittelt. „Gerade in der Kinderbetreuung zählt der persönliche Eindruck“, erklärte AMS-Vizechefin Yvonne Pop per-Pieber. AMS-Expertin Eli sabeth Pascottini lobte zudem die sorgfältige Vorbereitung, die regionale Beschäftigung stärke und die Qualität der Kin derbetreuung sichere.

che Jobbörse statt. Rund 90 vom AMS Steiermark ausge bildete Kinderbetreuer:innen und Tageseltern trafen dort auf potenzielle Arbeitgeber wie Wiki, Volkshilfe und Tagesmüt ter*Väter. Das Ziel, Fachkräfte und Betriebe direkt zusammen zubringen, wurde erreicht – mit

FOTOS: CHRIS ZENZ, SPAR/KRUG, AMS STEIERMARK

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STEIERMARK INSIDE

Premierenflug nach Mykonos: Ulrike Grochot (Graz Airport), Sonja Puffer (Springer Reisen), Avanti-Air-Crew, Wolfgang Gri mus und Jürgen Löschnig (Geschäftsführer Graz Airport, v.l.)

Chance vor Heimpublikum In den vergangenen beiden Jahren haben sich die LAYJET OPEN in Bad Waltersdorf als dritt größtes Herren-Tennisturnier in Österreich eta bliert. Von 14. bis 21. September erlebt dieses ATP-125er-Challenger-Turnier seine dritte Aufla ge. Von den Österreichern steht der Salzburger Lukas Neumayer fix im Hauptfeld. Für die Quali haben Joel Schwärzler, Sandro Kopp, Dennis Novak und Neil Oberleitner genannt. T. Gneist (GM Spa Resort Styria), S. Freitag (Turnierdirek tor LAYJET OPEN), B. Muhr (Präsidentin STTV), J. Fiedler (Bgm. Bad Waltersdorf), J. Melzer (ÖTV-Sportdirektor, v.l.)

Sommerausklang Wer dem Herbst entfliehen will, kann ab Graz noch bis Ende Oktober 15 Badedes tination – von Spanien über Griechenland bis Türkei und Ägypten – ansteuern. Natür lich locken im Herbst auch Städtetrips: Berlin, Hamburg und ab 21. November London stehen zur Auswahl.

Ab 21. November geht es mit BA Euroflyer dreimal pro Woche nach London.

FOTOS: LEDERERJOSEF, BRITISH AIRWAYS, GRAZ AIRPORT

Impressum: NEOS Landtagsklub Steiermark, Glockenspielplatz 4, 8010 Graz

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Vorstandsdirektor Rainer Stelzer, Generaldirektor Martin Schaller, Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger und Vorstandsdirektor Florian Stryeck (v.l.)

A. Perazzolo (Kommunalpolitiker), L. Zanotto (Hoteliersvereini gung Jesolo), M. Feiertag (GF STG), LH Mario Kunasek, C. De Zotti (Bgm. Jesolo), A. Faloppa (Hoteliersvereinigung, v.l.)

Solides Halbjahr Trotz anhaltender Unsicherheiten und einer be kannt verhaltenen Konjunktur im ersten Halb jahr 2025 hat die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark ein solides operatives Ergebnis von 140,2 Mio. Euro erzielt. „Obwohl die Wirtschaft nach wie vor stagniert, konnten wir aufgrund unseres breit diversifizierten Basisgeschäfts ein solides Ergebnis erzielen“, sagt Martin Schaller, Generaldirektor der RLB Steiermark.

Ciao Venezia Mit einer Kampagne zeigt das Grüne Herz in Norditalien Prä senz. Bis Dezember setzt die Steiermark auf Außenwerbung, Print- und Onlinekampagnen sowie Bewegtbildformate – und erreicht damit ein internatio nales Publikum in den tou ristischen Hotspots Venedig, Jesolo, Triest und Udine.

Das „Grüne Herz“ zeigt in Norditalien eindrucksvoll Präsenz.

FOTOS: MARKUS TISCHHART, RLB STEIERMARK

bmluk.gv.at

VORHER

NACHHER

WÄHREND

Informiert bleiben 1

8

Fahrzeuge sichern 5

Schäden dokumen tieren

Gefahren zonen Beachten 7

Not fall plan erstellen 2

6

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES BMLUK

Vorsicht bei Strom und Heizung

4

3

Zuhause sicher gestalten

Sicher bauen

Mehr Infos zum Thema Hochwasser

STEIERMARK INSIDE

Fortgesetzter Erfolg Die BKS Bank konnte ihre Gewinne im ersten Halbjahr trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingun gen gut behaupten. „Mit einem Halbjahresgewinn nach Steuern von 78,4 Mio. Euro konnten wir gut an das hohe Ergebnisniveau der letzten beiden Jahre anschlie ßen“, sagt Vorstandsvorsitzender Nikolaus Juhász.

Nikolaus Juhász, Vorstandsvorsitzender BKS Bank

Umsatzplus und Krisenmodus Der steirische Handel erwirtschaftet im ersten Halbjahr 17,9 Mrd. Euro Umsatz (+1,9 Prozent). „Der Großhandel ist weiterhin im Krisenmodus, in der Kfz-Wirtschaft hält der Aufwärtstrend glücklicherweise weiter an“, so Spartenobmann Wohlmuth. Große Unterschiede zeigen sich im Einzelhandel. Die Entwicklung reicht hier von +11,0 Prozent im Uhren- und Schmuckhandel bis zu -6,8 Prozent im Spiele- und Sporthandel. Spartenobmann Gerhard Wohlmuth (r.) und Peter Voithofer (Institut für Österreichs Wirtschaft) präsentier ten die aktuelle Halbjahresbilanz des steirischen Handels.

Starker Partner Mit der Eröffnung von Takko Fa shion erweitert das Shopping Nord sein Angebot. Takko Fashion steht für modische Trends zu leistbaren Preisen und spricht mit seinem breiten Sortiment die ganze Familie an. „Mit Takko Fashion gewinnen wir einen starken Partner, der unser Center perfekt ergänzt“, so Center leiterin Heike Heinisser.

Centerleiterin Heike Heinisser (4.v.l.) mit dem Team von Takko Fashion

FOTOS: FOTO FISCHER, GERNOT GLEISS, SHOPPING NORD

Neue Perspektive BESSERE ZUKUNFT. Das AMS Steiermark ermöglicht arbeitsuchenden Frauen Fachausbildungen – so gelang Edith Haslebner der Umstieg in die Buchhaltung.

D er Job erfüllt mich – und das merkt auch mein Umfeld. Es war ein fordernder Schritt, aber er hat sich absolut ausgezahlt“, erzählt Edith Haslebner aus Spielberg von ihrem berufli chen Umstieg. Die 23-Jährige war unter anderem drei Jahre in der Eventgastronomie am Red Bull Ring tätig. Mit Unter stützung des AMS Steiermark wurde ihr mit der Buchhaltung eine neue Perspektive eröffnet. Qualifiziert Zuerst absolvierte sie die Aus bildung zur Personalverrech nerin, dann zur diplomierten Buchhalterin. Das Praktikum

Fachausbildungen Das AMS Steiermark ermög licht arbeitsuchenden Frauen Fachausbildungen – von Tech nik bis Pflege, von Buchhal tung bis IT. Das bedeutet hö here Einkommen und Pensio nen sowie eine bessere beruf liche Zukunft. Machen Sie sich unabhängig! Haben Sie Inter esse? Melden Sie sich beim AMS oder unter 050904-646. www.ams.at/stmk V

In einem gefragten Beruf tätig: Edith Haslebner

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG FOTO: AMS

im Zuge einer Arbeitsplatz nahen Qualifizierung erfolgte in der Steuerberatungskanzlei Russold-Moser-Kothgasser,

wo sie immer noch tätig ist. „Alles hat super funktioniert – vom Praktikum bis zur Ab schlussprüfung.“

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URS HARNIK Publikum statt Arroganz

HERZBLUT. Seit 2019 führt Urs Harnik mit Stefan Moser die Komödie Graz mit einer Auslastung von 94 Prozent. Im Gespräch erzählt er von Leichtigkeit als Haltung, prominenten Gästen und der Kunst, Theater neu zu denken. Von Robert Eichenauer D u hast mehrere berufliche Hüte auf. Wie kam es dazu, dass einer nun auf dem Garderobenständer einer Theater bühne hängt?

Bühnenmensch. Urs Harnik ist verheiratet und Vater zweier erwach sener Kinder. An der Seite von Stefan Moser hat er die Komödie Graz zu dem gemacht, was sie heute ist: eine Bühne, die sich der Kunst des Humors verschrieben hat. Mehr als 30.000 Besucher pro Jahr und eine Auslastung von 94 Prozent unter streichen das.

Harnik: Ich stehe seit meinem zwölften Lebensjahr auf der Bühne. Diese Leiden schaft hat mich nie losgelassen. 2019 ha ben wir gesagt: Wir gründen ein Thea ter, das im besten Sinn des Wortes un terhält. Uns ging es darum, dem grauen Alltag etwas entgegenzusetzen. In der klassischen Hochkultur wird oft das Kri tische, Zerstörerische betont. Wie würdest du heute die Identität der Komödie Graz beschreiben? Harnik: Unser Motto lautet: Wir widmen unser Herzblut einem Genre, das Leich tigkeit ernst nimmt. Leichtigkeit heißt nicht Belustigung oder Oberflächlich keit, sondern Ermutigung. Es gelingt euch immer wieder, große Namen wie Max Simonischek, Christoph Grissemann, Erwin Stein hauer oder Wencke Myhre zu enga gieren. Wie ist das möglich? Harnik: Wir haben uns im deutschspra chigen Raum einen guten Namen erar beitet. Das spricht sich herum. Wir be handeln Künstler wertschätzend – das ist nicht selbstverständlich. Inzwischen ist die Komödie Graz auch Bühne für Kabarett und Mu sik. Entfernt ihr euch damit nicht vom Theater? Harnik: Im Gegenteil. Es ist eine be wusste Strategie, ein Cross-over-Projekt.

Wird Kultur in Österreich über- oder unterfördert? Harnik: Kulturförderung ist elementar. Aber man sollte mehr das konkrete Tun fördern und weniger Selbstfin dungsprozesse oder Overhead-Struk turen. Oft wird am Publikum vorbei gearbeitet. Wir treten in gewisser Weise auch gegen die Arroganz des Kulturbetriebs an. Wohin soll sich die Komödie Graz entwickeln? Harnik: Wir wollen Kooperationen mit anderen Häusern verstärken. Außer dem möchten wir unsere Position im deutschsprachigen Raum ausbauen. Besucher aus Deutschland reisen be reits an. Unsere Kleinheit ist dabei ein Vorteil – sie macht uns flexibel und nahbar. V WEEKEND MAGAZIN | 15

Theater, Kabarett und Musik befruchten einander. Dadurch erreichen wir auch unterschiedliche Publikumsgruppen. Wie schwer ist es, ein Theater dieser Größe kommerziell zu führen? Harnik: Der öffentliche Zuschuss liegt bei weniger als einem Euro pro verkaufte Karte. Bei anderen Theatern sind es meh rere Hundert. Unser Projekt funktioniert durch Herzblut und Begeisterung. „Man sollte mehr das konkrete Tun fördern und weniger Selbst- findungsprozesse oder Overhead-Strukturen.“ Urs Harnik über Kulturförderung in Österreich

FOTO: KOMÖDIE GRAZ

STEIERMARK INSIDE

HIGH LIGHTS

Tubonika-Duo: Jonny Kölbl und Tobias Weiß.

ab 18. September Steirischer Herbst

Weinlesefest. Herbst in der Südsteiermark: Das 57. Gamlitzer Weinlesefest bietet auch heuer wieder ein unterhaltsames Programm für Groß und Klein – angefangen bei ausgezeichnetem Wein über fruchtigen Sturm und leckere Kastanien bis hin zu regionalen Köstlich keiten ist alles dabei. Der große Vergnügungspark darf natürlich auch nicht fehlen. Von 2. bis 5. Oktober. Details unter www.gamlitz.eu

Noch bis 12. Oktober findet das interna tionale Festival für zeitgenössische Kunst statt: Die 58. Ausgabe des steirischen herbst bietet jede Menge Unterhaltung. www.steirischerherbst.at V

19. September Tubonika

Das Duo Tubonika verbindet Tradition mit Moderne und erschafft ein musikali sches Feuerwerk. Das Konzert findet im Leibnitzer Marenzikeller statt. Infos unter www.leibnitzkult.at

V

20. September Kürbisfest Beim Fürstenfelder Kürbisfest wird man mit regionalen Kürbis-Köstlichkeiten verwöhnt: Feinschmecker dürfen sich auf Kürbisschnitzel, Kürbissuppe und Co. freuen. www.steiermark.com

Film & Talk Am 23. September feiert der neue Austria Extreme Triathlon-Film „Where pain meets purpose“ im Schubertkino Premiere. Man darf sich auf persönliche Geschichten von spannenden Persönlichkeiten freuen. Tickets: www.autxtri.com

Kreatives Design Am 27. und 28. September findet in der Seifenfabrik Graz der Kunst- und Designmarkt statt: Über 160 Aussteller aus Österreich, Deutsch land und ganz Europa präsentieren einzigartige Kreationen. Mehr Infos unter www.kunst-designmarkt.at

Impressum: Medieninhaber: Weekend Magazin Steiermark GmbH, Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz. Redaktion Steiermark: Elisabethstraße 5/2, 8010 Graz, Tel.: +43 50 6964-8001, E-Mail: redaktion.stmk@weekend.at. Redaktion Oberösterreich: Zamenhofstraße 9, 4020 Linz, Tel. +43 50 6964-4444, E-Mail: redaktionooe@weekend.at. Redaktion Wien: Gumpendorfer Straße 19, 1060 Wien, Tel. +43 50 6964-2100, E-Mail: redaktionwien@weekend.at. Redaktion Salzburg: Rottweg 66, 5020 Salzburg, Tel. +43 50 6964-5555, E-Mail: redaktion.salzburg@weekend.at. Re daktion Vorarlberg: Tel.: +43 676 896 848 07, E-Mail: s.dueringer@weekend.at. Redaktion Kärnten: Völkermarkter Ring 1, 9020 Klagenfurt, Tel. +43 50 6964-9777, E-Mail: redaktionktn@weekend.at. Redaktion Burgenland: Hauptstraße 33, 7210 Mattersburg, Tel.: +43 2626 636 16, E-Mail: burgenland@weekend.at. Redaktion Tirol: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. +43 512 353 888-0, E-Mail: redaktiontirol@weekend.at. Herausgeber: Christian Lengauer (MBA), Zamenhofstraße 9, 4020 Linz. Geschäftsführung: Mag. Nadja Tanzer, Christian Lengauer (MBA). Chefredaktion Österreich: Werner Christl. Chefredaktion Steiermark: Patrick Deutsch. Vertrieb: Österr. Post AG. Druck: Slovenská Grafia AG, SK-83403 Bratislava. Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit ANZEIGE gekennzeichnet. Für unverlangt einge sandte Manuskripte und Fotos sowie Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Derzeit gilt Preisliste 2025. Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.weekend.at abgerufen werden. Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird auf geschlechterspezifische Bezeichnungen verzichtet. Es sind jeweils alle Geschlechter von geschlechtsneutralen Formulierungen erfasst. Haben Sie einen Fehler in einem Artikel gefunden? Schicken Sie uns bitte Ihr Feedback unter www.weekend.at/verlag/artikel-feedback n

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WEEKEND MAGAZIN | 17

Geheim- formel

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ÜBERLASTUNG. Ein erhöhter Stresspegel bzw. ständige Anspannung kann schnell zu einer großen Belastung werden. Die gute Nachricht: Es gibt ein rein pflanzliches Beruhigungsmittel, das wieder mehr Ruhe und Gelassenheit in den Alltag bringt.

D ie meisten kennen es: Alle wollen gleichzeitig etwas von einem. In solchen Phasen kann man sich schnell ge stresst und ausgelaugt fühlen. Der Grund dafür ist unser zentrales Nervensystem, das bei Überlastung in den Alarmzustand schaltet. Tags über ist man unruhig und nervös – es fällt einem schwer, sich auf eine Sache zu kon zentrieren. Auch abends beim Schlafengehen kreisen die Gedanken weiter. Wirksame Hilfe kommt aus der Natur. Anspannungen erfolgreich lösen Das rein pflanzliche Arznei mittel Dr. Böhm® Passions blume beeinflusst die Frei setzung von bestimmten

Nervenbotenstoffen positiv und wirkt dadurch beruhi gend. Es löst nervöse An spannungen und sorgt wie der für mehr Gelassenheit. Durch seine entspannende Wirkung wird man wieder belastbarer und kann auch wieder besser mit akuten Stresssituationen umgehen. Der große Vorteil von Dr. Böhm® Passionsblume: Die Tabletten können sowohl tagsüber als auch abends ein genommen werden. Sie ma chen nicht müde, sondern wirken beruhigend. Durch diesen kleinen, aber feinen Unterschied bewahrt man auch tagsüber einen kühlen Kopf. Abends hilft die beru higende Wirkung beim Ein schlafen und gegen das stän dige Gedankenkreisen, ohne

zusätzlich auf Schlafmittel zurückgreifen zu müssen.

rung der Heilpflanze. Die Wirkung setzt rasch nach Einnahme von nur einer Ta blette ein. Die Passionsblume ist gut verträglich und macht nicht abhängig, wodurch auch eine langfristige Ein nahme möglich ist. V

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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. Die Anwendung dieses pflanzlichen Arzneimittels in den genannten Anwendungsgebieten beruht ausschließlich auf langjähriger Verwendung.

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Cholesterin senker als Energieräuber?

URSACHENCHECK. Sie nehmen cholesterin senkende Medikamente ein und fühlen sich oft müde und erschöpft? Das steckt dahinter …

W ie bei fast allen Arzneimitteln kann es auch bei Cholesterinsenkern (Statinen) zu unerwünschten Begleit erscheinungen kommen. So kann eine Statintherapie etwa von anhaltender Erschöpfung bzw. dem Gefühl ständiger Müdigkeit begleitet sein. Statine reduzieren Coenzym Q10! Die Arzneimittel senken nicht nur den erhöhten Cholesterin spiegel, sondern hemmen un gewollt auch die körpereigene

Produktion von Coenzym Q10. Dieser lebenswichtige Stoff ist im Gegensatz zu dem überschüssigen Cholesterin jedoch ganz und gar nicht un erwünscht in unserem Körper. Er wird von jeder einzelnen Zelle zur Energiegewinnung benötigt – so auch von Herz und Muskulatur. Ist zu wenig davon vorhanden, kann es zu den oben genannten Begleit erscheinungen kommen. Sinnvolle Ergänzung Um dem Körper in solchen Fällen auf einfache Weise ge

der empfohlenen Tagesdosis von 100 mg Coenzym Q10. Fragen Sie nach der neuen 2-Monatspackung mit 4 Euro

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Gerade Menschen mit einem zu niedrigen Blutdruck sind häufig betroffen. Ist der Kreislauf langfristig geschwächt, fühlen sich viele auch müde, schlapp und leiden unter Kopfschmerzen. Für viele Betroffene haben sich hier die Apozema® Herz- und Kreislauf-Tropfen bewährt. Die Formel mit bewährten Heilpflanzen wie Weißdorn und Mistel entlastet das Herz-Kreislauf-System und unterstützt den Körper bei der Normalisierung des Blutdrucks. Die Tropfen sind geeignet bei:

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WEEKEND MAGAZIN | 19

LEBENSART

Kulinarische Albträume

EKELHAFTER GENUSS. Ob fermentierter Fisch, lebende Oktopustentakel oder Madenkäse – rund um den Globus stehen Speisen auf dem Tisch, die für viele nur schwer verdaulich sind und leider oft auf Tierschutz nur wenig Rücksicht nehmen. Von Andreas Hamedinger

FOTOS: HINTERGRUNDBILD: ELENA TEREKHINA/ISTOCK/GETTY IMAGES, MESSER UND GABEL: COLOURBOX.DE/ELENA GARBAR , FRUCHT: SMILESTUDIOAP/ISTOCK/GETTY IMAGES

Stinkalarm. Wer eine Durian in Asien ins Hotel schmuggelt, muss unter Umständen eine zusätzliche Woche zahlen. In Singapurs U-Bahn sind Durians sogar offiziell verboten – geruchshalber.

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Horrorhappen. In Asien eine Delikatesse: frittierte Vogelspinnen. Die knusprigen Beine und der weiche Körper sollen wie Hühnchen schmecken.

F aulige Eier, ein beißender Duft nach Schwefel und Müll. Klingt nicht verlockend, oder? Schwe dische Genießer sehen das anders: Sur strömming, fermentierter Hering, den man wegen seines extremen Geruchs am besten nur im Freien genießt, gilt be sonders in Nordschweden als Delikates se. Und es scheint so, als ob man im ho hen Norden überhaupt auf besondere Fischspezialitäten schwört: Grönlandhai – dessen Fleisch roh giftig ist – wird in Erdgruben fermentiert und benötigt bei dessen Verzehr einiges an Überwin dung. Kiviak ist hingegen ein traditio nelles Gericht der Inuit auf Grönland, bei dem kleine Seevögel in Robbenhaut eingepackt und mehrere Monate fer mentiert werden. Die Vögel werden roh gegessen. Der Geruch und Geschmack sind extrem stark und gewöhnungsbe dürftig. Aber auch im Süden Europas scheint man gerne an Grenzen zu gehen.

Etwa auf Sardinien: Casu Marzu, in der EU offiziell verboten, ist ein sardischer Käse, der von lebenden Maden befallen ist. Diese Käsemaden helfen dabei, den Käse zu zersetzen und machen ihn ex- trem weich. Die Maden sind im Käse le bendig und bewegen sich noch, wenn er serviert wird. Stierhoden und Vogelspinnen Ein Blick in die USA zeigt, dass man dort abseits von Burgern und Hotdogs, auch Unerwartetes am Teller wiederfin det. Rocky Mountain Oysters – gebrate ne Rinderhoden – werden etwa gerne in Texas verspeist, wenn nicht gerade ge bratene Hirnscheiben am Speiseplan stehen. Im benachbarten Mexiko sind hingegen Escamoles besonders beliebt. Cremig und mit einer buttrigen Konsis tenz werden die Larven von Ameisen gerne in Tacos serviert. Krabbeltiere werden auch in Asien sehr

2 Milliarden Menschen essen regelmäßig Insekten als Teil ihrer Ernährung. Diese Praxis ist besonders ver breitet in Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. 240 Millionen Menschen – so eine Schätzung – leiden unter Essphobien. Das heißt, sie verspüren Ängste im Zusammenhang mit dem Essen bestimmter Lebensmittel.

FOTOS: SPINNE: OKEA/ISTOCK/GETTY IMAGES, OKTUPUS: POPOVAPHOTO/ISTOCK/GETTY IMAGES, FRAU: SEMENTSOVALESIA/ISTOCK/GETTY IMAGES

Nervenkitzel. Lebender Oktopus – in Korea ein Delikatessen-Kick, bei uns eher Horror auf dem Teller. Wer will schon zappelnde Tentakel statt ruhigen Fischfilets?

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LEBENSART

Eiweißbombe. Stinkbohnen, auch Petai genannt, sind in Süd ostasien beliebt – ihr intensives Aroma erinnert an Knoblauch mit Ammoniak. Trotz des Ge ruchs gelten sie als gesund und eiweißreich.

Fischwahnsinn. Getrockneter Grönlandhai: In Island als „Hákarl“ bekannt, gilt er als Delikatesse – doch sein intensiver Ammoniakgeruch überfordert viele ungeübte Gaumen.

GRENZERFAHRUNGEN

geschätzt. Etwa in Kambod scha. Dort sind frittierte Vo gelspinnen eine Delikatesse. Starkes Nervengift Und wer zur Sicherheit beim nächsten Italienurlaub auf Miesmuscheln verzichtet, der sollte nicht nach Korea fliegen: Sannakji ist ein Ge richt, bei dem kleine Okto pusse in Stücke geschnitten und unmittelbar serviert werden, während sie noch zucken. Die Tentakel bewe gen sich noch im Mund, was für manche ein aufregendes Erlebnis ist. Der Geschmack soll frisch und leicht salzig sein, doch ob das den Grusel faktor wert ist? Und wem dieser Nervenkitzel nicht

hoch genug ist, der kann sich in Japan an Fugu versuchen. Der Kugelfisch enthält Tetro dotoxin, ein Nervengift, das rund 1.000-mal stärker ist als Zyanid. Schon kleinste Men gen, etwa in der Größe eines Stecknadelkopfes, können tödlich sein. Gegen das Ku gelfischgift gibt es zudem kein Gegengift. Deshalb darf Fugu nur von speziell ausge bildeten Köchen zubereitet werden. Fußgeruch und Speichel Doch auch Vegetarier sind nicht vor unliebsamen Über raschungen gefeit. Durian, eine tropische Frucht, die vor allem in Südostasien beliebt ist, hat einen faulig, schwefe ligen Geruch, der manchmal sogar mit Fußschweißgeruch verglichen wird. Aufgrund des Geruchs ist Durian in vielen Hotels und öffentli chen Verkehrsmitteln verbo ten. Und beim Gedanken an Chicha, einem in Peru und Ecuador geschätzten Mais getränks, würde vielen auch der Appetit vergehen: Schließlich wird es mithilfe des menschlichen Speichels fermentiert. V

n Haggis/Schottland. Schafsinnereien im Magen. Schmeckt würzig, kräftig und herz haft – und ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. n Jellied Moose Nose/Kanada. Gelee aus Ren tiernase, das angeblich schleimig und salzig schmeckt. n Tuna Eyeballs/Japan. Gekochte oder ge dämpfte Thunfisch-Augen, die – wen wun dert‘s – glibberig schmecken. n Balut/Philippinen. Gekochtes Entenei mit fast vollständig entwickeltem Embryo – mehr braucht man dazu nicht mehr sagen. n Kakerlaken-Spieße/Thailand. Knusprig gebra tene Kakerlaken am Holzstab – der Crunch ist legendär, der Gedanke ist sicherlich verstörend.

Kulturschock. Gebrate nes Meerschweinchen, auch „Cuy“ genannt, ist eine traditionelle Delikatesse in den

Krabbelkost. Große Larven – frittiert oder getrocknet – gehören in vielen Ländern Afrikas oder Asiens zur traditionellen Ernährung. Und auch das Bush-Food der Aborigines, der australischen Ureinwohner, besteht zu einem Teil aus Insektenlarven.

Andenländern Peru, Ecuador und Bolivien.

Oft wird es mit Kopf und Kral len serviert.

FOTOS: FISCH: DIE-PHALANX/ISTOCK/GETTY IMAGES, STINKBOHNEN: SAKAI000/ISTOCK/GETTY IMAGES, LARVEN: COLOURBOX.DE/#103055, MEERSCHWEINCHEN: PICTUREPARTNERS/ISTOCK/GETTY IMAGES

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Kreislaufwirtschaft Von der Firmenzentrale in der Hüttenbrennergasse aus wird der schnelle Vor-Ort-Service koordiniert. Ob defekte Waschmaschine, undichter Geschirrspüler oder ausgefal lener Kühlschrank – die Ex perten reparieren und warten Geräte aller namhaften Her steller. Neben Reparaturen bie tet das Unternehmen auch Be ratung beim Neukauf, Liefe rung, Montage und fachge rechte Entsorgung von Altge räten an. „Jedes reparierte Ge rät ist gelebte Nachhaltigkeit“, betont Geschäftsführer Her bert Vogljäger. „Wir verlängern

die Lebensdauer und helfen unseren Kunden, Geldbeutel und Umwelt zu schonen.“ So wird Kreislaufwirtschaft im Alltag greifbar. V

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