Weekend Magazin Oberpullendorf 2025 KW04

BURGENLAND INSIDE

GEORG PEHM So viel Bildung wie nie zuvor HÖHENFLUG. Neu ist: Die „FH“ heißt nun „Hochschule Burgenland“. Unverändert ist: der Erfolg. Georg Pehm über ein „besonderes Jahr“.

W ir schreiben Wo che 4. Sind Sie schon im Jahr 2025 angekommen? Pehm: Natürlich! (lacht) Die Studierenden sind gut erholt zurück, die Hochschule vi briert und arbeitet schon in tensiv an den nächsten Pro jekten. … die da sind? Pehm: Ganz oben steht, das Studienangebot gezielt zu er weitern. Wir tun das mit vier neuen Studienrichtungen – Radiologietechnologie, Bio medizinische Analytik, Wirt schaftsinformatik und mit ei nem „Master“ zu Künstlicher Intelligenz. Damit gibt es so viel Bildung, wie nie zuvor! Normalerweise nimmt man sich für diese Projek te Jahre Zeit. Pehm: Durchaus. Dazu kommt die Entwicklung mehrerer Lehrgänge. Wir forschen, knüpfen unser in ternationales Netz enger und tun viel für Nachhaltigkeit und in der Digitalisierung. Und dann ist da noch der Bau des neuen Campus in Pinkafeld… Pehm: Es ist uns echt nicht fad! Aber wahr ist, dass wir großartige Leute und super Teams an der Hochschule haben, die dieses Tempo ge

Pehm: Natürlich wünschten wir uns mehr Zuversicht und gute Nachrichten. Sorgen ma chen sich Studierende, die mit hohen Kosten beim Wohnen, bei Energie, bei Lebensmittel kämpfen. Dass es bei uns kei ne Studiengebühren gibt, hilft ihnen. Positiv bleibt auch: Wer bei uns studiert, hat qua si eine „Job-Garantie“ in der Tasche. Wer hier einen Ab schluss macht, sieht sich – trotz Rezession – sehr guten Chancen und einer erstklassi gen Karriere gegenüber. Inwiefern bringt die neue Bezeichnung „Hochschule für Angewandte Wissen schaften“ Vorteile? Pehm: Es ist ein starkes Sig nal, dass wir ambitionierte Ziele haben und über her kömmliche „Fächer“ hinaus denken. Dass wir internatio nal besser wahrgenommen werden, bringt uns Vorteile bei Forschungs- und Innova tions-Projekten. Die Forschung ist es auch, die bereits die ersten Er folgsmeldungen des Jahres liefert. Pehm: Ja, das ist großartig! Wir konnten uns bei mehre ren Wettbewerben gegen harte Konkurrenz durchset zen und über 2 Mio. Euro zu sätzlich an die Hochschule holen – ein guter Beginn! V

„Wer bei uns studiert, muss sich nicht um einen Job sorgen. Unsere Absolventen haben beste Chancen am Arbeitsmarkt.“ Georg Pehm Geschäftsführer Hochschule Burgenland

hen und diese „Dichte“ auch erfolgreich stemmen können. Teamgeist ist unsere beson dere Stärke. Deshalb bringen wir auch Besonderes zusam men. Sie haben dieser Tage Ihre „Bilanz“ verschickt. Die Hochschule hat 8.400 Stu dierende in 80 Studien richtungen. Über 1.000 Mitarbeitende erwirt schaften rund 40,5 Mio. Euro pro Jahr. Wo ist der Plafond? Pehm: Die Erfolgsstory ist tatsächlich beeindruckend. Aber „nur“ Wachstum zu se hen, wäre falsch. Es geht

nicht um „Menge“, sondern darum, viele kluge Köpfe noch klüger zu machen. Wir formen Hoffnungsträger. Das ist ein entscheidender Bei trag, um bei Innovationen, im Gesundheits- und Sozial bereich oder gegen den Kli mawandel voranzukommen. Dafür braucht es exzellente Fachleute, die ihr profundes Wissen anwenden können und kraftvoll anpacken. Österreich befindet sich in einer Rezession, das Bud get ist aus dem Ruder. Die Arbeitslosigkeit steigt. Trübt das auch die Aus sichten der Hochschule?

FOTO: HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN BURGENLAND GMBH

24 | WEEKEND MAGAZIN

Made with FlippingBook Ebook Creator