Weekend Magazin Oberösterreich Blickpunkt Wels 2025 KW40

EXTRA: Blickpunkt Wels & Wels-Land

REINHARD PAUZENBERGER „Vorbeugende Ansätze s i nd d i e Zukunft!“ INTERVIEW. Der in Wels und Schörfling praktizierende Plastische Chirurg spricht über häufig durchgeführte Eingriffe, wie sich die Wünsche verändert haben, wo die Entwicklung hingeht und warum es wichtig ist, auch „Nein“ sagen zu können. Von Carmen Giuliani

S ie sind Plastischer Chirurg – wel che Eingriffe führen Sie als sol cher besonders häufig durch? Pauzenberger: Am häufigsten widmen wir uns Eingriffen im Gesicht: Lidstraf fungen an Ober- und Unterlidern stehen an erster Stelle, auch Minilifts und klas sische Faceliftings sind beliebt. Gleich danach folgen Brustoperationen. Insge samt liegt unser Schwerpunkt in der Ge sichts-, der Brust- und in der Hautchir urgie – drei Bereiche, in denen wir durch Spezialisierung und hohe Fallzahlen sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Gibt es Trends? Pauzenberger: Trends kommen und ge hen – entscheidend ist jedoch nicht der Zeitgeist, sondern der Mensch mit sei nen individuellen Bedürfnissen. Heute stehen kurze Ausfallszeiten und moder ne „Fast-Track“-Konzepte im Vorder grund. Unser Ziel bleibt dabei immer gleich: die persönliche Zufriedenheit und das bestmögliche Ergebnis für je den einzelnen Patienten.

Welche Entwicklungen erwarten Sie in der Schönheitschirurgie in den kommenden Jahren? Pauzenberger: Die Zukunft gehört prä ventiven Ansätzen – Vorbeugen ist meist nachhaltiger als spätere Korrek turen. Moderne Technologien helfen, die Haut- und Gewebsqualität lang fristig zu bewahren. Und unser Credo bleibt: Weniger ist mehr. Natürlichkeit und Individualität sind der Schlüssel

Pauzenberger: Im Vergleich zu früher erwarten PatientInnen heute vor allem schnelle Resultate bei minimaler Aus fallszeit. Die Ansprüche an Alltagstaug lichkeit und Komfort sind gestiegen. Gleich geblieben sind jedoch die wich tigsten Faktoren: Qualität, Präzision und ein natürliches Ergebnis überzeu gen auch langfristig und setzen sich im mer durch.

„Trends kommen und gehen. Entscheidend ist aber nicht der Zeitgeist, sondern der Mensch mit individuellen Bedürfnissen.“

Reinhard Pauzenberger

zu einem Ergebnis, das auch in vielen Jahren überzeugt. Haben Sie schon einmal einen Ein griff abgelehnt – und warum? Pauzenberger: Ja, regelmäßig. Immer dann, wenn Wünsche nicht realistisch sind oder wenn das angestrebte Ergeb nis nicht meinen eigenen Ansprüchen an Ästhetik und Harmonie entspre chen würde – etwa, weil die natürli chen Proportionen nicht stimmig wä ren. Verantwortung bedeutet für uns, auch klar „Nein“ zu sagen, wenn es im Sinne der Patientin oder des Patienten das Beste ist. V

Wie unterscheiden sich die Wünsche von PatientInnen heute zu vor zehn Jahren?

FOTO: PAUZENBERGER

Zur Person. Reinhard Pauzenberger betreibt eine Praxis im Kompetenzzentrum St. Stephan, war zuvor u.a. Oberarzt an der Meduni Wien.

Made with FlippingBook Digital Publishing Software